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Veröffentlicht am 27.07.2017

Geschichte über die erste große Liebe, die mich aber nur selten abholen konnte

Am Abgrund des Himmels
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Inhalt:
Das Letzte, was Grace nach ihrem Umzug von Sydney nach Bruny Island will, ist, sich neu zu verlieben. Der Faszination des Nachbarsjungen Nick kann sie sich jedoch nicht entziehen. Als er Grace ...

Inhalt:
Das Letzte, was Grace nach ihrem Umzug von Sydney nach Bruny Island will, ist, sich neu zu verlieben. Der Faszination des Nachbarsjungen Nick kann sie sich jedoch nicht entziehen. Als er Grace vor dem sicheren Tod bewahrt, offenbart sich sein Geheimnis: Nick ist ein Gestaltwandler – er kann sich in einen Adler verwandeln. Aber er darf keine Beziehung mit einem gewöhnlichen Menschen eingehen. Ist ihre Liebe zum Scheitern verurteilt? Weder Nick noch Grace wollen das akzeptieren ...

Meinung:
Kurz nach ihrem Umzug von Sydney nach Bruny Island lernt Grace den Nachbarsjungen Nick kennen. Das letzte was sie sich wünscht ist eine neue Beziehung, dafür hat die letzte Beziehung sie einfach zu sehr mitgenommen. Doch Nick scheint wie magisch von ihr angezogen zu sein und auch schon bald merkt Grace, dass sie mehr für Nick empfindet als nur Freundschaft.

Das Grundgerüst der Geschichte ist nicht wirklich etwas Neues: junge Liebe die nicht sein darf und der Kampf für eben diese Liebe. Gewürzt wird diese Geschichte damit, dass Nick ein Gestaltwandler ist und nur eine Gestaltwandlerin heiraten darf und Grace Exfreund irgendwann auf Bruny Island auftaucht. Dies sorgt für jede Menge Zündstoff.

Grace hat sich, aufgrund ihrer letzten Beziehung, sehr zurückgezogen. Ihr fällt es furchtbar schwer jemand anderem Vertrauen zu schenken. Außerdem fühlt Grace sich noch nicht dafür bereit ihr Herz neu zu verschenken. Durch Nick, aber auch durch ihre Großmutter Lillie, fängt Grace wieder an aufzublühen. Nach und nach erfährt der Leser zudem was es mit Grace Vergangenheit und ihrem Exfreund auf sich hat. Ich wurde während der Geschichte leider nicht so wirklich warm mit Grace. Zwar sind ihre Beweggründe durchaus nachvollziehbar, dennoch hätte ich sie mir in manchen Momenten etwas taffer gewünscht. Oftmals verliert Grace sich in ihren Ängsten.
Nick hat die große Liebe bisher für ein Märchen gehalten. Doch dann begegnet er Grace und erlebt am eigenen Leib was Liebe auf den ersten Blick bedeutet. Zu Beginn kam ich mit seiner schnellen Verliebtheit nicht wirklich klar. Später jedoch wird diese begründet und ich konnte sein Verhalten nachvollziehen.

In diesem Buch geht es um die erste große Liebe und vor allen Dingen darum Konflikte mit den Eltern zu meistern. Nicks Vater ist als Gestaltwandler total gegen die Beziehung von Grace und Nick, was zu teilweise heftigen Auseinandersetzungen zwischen Vater und Sohn führt.

Was ich furchtbar schade finde ist, dass das Thema Gestaltwandler eigentlich nur als Problem für die Beziehung zwischen Grace und Nick herhält. Ich hätte mir gewünscht, dass das Leben als Gestaltwandler und im Besonderen als Adler mehr in den Vordergrund gerückt wird. Ich hatte auf mehr Magie und Fantasy gehofft.
Zudem war mir die Geschichte um Grace Exfreund zu sehr auf die Spitze getrieben. Hier möchte ich aber aus Spannungsgründen nichts vorwegnehmen.
Am Ende kommt dann noch hinzu, dass mich die Liebesgeschichte nur in den seltensten Momenten berühren konnte.

