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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.11.2023

Packender Polit-Thriller

Im Sturm der Macht
1

Helsinki im Jahr 2028: die politische Lage ist seit geraumer Zeit angespannt, da die Regierung Flüchtlinge auf einer stillgelegten Kreuzfahrtfähre untergebracht haben. Die Situation bessert sich nicht, ...

Helsinki im Jahr 2028: die politische Lage ist seit geraumer Zeit angespannt, da die Regierung Flüchtlinge auf einer stillgelegten Kreuzfahrtfähre untergebracht haben. Die Situation bessert sich nicht, nachdem die finnische Ministerpräsidentin von einem Scharfschützen erschossen wird. Ganz Finnland befindet sich in einem Ausnahmezustand. Leo Koski, der ehemalige Ministerpräsident, wird nach Finnland eingeladen und erkennt sehr schnell, dass er eine Marionette mächtiger Männer ist. Plötzlich ist er im Fadenkreuz einer gefährlichen Einheit.

„Im Sturm der Macht“ ist der zweite Teil der Reihe rund um den Politiker Leo Koski. Leo Koski ist eine charismatische und sympathische Figur, die stets das Beste für die Bürgerinnen Finnlands tut. Auch die anderen Figuren wirken größtenteils sympathisch und sind allesamt so konzipiert, dass sie authentisch wirken.

Der Erzählstil des Autors gefällt mir sehr gut. Er schafft es, einen großen Spannungsbogen aufzubauen und mit seiner Wortwahl fesselt er die Leser
innen. Allerdings ist der Thriller keine leichte Kost und nichts für nebenbei, da man alle Kapitel konzentriert lesen muss, um die Zusammenhänge zu erkennen und verstehen. Interessant finde ich die immer wieder hergestellten Vergleiche zum Nationalsozialismus, was allerdings auch ein sehr beklemmendes Gefühl weckt. Der Autor schafft es dementsprechend, mit seinen Worten Emotionen hervorzurufen.

Insgesamt ein packender Thriller voller Twists und Spannung. Besonders das Wechselspiel zwischen der politischen Situation und den Gefühlen der Figuren macht den Thriller sehr lebendig. Auch wenn der Teil unabhängig des ersten Teils gelesen werden kann, empfehle ich für ein besseres Verständnis, auch den ersten Teil zu lesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 22.04.2023

Die Macht der Erinnerung

Erinnere dich!
0

Vor zwanzig Jahren verschwand die junge Abiturientin Maja spurlos bei einer Wanderung mit ihren Freundinnen. Arno, ihr damaliger Freund, hat alle Erinnerungen an dieses traumatische Ereignis verdrängt. ...

Vor zwanzig Jahren verschwand die junge Abiturientin Maja spurlos bei einer Wanderung mit ihren Freundinnen. Arno, ihr damaliger Freund, hat alle Erinnerungen an dieses traumatische Ereignis verdrängt. Bei einem Abiturtreffen beschließen die drei Freundinnen von damals und Majas jüngere Schwester Anja, die Wanderroute erneut zu gehen. Arno gerät derweil unter Druck, plötzlich sind dort Erinnerungen und Bilder. Er war als Letztes bei Maja, als sie verschwand. Er hat sie in die Höhle gelockt. Doch was ist dann passiert? Und wer steckt hinter Lost & Found, dass ihn zum Erinnern zwingt?

Der Schreibstil des Autors gefällt mir sehr gut. Er schreibt bildlich und in einer angenehmen, flüssigen Sprache. Geschrieben wurde aus Arnos Sicht, sodass ich seine Gedanken und Gefühle immer miterleben konnte. Die erschaffenen Charaktere gefallen mir sehr gut. Sie wirken authentisch und real, sodass das Buch nicht wie eine reine Fiktion wirkt.

An manchen Stellen finde ich die Story etwas langatmig und gleicht nicht unbedingt einem Thriller. Am Ende wird hingegen noch mal Fahrt aufgenommen und es wird spannend. Ich hätte auch nicht mit dem Ende gerechnet. Trotzdem finde ich es schade, dass diese Spannung nicht durch das gesamte Buch geht. Insgesamt ein unterhaltsames Buch, welches ich Thriller-Neulingen empfehlen kann, die sich erst einmal an das Genre heran tasten möchten.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.03.2023

Spannend – düster – grausam ehrlich

Kollektorgang
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Mario lebt gemeinsam mit seinen Eltern zwischen Plattenbauten. Mario berichtet von Freundschaft, Außenseitertum und Armut. Mario berichtet aus seinem Grab, denn er ist tot. Mario wurde nicht einmal 14 ...


Mario lebt gemeinsam mit seinen Eltern zwischen Plattenbauten. Mario berichtet von Freundschaft, Außenseitertum und Armut. Mario berichtet aus seinem Grab, denn er ist tot. Mario wurde nicht einmal 14 Jahre alt.

