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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.02.2023

Liebevoll gestaltetes und informatives Buch über die heimische Vogelwelt

Vogel entdeckt - Herz verloren
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Die rauhe Haptik des Einbands und das moderne Layout des Covers passen sehr gut zum Thema des Buches. Antonia Coenen und Philipp Juranek, die den Podcast gut zu Vögeln" betreiben, berichten jeweils mithilfe ...

Die rauhe Haptik des Einbands und das moderne Layout des Covers passen sehr gut zum Thema des Buches. Antonia Coenen und Philipp Juranek, die den Podcast gut zu Vögeln" betreiben, berichten jeweils mithilfe von persönlichen Anektoden und interessanten Informationen über ihre Liebe zu ausgewählten heimischen Vögeln und darüber, wo man sie am besten beobachten kann, aber auch, wie man zum Erhalt dieser Arten beitragen kann. Neben Vögeln, die man vielerorts im heimischen Garten antreffen kann, wie dem Spatz, der Amsel oder den Meisen, widmen sich manche Kapitel auch ausgefalleneren Exemplaren, die bestimmte Lebensräume brauchen, wie dem Ortolan oder wild lebenden Sittichen.

Neben den Texten finden sich in dem Buch auch sehr viele, gute und ansprechende Farbfotografien und auch Illustrationen, sodass man einen guten Eindruck von den vorgestellten Vögeln bekommt und zugleich die Lust geweckt wird, selbst auf Erkundungstour im Garten oder der näheren Umgebung zu gehen und sich von den kleinen Tieren faszinieren zu lassen. Den Autor:innen gelingt es sehr gut, zu zeigen, dass Vögelbeobachten kein verstaubtes Alte-Leute-Hobby sein muss, sondern, dass man sich ruhig auch im jüngeren Alter dazu hinreißen lassen darf und viel Faszinierendes beobachten kann. Sicher ist das Buch auch gut als Geschenk für alle geeignet, die sich gerne in der Natur aufhalten oder eine Motivation brauchen, etwas mehr nach draußen zu gehen.

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Veröffentlicht am 12.02.2023

Liebe mit Hindernissen

Du bist mein Lieblingsgefühl
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Max und Nela lernen sich ausgerechnet in einem Brautmoden-Geschäft kennen, in dem Nela (eigentlich nur zum Spaß) ein Brautkleid anprobiert und Max seine beste Freundin bei der Outfitsuche begleitet. Aber ...

Max und Nela lernen sich ausgerechnet in einem Brautmoden-Geschäft kennen, in dem Nela (eigentlich nur zum Spaß) ein Brautkleid anprobiert und Max seine beste Freundin bei der Outfitsuche begleitet. Aber natürlich denken beide voneinander, dass die jeweils andere Person bald heiratet. Wie es das Schicksal so will, zieht kurz darauf auch noch Max IT-Firma in das gleiche Gebäude, in dem Nela einen Plattenladen betreibt und beide finden einander, trotz aller Verschiedenheit, immer interessanter, sind aber ja fest davon überzeugt, dass nicht mehr zwischen ihnen sein darf, was zum Teil auch zu etwas skurrilen Begegnungen führt.

Mir hat der Roman sehr gut gefallen, beide Hauptpersonen sind sehr natürlich und sympathisch und die Geschichte ist trotz des Themas niemals kitschig. Der Humor ist feinsinnig und nie zu plump und der Schreibstil der Autorin lässt sich sehr gut lesen, sodass die Seiten nur so verfliegen. Vielleicht stehen Max und Nela etwas lange auf der Leitung, was die Tatsache angeht, dass alles gar nicht so ist, wie es scheint, aber das gehört zur Geschichte eben dazu. Auch die weiteren Charaktere hatten alle trotz mancher Eigenart sympathische Züge an sich. Für mich war der Roman ein Wohlfühlroman, dazu geeignet, mal auf andere Gedanken zu kommen, aber dennoch mit etwas Tiefgang.

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Veröffentlicht am 05.02.2023

Mit Judith durch das Gartenjahr

Homefarming: Das Kochbuch
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Nachdem Judith Rakers im vergangenen Jahr ihren Selbstversorger-Hof in einem Buch vorgestellt hat, gibt es nun die passenden, saisonalen Rezepte (bevorzugt) aus den von ihr angebauten Dingen und natürlich ...

Nachdem Judith Rakers im vergangenen Jahr ihren Selbstversorger-Hof in einem Buch vorgestellt hat, gibt es nun die passenden, saisonalen Rezepte (bevorzugt) aus den von ihr angebauten Dingen und natürlich mit den Eiern ihrer eigenen Hühner.

Die Rezepte sind dabei nach dem Gartenjahr untergliedert, beginnend mit dem Frühling. Zusätzlich gibt es auch Informationen, was zum jeweiligen Zeitpunkt Saison hat und was angesät oder ausgepflanzt werden kann und welche Tricks es dabei gibt. Zu jeder Jahreszeit hat Judith Rakers sich zudem Unterstützung geholt, von einem Demeter-Landwirt, einer Kräuterexpertin und den beiden Sterneköchen Alexander Herrmann und Ralf Haug, die jeweils Rezepte beisteuern und diese mit Judith zubereiten.

Was die Aufmachung angeht, punktet das Buch zunächst durch einen festen Einband und viele Fotos, die nicht zu gestellt wirken, weil Judith Rakers nicht alles bierernst nimmt. Die Bilder zeigen nicht nur die Gerichte und Zutaten, sondern immer wieder auch die tierischen Mitbewohner und man bekommt so nebenbei auch eine Art Homestory und etwas Unterhaltung.

