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Veröffentlicht am 14.02.2023

Eine Achterbahn der Gefühle

Woher der Duft des Flieders weht
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Klappentext: "Irland, 1970: Die junge Rosa führt mit ihrer Zwillingsschwester Eireen den Blumenladen ihrer verstorbenen Großmutter. Insgeheim sehnt sie sich jedoch nach einem Leben als Tänzerin und nach ...

Klappentext: "Irland, 1970: Die junge Rosa führt mit ihrer Zwillingsschwester Eireen den Blumenladen ihrer verstorbenen Großmutter. Insgeheim sehnt sie sich jedoch nach einem Leben als Tänzerin und nach großen Bühnen. Von Eireen fühlt sie sich zunehmend eingeengt.

Als sie den Artisten Enes trifft, spürt sie sofort eine Verbindung zu ihm. Nach einem heftigen Streit mit Eireen fasst sie den Entschluss, ihren Traum zu leben und Enes zu folgen. Doch im Zirkus hat sie es erst einmal schwer, denn nicht jeder ist von ihrer Beziehung zu ihm begeistert. Und dann taucht Eireen auf und offenbart etwas, das alles verändert …"

Das Cover finde ich perfekt passend zu diesem Buch. Die junge Frau kehrt den Rücken und geht ihren Weg. Das Cover hätte mich ganz sicher in einem Buchladen angesprochen.

Der Schreibstil ist sehr verträumt, sanft und angenehm. Es gibt einem das Gefühl, als würde man nicht lesen, sondern diese schöne Geschichte von einer Oma erzählt bekommen. Ein echter Wohlfühlfaktor.

In dem Buch werden zwei Zeitthemen behandelt, Vergangenheit und Gegenwart. Allerdings wechseln diese nicht ständige mit den Kapiteln. Manche Kapiteln sind etwas länger geworden, was bei der Menge der Handlungen, die Geschichte in die Länge zieht.

Die Charaktere sind fantastisch, realistisch und passend. Rosa, der Hauptcharakter in diesem Buch, ist auch der Halt vieler Personen, jemand, den man gerne in seiner Umgebung hätte.

Die Handlung ist einfach: Rosas Leben. Dadurch, dass es viele Charaktere gibt, die sehr stark zusammen verbunden sind, passieren viele unerwartete Ereignisse. Diese Ereignisse bringen den Leser zum Weinen, zum Lachen, zum Mitfiebern. Es gibt Ereignisse, die man im Voraus schon ahnt, dann gibt es diejenige, die den Leser überraschen.

In Großem und Ganzem ist es ein gutes Buch, eingepackt mit vielen Emotionen und schönen Sprüchen.

In meinen Augen hatte das Buch eine Spur zu viele Ereignisse, dafür zu wenig Beschreibungen.

Empfehlen würde ich dieses Buch allen Romantikern sowie allen Lesern, die gerne Wohlfühlbücher mit großen Gefühlen lesen.

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Veröffentlicht am 06.10.2022

Ein gemütlicher Thriller

Die Zahlen der Toten
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Klappentext: "Die verstümmelte Leiche der jungen Frau liegt auf einem schneebedeckten Feld. Ihr Mörder hat sie regelrecht abgeschlachtet und ihr eine römische Zahl in den Bauch geritzt. Fassungslos steht ...

Klappentext: "Die verstümmelte Leiche der jungen Frau liegt auf einem schneebedeckten Feld. Ihr Mörder hat sie regelrecht abgeschlachtet und ihr eine römische Zahl in den Bauch geritzt. Fassungslos steht Kate Burkholder, die neue Polizeichefin im verschlafenen Painters Mill, Ohio, vor der grausig anmutenden Szenerie. Kann es wahr sein? Ist der, den sie damals den „Schlächter“ nannten, und der vor 16 Jahren mehrere junge Frauen auf bestialische Weise tötete, wieder zurück?
Für Kate steht jetzt alles auf dem Spiel: Sie muss den Mörder so schnell wie möglich finden. Doch dann muss sie auch ein Geheimnis preisgeben, das sie ihre Familie und ihren Job kosten könnte."

Ich wurde nicht vom Cover angesprochen, obwohl es perfekt zu dem Geschehen in dem Buch passt. die Farben wurden auch besonders gut abgestimmt. Angesprochen hat mich das Geschehen inmitten der Amish-Gemeinde.

Das Buch liest sich sehr angenehm und leicht. Es wurde in einer gepflegten, nicht zu anspruchsvollen Sprache geschrieben. Die Kapiteln sind klar von einander getrennt und die Länge fand ich vollkommen in Ordnung.