Fazit:
"Am Abgrund des Himmels" berichtet über die erste große Liebe und das Erwachsen werden sowie Konflikte mit den Eltern. Die Landschaft von Bruny Island und auch die Idee des Gestaltwandelns nahm mich gefangen. Leider konnte mich die Liebesgeschichte zu fast keiner Zeit richtig abholen. Außerdem hätte ich mir gewünscht, dass wir mehr in das Thema Gestaltwandler einbezogen worden wären.
3 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 14.06.2017

Geniales Thema, leider konnte ich keine Bindung zu den Charakteren aufbauen

Stadt der tanzenden Schatten
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Inhalt:
Endlich Sommer. Sierra freut sich auf entspannte Tage mit ihren Freunden und auf ihr erstes großes Kunstprojekt: ein Drachen-Wandbild. Doch als bei einer Party ein Toter auf sie zustolpert, ihr ...

Inhalt:
Endlich Sommer. Sierra freut sich auf entspannte Tage mit ihren Freunden und auf ihr erstes großes Kunstprojekt: ein Drachen-Wandbild. Doch als bei einer Party ein Toter auf sie zustolpert, ihr Großvater plötzlich wirres Zeug redet und eins der Porträts an Brooklyns Häuserwänden Tränen weint, ist klar, dass diese Ferien alles andere als entspannt werden. Durch den Sprayer Robbie erfährt Sierra auch warum: Sie gehört zur geheimen Zunft der »Shadowshaper«, d.h. sie kann mit den Geistern ihrer Ahnen Bilder zum Leben erwecken. Aber jemand hat es auf Leute wie sie abgesehen!

Meinung:
Sierra hat sich in ihren Sommerferien ein neues Kunstgroßprojekt vorgenommen. Sie möchte einen riesigen Drachen an eine Hauswand malen. Alles kommt jedoch anders als sie auf einer Party von einem Toten verfolgt wird, Bilder an den Häuserwänden plötzlich verblassen und ihr verwirrter Großvater sich immer wieder für irgendetwas bei ihr entschuldigt von dem Sierra keine Ahnung hat. Als Sierra Robbie kennenlernt erfährt sie, dass sie, wie Robbie, zur geheimen Gruppe der Schattenbildner gehört.

In diesem Buch wird für mich eine neue Idee im Bereich des Jugendbuches sehr gut umgesetzt. Die Idee der Schattenbildner ist innovativ, fantasievoll und bezaubernd. Gespannt verfolgte ich wie Sierra nach und nach in diese Gabe hineinwächst. Dabei erlebt sie auf ihrem Weg bis zum Finale sehr viel spannendes. Das Tempo im Buch ist daher sehr hoch. Selten kommen Sierra und der Leser dazu einmal in Ruhe Luft zu holen. Normalerweise stört mich dieser schnelle Erzählstil nicht. Hier hätte ich mir jedoch gewünscht, dass der Autor sich bei manchen Stellen einfach mehr Zeit genommen hätte.

Kommen wir zu den Charakteren der Geschichte. Leider konnte ich, bis auf Robbie, zu keiner der Personen eine Bindung aufbauen.
Sierra ist die Protagonistin der Geschichte und hat ziemlich viel zu verarbeiten. Ihr normales Leben wird komplett auf den Kopf gestellt als sie von ihrer Gabe erfährt. Sierra nimmt all dies aber relativ gut auf und arbeitet sich schnell in ihre neue Aufgabe ein. Allerdings ist Sierra an manchen Stellen sehr aufbrausend und temperamentvoll. Ich finde, ihr fehlte teilweise der Respekt vor der älteren Generation.
Robbie ist ebenfalls ein Wandmaler und Schattenbildner. Zu Beginn scheint er immer in den brenzligen Situationen zu verschwinden, daher ist es nicht verwunderlich, dass Sierra ihm zu Beginn sehr misstrauisch gegenüber steht.
Sierras Großvater ist mittlerweile aufgrund seines Herzinfarkts nicht mehr der Alte. Er redet so gut wie gar nicht mehr. Dabei wünscht sich Sierra doch so furchtbar viele Antworten von ihm.
Neben Sierras Großvater lernen wir auch ihre restliche Familie, die Freunde von ihrem Großvater und ihre eigenen Freunde kennen. So muss man sich viele spanische Namen merken. Ich hatte teilweise meine Probleme die verschiedenen Charaktere auseinander zu halten.

