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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.02.2025

Tolles Setting

Tinte, Staub und Schatten: Das Buch der Verlorenen
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Schon das schöne Cover hat mich dazu verleitet, hier genauer hinzuschauen. Versprochen wird eine Geschichte, angefüllt mit Büchern über Büchern, was ich grundsätzlich als Liebhaber des geschriebenen Wortes ...

Schon das schöne Cover hat mich dazu verleitet, hier genauer hinzuschauen. Versprochen wird eine Geschichte, angefüllt mit Büchern über Büchern, was ich grundsätzlich als Liebhaber des geschriebenen Wortes immer zu schätzen weiß.
Diesbezüglich wurde ich auch hier nicht enttäuscht. Das Bücherlabyrinth ist toll. Die Ideen der Gestaltung und besonders der Bewohner dieser eigenen Welt sind kreativ und stimmig. Besteht doch alles was dort lebt aus Stoffen, die sich tatsächlich an so einem Ort finden lassen. Beispielsweise aus Tinte, Papier oder Staub. Das klingt im ersten Augenblick zwar alles recht harmlos, doch man stellt schnell fest, das das Labyrinth gefährlich und sogar Todbringend sein kann. Hier sollte also eigentlich genug Spannung aufkommen.
Leider ist dies selbst mit dem interessanten Setting nicht immer der Fall. Mir fehlt einfach die Sogwirkung jener Bücher, die man für sich als Highlight bezeichnen würde. Dieser Drang am liebsten die Nacht durchzulesen und morgens als Erstes nach dem Buch zu greifen.
Abgesehen von diesem fehlenden Sog hatte ich aber Spaß beim Lesen und mochte auch die verschiedenen Charaktere gern. Jascha, Gulliver und Litotes waren dabei meine persönlichen Favoriten, die ruhig noch ein bisschen mehr Raum hätten haben dürfen. Da das hier aber nur der Auftakt einer Reihe ist, kommt das ja vielleicht noch.

Fazit:
Ein schönes Buch ohne den letzten Kick.

Veröffentlicht am 08.02.2025

Selbsttherapie

Louder Than Hunger
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Der Autor John Schu erzählt in seinem Buch eine Geschichte, die von seiner eigenen Lebensgeschichte inspiriert ist. Sie handelt vorallem von Magersucht, aber auch Depressionen und Zwangsstörungen sind ...

Der Autor John Schu erzählt in seinem Buch eine Geschichte, die von seiner eigenen Lebensgeschichte inspiriert ist. Sie handelt vorallem von Magersucht, aber auch Depressionen und Zwangsstörungen sind Thema. Ausgrenzung, Mobbing aber auch die Liebe zu Bezugspersonen als Anker sind wichtig.
Am auffälligsten an der Geschichte ist aber tatsächlich nicht der Inhalt, sonder die Form. Auf über 500 Seiten befindet sich Text, den man auf wenigen Seiten hätte zusammen fassen können. Stattdessen wird hier als bewusstes Stilmittel Platz verschwendet. Thematisch passt das gut, weil der Protagonist Jake am liebsten so wenig Raum wie möglich einnehmen würde und sich praktisch am liebsten unsichtbar machen würde. Ganz im Gegensatz nimmt sich der Autor hier soviel Raum wie er möchte und breitet sich auf vielen Seiten aus. Vorteil, es liest sich ganz schnell, Nachteil es liest sich nicht schön. Daher kommt tatsächlich auch meine Hauptkritik. So ganz ohne Fließtext ist wirklich eigenwillig.
Inhaltlich gibt es viele Wiederholungen,die zwar gut zur Therapie passen, die sich ständig wiederholt, allerdings ist auch das nicht immer schön zu lesen. Ansonsten ist mir besonders die innere Stimme positiv aufgefallen. Man konnte sie während des Lesens im Kopf fast selbst hören und sich die entsprechende Qual die Jake durchmacht umso besser vorstellen. Auch der Alltag in der Klinik und seine Behandlungen fand ich interessant, hier hätte es sogar gern ein wenig tiefer gehen dürfen.

Fazit:
Für mich trübt hier die Form den Inhalt. Zwar passend, aber nicht ganz das Richtige für mich.

Veröffentlicht am 17.01.2024

Romantische Teenagergeschichte in buchiger Kulisse

Love in Winter Wonderland
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Beim ersten Blick auf Klappentext und Cover hat mein Bücherherz gleich schneller geschlagen. Ich liebe Geschichten die Bücher zum Inhalt haben und war daher neugierig was hier daraus gemacht wurde. Bekommen ...

Beim ersten Blick auf Klappentext und Cover hat mein Bücherherz gleich schneller geschlagen. Ich liebe Geschichten die Bücher zum Inhalt haben und war daher neugierig was hier daraus gemacht wurde. Bekommen habe ich beim Lesen ein Potpourri aus Teenagerromanze, BlackLiveMatters, Musik und Bücherszenerie. Eine durchaus gelungene Mischung, die sich angenehm lesen lies. Ich mochte den zusätzlichen Fokus auf Kunst im Allgemeinen, der durch Malerei und Tanz ergänzend zur Literatur gegeben war. Weniger gut hat mir die Aschenputtelnummer gefallen. Das hatte die Figur meiner Meinung nach überhaupt nicht nötig und wurde hier nur der Story willen übergestülpt.
Allgemein fand ich die Charaktere aber ganz angenehm. Klarer Favorit für mich war Treys bester Freund Boogs, am unsympathischsten war mir tatsächlich Protagonist Trey. Süß waren auf jeden Fall auch die kleinen Brüder.
Das beste am Buch war für mich aber ganz klar der Buchladen und alle Ideen rund um seine Rettung. Da habe ich mich heimisch gefühlt.

