Nachdem Gott und die Welt die Bücher von Chris Carter so hoch gelobt haben, ließ ich mich dazu hinreißen den Kruzifix-Killer zu lesen. Als ich dann aber schon nach den ersten 100 Seiten einen Verdacht ...
Nachdem Gott und die Welt die Bücher von Chris Carter so hoch gelobt haben, ließ ich mich dazu hinreißen den Kruzifix-Killer zu lesen. Als ich dann aber schon nach den ersten 100 Seiten einen Verdacht hatte, wer der Täter sein könnte, und sich diese Vermutung dann auch immer weiter festigte und am Ende auch noch als wahr herausstellte - da war ich bitter enttäuscht. Sollte eine Krimi-Reihe, die so hoch gelobt wird, nicht auch Überraschungselemente enthalten? Sollte sie den Lese nicht fesseln und rätseln lassen? Die viel zu offentlich gestreuten Hinweise waren amateurhaft. Der Schreibstil ist okay, aber nicht herausragend. Die beiden Hauptcharakter Hunter und Garcia werden eher schlecht als recht vorgestellt, der eine ein Weiberheld und der andere ein treuer Ehemann - langweilig und klischeehaft. Gähn!
Rezension zu Sweet Nightmare von Tracy Wolff – 2 von 5 Sternen
Ich hatte mich auf Sweet Nightmare von Tracy Wolff gefreut, weil die Grundidee wirklich spannend klang: ein Wirbelsturm aus magischen Kreaturen, ...
Rezension zu Sweet Nightmare von Tracy Wolff – 2 von 5 Sternen
Ich hatte mich auf Sweet Nightmare von Tracy Wolff gefreut, weil die Grundidee wirklich spannend klang: ein Wirbelsturm aus magischen Kreaturen, dramatischen Ereignissen und einer Prise Romantik. Leider war die Umsetzung für mich alles andere als überzeugend. Während es einige positive Momente gab, überwogen die negativen Aspekte deutlich.
Fangen wir mit dem Positiven an: Die Kapitelüberschriften waren witzig und sorgten tatsächlich für den ein oder anderen Schmunzler. Außerdem fand ich die Nebenfigur Izzy herrlich erfrischend. Sie brachte mit ihrer frechen Art Leben in die Geschichte und war für mich der Hauptgrund, das Buch überhaupt zu Ende zu lesen. Ehrlich gesagt, hätte ich mir gewünscht, das Buch wäre aus ihrer Perspektive geschrieben worden – sie hatte weitaus mehr Tiefe und Charme als die Hauptcharaktere.
Und damit sind wir auch schon bei den Schwachstellen. Clementine, die Protagonistin, war für mich leider eine der unsympathischsten Hauptfiguren, die ich seit Langem gelesen habe. Ihre "Pick-me"-Energie war anstrengend, sie jammert ständig, muss andauernd gerettet werden und ist unsterblich in einen Typen verliebt, der sie pausenlos abweist. Das führt uns zu Jude, ihrem Love Interest – er war schlichtweg unsympathisch. Seine „Ich bin dein schlimmster Albtraum“-Attitüde wirkte eher lächerlich als bedrohlich, und die Dynamik zwischen den beiden hat mich mehr genervt als berührt.
Auch die Handlung war ein großes Durcheinander. Es gab viel zu viele Charaktere und noch mehr Handlungselemente, die gefühlt alle gleichzeitig passieren sollten, ohne dass irgendetwas wirklich ausgearbeitet wurde. Die Welt, in der die Geschichte spielt, wurde kaum erklärt. Warum gibt es Prinzen? Was genau sind die verschiedenen magischen Wesen und wie stehen sie zueinander? Diese Fragen blieben offen, und ohne eine klare Weltordnung fühlte sich die Geschichte wie ein chaotischer Sturm an, durch den man sich kämpfen musste.
Ein großes Problem war für mich auch die Logik der Handlung. Ein Beispiel: Remy kann das ganze Buch über keine Portale erschaffen, und dann, aus dem Nichts, macht er es plötzlich – ohne Erklärung, ohne Konsequenzen. Solche Details lassen die Geschichte unfertig und lieblos wirken. Die Action- und Kampfszenen waren ebenso enttäuschend und wirkten oft wie ein Lückenfüller. Und das Ende? Darüber fehlen mir ehrlich gesagt die Worte – es war so schlecht konstruiert, dass ich mich gefragt habe, warum ich mich überhaupt durch das Buch gequält habe.
Schade ist vor allem, dass die Grundidee so viel Potenzial hatte. Mit mehr Fokus auf die Welt, einer stärkeren Protagonistin und einer nachvollziehbareren Handlung hätte Sweet Nightmare wirklich großartig werden können. So bleibt es für mich jedoch bei einem chaotischen und unausgereiften Versuch, der mich enttäuscht zurücklässt.
