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Veröffentlicht am 05.03.2023

Die erste Liebe

Übertage
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Der Ich Erzähler Mic lebt in Essen,in der Nähe der Zeche Zollverein.Dort trifft er seine erste Liebe Luzi und verlebt ein paar Tage im Sommer,bevor sie ihn verläßt ,um in Glasgow zu studieren.Einige Jahre ...

Der Ich Erzähler Mic lebt in Essen,in der Nähe der Zeche Zollverein.Dort trifft er seine erste Liebe Luzi und verlebt ein paar Tage im Sommer,bevor sie ihn verläßt ,um in Glasgow zu studieren.Einige Jahre später wird er mit der Vergangenheit konfrontiert,wodurch sein Leben gehörig durcheinandergewirbelt wird.

Meine Meinung:

Die im Mittelpunkt stehende erste Liebe,das Erwachsenwerden ,die damit verbundenen Wünsche und Träume,hat der Autor quasi eingehüllt in die Liebe zum Ruhrgebiet und damit bei mir offene Türen eingerannt. Ich lebe auch im Ruhrgebiet und kenne die Zeche Zollverein von mehreren Besuchen,allerdings nicht aus der aktiven Zeit sondern als Industriedenkmal und Weltkulturerbe.

Das so liebevoll beschriebene „Büdchen “,war eine wichtige Anlaufstelle,nicht nur für Notkäufe ,sondern auch für wichtige und unwichtige Dinge ,die unbedingt verbreitet werden mußten.Auch wenn es heute nicht mehr diese Wichtigkeit hat, ist es aus der Region einfach nicht wegzudenken.

Die mit Leichtigkeit erzählte Geschichte, hat Höhen und Tiefen, manchmal eine gewisse Flapsigkeit ,aber auch einen ernsten Kern.Das Buch hat mich auf sehr angenehme Weise unterhalten und viele Erinnerungen geweckt.

Veröffentlicht am 02.03.2023

Abschluss der Reihe

Fine und die Zeit der Veränderung
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Inhalt:

1931:

Ulla kehrt mit ihrer Familie nach Berlin zurück.Die Zeiten sind schwierig ,die Weltwirtschaftskrise zeigt sich überall.Es wird immer schwerer die notwendige Versorgung aufrecht zu erhalten.Die ...

Inhalt:

1931:

Ulla kehrt mit ihrer Familie nach Berlin zurück.Die Zeiten sind schwierig ,die Weltwirtschaftskrise zeigt sich überall.Es wird immer schwerer die notwendige Versorgung aufrecht zu erhalten.Die politische Entwicklung geht immer mehr in Richtung Nazionalsozialismus ,in der Familie sind die Meinungen hierzu sehr konträr.Ulla engagiert sich politisch und auch ihre älteste Tochter geht begeistert zu denTreffen der Jungpioniere.Unterschwellig wächst bei Ulla die Sorge um ihre halbjüdischen Kinder.
Als die Lage immer schlechter wird ,hat sie keine andere Wahl,als ihre Kinder zu einer Pflegefamilie aufs Land zu geben. Zuerst ist es ganz schwer für die Kinder, da sie schreckliches Heimweh nach zu Hause haben.Nach und nach leben sie sich in der neuen Umgebung ein und erkennen auch die Vorteile.Sie haben eine warme Wohnung, genug zu essen und obwohl „Tante Gertrud“ ein strenges Regiment führt, steht sie den Kindern immer mit Rat und Tat zur Seite.Auch Neue Freundschaften werden geknüpft, jedoch bleibt das Heimweh nach den Eltern immer bestehen.

Meine Meinung:

Da ich die vorhergehenden Bände mit großer Begeisterung gelesen habe, konnte ich sofort wieder in die Geschichte eintauchen.Die Protagonisten, als auch die anderen Familienangehörigen wurden erneut so gut beschrieben, dass ich mich teilweise mitten in deren Leben wähnte.

Fine ,die in diesem Teil im Mittelpunkt steht, ist ein großartiges Mädchen, was man einfach gern haben muss. Sie kümmert sich in vorbildlicher Weise um die Bedürfnisse ihrer jüngeren Geschwister und unterstützt ihre Mutter sehr. Dabei versucht sie ihre eigenen Wünsche und Pläne nicht aus den Augen zu verlieren.

Ich habe das Leben der Familie gerne ein weiteres Stück mit großer Begeisterung begleitet.

Im Anhang erläutert die Autorin, warum die Familiengeschichte mit diesem Band endet und ich kann ihre Gründe dafür nachvollziehen.Ich kann das Buch für Leser mit geschichtlichen Interesse sehr empfehlen und vergebe fünf Sterne.

Veröffentlicht am 22.02.2023

Ein neues Ermittlerteam

Mostviertler Grafen
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Eigentlich sollte das Schautriften im Mendlingertal eine Veranstaltung mit einem hohen Spaßfaktor werden.Doch als zwischen den Baumstämmen die Leiche des „Schmiedepapstes“Lugbauer auftaucht,endet die Freude ...

Eigentlich sollte das Schautriften im Mendlingertal eine Veranstaltung mit einem hohen Spaßfaktor werden.Doch als zwischen den Baumstämmen die Leiche des „Schmiedepapstes“Lugbauer auftaucht,endet die Freude abrupt.Wer bringt so eine angesehene Persönlichkeit um?