Die Charaktere, haben mich nicht so besonders angesprochen, zumindest anfangs nicht. Die Polizistin war mir zu arrogant und selbstbewusst, Der BCA-Mann war selbst am Abgrund. Während der Geschichte, entwickelt man aber das Verständnis den Charakteren gegenüber und fiebert mit ihnen mit. Der Leser fängt an sich wohl zu fühlen und bekommt das Gefühl, als wäre er mitten im Geschehen.

Die Morde selbst waren sehr brutal und sehr "lebhaft" beschrieben. Leider, ergab für mich am Ende die Entdeckung des Mörders absolut keinen "WOW"-Effekt.

Ich habe mir auch etwas mehr vom Amish-Leben erwartet, da das Buch aber zu einer Reihe gehört, gehe ich davon aus, dass in den nächsten Büchern mehr kommt.

Vier Sterne bekommt das Buch, weil es bei mir das Gefühl nach mehr ausgelöst hat und ich schon den zweiten Band gekauft habe. Es ist eine art warmer und kuscheliger Thriller, den man gerne in den trüben Herbsttagen liest.

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Veröffentlicht am 12.02.2022

Melancholisches Zeugnis eines fast unbekannten Landes

Land aus Schnee und Asche
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Klappentext: Finnland 1947: Journalistin und Fotografin Inkeri lässt sich in einem kleinen Ort in Westlappland nieder, um den Wiederaufbau des durch den Krieg verwüsteten Landes zu dokumentieren. Gleichzeitig ...

Klappentext: Finnland 1947: Journalistin und Fotografin Inkeri lässt sich in einem kleinen Ort in Westlappland nieder, um den Wiederaufbau des durch den Krieg verwüsteten Landes zu dokumentieren. Gleichzeitig will herausfinden, was mit ihrem Mann geschehen ist, der im Krieg spurlos verschwand. In Petra Rautiainens Debüt steht die Schönheit Lapplands den brutalen Machenschaften der Nazis gegenüber.

Das Cover dieses Buches ist weder sehr bunt noch glitzert es, noch hat es keine besonderen Effekte. Es passt aber perfekt zu der Geschichte und zu dem Erzählstil. Einfach, melancholisch, nüchtern. Es ist kein Gefühlsbuch, es ist eher ein Zeugnis, eine Dokumentation einer grausamen Geschichte.

Die Charaktere sind alle undurchschaubar, nicht weil, dieses Buch ein Krimi oder ein Thriller ist, sondern, weil sie grausame Taten verbinden und sie sich schützen. Diese grausame Taten machten sie in einer Zeit in der das durchaus gewünscht war. Sie machten diese Grausamkeiten um selbst zu überleben und wurden dann nach dem Krieg dafür verfolgt und verurteilt.

Nur Inkeri ist anders, sie sucht nach ihrem Mann, unverstädnlicherweise, denn sie waren ja sowieso schon getrennt. Aber es ist ihr wichtig ihn zu finden. Und sie durchbricht diesen Kreis des Schweigens, der Menschen, die alles wissen und so tun, als wüssten sie nichts.

Neben vielen unterschiedlichen Charakteren, erfährt man viel über das Lappland und Finnland. Über das Zusammenleben. Über die Natur, die anders ist als bei uns in Europa. Über ihr Denken und ihre Lebensweise.

Zitat Anfang: "Der Traum ist von allen Daseinsformen die schwierigste. Die Alten glauben, man kann seine Seele und sein Herz zur Hälfte fortgeben. Und diese Anteile wandern dann in der Geistwelt umher. In den Träumen" Zitat Ende. Jedem, dem dieser Zitat etwas sagt, oder ihn neugierig macht, empfehle ich dieses Buch.

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Veröffentlicht am 08.02.2022

Nette Liebesgeschichte mit rätselhafter Vergangenheit

Riskante Gefühle
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Klappentext: "Kann sie ihm wirklich trauen?

Seit dem Tod ihres Freundes führt Marcie ihr Bed & Breakfast in dem malerischen schottischen Küstenort Mallaig allein. Erst dem charismatischen Shane Corrigan, ...

Klappentext: "Kann sie ihm wirklich trauen?

Seit dem Tod ihres Freundes führt Marcie ihr Bed & Breakfast in dem malerischen schottischen Küstenort Mallaig allein. Erst dem charismatischen Shane Corrigan, der die nahegelegene Whiskydestillerie wieder aufbauen will, gelingt es, sie aus ihrer Trauer zu holen. Obwohl Marcie kaum etwas von ihm weiß, verliebt sie sich leidenschaftlich in ihn. Doch als sie eines Nachts brutal niedergeschlagen wird, kommt Shanes dunkle Vergangenheit ans Licht, und Marcie weiß plötzlich nicht mehr, ob sie ihm noch trauen kann.

