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Veröffentlicht am 15.09.2016

Was ich euch nicht erzählte

Was ich euch nicht erzählte
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Was ich euch nicht erzählte, von Celeste Ng

Cover:
Es wirkt auf mich irgendwie bedrohlich.
Doch was kann ich gar nicht so genau sagen.

Inhalt:
In dem Buch geht es um eine Familie in den 70er Jahren in ...

Was ich euch nicht erzählte, von Celeste Ng

Cover:
Es wirkt auf mich irgendwie bedrohlich.
Doch was kann ich gar nicht so genau sagen.

Inhalt:
In dem Buch geht es um eine Familie in den 70er Jahren in Amerika (heute würden wir sagen mit Migrationshintergrund), zu einer Zeit als eine „Mischehe“ noch skeptisch betrachtet wurde. Eine Amerikanerin und ein Chinese heiraten, sie leben in einer Kleinstadt in Ohio, ihre drei Kinder sind irgendwie immer Außenseiter. Die mittlere Tochter Lydi, wird sowohl vom Vater als auch von der Mutter eindeutig bevorzugt.
Mit der Zeit wird eine Fassade aufgebaut, bis das Schicksal zuschlägt.
Gerade diese Tochter stirbt, mit gerade mal 16 Jahren. Sie wird tot in einem See gefunden. Es ist unklar ob es ein Unfall, Selbstmord oder Mord ist

Es geht nicht so sehr um den Tod von Lydia, sondern eher um das WARUM, um die Familie, um die feinen Strukturen innerhalb der Familie, um die unausgesprochenen Wünsche und verpassten Gelegenheiten, um den Druck und die unausgesprochene „Lenkung“ der Familie.

Meine Meinung:
Ein Buch in das man sich nach und nach einfindet.
Es wird nicht sehr plakativ oder mit großen Worten erzählt und beschrieben. Die Emotionen sind nicht überschäumend oder explosiv, aber es ist so einprägsam, tiefsinnig und feinfühlig auf den Punkt gebracht beschrieben. Die Emotionen stehen deshalb greifbar zwischen den Zeilen. Man liest es nicht immer in Worten, aber es berührt tief. Ich konnte mich sehr gut in die Personen hinein fühlen. Und gerade weil es so ausdrucksstark ist, denke ich mir immer wieder, warum merken die Familienmittglieder ihre Fehler und Defizite nicht. Warum erkennen sie nicht dass sie die anderen nur einengen, nur ihre eigenen Wünsche erfüllen oder nachholen wollen.
Es wird ganz deutlich wie alle Personen der Familie aneinander vorbeireden.
Jeder glaubt er weiß was der andere denkt, was er will oder was er sich wünscht. Oder er glaubt den anderen zu kennen.
Jeder verstellt sich, stellt seine eigenen Wünsche hinten an und doch manipulieren die Eltern z.B. Lydia so, dass sie alles so machen soll wie sie es selber nicht konnten.
Deshalb lernen die Kinder nur zu reagieren und nicht ihr eigenes Leben zu leben. Am besten sieht man dies an Lydia, die zu allem ja sagt, der aber diese ganze Aufmerksamkeit viel zu viel ist. Und auf der andern Seite die jüngste Tochter Hannah, die regelrecht übersehen wird.

Ganz traurig und erschütternd ist, dass keiner die Fehler erkennt, da alles so nebenher, so selbstverständlich, so gut gemeint passiert. Alles funktioniert anscheinend ja auch sehr gut.

Autorin:
Celeste Ng studierte in Harvard, sie schrieb Erzählungen und Essays, die in verschiedenen literarischen Magazinen erschienen sind. Dies ist ihr erster Roman, der auch verfilmt wird.

Mein Fazit:
Ein Buch das betroffen macht. Eine Familientragödie.
Weil es so oder ähnlich immer wieder ablaufen kann.
Von mir 4 Sterne.