Major Brandner übernimmt gemeinsam mit seiner jungen Kollegin Annika Lindner die Ermittlungen.Trotz einiger Reibereien,besonders wegen des allzu forschen Auftretens der Kollegin funktioniert die Zusammenarbeit gut.

Es gibt viele Spuren, aber erst der zweite Mord bringt die entscheidende Wende…..

Meine Meinung:

Es war für mich der zweite Krimi dieses Autors, welcher mir erneut gut gefallen hat. Die richtige Mischung zwischen Krimi,Lokalkolorit und Privatleben ist wieder gut gelungen. Auch wenn ich bei der jungen Kollegin ein paar kleine Probleme bezüglich ihrer Wortwahl hatte, räume ich dem neuen Team gute Chancen ein und hoffe in Zukunft mehr von ihnen zu erfahren.

Von mir eine Leseempfehlung und fünf Sterne.

Veröffentlicht am 19.02.2023

Neue Herausforderungen für Anna

Die Begine und die Zauberin
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Eigentlich könnte sich Anna einmal etwas Ruhe gönnen und sich auf das erwartete Baby konzentrieren.Ihrem Mann Lazarus wäre das sicher sehr recht, da er sich immer viele Sorgen um seine Frau macht und sie ...

Eigentlich könnte sich Anna einmal etwas Ruhe gönnen und sich auf das erwartete Baby konzentrieren.Ihrem Mann Lazarus wäre das sicher sehr recht, da er sich immer viele Sorgen um seine Frau macht und sie schon des Öfteren aus der ein oder anderen gefährlichen Situation retten mußte.

Als jedoch im Heilig Geist Spital,eine neue Kräuterfrau auftaucht,der magische Kräfte nachgesagt werden und gleichzeitig mehrere schwangere Frauen sterben,versucht sie natürlich der Sache auf den Grund zu gehen.

Ihr Mann Lazarus hat ebenfalls viel zu tun, da im Spital eine solche wütet, die schon mehrere Todesopfer gefordert hat.

Meine Meinung:

Ich oute mich mal als großer Fan dieser Reihe und obwohl es schon eine Zeit lang her ist, dass ich das letzte Buch gelesen habe, war ich nach ein paar Seiten wieder voll in der Geschichte drin. Die liebenswerten Protagonisten habe ich fest in mein Herz geschlossen und sie sehr gerne wieder bei ihren neuen Aufgaben begleitet.Besonders gut gefiel es mir,dass Micha,den ich bereits kannte ,eine größere Rolle spielte.

Daneben gibt es natürlich auch die unsympathischen Gegenspieler,an welchen man sich reiben kann und die zur Spannung beitrugen.

Die Autorin schafft es immer wieder, die Vergangenheit so lebendig werden zu lassen, dass man sich quasi auf einer Zeitreise befindet.Auch wenn Ich die ganze Zeit fleißig mit gerätselt habe, war ich von dem Ende doch etwas überrascht, so soll ein Krimi sein.

Ich freue mich schon auf die Fortsetzung, empfehle dieses Buch weiter und vergebe fünf Sterne.

Veröffentlicht am 16.02.2023

Tanjas Aufbruch

Desantis´ Geliebte
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Das Leben von Tanja,einer vierzigjährigen Lehrerin für Kunst und Französisch,wird auf den Kopf gestellt,als sie Mario kennenlernt. Die Gegensätze könnten nicht größer sein. Tanja ist mit dem Dozenten Philipp ...

Das Leben von Tanja,einer vierzigjährigen Lehrerin für Kunst und Französisch,wird auf den Kopf gestellt,als sie Mario kennenlernt. Die Gegensätze könnten nicht größer sein. Tanja ist mit dem Dozenten Philipp verheiratet, ihre Ehe ist nicht unglücklich, verläuft aber in festgefahrenen Bahnen.
Mario ist ein smarter,erfolgreicherGeschäftsmann,der mehrere Kinder aus verschiedenen Ehen hat und dessen Leben völlig konträr verläuft.Beide verlieben sich Hals über Kopf ineinander und Tanja verläßt ohne große Überlegungen ihr altes Leben ,um Mario nach Frankreich zu folgen.Kann so etwas gutgehen?

Meine Meinung:

Die Autorin hat mich in eine außergewöhnliche Liebesgeschichte mitgenommen,die mich schon nach wenigen Seiten völlig gefangen nahm. Ich habe Tanja auf ihrem neuen Weg begleitet,der sie in ein völlig anderes Leben katapultierte, als das, was sie bis jetzt kannte.Sie hat ihre Liebe zu Mario genossen,sich von ihm bewundern und verwöhnen lassen,dabei aber auch die Schwierigkeiten,welche der Umgang mit Marios Familie brachte,mit großer Energie gemeistert.

Ich habe die beiden Protagonisten auf unterschiedliche Weise sehr bewundert. Tanja für ihren Mut, ihr bisheriges Leben total umzukrempeln und Mario dafür, dass er trotz seines enormen Reichtums nicht die Bodenhaftung verloren hat und das Wohlergehen seiner Mitmenschen stets im Auge behielt.

Auch wenn die Geschichte zwischendurch für meinen Geschmack ein bisschen zu chaotisch wurde,hat mich das Buch sehr gut unterhalten.Außerdem hat mich das gelungene Ende für dieses kleine Manko voll entschädigt.

Von mir eine Leseempfehlung und fünf Sterne.