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Veröffentlicht am 05.07.2023

Gestörte Flitterwochen

Bretonischer Ruhm
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Die Hochzeitsreise von Claire und George geht ins Pays de Retz, entlang der Loire. Sie wollen den Urlaub genießen mit Wein und gutem Essen.
Es werden Weingüter besucht, der Gaumen wird geschmeichelt. ...

Die Hochzeitsreise von Claire und George geht ins Pays de Retz, entlang der Loire. Sie wollen den Urlaub genießen mit Wein und gutem Essen.
Es werden Weingüter besucht, der Gaumen wird geschmeichelt. Eine schöne Zeit verbringen die beiden. Die Landschaft ist traumhaft schön.
Als ein Mord geschieht, ist die Idylle gestört.

Eine gute Freundin von Claire scheint involviert.
Kommissar Dupin muss vorsichtig vorgehen mit seinem Verdacht, dass Cécile mit dem Mord zu tun hat.
Außerdem soll er nicht ermitteln. Die Polizei vor Ort hat ihn diesbezüglich bereits instruiert.
Doch Dupin kann nicht aus seiner Haut. Also leise selber ermitteln mit Claires Hilfe.

Dies war mein erstes Hörbuch der Reihe, bisher habe ich jedes Buch gelesen.
Das Hörbuch hat mir mittelprächtig gefallen. Ich fand die Erzählweise nicht sehr fesselnd. Die Geschichte tröpfelte vor sich hin.
Einzig die Sache mit Nolwenn, Riwal und dem Grünspecht hat mich zum lachen gebracht.
Die Kollegen sorgen für gute Unterhaltung.

Es war ein Krimi mit Leichtgang. Keine großartige Spannung, wenig Dramatik. Da fand ich die bisherigen Bücher wesentlich besser.
Es waren nette Stunden, die ich gut genutzt habe. Die Stimme von Christian Berkel ist gut, hat mich jedoch nicht besonders fasziniert. Zum leichten Krimi passt die Stimmlage. Bislang habe ich den Sprecher noch nicht gehört.

Dies war der zwölfte Fall für George Dupin, nun ist er verheiratet und vielleicht ist deswegen der bretonische Ruhm etwas ruhiger gewesen.

Die Nebengeschichte mit den Spechten war für mich das Highlight. Nolwenn ist herrlich aufdringlich und nervig. Dies hat mich köstlich amüsiert. Kadeg hatte diesmal wenig zu sagen.
Sein spezieller Humor geht hier unter.
Im Vordergrund stehen die Flitterwochen, die anders als erwartet verlaufen.
Claire wirkt eher blass, sie hat gute Ideen, sie bekommt in dieser Geschichte leider wenig zu Wort.
George Dupin ist sonst der dynamische Kommissar und ständig in Bewegung. Es war ungewohnt für mich, ihn entspannt im Urlaub zu erleben.
Meine Sympathie wird nicht geschmälert, ich bleibe der Reihe treu.

Insgesamt bin ich froh, den Krimi gehört zu haben, es war eine Erfahrung. Ob ich den nächsten Teil lese oder höre, entscheide ich spontan. Dem Sprecher gebe ich auf jeden Fall noch eine Chance. Die Melodie seiner Stimme hat mir gut gefallen.
Für Fans der Serie ist es durchaus hörens- oder lesenswert. Für einen Quereinsteiger ist der Krimi eventuell nicht spannend genug.

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Veröffentlicht am 26.05.2023

Hatte mehr erwartet

Wenn Worte töten
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Anthony Horowitz hat in seinem Krimi
"Wenn Wörte töten können" den Ex-Polizist und Privatdetektiv Daniel Hawthorne und Anthony Horowitz zu einem Literaturfestival auf die Kanalinsel Alderney geschickt.
Die ...

Anthony Horowitz hat in seinem Krimi
"Wenn Wörte töten können" den Ex-Polizist und Privatdetektiv Daniel Hawthorne und Anthony Horowitz zu einem Literaturfestival auf die Kanalinsel Alderney geschickt.
Die Figur, die den Namen des Autors trägt, ist quasi der Assistent von Hawthorne.
Unverhofft werden die zwei Männer in einen Mordfall hineingezogen.

Eine blinde Wahrsagerin spielt dabei eine Rolle.
Ist sie eine Hochstaplerin, oder kann sie tatsächlich mit den Geistern reden?
Zumindest ganz ehrlich scheint die Dame nicht zu sein.