Da Sierra puertoricanischer Abstammung ist, wird in ihrer Familie sehr viel Spanisch gesprochen. Dies hat mich irgendwann einfach nur noch genervt, da es oftmals keine Übersetzung gab. Natürlich macht die Sprache und Sierras Abstammung auch einen Reiz der Geschichte aus, mich hat es allerdings hauptsächlich genervt.

Gegen Ende des Buches zieht der Autor das Tempo noch mal gehörig an und lässt es in einem packenden Showdown enden.
Das Buch ist in sich abgeschlossen. Jedoch habe ich auf goodreads gesehen, dass es sich hierbei um eine Trilogie handelt, was es für mich nicht unbedingt gebraucht hätte.

Fazit:
Jede Menge Spannung und Action bietet "Stadt der tanzenden Schatten". Auch die Idee der Schattenbildner ist neu und unverbraucht. Leider störten mich die vielen spanischen Sätze und ich konnte nur zu einer Person eine Bindung aufbauen. Ich bin mir jedoch sicher, dass gerade das lateinamerikanische Flair viele begeisterte Leser finden wird.
Am Ende vergebe ich sehr, sehr gute 3 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 28.05.2017

Lässt man die langatmigen Passagen weg, dann bekommt man ein schönes Buch geboten

Ein unmöglicher Gentleman
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Inhalt:
Miss Mary Alice Cynster hat ein Ziel: Nachdem ihre Schwester unter der Haube ist, will auch sie endlich den passenden Ehemann finden. Und sie weiß genau, wie er sein soll – nämlich keinesfalls ...

Inhalt:
Miss Mary Alice Cynster hat ein Ziel: Nachdem ihre Schwester unter der Haube ist, will auch sie endlich den passenden Ehemann finden. Und sie weiß genau, wie er sein soll – nämlich keinesfalls so wie Ryder Cavanaugh, Marquess of Raventhorne! Dummerweise hat ausgerechnet dieser berüchtigte Charmeur ein Auge auf sie geworfen und umgarnt sie nach allen Regeln der Kunst. Mary würde natürlich nicht im Traum daran denken, diesen Schurken zu heiraten, auch wenn seine Küsse noch so verführerisch auf ihrer Haut prickeln …

Meinung:
Marys Geschwister sind mittlerweile alle unter der Haube. Daher ist es auch ihr großes Ziel nun selbst einen Ehemann zu finden. Den passenden Mann hat Mary sich auch schon ausgesucht - Randolph Cavanaugh. Dessen Bruder Ryder ist jedoch ganz und gar nicht von Marys Wahl überzeugt. Schließlich sieht er sich selbst als den perfekten Ehemann für Mary.

Vor über 10 Jahren habe ich die ersten zehn Bände der Reihe gelesen und geliebt. Ich mochte die Verbundenheit der Familie Cynster und die Stärke die sie aus ihrer Gemeinschaft ziehen. Von daher war ich neugierig darauf, wie mir der mittlerweile 20. Band der Reihe gefallen würde.
Zu Beginn war ich nicht wirklich angetan. Es gibt einige Wiederholungen und die Geschichte geht nur langsam voran. Automatisch stellte ich mir die Frage was auf den kommenden 450 Seiten noch alles passieren könnte.
Dann jedoch zeigt Stephanie Laurens, warum ich ihre ersten Bücher so sehr mochte. Die Geschichte wird interessant und abwechslungsreich. Außerdem stehen Werte wie Liebe, Zusammenhalt und Gemeinschaft im Mittelpunkt des Geschehens.
Groß war meine Freude als dann auch noch etliche Charaktere aus den ersten Bänden ihren Auftritt haben. Es hat wahnsinnig viel Spaß gemacht zu lesen was aus den vorherigen Paaren passiert ist.

