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Reading_Mimi

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.01.2023

Schönes Setting

The Sea in your Heart
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Die Isländerin Lilja liebt das Meer. Seit ihrer Kindheit haben es ihr besonders die Wale angetan. Neben ihrer Arbeit als Walspotterin für Whale-Watching-Touren für Touristen, arbeitet sie ehrenamtlich ...

Die Isländerin Lilja liebt das Meer. Seit ihrer Kindheit haben es ihr besonders die Wale angetan. Neben ihrer Arbeit als Walspotterin für Whale-Watching-Touren für Touristen, arbeitet sie ehrenamtlich für eine Umweltorganistation, die das Abschlachten von Walen verhindern möchte. Für eine Beziehung hat sie daher auch keine Zeit, bis ihr eines Tages in einer Bar ein junger Mann begegnet, den sie fortan nicht mehr aus ihren Gedanken bekommt. Doch Jules ist jemand, auf den Lilja sich nie hätte einlassen dürfen.

MIr hat die Geschichte sehr gut gefallen. Das Setting, dass die Autorin Kira Mohn hier geschaffen hat, ist wirklich wunderschön und man hatte beim Lesen das Gefühl das Meer riechen zu können. Lilja als Protagonistin hat mir auch gut gefallen. Sie ist eine junge und sympathische Frau, die sich der Rettung der Meereslebewesen verschrieben hat. Man merkt ihr aber auch noch ihr junges Alter an vielen Stellen an. In manchen Situationen wirkte sie auch noch etwas naiv. Jules konnte ich leider nicht immer ganz greifen, auch wenn ich ihn sehr mochte, fehlten mir hier doch mehr Hintergrund, um sein Handeln wirklich nachvollziehen zu können. Zum Schluss hin kam auch noch ein Thema auf, dass für mich wirklich nicht gebraucht worden wäre und für mich zu viel Drama versucht hat reinzubringen.

Ansonsten aber ein wirklich schöner Abschluss der Island-Reihe.

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Veröffentlicht am 05.08.2026

Schöne Atmosphäre, aber es fehlte etwas

Tage im warmen Licht
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Tage im warmen Licht erzählt die Geschichte von Maria, die nach dem Verlust ihrer Wohnung und ihres Jobs gemeinsam mit ihrer Tochter Linnea in das Haus ihrer verstorbenen Großmutter zurückkehrt. Eigentlich ...

Tage im warmen Licht erzählt die Geschichte von Maria, die nach dem Verlust ihrer Wohnung und ihres Jobs gemeinsam mit ihrer Tochter Linnea in das Haus ihrer verstorbenen Großmutter zurückkehrt. Eigentlich soll es nur eine Übergangslösung sein, doch nach und nach muss sie sich ihrer Vergangenheit stellen und findet dabei Halt in einer starken Dorfgemeinschaft.

Der Schreibstil von Kristina Pfister hat mir gut gefallen. Die Geschichte liest sich angenehm und die ländliche Atmosphäre mit den Gärten, Kräutern und der Dorfgemeinschaft sorgt für eine schöne Wohlfühlstimmung. Gleichzeitig greift die Autorin ernste Themen auf und vermittelt eine wichtige Botschaft über Zusammenhalt, Mut und die Stärke von Frauen.

Leider konnte mich die Geschichte trotzdem nicht ganz erreichen. Vor allem mit Maria bin ich bis zum Schluss nicht richtig warm geworden. Sie blieb für mich etwas blass und ich konnte ihre Gefühle oft nicht richtig nachempfinden. Teilweise wirkte ihre Tochter Linnea sogar reifer als sie. Außerdem entwickelte sich die Handlung recht vorhersehbar und hätte für meinen Geschmack an einigen Stellen etwas mehr Tiefe vertragen. Gerade bei den ernsten Themen hätte ich mir gewünscht, emotional noch stärker abgeholt zu werden.

Insgesamt ist Tage im warmen Licht ein ruhiger Roman mit einer schönen Atmosphäre und wichtigen Themen. Mir hat allerdings der letzte Funke gefehlt, weshalb es am Ende 3 von 5 Sternen geworden sind.

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Veröffentlicht am 29.07.2026

Unterhaltsam, aber mit kleinen Längen

Crime im Heim
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Im Seniorenstift Haus Silberblick soll endlich etwas Leben in den Alltag einkehren. Der ehemalige Feuilletonchef Friedhelm Klemp plant eine Aufführung von Shakespeares Hamlet und trommelt dafür eine Gruppe ...

