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Veröffentlicht am 07.03.2023

Die Metamorphose eines Gesetzlosen aus Albermaine - Tritt Alwyn in die Fußstapfen von Robin Hood?

Der Paria
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Shame on me!

Bis dato hatte ich vom Autor Anthony Ryan überhaupt noch nie gehört, geschweige denn von seinen bisherigen Werken, die arg in den Himmel gelobt werden.

Bereits der kurze Teasertext wie ...

Shame on me!

Bis dato hatte ich vom Autor Anthony Ryan überhaupt noch nie gehört, geschweige denn von seinen bisherigen Werken, die arg in den Himmel gelobt werden.

Bereits der kurze Teasertext wie auch das arg düster wirkende Cover gaben für mich persönlich dann den Ausschlag, mir die Geschichte rund um den Gesetzlosen Alwyn Scribe zu gönnen.

"Der Paria - Der stählerne Bund" ist Band Nummer eins einer Trilogie.

Dreh- und Angelpunkt der Story ist der Gesetzlose Alwyn, der rückblickend seine eigene Story erzählt, so als säße man mit ihm bei einem Bier in der nächsten Dorfschänke in Albermaine.

Vom Start weg bin ich persönlich schnell in der Welt von Albermaine angekommen. Auch konnte ich den Charakter des Raubeins Alwyn ziemlich schnell greifen. Die ersten Sequenzen erinnerten mich persönlich dann stark an die Abenteuer von Robin von Locksley besser bekannt als Robin Hood, obwohl Alwyn natürlich seinen ganz eigenen Charakter hat.

Von der Hobbit-Presse, dem Klett-Cotta-Verlag hätte ich eigentlich mehr Fantasyelemente im ganzen Buch erwartet und weiß allerdings auch als Anthony Ryan-Rookie nicht, ob es vielleicht auch ein Stilmittel des Autors ist, Elemente des Fantasygenres nur ganz gezielt und nicht flächendeckend einzusetzen. Auf mich wirkt das Setting sehr an unser bekanntes Mittelalter angelehnt, in der dann die gesamte Story platziert wird. Für mich persönlich hätte der Fantasycharakter mit sehr viel mehr Elementen implementiert sein dürfen.

Nach einem fulminanten und spannenden Auftakt, bei dem ich mit den verschiedenen Charakteren schnell warm geworden bin verflachte für mich leider die Handlung dann ziemlich stark im ganzen mittleren Abschnitt, als Alwyn gefangen genommen wurde und sich in einer Erzmine wiederfand.

Zum Schluss hin baute sich dann nochmals etwas Spannung für mich auf. Ein ausgeklügelter Spannungsbogen, der vom Start weg bis zum Ende hin hält hätte mir persönlich dann sehr viel besser gefallen.

Insgesamt liest sich die Story recht kurzweilig durch den durchweg bildhaften Stil. Bei mir liefen sehr schnell die Bilder im Kopf dazu an und waren nicht mehr zu stoppen.

Für mich wirkt der komplett erste Band dann eher vielleicht wie ein Prequel zu den beiden noch folgenden Bänden. Im Band eins werden dann die verschiedenen Charakteren sehr ausführlich eingeführt und auch das Reich von Albermaine näher skizziert.

Wie ihr sicherlich merkt stehe ich der Eröffnung dieser Trilogie noch ziemlich zwiegespalten gegenüber.

Eine richtige Rakete war der Roman für mich nicht ganz gewesen, da fehlte mir dann persönlich noch sehr viel mehr Wumms (vielleicht auch der Doppel-Wumms von Olaf).

Das Buch war allerdings auch nicht so grottig, dass ich nicht gerne wissen würde, welche Wege, Irrungen und Wirrungen das Reich um Albermaine für den Gesetzlosen Alwyn zukünftig noch bereit hält und wie sich sein Charakter weiter entwickelt.

Ich glaube ganz einfach, lädt mich Alwyn auf einen erneuten leckeren Umtrunk in die Dorfschänke ein, so werde ich der Einladung auf alle Fälle nochmals Rechnung tragen und mich erneut nach Albermaine aufmachen, um den Geschichten des Paria zu lauschen.

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Veröffentlicht am 20.04.2026

Den kleinen Wundern der Natur auf der Spur

Das Jahr der Schmetterlinge
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Lea Korsgaards Roman "Das Jahr der Schmetterlinge" lässt mich persönlich ganz am Ende leider eher zwiegespalten zurück.

Korsgaard nimmt für sich eine ganz persönliche Challenge an, in einem Jahr die Schmetterlinge ...

Lea Korsgaards Roman "Das Jahr der Schmetterlinge" lässt mich persönlich ganz am Ende leider eher zwiegespalten zurück.

Korsgaard nimmt für sich eine ganz persönliche Challenge an, in einem Jahr die Schmetterlinge ihrer dänischen Heimat zu erkunden und ausfindig zu machen.