Veröffentlicht am 19.03.2026

Liese niest - schönes Bilderbuch zum Vorlesen

Liese niest
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Liese niest,
von Daniela Demmer und Annika Demmer

Cover:
Ein schönes und farbenfrohes Cover, gefällt uns.

Inhalt und meiner Meinung:
Es geht um das Gänseblümchen Liese und ihren Freund Leo dem Löwenzahn.
Beide ...

Liese niest,
von Daniela Demmer und Annika Demmer

Cover:
Ein schönes und farbenfrohes Cover, gefällt uns.

Inhalt und meiner Meinung:
Es geht um das Gänseblümchen Liese und ihren Freund Leo dem Löwenzahn.
Beide sind Freunde und stehen auf einer Wiese. Und sie wundern und freuen sich am Wechselspiel der Natur.

Eine schöne Geschichte zum Vorlesen und betrachten der Bilder. Diese sind farbenfroh und sehr schön.

Nur das Thema mit den weißen Schirmchen, dass das ja eigentlich die Samen von Leo, also der Pusteblume sind, hätte auch deutlich in die Geschichte (Text) mit eingebaut werden müssen.

Besonders zu erwähnen ist gleich auf der ersten Seite ein QR-Code mit dem man sich die Geschichte auch anhören kann.
Sowie eine Anleitung dazu, wie man sich eine Pusteblume im Glas, konservieren kann.
Wirklich interessantes Bonusmaterial.

Mein Fazit:
Ein schönes Bilderbuch zum Vorlesen für die Kleinen.
Von mir 3,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 27.11.2025

Die Frau der Stunde – 70er Jahre Feeling

Die Frau der Stunde
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Die Frau der Stunde, von Heike Specht

Inhalt und meine Meinung:
Für mich gibt es drei Handlungsstränge: Politik, Freundschaft, das gesellschaftliche „Drumrum“.
Die Geschichte spielt in den Jahren 1978 ...

Die Frau der Stunde, von Heike Specht

Inhalt und meine Meinung:
Für mich gibt es drei Handlungsstränge: Politik, Freundschaft, das gesellschaftliche „Drumrum“.
Die Geschichte spielt in den Jahren 1978 bis 1979.

Catharina Cornelius kommt durch den „Skandal“ ihres Chefs, ganz plötzlich und überraschend zu der Position der Außenministerin.
Eine Frau auf diesem Posten ist zu dieser Zeit höchst ungewöhnlich und niemand schenkt ihr so recht Respekt oder glaubt an sie.
Es ist spannend zu lesen welche Winkelzüge und Abgründe unter der Oberfläche in der Politik lauern und vor allem wie Frauen dort behandelt werden. Intrigen und Manipulationen gehören zur Tagesordnung.
Die Politik wird eher im Großen und Ganzen geschildert und es wird kaum ins Detail gegangen.

Wir lesen auch über eine Freundschaft von drei Frauen, die absolut fest zueinander stehen. Eine Freundschaft die alles aushält und die alle drei fest zusammenschweißt.
Allerdings sind alle drei Frauen aus sehr wohlhabenden Familien, so dass ihr Leben absolut nicht mit dem der durchschnittlichen Frau verglichen werden kann.

Und was mir als drittes am besten gefallen hat, war das ganze „Drumrum“.
Die Mode, die Musik, die Drinks der Partys, die Automarken und vieles mehr aus den 70er Jahren wecken in mir so viele Erinnerungen.

Autorin:
Mein Fazit:
Es ist schwer hier für mich ein Fazit abzugeben. Ich habe eher ein politisches Buch erwartet, ich finde aber dazu ist diese Seite zu oberflächlich behandelt worden. Die drei Frauen standen eigentlich im Mittelpunkt.
Von mir 3,5 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.11.2025

Die stille Heldin – Ein Leben das nur nimm

Die stille Heldin
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Die stille Heldin, von Hera Lind

Cover:
Das Cover passt sehr gut zum Inhalt.