Zusätzlich macht die Bevölkerung der Insel ihrem Unmut Dampf. Eine geplante Stromtrasse ist Ursprung des Streits.
War einer von den heftigsten Gegner vielleicht ein Mörder?
Als der Finanzier des Literaturfestivals ermordet aufgefunden wird, ist es ein wenig spannender geworden. Wer hat etwas gesehen, ist die Wahrsagerin eventuell eine kompetente Zeugin?

Ein bisschen spektakulär wird es in Bezug auf die Geisterfrau. Ansonsten fand ich den Krimi eher langweilig. Die Ermittlungen sind mäßig interessant.
Eine fesselnde Geschichte habe ich erwartet, aber leider wurde es mir zu fesselnd erzählt.

Der Sprecher vom Hörbuch, Uve Teschner war immerhin so gut, dass ich zu Ende gehört habe.
Ob ich das Buch gelesen hätte, weiß ich nicht.
Ich glaube, dies fände ich noch weniger interessant.
Mit etwas mehr als 5 Stunden war das Hörbuch lang genug. Die Zeit ging trotzdem gut um, mehr Stunden hätte ich auch nicht gewollt.

Wer leichte Krimis mag, ist hier gut aufgehoben.
Großartige Spannung habe ich nicht entdeckt.
Das Hörbuch fand ich okay, mit den genannten Abzügen.

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Veröffentlicht am 14.05.2023

Ein Campingplatz soll umgestaltet werden

Sylt oder Süßes
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Das Hörbuch "Sylt oder Süßes" von Claudia Thesenfitz hat einer Dauer von 6 Stunden und
9 Minuten, die lang genug sind für eine Sommergeschichte.
Kopfhörer auf und einfach lauschen. Viel zu erleben gibt ...

Das Hörbuch "Sylt oder Süßes" von Claudia Thesenfitz hat einer Dauer von 6 Stunden und
9 Minuten, die lang genug sind für eine Sommergeschichte.
Kopfhörer auf und einfach lauschen. Viel zu erleben gibt es nicht. Daher gibt es auch nicht viel zum Nachdenken. Das Alter von Doreen Grüning gab mir jedoch zu denken. Laut Klappentext ist sie 51 Jahre, in der Geschichte habe ich ein anderes Alter gehört. Die Angaben passen auch an anderen Stellen nicht zur Geschichte. Ich lese immer den Klappentext zuerst, bevor ich ein Buch beginne, da sind Fehler enttäuschend.
Die Laune habe ich mir aber dadurch nicht verderben lassen. Es hat nur etwas den Hörfluß gestört.

Die Hauptfigur Doreen Grüning ist Hotelchefin und soll einen Campingplatz auf Sylt in ein Luxus-Resort verwandeln.
Camping ist überhaupt nicht ihr Ding. Doreen ist sehr sportlich, kalorienbewusst, Schokolade gibt es nicht, auch keinen Alkohol. Einen Mann vermisst sie auch nicht, die machen nur Probleme.
Ihre Pläne nehmen Gestalt an. Doreen verfolgt ihr Ziel knallhart. Doch sie hat ihre Planung ohne die Angestellten des Campingplatzes gemacht. Die wollen ihren Job und das drumherum behalten.
Doreen muss sich was einfallen lassen, sonst ist sie ihren Arbeitsplatz los.

Die Verwandlung von der eiskalten Hotelchefin zur Naturliebhaberin ist amüsant. Manches ist übertrieben, Doreen kommt nicht immer glaubhaft rüber.
Die Geschichte ist was für einen ruhigen Abend, wenn keine Spannung erwartet wird.
Die Sprecherin Christine Marx hat ihre Arbeit gut gemacht, ihre Erzählerweise hat mir gut gefallen.
Die Stimmung auf Sylt bringt die Sprecherin gut zu Wort. Gelesen hätte mir die Geschichte wahrscheinlich nicht, so bin froh, das Hörbuch gehört zu haben. Der Unterhaltungswert war sicherlich höher.

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Veröffentlicht am 17.02.2023

Eine ungleiche Freundschaft

Roxy
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Seinem Freund Roy liegt die Welt offen. Der Sohn vermögender Eltern nutzt seinen Status schamlos aus.
Ob die Freundschaft so viel wert ist, muss Marc noch erkennen. Er schaut zu Roy auf, gleichzeitig ...


