Sehr viele Längen in der Nebenhandlung
In eigenen HändenIn der schwedischen Universitätsstadt Lund wird im Schrebergarten die Leiche eines grausam ermordeten Mannes gefunden - Tobias Klingström war Sozialarbeiter, ein echter Musterbürger und angeblich überall ...
In der schwedischen Universitätsstadt Lund wird im Schrebergarten die Leiche eines grausam ermordeten Mannes gefunden - Tobias Klingström war Sozialarbeiter, ein echter Musterbürger und angeblich überall beliebt, weshalb sich niemand den Mord erklären kann. Kommissarin Sara Vallén kann dies nur schwer glauben und beginnt die Ermittlungen. Dabei erfahren sie immer mehr über Tobias' Vergangenheit und nähern sich langsam den Hintergründen seines Todes. Währenddessen muss Sara auch auf privater Ebene einiges durchmachen und gegen ihre eigene Vergangenheit ankämpfen und sich mit alten Wunden auseinandersetzen.
Prinzipiell finde ich den Plot spannend und mochte den flüssigen Schreibstil und die kurzen Kapitel gern, da sich das Buch dann schnell lesen bzw. hören ließ. Auch die Stimme der Sprecherin war sehr angenehm. Was mir - gerade zu Beginn - einige Schwierigkeiten bereitete, war die große Anzahl der Figuren und die zahlreichen Details und Beschreibungen dieser. Wer den ersten Teil um Sara Vallén gelesen hat, ist hier sicherlich im Vorteil. Die enorme Informationsflut, was die Privatleben und Probleme der Ermittler*innen angeht, ebbte kaum ab. Dadurch entstanden einige Nebenhandlungen und Längen, die meinen Lesefluss und das Interesse am Fall etwas hemmten. Dadurch stockte die Spannung immer mehr bzw. kam gar nicht richtig auf Hochtouren.
Trotz alle waren die Abläufe recht realistisch und die Auflösung war zufriedenstellend. An sich ein interessanter Plot, nur die Längen und die Detailfülle haben mich gestört.