Inhalt und meine Meinung:
Ich habe fast alle Tatsachenromane von Hera Lind gelesen, und alle haben mich tief beeindruckt.
Bei ...

Die stille Heldin, von Hera Lind

Cover:
Das Cover passt sehr gut zum Inhalt.

Inhalt und meine Meinung:
Ich habe fast alle Tatsachenromane von Hera Lind gelesen, und alle haben mich tief beeindruckt.
Bei diesem hier stieg meine Achtung vor Helene (der stillen Heldin) auch wieder ins unermessliche, unglaublich was sie alles aushalten und erleben musste. Auch mein Mitgefühl und Mitleid, was dieser Frau alles erdulden musste stieg ins unermessliche.
Und doch blieb bei diesem Buch eine gewisse Distanz und Kühle, die ich nicht erklären oder beschreiben kann.
Es hat mich einfach nicht, wie sonst, gepackt, es blieb dieses mal für mich eine Erzählung, die auf jedenfalls schlimm war, aber es ging mir dieses mal nicht unter die Haut.

Autorin:
Hera Lind studierte Germanistik, Musik und Theologie und war Sängerin, bevor sie mit zahlreichen Romanen sensationellen Erfolg hatte. Hera Lind lebt mit ihrer Familie in Salzburg.

Mein Fazit:
Wieder ein zu Herzen gehender Tatsachenroman der Autorin. Doch irgendwie sind die Emotionen diesmal bei mir nicht übergesprungen und das Buch hat mich nicht gepackt.
Von mir 3,5 Sterne.

Veröffentlicht am 29.09.2025

Let´s splitt up - YA, spannend und immer was los, aber konstruiert und unrealistisch

Let's Split Up - Ein verfluchtes Haus. Vier Freunde. Eine verhängnisvolle Entscheidung.
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Let´s splitt up, von Bill Wood

Cover:
Super klasse, vor allem der farbige Buchschnitt.

Inhalt und meine Meinung:
Der Schreibstil gefällt mir, schön flüssig und spannend, stellenweise richtig poetisch. ...

Let´s splitt up, von Bill Wood

Cover:
Super klasse, vor allem der farbige Buchschnitt.

Inhalt und meine Meinung:
Der Schreibstil gefällt mir, schön flüssig und spannend, stellenweise richtig poetisch. z.B. S. 305, Immer wieder beweist uns das Leben, dass das Licht auch in dunkelsten Zeiten seinen Weg findet.
Die verschiedenen Sichtweisen machen das Ganze noch intensiver, jedes Kapitel ist aus der Sicht eines der Jugendlichen.
Die Jugendlichen haben es nicht einfach. Jonesys Mutter hat krasse
Alkoholprobleme und er ist sich eigentlich selber überlassen, auch Cam ist viel allein und zwischen den beiden entwickelt sich eine Beziehung die ihnen selber aber noch zu schaffen macht.
Amber ist so zu sagen die gute Seele der Gruppe und Buffy ist die geheimnisvolle Neue.

Als in einem geheimnisvollen, alten Herrenhaus zwei Jugendliche ums Leben kommen, beginnen die vier zu ermitteln, nicht selten übernehmen und überschätzen sie sich dabei.

Es war spannend, rasant, und immer war was los.
Manchmal war es auch recht übertrieben oder etwas konstruiert und unlogisch. Einige Handlungen und Reaktionen vor allem die der Eltern, waren recht unrealistisch.

Das Ende ist irgendwie unspektakulär und lässt Raum für eine Fortsetzung.

Autor:
Bill Wood ist Buchhändler und erfolgreicher BookToker. Bill hat an der Birmingham City University Film und Drehbuchschreiben studiert. LET’S SPLIT UP ist sein YA-Debüt

Mein Fazit:
Alles in allem ein guter Young Adult „Horror-Thriller“, deshalb vielleicht auch nicht ganz so schockieren.
Von mir 3,5 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
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  • Spannung