Schmetterlinge selbst sind vielleicht für viele von uns in Mysterium, denn bis sie die grazile Gestalt annehmen und umherfliegen können machen sie eine unglaubliche Metamorphose durch.

Für mich persönlich mäandert das Buch leider viel zu sehr umher, anstelle, dass hier ein klarer roter Faden geboten wird. Meine vorherigen Erwartungen wurden lediglich in den Teilen getroffen, in denen der direkte Bezug zur Natur genommen wird. Die Autorin kommt dabei dann von Höcksken auf Stöcksken und verwässert so immer wieder ein stückweit die magische Schönheit und die kleinen Wunder der Natur.

Immer wieder gibt es Exkurse in Mythologie, geschichtlich Einordnung etc., die mir dann den Lesegenuss leider etwas verhagelt haben. Hier wäre aus meiner individuellen Sicht ein klarerer Fokus auf den Naturbereich vielleicht mehr dienlich gewesen. Dadurch entwickelten sich für mich innerhalb von bestimmten Passagen dann auch gewisse Längen, die den Lesespaß leider minderten.

Alles in allem ein Buch mit unheimlich viel Potenzial, das für mich persönlich leider nicht komplett ausgeschöpft wurde.

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Veröffentlicht am 10.02.2026

Viel Licht und Schatten im neuen Kosmos-Ratgeberbuch zum Thema "Market Garden"

Gemüsepower
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Der neue Kosmos-Gartenratgeber "Gemüsepower" folgt stringent dem neuen "Insta-Design" und ist vor allem üppig und reich bebildert.

DIe Autorin Schauerhammer selbst, wie auch ihren Instakanal kannte ich ...

Der neue Kosmos-Gartenratgeber "Gemüsepower" folgt stringent dem neuen "Insta-Design" und ist vor allem üppig und reich bebildert.

DIe Autorin Schauerhammer selbst, wie auch ihren Instakanal kannte ich vor diesem Ratgeberbuch noch nicht.

Was mich ganz besonders ansprach war das Versprechen, aus minimaler Garten- bzw. Anbaufläche die maximale Ernte rauszuholen.

Kann quasi das versprochene Minimax-Prinzip im Garten dann überhaupt funktionieren?

Thematisch ist der Ratgeber nach den vier Garten-Jahreszeiten gegliedert und dort werden die jeweils wichtigsten Schritte dann näher erläutert. Ergänzt um Tabellen mit einem Erntekalender, Mischkulturen, kurze eingestreute Steckbriefe zu Beikräutern, Anbau- und Sortentipps zu bestimmten Gemüsesorten findet man hier ein richtiges Sammelsurium an praktischen Tipps und Rezepten zur Ernte-Verwertung.

Bereits bei der Einleitung im Buch bin ich dann persönlich etwas ins Grübeln gekommen, als ich las, dass Lucia einen sogenannten Dorfgarten, bestehend aus drei Gärten mit mehr als 4.500 Quadratmetern bewirtschaftet. Dem kann ich persönlich dann leider nur eine sehr viel kleinere Anbaufläche entgegen setzen. Aber davon sollte man sich vielleicht auch nicht zu sehr irritieren lassen.

Der Ratgeber selbst wirkt auf mich zwar in der Themenbreite echt ausgewogen, auch durch das integrierte Jahreszeitenkonzept. Allein die Thementiefe macht mich als Hobbygärtner dann doch etwas stutzig. Viele Themen werden leider quasi eher im Akkord nur kurz angerissen. Hier hätte ich mir sehr viel mehr Tiefe gewünscht, damit das Wissen auch bei mir richtig wurzeln kann.

Um einen ersten sehr groben Überblick zu bekommen, mag das Buch vielleicht noch ausreichend sein. Um Themen allerdings zu vertiefen reicht es mir persönlich leider nicht mehr aus. Dafür ist aus meiner persönlichen Sicht dann nochmals vertiefende Literatur notwendig.

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Veröffentlicht am 20.04.2025

Wenn Liebe Grenzen überschreitet

Lila Eule
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Cordt Schnibbens aktueller Ostwest-LSD-Beatclub-Roman "Lila Eule" kommt bereits vom äußeren Erscheinungsbild bunt und vor allem laut daher.

Mich machte ehrlich gesagt die Szenerie rund um die Wendezeit ...

Cordt Schnibbens aktueller Ostwest-LSD-Beatclub-Roman "Lila Eule" kommt bereits vom äußeren Erscheinungsbild bunt und vor allem laut daher.

Mich machte ehrlich gesagt die Szenerie rund um die Wendezeit anno 1989 mit dem Fall des antifaschistischen Schutzwalls sehr neugierig.

