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Veröffentlicht am 08.04.2021

Treuetest mit Happy End? Leichter gesagt als geschrieben

Männertreu und Sonnentau
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Vicki verliert nahezu ihr komplettes Leben an einem Vormittag – die Kollegin hintergeht sie, ihr zukünftiger Ehemann betrügt sie und sie ist quasi von jetzt auf gleich arbeitslos, obdachlos und Single. ...

Vicki verliert nahezu ihr komplettes Leben an einem Vormittag – die Kollegin hintergeht sie, ihr zukünftiger Ehemann betrügt sie und sie ist quasi von jetzt auf gleich arbeitslos, obdachlos und Single. Aber mithilfe ihrer Freundinnen kämpft sie sich mit einer abstrusen Idee zurück ins Leben: die Eröffnung einer Treuetestagentur. Wie kompliziert und wegweisend diese spontane Idee für jede der drei Freundinnen noch werden wird, ahnt zu dem Zeitpunkt noch keine von ihnen.

Der Titel "Männertreu und Sonnentau" von Andrea Seidl verrät nicht allzu viel von der Geschichte, die dahinter steckt: vom Betrogenwerden und Neuverlieben, von persönlichen Stolpersteinen und Hürden, die man sich vielleicht auch selbst in den Weg legt – und von der Bedeutung wahrer Freundschaft und stabiler Beziehungen.
Der Schreibstil ist wunderbar, man hält sich nicht mit komplizierten Satzaufbauen auf, sondern taucht sofort in die Geschichte ein – es geht ja auch gleich rasant los. Anfangs spielen auch Witz und Charme eine Rolle und ringen der aussichtslosen Situation – und mir als Leserin – doch noch ein Schmunzeln ab (zB die Absagekarten der Hochzeit). Leider verliert sich dieser Witz im Laufe des Buches ziemlich und die Geschichte büßt damit auch etwas an Leichtigkeit ein.
Der eingeschobene Perspektivenwechsel durch die eMail-Konversation zwischen den Zahnärzten liegt mir persönlich, und ich finde es sehr erfrischend auch mal die ungeschönte Sicht der Männer zu erfahren.
Leicht und schnell zu lesen, aber für mich leider keine Sensation. Mir persönlich kommt die Suche und das Finden der neuen Liebe dann schlussendlich doch etwas zu kurz und ich kann manche Vorgehens- und Verhaltensweise nicht nachvollziehen, was es mir schwer macht, mich mit den Protagonisten zu identifizieren.
Dennoch schöne, kurzweilige Lesestunden und vielleicht wird die Story um Vicki und Alex ja irgendwann doch noch aufgegriffen und ausgeweitet. Ich würde mich freuen.

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Veröffentlicht am 29.03.2021

Gemütlicher Leseabend ohne Zeitverschwendung

Der Tausch – Zwei Frauen. Zwei Tickets. Und nur ein Ausweg.
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Der Klappentext hat mich sofort angesprochen und deswegen musste ich mir das Buch auch kaufen. Beim Lesen fällt natürlich sofort der Wechsel zwischen Eva und Claire in den Kapiteln auf (der ja zwangsläufig ...

Der Klappentext hat mich sofort angesprochen und deswegen musste ich mir das Buch auch kaufen. Beim Lesen fällt natürlich sofort der Wechsel zwischen Eva und Claire in den Kapiteln auf (der ja zwangsläufig irgendwann auf einen gemeinsamen Höhepunkt zusteuert), das hat mir gut gefallen und so kam auch hier auf den letzten Seiten der AHA-Effekt auf.

Die Geschichte war nicht vollgepackt mit Geplänkel oder unnützem Wissen, alles machte irgendwie Sinn, nahezu jede Person war oder wurde wichtig, sowas gefällt mir immer sehr gut.

Dennoch muss ich sagen, dass der Klappentext spannender wirkte als die Story selbst dann war. Dennoch war es ein gemütlicher Leseabend ohne wirkliche Zeitverschwendung.

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Veröffentlicht am 11.03.2023

Leider zu konstruiert und mit wenig Spannung

Stille blutet
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Das auffällige Cover und der vielversprechende Klappentext hat mich überzeugt, mich an mein erstes Buch von Ursula Poznanski zu wagen.

Mit dem Schreibstil bin ich recht gut klar gekommen, der Perspektivenwechsel ...

Das auffällige Cover und der vielversprechende Klappentext hat mich überzeugt, mich an mein erstes Buch von Ursula Poznanski zu wagen.

Mit dem Schreibstil bin ich recht gut klar gekommen, der Perspektivenwechsel ließ einen gut in die Geschichte einsteigen, stellenweise waren mir die Wiederholungen aus verschiedenen Perspektiven dann irgendwann aber doch zu viel. Etwas, das ich bei Thrillern auch immer sehr schätze sind Cliffhanger und viel Spannung, was man hier außer gegen Ende im Großteil des Buchs leider vergebens sucht. Auch die Hauptprotagonisten waren mir fast alle unsympathisch und ich war recht schnell genervt vom dauernden Bodyshaming und der schlechten Zusammenarbeit innerhalb der Polizei.

Ich muss leider sagen, dass bei der Story einfach nichts wirklich zusammenpasste: ein unbeteiligter Ex-Freund, der jedes Fettnäpfchen und jede Falle mitnimmt, so dass er schnell von der geradezu stümperhaft und unprofessionell arbeitenden Mordgruppe als einziger Verdächtiger gehandelt wird. Ein Trittbrettfahrer, der zusätzlich Verwirrung stiftet und eine Auflösung die zu konstruiert wirkt und den Leser leider mit einigen offenen Fragen zurücklässt.