Seinem Freund Roy liegt die Welt offen. Der Sohn vermögender Eltern nutzt seinen Status schamlos aus.
Ob die Freundschaft so viel wert ist, muss Marc noch erkennen. Er schaut zu Roy auf, gleichzeitig verachtet er ihn ein wenig.
Gemeinsam feiern sie das Leben, die harte Realität wird ausgeblendet.

Etliche Jahre später reist Marc nach München zur Beerdigung von Roy. Was ist passiert? Marc blickt zurück und lässt den Leser an seinem Gedankenfluss teilhaben. Roy war erfolgreich, er hatte eine goldene Zukunft vor sich. Marc hat ihn bewundert und bemitleidet zugleich.
Auf der Gedankenreise kommen alte Dinge ans Licht zurück, die Marc verdrängt hatte. Das Verhalten von Roy ihm gegenüber war oft gemein. Roy hat Marc gerne verspottet. Dies hat Marc über die Jahre verdrängt.
Die wilde Jugend war ein Abenteuer, doch was ist davon geblieben?

Johann von Bülow erzählt in seinem großartigen Roman von schwierigen Freundschaften, die von Rivalität gepaart sind. Ist es Zufall oder Schicksal, was die Wege der Jugendlichen prägt?
Entscheidungen fallen, die nicht immer richtig sind.
Das Leben von Marc wird ausführlich beschrieben.
Eine aufregende Jugendzeit mit ungleichen Freunden.
Zum Ende wurde es mir ein bisschen langweilig, ich hatte mir zum Schluss mehr erwartet.
Grundsätzlich ist das Buch für jedwede Art von Geschlecht empfehlenswert. Die Altersgruppe würde ich ab 16 Jahren vermuten.

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Veröffentlicht am 21.01.2023

Eine harte Zeit für einen zehnjährigen Jungen

Sibir
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Das Buch "Sibir" von Sabrina Janesch habe ich als ungekürzte Fassung gehört.
Dank der Erzählerin Julia Nachtmann habe ich die
10 Stunden 19 Minuten durchgehalten.
Ohne die charismatische Stimme hätte ...


Das Buch "Sibir" von Sabrina Janesch habe ich als ungekürzte Fassung gehört.
Dank der Erzählerin Julia Nachtmann habe ich die
10 Stunden 19 Minuten durchgehalten.
Ohne die charismatische Stimme hätte ich das Hörbuch nicht zu Ende gehört.

Die Geschichte über die Kindheit von Josef Ambacher und die Zeit 50 Jahre später berichtet über eine Familientragödie. Als Zehnjähriger wird Josef mit seiner Familie im Jahr 1945 von der Sowjetarmee verschleppt.
In Kasachstan wartet eine harte Zeit auf sie.
Josef muss lernen in der Steppe seine Kindheit zu retten.
Entbehrung, Mangel an Lebensmitteln, die rauhe Umgebung fordern von den Menschen Kraft.
Das Überleben steht an erster Stelle.

1990 in Mühlheide kommt die Vergangenheit für Josef Ambacher an die Oberfläche.
Der Zusammenbruch der Sowjetunion führt Aussiedlern in die niedersächsische Kleinstadt. Josefs Tochter Leila versucht ihrem Vater zu helfen, die Geister der Vergangenheit zu bewältigen.

Es kommen viele fremdartig klingende Namen vor, die sehr oft erwähnt werden, so hatte ich zumindest damit keine Schwierigkeiten.
Die Verknüpfung der 2 Abschnitte finde ich schlecht gelungen. Ich vermisste einen Hinweis, in welchem Jahr ich mich gerade im Hörbuch befinde. Da mir diese Information fehlte, fand ich das Folgen der Handlung schwer. Ich habe auch die leuchtenden Farben vermisst, die im Klappentext erwähnt wurden. Mich hat es nicht fasziniert, es war ein anstrengendes Hörbuch mit zu vielen Details.

Julia Nachtmann brachte zumindest mit ihrer Erzählweise Atmosphäre hinein, ihr Klang hat Farbe und die Emotionen werden gut dargestellt.
Ich glaube, wenn ich das Buch gelesen hätte, wäre mein Urteil noch schlechter ausgefallen.
Die Geschichte insgesamt betrachtet, bekommt von mir 4 Sterne, die Umsetzung der Erzählerin trägt sehr dazu bei.


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