Die Zutaten der verschiedenen Rezepte sind saisonal, daran orientiert, was im Garten gerade wächst oder an Lagergemüse vorhanden ist. Und auch die weiteren Zutaten sind nicht zu ausgefallen und sollten sich gut in jedem Supermarkt finden lassen. Die Rezepte sind durch ihre meist recht unkomplizierte Zubereitung und eine genaue Anleitung auch weitgehend alltagstauglich und man muss kein totaler Kochprofi sein.

Besonders würde ich dieses Buch Menschen empfehlen, die selbst einen großen Garten haben und neue Inspiration suchen. Aber auch Judith Rakers Fans und alle anderen Kochinteressierten kommen sicher auf ihre Kosten.

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Veröffentlicht am 25.01.2023

Wer spielt ein falsches Spiel?

The Dark
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Die Intensivmedizinerin Kate North beschließt nach einem persönlichen Schicksalsschlag ein Jobangebot auf einer Forschungsstation in der Antarktis anzunehmen und dort ihren verstorbenen Vorgänger zu ersetzen. ...

Die Intensivmedizinerin Kate North beschließt nach einem persönlichen Schicksalsschlag ein Jobangebot auf einer Forschungsstation in der Antarktis anzunehmen und dort ihren verstorbenen Vorgänger zu ersetzen. Dazu muss sie auf der Forschungsstation überwintern, was bedeutet, dass sie komplett ohne Hilfe von außerhalb klarkommen muss. Aber, sie will ihr altes Leben erst einmal hinter sich lassen, daher kommt ihr dieses Angebot gerade recht.

Auf der Station überwintern neben ihr nur zwölf andere Personen und nach einiger Zeit wird Kate klar, dass der Tod ihres Vorgängers wohl kein Unfall war und es kommt zu weiteren Vorfällen, hinter denen nur jemand der zwölf anderen Überwinternden stecken kann, sodass sie alle ständig in Lebensgefahr schweben, ihnen aber niemand zur Hilfe kommen kann.

Ich fand diesen Thriller sehr spannend, weil ich den Schauplatz und die Konstruktion des Falles sehr interessant finde. Wie das Leben auf einer Forschungsstation in der Antarktis aussieht, interessiert mich sehr und die Vorstellung, dass sich innerhalb einer so kleinen Gruppe ein Mörder befindet, man aber nicht weg kann und auch aufeinander angewiesen ist, ist sehr gruselig. Die Handlung blieb auch sehr lange spannend und es gab wenig Anhaltspunkte darauf, wer nun "der Böse" sein könnte. Der Schreibstil war sowohl fesselnd als auch gut lesbar und anschaulich, was die Verhältnisse in der Antarktis angeht.

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Veröffentlicht am 25.01.2023

Spurensuche

Rote Sirenen
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"Rote Sirenen" ist ein autobiographischer Roman der Autorin, den diese bereits vor Ausbruch des Ukraine-Krieges abgeschlossen hatte, worauf sie im Vorwort und Nachwort kurz eingeht. Victoria ist in der ...

"Rote Sirenen" ist ein autobiographischer Roman der Autorin, den diese bereits vor Ausbruch des Ukraine-Krieges abgeschlossen hatte, worauf sie im Vorwort und Nachwort kurz eingeht. Victoria ist in der Ukraine geboren und aufgewachsen, aber als Teenager in die USA gezogen. Als junge Frau kehrt sie dann regelmäßig in ihre Heimat und zu ihrer Großmutter mütterlicherseits zurück, weil sie spürt, dass sie im Herzen Ukrainerin ist und will mehr über die Geschichte ihrer Vorfahren herausfinden, was sich als gar nicht so leicht gestaltet, besonders was ihren Urgroßonkel Nikodim angeht, der in den 1930er Jahren spurlos verschwunden ist, wobei anscheinend der sowjetische Geheimdienst eine entscheidende Rolle spielte. Aber auch die jüngere Vergangenheit spielt im Buch immer wieder eine Rolle. Welche Folgen Tschernobyl für Victoria und ihre Familie hatte und schließlich die Annexion der Krim und die Folgen für die ukrainische Bevölkerung, insbesondere Victorias Oma Valentina.

So bekommt man durch die Lektüre auf jeden Fall tiefe Einblicke in ein Land, dessen Bewohner:innen tief verbunden mit ihrer Heimat sind, die aber schon sehr sehr lange immer wieder unter ihrem großen Nachbarn Russland, bzw. der Sowjetunion zu leiden haben und gerade deshalb ihre eigenen Traditionen pflegen und ihr Land nicht verlassen wollen. Victoria versteht nach ihren regelmäßigen Aufenthalten in der Ukraine und bei ihrer Großmutter viele Eigenheiten und Verhaltensweisen ihrer Landsleute und ihrer Familienmitglieder besser und auch als Leserin hat man am Ende das Gefühl, die Ukrainer:innen etwas besser kennengelernt zu haben und wünscht sich umso mehr, dass dort bald wieder Frieden herrscht und nicht noch mehr Leid geschieht. Was den Aufbau des Buches angeht, hätte ich mir, der einfacheren Lesbarkeit halber, aber etwas mehr Stringenz und weniger Zeitsprünge gewünscht, um leichter den Überblick behalten zu können.

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