Zwei verfeindete Gruppen entdecken einen Kollektorgang und errichten in seinen Tiefen ihr eigenes Reich, wo es zu Hass und Gewalt kommt. Rajko, Marios bester Freund steht im Boxring gegen eine Gang Neonazis…

David Blum reißt die Leser*innen mit in die Dunkelheit und stellt ihnen eine Geschichte von Hass, Gewalt, Verrat und Hoffnung auf etwas Besserem dar. Spannend, düster und grausam ehrlich berichtet er Marios Geschichte und man muss sich immer wieder vergegenwärtigen, dass er der Protagonist erst dreizehn Jahre alt ist. Man muss sich am Anfang etwas einlesen, um in die Geschichte zu kommen, da es zu Beginn etwas verwirrend ist. Trotz der Düsterheit ist viel Humor dabei, wenn auch schwarzer. Besonders Hoffmann, der Mann, der neben Mario im Grab liegt, ist eine interessante Figur. Keine leichte Kost, aber doch lesenswert.

  • Einzelne Kategorien
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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.02.2023

Freundschaftsgeschichte im idyllischen Internat Schloss Sommerberg

Internat Schloss Sommerberg – Fünf Pfoten retten Ferdinand Nuss
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Dalena, Finn, Lili und Anton sind Schüler*innen des Internats Schloss Sommerberg. Bei einer nächtlichen Kröten-Rettungsaktion findet Dalena ein verletztes Eichhörnchen im Wald. Zu allem Unglück zieht auch ...

Dalena, Finn, Lili und Anton sind Schüler*innen des Internats Schloss Sommerberg. Bei einer nächtlichen Kröten-Rettungsaktion findet Dalena ein verletztes Eichhörnchen im Wald. Zu allem Unglück zieht auch noch ein Unwetter auf und die Freunde werden von der restlichen Gruppe getrennt. Gemeinsam mit dem Schulhund Sponschdog versuchen sie den Weg nach Hause zu finden, um das Eichhörnchen aufzupäppeln. Das erste Abenteuer der Fünf Pfoten kann beginnen!

Mit dem Internat Schloss Sommerberg hat Susanne Oswald einen harmonischen, charmanten und idyllischen Schauplatz für die Erlebnisse der Fünf Pfoten geschaffen. Aufgrund der Freundschaftsgeschichte zwischen den Kindern, aber auch zwischen den Kindern und dem Hund Sponschdog, werden alle Geschlechter angesprochen. Die Charaktere sind alle auf ihre eigene Art und Weise liebenswürdig und haben sympathische und kreative Namen. Besonders die Schulköchin Lieselotte Sorgenfrei ist mir ans Herz gewachsen. Nichtsdestotrotz hätte ich auf das ein oder andere Geschlechter-Klischee bei den Charakteren verzichten können und mir ein bisschen mehr Diversität bei den Freunden gewünscht.

Das Buch eignet sich zum Vorlesen, aufgrund der kurzen Kapitel aber auch zum Selberlesen. Die Illustrationen sind ansprechend gestaltet und lockern den Text auf. Besonders gut gefallen mir die Illustrationen am Anfang der Kapitel, die inhaltlich passen. Die Karte am Anfang und am Ende des Buches helfen den Kindern dabei, sich rund um das Internat orientieren zu können.

Insgesamt eine ansprechende Freundschaftsgeschichte, die Potenzial hat. Es gibt kurze angerissene Nebenstorys, die wahrscheinlich im nächsten Band weitererzählt werden. Dieser erscheint im August dieses Jahres.

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Veröffentlicht am 20.12.2022

Lehrreiches Buch über ein sensibles Thema

Die fabelhafte Welt der Katze Flora Minou
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Die kleine Katze Flora-Minou lebt ein perfektes Leben mit vielen Freunden. Doch eines Tages ernennt sich der Fuchs Holger zum Bürgermeister von Seehausen und damit beginnt der Ärger für die kleine Katze. ...

Die kleine Katze Flora-Minou lebt ein perfektes Leben mit vielen Freunden. Doch eines Tages ernennt sich der Fuchs Holger zum Bürgermeister von Seehausen und damit beginnt der Ärger für die kleine Katze. Der Fuchs und seine Freunde tyrannisieren Flora-Minou und dies geht so weit, dass sie sich nicht mal mehr aus dem Haus traut. Zufällig lernt sie den Löwen Donner kennen, der ihr daraufhin zur Seite steht und weiterhilft.

Dieses Buch greift das sensible Thema des Mobbings auf. Die Geschichte sieben Kapitel unterteilt und so geschrieben (Kapitellänge und Schriftgröße), dass sie sich zum Selberlesen eignet. Allerdings würde ich empfehlen, dass die Geschichte mit einem Erwachsenen gelesen wird, da es für Kinder nicht leicht zu verdauen ist. Teilweise finde ich die Wörter auch nicht passend gewählt, da manche nicht leicht zu lesen sind und manche auch einfach nicht dem Alter entsprechen. Das Buch richtet sich laut Cover an Kinder ab acht Jahre, jedoch finde ich die Bezeichnung Psycho für diese Altersgruppe nicht angebracht. Die Geschichte greift das Thema jedoch gut und einfühlsam auf und am Ende lassen sich Begründungen finden, weshalb jemand mobbt und wie darauf reagiert werden kann.

Insgesamt ein nettes Buch, was das Thema Mobbing aufgreift, jedoch an einigen Stellen aus meiner Sicht nicht der angegebenen Altersgruppe entspricht.

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