Ist er tatsächlich das Opfer einer Intrige, wie er behauptet, oder schwebt sie in tödlicher Gefahr?"

Ich muss ehrlich zugeben, bei dieser Geschichte hat nicht der Titel sondern das Cover mein Interesse geweckt. Ein schöner Männerkörper, im Hintergrund die schottische Landschaft. Düster und Dunkel sind die Farbeng gehalten, allerdings dringt auch ein Licht genau in der Mitte durch.

Ich mag Schottland und ich liebe es, wenn Handlungen in kleinen Orten stattfinden. Da fühlt man sich von Anfang an wohl und heimelig. Die Charaktere sind wundervoll passend beschrieben, Marcie, sehr liebevoll, zurückhaltend und an ihrem Traum haftend. Bonnie, eine Figur, die mich das halbe Buch wahnsinnig gemacht hat, die man aber trotzdem lieben muss, denn sie hat eine gute Seele. Rory, der eifersüchtige Freund aus der Kindheit, durfte natürlich in dieser Geschichte auf keinen Fall fehlen, denn er macht es ja umso spannender.

Der Schreibstil war sehr angenehm und flüssig. Mann konnte sich richtig entspannen beim Lesen und bekam das Gefühl, mittendrin im Geschehen zu sein. Die Szenen waren schön beschrieben, ich hatte sie richtig vor den Augen und das habe ich am meisten genossen.

Die schnelle Verliebtheit in beiden Fällen, bei Marcie, konnte ich nicht nachvollziehen und das störte mich etwas. Denn, wenn man alleine lebt, verliebt man sich vielleicht schneller, aber, sie hatte schon nach zwei, drei Tagen die Beziehungen ...

Bei Marcie sowie Shane, waren die Vergangenheit und das Erlebte sehr interessant und hielten bis zum Schluss meine Neugierde aufrecht. Leider muss ich auch in dem Punkt dazu sagen, ich hätte mir etwas, nur eine Spur mehr Spannung erwartet.

In Großem und Ganzen ist das Buch ganz toll und sehr angenehm zu lesen und ich würde es jedem empfehlen, der nette Liebesgeschichten mag ...

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Veröffentlicht am 25.02.2025

Poetisch, romantisch Prosa

Der Wörterschmuggler
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Klappentext: "Bruno Labastide ist ein Abenteurer, ein sympathischer Schuft und ein Sammler kurioser Geschichten: Als er in Venedig eine geheimnisvolle Japanerin kennenlernt, die ihre Liebhaber stets nur ...

Klappentext: "Bruno Labastide ist ein Abenteurer, ein sympathischer Schuft und ein Sammler kurioser Geschichten: Als er in Venedig eine geheimnisvolle Japanerin kennenlernt, die ihre Liebhaber stets nur für eine Nacht und gegen schöne Verse empfängt, versucht er, sie mit seinen Geschichten zu betören: zum Beispiel mit der von dem Jugendlichen, der Wörter schmuggelt, oder mit der von der Frau, die in Paris von einem unsichtbaren Verehrer verfolgt wird. Magisch-zauberhafte Begebenheiten, die in Buenos Aires, Paris oder Shanghai spielen und am Ende wieder nach Venedig führen."

Wie jeder andere Buchliebhaber, wurde auch ich schon vom bloßen Namen angezogen. Dazu kam noch das malerische Cover, Venedig, zwar ohne Menschen, aber nur mit einem Jungen, laufend. Im Großen und Ganzen habe ich mir viel von dem Buch erwartet.

Rein sprachlich ist das Buch ein Traum. Eine sehr leichte, dennoch poetische und träumerische Art des Schreibens, die mich verzaubert hat. Ich fing an zu lesen und es passierte schon relativ am Anfang, "ich verlor den Faden". Irgendwie hat sich das Buch anders entwickelt als ich es mir vorgestellt habe. Ich wusste vom Klappentext her, dass Bruno der Japanerin die Kurzgeschichten schickt um sie immer wieder erobern zu dürfen. Leider geht das ganz unter im Buch, es wird auf ein kurzes Treffen eingegangen und schon geht es mir Kurzgeschichten. Bei denen hatte ich das Gefühl, dass die irgendwie "lose hängen", man geriet plötzlich in so eine Geschichte und diese war dann auch so schnell zu Ende. Irgendwie fehlte mir, persönlich, die Kerngeschichte. Die Kurzgeschichten waren alle irgendwie sehr traurig, aus dem Leben gegriffen, konnte mich aber nicht so fesseln.

Ob ich das Buch empfehlen würde, kann ich leider nicht sagen. Wie gesagt, einerseits ist der Schriftsteller ein wahrer Meister, wenn es um den Schreibstil geht, andererseits, liest sich dieses Buch wie eine Art Zusammenfassung

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