Wie immer beschreibt Stephanie Laurens das Leben zu damaligen Zeiten sehr ausführlich. Die Autorin schafft es spielerisch, dass ich mich fühlte als wäre ich mitten unter den Charakteren. Es war spannend zu lesen wie die Gepflogenheiten zu damaligen Zeiten waren.
Leider lässt sich aber auch nicht von der Hand weisen, dass durch die ausführlichen Beschreibungen einige zähe Stellen in der Geschichte vorkommen. Dem Buch hätten 100-150 Seiten weniger mehr als gut getan. So musste ich mich durch ein paar Passagen doch sehr quälen.

Mary ist das letzte noch unverheiratete Cynster Mädchen. Sie denkt jedoch gar nicht daran, sich von irgendjemanden einen Mann auswählen zu lassen und übernimmt selbst die Suche. Mary ist eine sehr willensstarke Protagonistin die sich von nichts und niemandem von ihrem Weg abbringen lässt. Oftmals führt dies natürlich zu Konflikten mit Ryder. Denn dieser hat ebenfalls ganz klare Vorstellungen von dem Leben mit seiner zukünftigen Ehefrau.
Neben diesen beiden Personen spielen auch eine Menge Nebenfiguren eine Rolle. Ich denke, es ist durchaus sinnvoll, wenn man die vorherigen Bücher gelesen hat, da man so auch die meisten Nebenfiguren und deren Status bereits kennt.

Das Ende lässt mich mehr als zufrieden zurück. In einem zauberhaften Epilog heißt es wohl (vorerst) Abschied nehmen von meiner geliebten Cynster-Familie. Denn wie heißt es so schön in dem Buch "eine neue Cynster Generation wird heranwachsen".

Fazit:
Für Fans von Stephanie Laurens ist auch dieses Buch ein Muss! Mein Lesegeschmack hat sich in den vielen Jahren doch etwas geändert und so kam ich nicht umhin festzustellen, dass das Buch doch einige langatmige Passagen aufweist. Sieht man darüber hinweg bekommt man eine schöne Liebesgeschichte geboten. Die Autorin legt zudem viel Wert auf die Themen Familie und Zusammenhalt.
Sehr, sehr gute 3 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 07.05.2017

Molto außergewöhnlich, aber leider nicht meins.

Barney Kettles bewegte Bilder
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Inhalt:
Der unnachahmliche Barney Kettle, Filmemacher, großer Bruder, Teilzeit-Diktator, wird ganz sicher eines Tages ein weltberühmter Regisseur. Bisher ist sein Werk ist nur seinen Freunden und den Bewohnern ...

Inhalt:
Der unnachahmliche Barney Kettle, Filmemacher, großer Bruder, Teilzeit-Diktator, wird ganz sicher eines Tages ein weltberühmter Regisseur. Bisher ist sein Werk ist nur seinen Freunden und den Bewohnern der Straße bekannt, doch der Weltruhm ist nicht mehr fern. Gerade hat er noch das Krippenspiel (mit Maria und Joseph auf einem Tandem) abgedreht – und dann das: Barney hat eine Schaffenskrise! Nicht einmal seine Schwester Ren, überaus klug und eine zwanghafte Listen-Macherin, kann ihm helfen. Bis den beiden klar wird, dass der neue Film genau vor ihrer Nase passiert. Dass ihre Straße die Geschichte ist.

Meinung:
Barney hat schon so einige Filme, für sein junges Alter, als Regisseur gedreht. Gerade hat er sein letztes Projekt, eine neumoderne Fassung des Krippenspiels, abgedreht und normalerweise kommt ihm die nächste Idee quasi zugeflogen. Dieses Mal jedoch nicht. Barney steckt in einer Schaffenskrise. Doch bald kommen seine jüngere Schwester Ren und er auf den Gedanken ihre Straße, die High Street, mit all ihren Persönlichkeiten, Läden und Geschichten als neues Projekt zu wählen. Und so beginnt ein unterhaltsamer Dokumentarfilm.