Ich habe mir so viel von diesem Buch erhofft, aber es konnte leider nicht halten, was der Klappentext versprochen hat, weshalb es von mir leider nur jeweils einen Stern für den Schreibstil und einen Stern für die gegen Ende doch hin und wieder auftauchende Spannung gibt.

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Veröffentlicht am 04.02.2023

Was nach 13 Jahren Funkstille übrig bleibt

Remember when Love was new
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Aileen und Hamish sind als Jugendliche ein Paar doch eine folgenschwere Entscheidung treibt sie auseinander. Als Hamish nach 13 Jahren Funkstille wieder nach Stonehaven zurückkehrt, hat sich alles verändert: ...

Aileen und Hamish sind als Jugendliche ein Paar doch eine folgenschwere Entscheidung treibt sie auseinander. Als Hamish nach 13 Jahren Funkstille wieder nach Stonehaven zurückkehrt, hat sich alles verändert: Aileen ist inzwischen Lehrerin und Hamish hat einen Sohn. Doch was sich kaum verändert hat, sind die Gefühle, die sie irgendwie immer noch füreinander hegen. Aber können sie sich das eingestehen und kann es überhaupt funktionieren nach 13 Jahren und dem, was alles vorgefallen ist?

Das Cover zu „Remember when love was new“ ist durch die lila Farbe sehr auffällig und ansprechend. Der Einstieg fiel mir allerdings recht schwer, weil ich sprachlich oft über Metaphern oder Sätze gestolpert bin, die zu gewollt „klug“ erscheinen sollten, aber den Lesefluss einfach nur gestört haben, wenn man sich über deren Sinn Gedanken macht. Den Perspektivenwechsel zwischen Aileen und Hamish fand ich passend, wenn auch oft langatmig und mit langen Gedankengängen, die dann doch nicht ausgesprochen wurden. Leider habe aber ich zu den Protagonisten bis zum Schluss überhaupt keinen Zugang gefunden, sie waren mir zu sehr in ihren jugendlichen Gewohnheiten gefangen, die schlechten Eigenschaften der beiden nahmen mir irgendwie auch zu viel Raum ein, daher konnte ich mich mit niemandem wirklich identifizieren. Am sympathischsten war mir da noch der kleine Dominic, auch wenn mich seine Geschichte manchmal traurig gestimmt hat.

Das Buch hat für mich aber auch eine Message und zeigt ganz deutlich, dass Vieles einfacher wäre, wenn man mal miteinander reden würde oder geredet hätte. Für mich war das Buch leider keine Sensation, aber ich freue mich dennoch den Abstecher nach Stonehaven gemacht zu haben.

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Veröffentlicht am 11.07.2022

Schräges Duo aus Polizistin und Mentalist ermittelt im Zauberer-Milieu

Schwarzlicht
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Eine Tote in einem Schwertkasten und die Polizei kommt keinen Schritt weiter, daher will die Polizistin Mina Dabiri Mentalist Vincent Walder ins Boot holen. Beide sind sich recht ähnlich in ihren Eigenheiten ...

Eine Tote in einem Schwertkasten und die Polizei kommt keinen Schritt weiter, daher will die Polizistin Mina Dabiri Mentalist Vincent Walder ins Boot holen. Beide sind sich recht ähnlich in ihren Eigenheiten und bilden langsam aber sicher ein gutes Team. Doch können sie den Mörder wirklich stoppen, bevor der nächste Zaubertrick-Mord geschieht?

Das schwarz-gelbe Cover hat mich direkt angesprochen und der Klappentext hat mein Interesse am Buch geweckt. Es startet auch gleich mit dem ersten Mord, der sehr direkt und detailliert beschrieben wird – etwas das bestimmt nichts für Jeden ist, aber dennoch gut zur Story passt. Dann kommen die beiden Hauptprotagonisten um Mina Dabiri und Vincent Walder ins Spiel und ab da war bei mir leider die Luft raus. Die Darstellung der beiden ist wirklich schräg und ihre Eigenheiten und Zwangsstörungen nehmen so viel Raum ein, dass die Ermittlungen des Tathergangs sehr schnell in den Hintergrund gedrängt werden. Dass die wenigen Ergebnisse und Tatortfotos dann auch noch mit Familienmitgliedern und Freunden geteilt werden und diese „mitraten“ dürfen, war mir dann doch zu viel des Guten und ich hab die Abschnitte mit den für die Story irrelevanten familiären Fehden nur noch überflogen. Allerdings hab ich die Hoffnung, dass es aufgrund der ausführlichen Einführung von Mina Dabiri und Vincent Walder, die in den anderen Bänden der Trilogie wohl auch gemeinsam ermitteln werden, in Teil 2 und 3 weit weniger um deren Privatleben als um die dort auftretenden Fälle gehen wird.

Der Schreibstil hat mir gefallen, es lässt sich leicht lesen und ich bin gut reingekommen. Allerdings war die Kapitellänge mehr als grenzwertig (9 Kapitel für ein Buch mit mehr als 600 Seiten) und es wurden Orts- oder Perspektivenwechsel innerhalb des Kapitels nur durch einen knappen Absatz (den ich im ebook oft übersehen habe) gekennzeichnet. Lediglich die Kapitel, die in der Vergangenheit spielten, wurden mit Orts- und Zeitangabe gekennzeichnet – da wundere ich mich schon, wieso eine Kennzeichnung bei den gegenwärtigen Perspektivenwechseln nicht auch umgesetzt wurde.

Dem Buch fehlt es leider fast durchgehend an Spannung, lediglich gegen Ende erwarten den Leser ein paar ungeahnte Wendungen, aber die Auflösung konnte leider nicht mehr wirklich über die Längen hinwegtäuschen, weshalb ich nur 2 von 5 Sternen vergebe.

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