Die zwei Sterne vergebe ich ausschließlich für Izzy und die unterhaltsamen Kapitelüberschriften. Leider konnte Sweet Nightmare meine Erwartungen nicht erfüllen – und ich bin mir nicht sicher, ob ich nach diesem Buch noch weitere Werke von Tracy Wolff lesen möchte.
Die Winter-Dreams-Reihe hat es mir manchmal schwer und manchmal leicht gemacht, sie zu lieben. Band 1 und 3 gefielen mir wirklich gut und ich fühlte mich toll unterhalten und konnte wunderbar in die winterliche ...
Die Winter-Dreams-Reihe hat es mir manchmal schwer und manchmal leicht gemacht, sie zu lieben. Band 1 und 3 gefielen mir wirklich gut und ich fühlte mich toll unterhalten und konnte wunderbar in die winterliche Welt von Aspen eintauchen. Band 2 und nun auch Band 4 hingegen waren leider ein echter Kampf. Da alle Bücher der Reihe für ein Romance Buch relativ lang geraten sind, hat es eine ganze Weile gedauert, bis ich es gelesen hatte. Es fehlte für mich einfach das Gewisse etwas, der Funkte, den ich doch bei Band 1 und 3 schon gespürt hatte. Diesmal gab es kein Knistern zu spüren und sowohl die Handlung als auch die Protagonisten ließen mich kalt.
Ein paar Probleme, die ich aus Band 2 bereits kannte, traten hier leider wieder auf. Zum einen neigt Ayla Dade leider zu Wortwiederholungen und in jedem ihrer Bücher gab es (mal mehr mal weniger) Worte die sich überdurchschnittlich oft nutzte, um ihre Protagonisten und deren Handeln zu beschreiben. Bestimmte Gesten oder auch Gesichtsausdrücke werden so oft genutzt, dass man darauf wunderbar ein Trinkspiel machen könnte. Und manche Szenen kommen leider nicht so rüber, wie sie wohl eigentlich gemeint sind - ganz besonders alles, was romantisch wirken soll, ist am Ende einfach... cringe? Vielleicht war es für meinen Geschmack einfach alles zu viel von allem, jedenfalls habe ich so manche Szene übersprungen, weil es mich beim Lesen absolut gegruselt hat. Zusätzlich gäbe es wieder einmal viel Umgangssprache, was teilweise etwas überhand nimmt und störend ist. Auch das ist Geschmacksache, ich hatte nur das Gefühl, diesmal ist es deutlich mehr gewesen als in den anderen Teilen.
Auch die Protagonistin war diesmal leider gar nicht mein Fall. Harper konnte absolut gar keine Sympathiepunkte bei mir sammeln und ich war teilweise absolut genervt von ihr, auch wenn man sie zu verstehen lernt. Sie hat eine sehr traurige Vergangenheit, was auch gut erklärt wird. Aber kurz nachdem ihr Traum erklärt wurde, geht sie direkt zum Telefonsex über... Das war dann doch recht extrem und auch etwas unsensibel.
Insgesamt empfand ich das Buch als okay, würde es aber nicht noch einmal lesen. Der wirre Schreibstil und die Umgangssprache haben mir gar nicht gefallen und ich war enttäuscht, dass es nach dem so guten 3. Band jetzt wieder bergab ging. Das Setting ist weiterhin ein großer Pluspunkt, aber da mich diesmal die Protagonisten und die Romantik auch nicht mitreißen konnten, ist dass hier für mich zusammen mit Band 2 einer der schlechtesten Teile der Reihe.
Seien wir mal ehrlich: Der Hauptgrund, warum ich die Winter-Dreams-Reihe von Ayla Date begonnen habe, waren die schönen Cover. Die Optik in Kombination mit einer Winter-New-Adult-Reihe machte mir in der ...
Seien wir mal ehrlich: Der Hauptgrund, warum ich die Winter-Dreams-Reihe von Ayla Date begonnen habe, waren die schönen Cover. Die Optik in Kombination mit einer Winter-New-Adult-Reihe machte mir in der kalten Jahreszeit total Lust auf eine leichte und kuschelige Liebesgeschichte. Band 1 konnte dann auch tatsächlich diese Erwartung erfüllen, auch wenn sich hier schon einige Schwächen in der Story zeigten, die leider auch in Band 2 wieder auftraten. Viele New Adult Romane neigen dazu, echte Klopper zu werden und ich vertrete die These, dass die wenigsten Geschichten dieser Art wirklich mehr als 500 Seite benötigen. Für mich liegt die perfekte Länge eines News Adult Romans bei 300-350 Seiten – alles darüber hinaus ist meistens nur unnötiger Inhalt, voller Popkultur-Referenzen und unangenehmen Humor.