Im Seniorenstift Haus Silberblick soll endlich etwas Leben in den Alltag einkehren. Der ehemalige Feuilletonchef Friedhelm Klemp plant eine Aufführung von Shakespeares Hamlet und trommelt dafür eine Gruppe Mitstreiter zusammen. Doch schon bei der ersten Probe nimmt das Projekt eine unerwartete Wendung: Der Mops einer Bewohnerin wird tot aufgefunden. Als sich herausstellt, dass das Tier erschossen wurde, beginnt Katia Horenfeld gemeinsam mit ihren Mitbewohnern zu ermitteln. Lange dauert es nicht, bis ein weiterer Todesfall die Senioren auf eine weit größere Spur führt.

Die Idee hinter dem Buch hat mich sofort angesprochen. Ein Seniorenheim als Schauplatz, eine Theatergruppe, die nebenbei einen Kriminalfall löst, und dazu viele schrullige Bewohner – das versprach einen unterhaltsamen Cosy Crime mit einer guten Portion Humor.

Der Schreibstil ist angenehm leicht und flüssig, sodass ich schnell in die Geschichte gefunden habe. Besonders die unterschiedlichen Bewohner des Seniorenstifts sorgen immer wieder für unterhaltsame Momente. Mit ihren Eigenheiten und Spitznamen bringen sie viel Charme in die Handlung und einige Szenen waren wirklich amüsant.

Allerdings braucht die Geschichte etwas Zeit, bis sie richtig in Fahrt kommt. Die Spannung entwickelt sich eher gemächlich und rückt zeitweise hinter den Theaterproben und den zahlreichen Anspielungen auf Hamlet in den Hintergrund. Wer mit Shakespeare vertraut ist, wird daran vermutlich seine Freude haben. Mir waren diese Bezüge stellenweise jedoch etwas zu präsent und sie lenkten mich immer wieder von der eigentlichen Krimihandlung ab.

Auch die große Anzahl an Figuren machte es mir nicht immer leicht. Einige Charaktere bleiben dadurch etwas oberflächlich und ich hätte mir an manchen Stellen eine bessere Übersicht oder etwas mehr Tiefe gewünscht. Hinzu kommt, dass manche Wendungen etwas konstruiert wirken und mich die Auflösung letztlich nicht vollkommen überraschen konnte.

Dennoch bietet Crime im Heim eine originelle Idee, sympathische Senioren und viele charmante Szenen. Wer gemütliche Krimis mit skurrilen Figuren, einem humorvollen Ton und einer Prise Theater mag, dürfte hier gut unterhalten werden. Ich persönlich hätte mir etwas mehr Spannung und einen stärkeren Fokus auf den eigentlichen Kriminalfall gewünscht.

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Veröffentlicht am 27.07.2026

Mehr Wirtschaftsroman als Thriller

Die Filiale
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Laura Jacobs arbeitet als Wertpapierberaterin bei einer Berliner Bank und führt eigentlich ein ruhiges Leben. Doch innerhalb kürzester Zeit gerät alles aus den Fugen. Nachdem sie bei einem Banküberfall ...

Laura Jacobs arbeitet als Wertpapierberaterin bei einer Berliner Bank und führt eigentlich ein ruhiges Leben. Doch innerhalb kürzester Zeit gerät alles aus den Fugen. Nachdem sie bei einem Banküberfall besonnen handelt und Schlimmeres verhindert, winkt ihr beruflich eine Beförderung. Gleichzeitig erhält sie jedoch die Kündigung für ihr Haus, denn ihre Bank will die gesamte Wohnsiedlung an einen Investor verkaufen. Auf der Suche nach den Hintergründen stößt Laura auf ein Geflecht aus dubiosen Geschäften, Korruption und Machtinteressen, das sie immer tiefer in gefährliche Machenschaften hineinzieht.

Das Cover hat mich sofort angesprochen und auch die Geschichte klang nach einem spannenden Thriller mit einem ungewöhnlichen Thema. Die Kombination aus Finanzwelt, Immobiliengeschäften und Kriminalfall hebt das Buch von vielen anderen Vertretern des Genres ab und machte mich neugierig.

Der Einstieg ist auch wirklich gelungen. Der Banküberfall sorgt direkt für Spannung und weckt die Neugier darauf, wie sich Lauras Geschichte weiterentwickelt. Auch der Schreibstil hat mir gut gefallen. Er ist flüssig, die Kapitel sind angenehm kurz und lassen sich zügig lesen.