Man merkt dem Buch schon nach ein paar Seiten an, wie viel Herzblut die Autorin in diese Geschichte gesteckt hat. Es steckt voller winziger, bedeutungsvoller, herzerwärmender Details. Durch Barneys Beschreibung der High Street und dessen vielen Läden fühlte es sich für mich so an, als wäre ich jedes Mal wahrhaftig vor Ort, um selbst mit den verschiedenen Menschen zu sprechen. Es ist furchtbar spannend mitzuverfolgen wie hinter jedem Geschäft und hinter jeder Person eine einzigartige Geschichte steckt. Dieser Aspekt hat mir gut gefallen.

Dann wären da noch die liebevoll skizzierten Protagonisten.
Allen voran Barney, der selbst einsieht, dass in ihm ein kleiner Diktator steckt. Denn am Filmset gibt es keine Zeit für Nachlässigkeiten und er führt seine Filmcrew knallhart durch den Dreh. Oftmals denkt man gar nicht, dass sich hinter Barney und seiner Professionalität ein Junge von noch nicht mal 14 Jahren versteckt.
Seine Schwester Ren ist immer an seiner Seite, was ihr auch mal komische Blicke von ihren Freundinnen einbringt. Ren ist auf ihre Art einfach einzigartig und besonders. Sie hat einen messerscharfen Verstand und liebt Mathe und Ordnung über alles. Oftmals bringt sie die richtigen Argumente oder Lösungen vor, wenn Barney nicht mehr weiter weiß. Ren ist daher Barneys Fels in der Brandung.

Man merkt dem Buch ab der ersten Seite an wie ungewöhnlich aber auch außergewöhnlich es ist. Ich hatte aufgrund des Klappentextes aber eine etwas andere Geschichte (und vor allen Dingen einen anderen Filmdreh) erwartet. Ich weiß nicht ob es daran lag, aber ich musste leider feststellen, dass mich mit der Zeit die vielen Interviews und Geschichten langweilten.
Eine weitere Besonderheit im Buch ist, dass ab einem gewissen Punkt eine zweite Geschichte dazustößt und bis zum Ende des Buches mit der ersten fest verwoben wird. Es war vor allen Dingen die zweite Geschichte die mich zum weiterlesen bewegen konnte.

Das Ende lässt dann aber keine Wünsche offen, sondern bietet Dramatik, Spannung und ein absolut würdiges Filmende für Barneys Dreh. Da kann ich nur sagen: molto grandios!

Fazit:
Dieses Buch ist ungewöhnlich und außergewöhnlich. Die Autorin legt sehr viel Wert auf viele kleine Details und Geschichten. Mich hat dieses Ausreizen von so vielen einzelnen Geschichten leider mit der Zeit gelangweilt und die Magie ging für mich verloren. Ich bin mir aber sicher, dass das Buch seine Fans finden wird.
3 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 30.04.2017

Ich wurde mit der Geschichte nicht richtig warm

Magonia
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Inhalt:
Seit sie klein ist, leidet die 16-jährige Aza an einer seltsamen Lungenkrankheit, die ihr ein normales Leben unmöglich macht. Als sie eines Tages ein Schiff hoch in den Wolken erspäht, schiebt ...