Leider hatte auch „Like fire we burn“ diese unnötigen Längen, phasenweise quälte ich mich durch die Story. Es fehlte mir an Romantik und vor allem an Tempo! Manchmal geschieht ganz viel in kurzer Zeit, sodass man denkt: jetzt gehts endlich los! Dann kommt es aber wieder zu extremen Längen. Der Schreibstil ist ansonsten okay, hat mich aber sonst nicht wirklich gefesselt.
Die Handlung von Band 2 zeichnet sich aus durch viele Kommunikationsprobleme zwischen den Protagonisten, was mir meistens ein Dorn im Auge ist. Als jemand, der Probleme gerne direkt anspricht, kann ich das Schweigen von Protagonisten einfach nicht nachvollziehen, egal was als Grund dafür aufgezeigt wird. Deshalb konnte ich mich nicht wirklich gut in Wyatt und Aria hineinversetzen und schüttelte überwiegend einfach nur verständliches den Kopf beim Lesen. Der Humor in der Geschichte war leider auch nicht mein Ding, von Fürzen über Zeh-ins-Ohr-Stecken war mir das alles doch zu kindisch. Auf mich wirkten die Charakter dabei eher unsympathischer.
Das Ende war dann wie zu erwarten sehr schön, aber es fehlte mir absolut das Gewisse etwas. Ich war beinahe froh, dass es zu Ende war. Ob ich Band 3 lesen werde (erscheint im November 2022) – ich bin mir noch unsicher. Vielleicht, wenn er diesmal etwas kürzer und knackiger ist, denn ich mag die Stimmung und das Setting wirklich gerne in dieser Reihe. Der Rest macht es mir aber schwer, die Geschichte zu mögen.
Unterwasserflimmern scheint ein Roman du sein, der die Gemüter scheidet. Dessen war ich mir im voraus durchaus bewusst, denn ich habe über Social Media bereits einige gespaltene Rezensionen gelesen. Darunter ...
Unterwasserflimmern scheint ein Roman du sein, der die Gemüter scheidet. Dessen war ich mir im voraus durchaus bewusst, denn ich habe über Social Media bereits einige gespaltene Rezensionen gelesen. Darunter waren aber auch viele begeisterte Bewertungen, die in diesem Werk ihr Jahreshighlight gefunden hatten. Und somit wollte auch ich Katharina Schaller eine Chance geben, da mich das Thema und der Klappentext sehr ansprachen. Denn die Sorgen und Gedankengänge der Protagonistin kann ich durchaus sehr gut nachvollziehen. Dieses Gefühl und dieser Druck, ab einem Gewissen Alter „erwachsen“ zu werden, eine Familie zu gründen und ein Haus zu kaufen, diesen Druck fange ich mit Mitte zwanzig langsam auch an zu spüren. Und genau wie die Protagonistin ist das (noch nicht?) meine Welt. Jedoch scheint es hier so, als würde es niemals Die Welt der Protagonisten werden.
Soweit, so gut. Ich begann Unterwasserflimmern mit anfänglicher Begeisterung zu lesen und fühlte den gesamten Roman über auch ähnlich wie die Porta, konnte sie verstehen - jedoch nur bis zu einem Gewissen Punkt. Denn während ihre Gedankengänge sehr verständlich für mich waren, so waren es ihre Handlungen nicht. Ich schätze in diesem Punkt unterschiede ich mich stark von der Figur in diesem Buch, die ihre sexuellen Freiheiten auslebt, ihren Lüsten nachgeht und dadurch aber auch viele Menschen verletzt. Generell war dies ein Punkt, der mich beim Lesen wirklich extrem genervt hat: Die schiere Menge an sexuellen Momenten. Jede zweite Seite kommt es zu einer sexuellen Handlung oder zumindest sexuellen Gedanken, was mich extrem gestört hat. Es riss mich zu sehr aus dem Handlungsfluss, machte es mir schwer die Protagonistin weiter zu verstehen. Wenn das als Stilmittel gedacht war - mich hat es nur wahnsinnig gemacht.
Gleiches gilt für den Schreibstil: Die kurzen und abgehakten Sätze sind anstrengend zu lesen, es entsteht kein richtiger Lesefluss und man hoppelt von Satz zu Satz was unglaublich kräftezehrend ist. Ich mag grundsätzlich einfache Spräche sehr gerne- Hier jedoch nicht, es wirkt wie gewollt, aber nicht gekonnt. Der Schreibstil der Autorin ist zu einfach, gleichzeitig auch zu gewollt und umauthentisch. Es fehlt an Tiefe, gleichzeitig ist gibt es zu viele vulgäre Ausdrücke.
Insgesamt fand ich das Thema des Romans sehr interessant und gut gewählt, die Umsetzung ist für meinen Geschmack jedoch nicht gelungen. Obwohl das Buch recht dünn ist, musste ich mich hindurchquälen und war froh, als es dann zu Ende war.