Im weiteren Verlauf verlor die Geschichte für mich allerdings etwas an Fahrt. Statt die Spannung kontinuierlich zu steigern, nehmen die Einblicke in das Bank- und Finanzwesen immer mehr Raum ein. Man merkt deutlich, dass der Autor sich auf diesem Gebiet bestens auskennt. Die Erklärungen wirken authentisch und gut recherchiert, waren für meinen Geschmack aber häufig zu ausführlich. Dadurch wurde der Lesefluss immer wieder unterbrochen und das Buch fühlte sich stellenweise eher wie ein Wirtschafts- oder Spannungsroman als wie ein klassischer Thriller an.

Laura war mir als Protagonistin durchaus sympathisch, weil sie sich nicht mit Ungerechtigkeiten abfindet und den Dingen auf den Grund gehen möchte. Dennoch blieben sie und auch einige Nebenfiguren für mich etwas blass, sodass ich keine enge Bindung zu ihnen aufbauen konnte.

Zum Ende hin nimmt die Geschichte noch einmal deutlich an Tempo auf und sorgt für einen gelungenen Abschluss. Trotzdem konnte mich die Handlung insgesamt nicht vollständig überzeugen, da einige Entwicklungen recht vorhersehbar waren und ich nach Klappentext und Leseprobe mit mehr Nervenkitzel gerechnet hatte.

Insgesamt bietet Die Filiale eine interessante Geschichte mit aktuellen Themen wie Immobiliengeschäften, Korruption und Finanzkriminalität. Wer sich für wirtschaftliche Zusammenhänge interessiert, wird hier vermutlich mehr Freude haben als ich. Mir fehlte über weite Strecken jedoch die Spannung, die ich von einem Thriller erwarte.

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Veröffentlicht am 15.07.2026

Ein ruhiger Krimi vor der Kulisse Liguriens

Abschied auf Italienisch
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Nach dem Tod seines Vaters entscheidet sich der römische Commissario Vito Grassi für einen Neuanfang. Er lässt sich nach Ligurien versetzen, wo er das Haus seines Vaters geerbt hat. Dort hofft er, etwas ...

Nach dem Tod seines Vaters entscheidet sich der römische Commissario Vito Grassi für einen Neuanfang. Er lässt sich nach Ligurien versetzen, wo er das Haus seines Vaters geerbt hat. Dort hofft er, etwas Abstand von seinem bisherigen Leben zu gewinnen und gleichzeitig mehr über seinen Vater zu erfahren, zu dem er zuletzt keinen besonders engen Kontakt hatte. Doch statt Ruhe erwartet ihn schon kurz nach seiner Ankunft der erste Mordfall. Wenig später wird eine weitere Leiche entdeckt, sodass Grassi gemeinsam mit seinem neuen Team die Ermittlungen aufnimmt. Gleichzeitig muss er sich mit Toni arrangieren, einer eigenwilligen Frau, die im Haus seines Vaters lebt und nicht daran denkt, auszuziehen.

Besonders gut gefallen hat mir die Atmosphäre des Buches. Die Handlung spielt in Ligurien, und der Autor schafft es, die Landschaft und das Leben in dem kleinen Ort lebendig zu beschreiben, ohne sich in langen oder kitschigen Beschreibungen zu verlieren. Dadurch entsteht ein schönes Urlaubsgefühl, das den Krimi angenehm begleitet.

Auch die Figuren sind interessant gestaltet. Toni war für mich eine der spannendsten Charaktere, weil sie geheimnisvoll und zugleich sympathisch wirkt. Mit Vito Grassi hingegen wurde ich zunächst nicht richtig warm. Er verhält sich seinen neuen Kollegen gegenüber oft kühl und unfreundlich, weshalb er nicht sofort sympathisch erscheint. Im Laufe der Geschichte entwickelt er sich jedoch weiter und zeigt auch seine menschliche Seite.

Der eigentliche Kriminalfall konnte mich dagegen nicht vollständig überzeugen. Die Handlung beginnt eher ruhig und auch später fehlte mir stellenweise die Spannung. Zwar nimmt die Geschichte im weiteren Verlauf etwas mehr Fahrt auf und die Auflösung ist nicht vorhersehbar, dennoch standen für mich die Figuren und das italienische Flair stärker im Mittelpunkt als die Ermittlungen selbst.

Insgesamt ist Abschied auf Italienisch ein solider und atmosphärischer Krimi, der vor allem durch seinen Schauplatz und seine Charaktere überzeugt. Wer einen actionreichen oder besonders spannenden Kriminalroman erwartet, könnte etwas enttäuscht sein. Wer jedoch ruhige Krimis mit viel italienischem Flair und interessanten Figuren mag, wird an diesem Buch wahrscheinlich Freude haben.

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