Angeteasert wird Schnibbens Werk als deutsch-deutsche Liebesgeschichte und skurriler Agententhriller. Am ehesten trifft es vielleicht, dass dieser Roman auch ein autobiographisches Werk sein könnte, wenn man die Vita vom Autor selbst berücksichtigt.

Meine persönlichen Erwartungen an den Roman waren insbesondere diese, dass man die damaligen Vibes spüren kann und auch mit den unterschiedlichen Handelnden klar kommt.

Der Spagat zwischen der im Buch abgehandelten grenzübergeifenden Liebesgeschichte und dem Agententhriller ist für mich deutlich zu groß gewählt. Schnibben konnte mich persönlich weder bei der Liebesgeschichte richtig abholen noch hatte ich intensive Agententhriller-Vibes gespürt.

Trotz, dass man vom Hauptcharakter Carl ziemlich viele Facetten erfährt bleibt er für mich allerdings bis ganz Schluss ein Buch mit sieben Siegeln. Wenig greif- und auch überwiegend leider wenig nachvollziehbar. Mir war sein Wirken irgendwie auch über große Teile der Story leider schlichtweg egal.

Ein wirklich mitreißender Roman steht und fällt für mich dann eben mit diesen starken Charakteren, mit denen man sich identifizieren kann. Dies fehlte mir hier leider komplett.

Auch die andauernden Zeitsprünge im Plot zwischen den 70er Jahren und der Wendezeit wurden mir dann auch mit der zunehmenden Länge der Story einfach zu viel. Die Vibes des Umbruchs anno 1989 habe ich leider überhaupt nicht richtig gespürt und genau darauf hatte ich eigentlich gewartet.

Hier wäre dann vielleicht eher weniger auch wirklich mehr gewesen. Der Roman kommt eher unkonventionell und manchmal auch sehr rotzig rüber. Eben wie das kunterbunte Cover bereits vermuten lässt. Mitunter wähnte ich mich beim Lesen auf einem LSD-Trip, bei dem man sich fragt wohin die Reise überhaupt geht. Eine rote bzw. lila Linie habe ich persönlich leider nie so richtig ausmachen können.

Schnibben präsentiert hier zwar echt ein buntes Potpourri an Eindrücken der damaligen Zeit, die sich für mich allerdings nie zu einem homogenen Bild zusammensetzen ließen.

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Veröffentlicht am 16.02.2025

Verloren im rätselhaften unterirdischen Bücherlabyrinth

Tinte, Staub und Schatten: Das Buch der Verlorenen
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Das aktuelle Kinderbuchdebüt "Tinte, Staub und Schatten - Das Buch der Verlorenen" von Alina Metz klang für mich alleine vom Teasertext und der Leseprobe her sehr spannend.

Metz große Stärke ist es, die ...

Das aktuelle Kinderbuchdebüt "Tinte, Staub und Schatten - Das Buch der Verlorenen" von Alina Metz klang für mich alleine vom Teasertext und der Leseprobe her sehr spannend.

Metz große Stärke ist es, die Lesenden direkt in das beschriebene Szenario hineinzuziehen. Ohne großes Vorgeplänkel wähnt man sich direkt an der Seite der sechzehnjährigen Minna, die "notgedrungen" in die Fußstapfen ihrer verschollenen und totgeglaubten Mutter tritt und beim kauzigen Antiquar Raban Krull eine Ausbildung zur Büchersucherin antritt.

Die verschiedenen Charakteren in der Story sind gut greifbar, auch wenn ich mir persönlich hier noch mehr Tiefe gewünscht hätte.

Die Story selbst ist vielleicht passend zum eher unübersichtlichen unterirdischen Bücherlabyrinth meiner Meinung nach eher ausbaufähig. Hier hätte ich mir persönlich zur Büchersucher-Ausbildung selbst mehr Informationen erwartet. Dazu gibt es quasi leider nahezu nichts zu lesen.

Phasenweise war für mich die Erzählung auch etwas langatmig, ohne dass man relevante Details erfahren hat. Zum Ende hin überschlagen sich dann einige Dinge und es bleiben für mich persönlich viel zu viele Fragen offen, als diejenigen, welche beantwortet werden. Dies ist vielleicht dann allerdings auch dem Tatbestand geschuldet, dass der abschließende zweite Band im Herbst 2025 erscheint.

Die verschiedenen Charakteren lassen leider eine gewisse Tiefe und auch Nähe vermissen und so bleibt immer eine gewisse Distanz zu den entsprechend Handelnden.

Für mich wirkt der erste Band der neuen Jugend-Fantasystory leider nicht ganz so ausgeklügelt wie von mir zunächst erwartet.

So ist es zwar noch ein solider Auftakt, der allerdings auch sehr klar seine Höhen und Tiefen zeigt. Ich persönlich weiß leider aktuell noch nicht, ob ich dann ein weiteres Mal mit Minna und ihren Gefährten in die Katakomben zum Bücherlabyrinth absteigen werde.

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