Fazit:
Eine nettes Wohlfühlbuch mit ein bisschen zu viel Teeniedrama.

Veröffentlicht am 22.02.2023

Sehr süß

Das Geheimnis der Schokomagie (Schokomagie 1)
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Meinung:

Von diesem Kinder-/Jugendbuch bekommt man genau das, was man erwarten darf – im positiven wie negativen Sinne.
Die Geschichte ist eine klassische Cinderellastory gemischt mit einer geheimen Gabe, ...

Meinung:

Von diesem Kinder-/Jugendbuch bekommt man genau das, was man erwarten darf – im positiven wie negativen Sinne.
Die Geschichte ist eine klassische Cinderellastory gemischt mit einer geheimen Gabe, von der unsere Protagonistin natürlich anfangs nichts wusste. Soweit also nicht neu, aber für die Zielgruppe passend wie ich finde. Hier wurde mit dem französischen Präsidenten schon sehr hoch in die Schublade gegriffen, was es noch unrealistischer macht, aber ich denke, das dürfte es für die jungen Leser eher interessanter machen. Mir hat der Élysée-Palast als Kulisse ganz gut gefallen, weil es mal was anderes war. Ansonsten mochte ich Milas beste Freundin Liz gern, die die Geschichte deutlich aufgewertet hat. Der Schreibstil hat für mich sehr gut zum Inhalt und zur Leserschaft gepasst, sodass es dort nichts auszusetzen gibt.
Was mir weniger gut gefallen hat, ist die Tatsache, dass es hier mit der Süße einfach übertrieben wurde. Die Autorin hat sich mit großer Regelmäßigkeit an zahlreichen Klischees bedient, was mir dann doch zu viel Hollywoodfaktor hatte.
Wenn etwas dumm läuft, darf ruhig auch ein wenig Bitternis dabei sein, um beim Thema Schokolade zu bleiben.
Ich denke, auch jüngere Leser müssen nicht so weich gespült werden.
Schlussendlich punkten konnte das Buch dann aber noch mit der schönen Gestaltung und der Abwechselung in Form von Tagebucheinträgen, die eine schöne Unterbrechung darstellen.

Fazit:
Ganz klar ein ehrliches Buch bei dem man exakt bekommt was Optik und Klappentext versprechen.
Wenn euch beides anspricht, greift gern zu.

Veröffentlicht am 03.01.2023

Wissenswert aber begrenzt

Abenteuer & Wissen: Coco Chanel
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Heute habe ich euch wieder eine Hörbuchrezension mitgebracht. Bei #NetGalley gab es zum Soforthören dieses kurze, aber einigermaßen informative Buch über die große Coco Chanel. Selbst dem größten Modemuffel ...

Heute habe ich euch wieder eine Hörbuchrezension mitgebracht. Bei #NetGalley gab es zum Soforthören dieses kurze, aber einigermaßen informative Buch über die große Coco Chanel. Selbst dem größten Modemuffel sollte diese Frau ein Begriff sein. Als Gründerin ihres eigenen Mode- und Parfumimperiums hat sie geschafft, was vielen undenkbar vorgekommen wäre. Als Mädchen aus armen Verhältnissen – das zeitweise sogar im Waisenhaus lebte – hat sie eine unglaubliche Karriere gestartet, obwohl es Frauen zur damaligen Zeit kaum möglich war, einen ordentlichen Beruf zu ergreifen. Man kann ihre Mode mögen oder auch nicht feststeht, dass sie viel für die Damen damals erreicht hat und es ihnen deutlich bequemer gemacht hat, durch den Alltag zu kommen.

Berit Hempel hat es sich in ihrem Hörbuch zur Aufgabe gemacht, das Leben und Wirken der Coco Chanel für die Hörer zusammenzufassen. Dabei ist diese Biografie nur ein Teil einer Reihe namens Abenteuer & Wissen, in der es unter anderem noch Informatives zu Sherlock Holmes oder den Inka gibt. Aber zurück zu Coco. Mir blieb die Geschichte insgesamt ein wenig zu oberflächlich und ich hätte mir manchmal einfach ein wenig mehr gewünscht. Vor allem einfach auch ein bisschen mehr Coco persönlich und nicht nur die Geschäftsfrau. Da sie scheinbar aber wenig von sich preisgegeben hat, fehlt es hier vielleicht auch schlicht an Hintergrundinformationen. So oder so fand ich die Biografie interessant und mit einer Laufzeit von nur ca. 80 Minuten ist es eine schöne, zeitsparende Form, sich über das Leben der Chanelgründerin zu informieren. Gesprochen ist das Buch solide, sodass es hier nichts auszusetzen gibt. Das Buch ist durchaus auch schon für ältere Kinder bzw. Jugendliche geeignet und z.B. als Referatsvorbereitung wahrscheinlich ganz nützlich. Auf jeden Fall also ein Hörbuch für die ganze Familie, das mich gut unterhalten hat.
Für eine volle Punktzahl war es mir aber trotzdem zu wenig Inhalt.

Fazit:
Wer einen Überblick über das Leben von Coco Chanel bekommen möchte ist hier gut aufgehoben, Fans ihres Wirkens wird es wohl zu oberflächlich bleiben. Auf jeden ist es unterhaltsam.
Fazit:
Wer einen Überblick über das Leben von Coco Chanel bekommen möchte ist hier gut aufgehoben, Fans ihres Wirkens wird es wohl zu oberflächlich bleiben. Auf jeden ist es unterhaltsam.