Inhalt:
Seit sie klein ist, leidet die 16-jährige Aza an einer seltsamen Lungenkrankheit, die ihr ein normales Leben unmöglich macht. Als sie eines Tages ein Schiff hoch in den Wolken erspäht, schiebt sie das Phänomen auf ihre akute Atemnot. Bis jemand auf dem Schiff ihren Namen ruft ...
Nur ein Mensch glaubt ihr diese Geschichte: ihr bester Freund Jason, der immer für sie da war, den sie vielleicht sogar liebt. Aber gerade als sie versucht, sich über die neuen tiefen Gefühle zu Jason klarzuwerden, überstürzen sich die Ereignisse. Aza meint zu ersticken – und findet sich plötzlich in Magonia wieder, dem Reich über den Wolken. Dort ist sie das erste Mal in ihrem Leben nicht mehr krank, sondern stark und magisch begabt. In dem heraufziehenden Kampf zwischen Magonia und Azas alter Heimat, der Erde, liegt das Schicksal aller mit einem Mal in Azas Händen …

Meinung:
Azas bisheriges Leben besteht hauptsächlich aus Krankenhausaufenthalten, besorgten Eltern und Mitmenschen, die nicht wissen wie sie mit ihr umgehen sollen. Denn Aza leidet an einer sehr seltenen Lungenkrankheit. Die Ärzte stehen vor einem Rätsel was es mit der Krankheit auf sich hat. Jeder Tag ist für Aza eine Herausforderung. Die größte Unterstützung ist für sie allerdings ihr bester Freund Jason, der Aza einfach so nimmt wie sie ist, ohne groß auf ihre merkwürdige Krankheit einzugehen. Eines Tages sieht Aza jedoch am Himmel ein Schiff und kurz darauf findet sie sich in Magonia wieder - dem Reich über den Wolken.

Wie gerne hätte ich jetzt geschrieben, dass mir das Buch unglaublich gut gefallen hat und ich total begeistert bin. Aber leider ist "Magonia" eines dieser Bücher, die man lieben möchte, zu dem man aber nie einen Bezug bekommt.
Schon die ersten 100 Seiten auf der Erde waren für mich eher zäh und nervtötend. Aza und Jason hatten für mich einen Humor mit dem ich nicht so wirklich klar kam. Ich wünschte mir immer, dass nun endlich mal etwas passieren würde, aber leider wird sehr viel über Azas Krankheit und ihren Alltag mit dieser erzählt. Dies war durchaus berührend, mit der Zeit aber auch langweilig.
Dann kommt Aza nach Magonia und ich erhoffte mir nun endlich mit dem Buch warm zu werden. Leider war dies immer noch nicht der Fall. Wobei ich sagen muss, dass die erdachte Welt Magonia wirklich sehr innovativ und einfallsreich war. Mir fehlte jedoch immer noch der Bezug zu Aza.
Dann nimmt das Buch jedoch eine Wendung, die ich nicht unbedingt erwartet habe. Ich mochte Aza ab diesem Punkt und fand es toll, dass die Autorin einen anderen Weg einschlägt als so viele ihrer Kolleginnen und Kollegen.
Auch das Ende konnte mich absolut überzeugen.

Wie bereits oben erwähnt kam ich zu Anfang mit Azas Art nicht klar. Dabei ist sie jemand der gut mit seiner Krankheit umgeht und nicht in Selbstmitleid verfällt. Aza ist in dieser Beziehung eine Kämpfernatur. Jedoch hätte ich mir gewünscht, dass sie in Magonia mehr hinterfragt und nicht einfach alles hinnimmt.
Jason war mir da schon deutlich sympathischer. So einen Freund wünscht sich einfach jeder Mensch. Denn er gibt Aza jeden Tag das Gefühl ein ganz normales Leben ohne Krankheit zu führen.

Das Buch ist in Kapitel unterteilt, die sowohl aus der Sicht von Aza als auch Jason erzählt werden. Ich fand dies gut gewählt, da man so auch miterlebt was auf der Erde passiert.

Fazit:
Ein Buch was mich nur auf den letzten 100 Seiten komplett überzeugen konnte. Davor konnte ich einfach keinen Bezug zu Aza und der Geschichte aufbauen. Die Welt Magonia ist jedoch voller innovativer Ideen und sehr originell. "Magonia" ist ein Buch was mich in ein Wechselbad der Gefühle gestürzt hat und dem ich am Ende nur 3 von 5 Hörnchen geben kann.