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Veröffentlicht am 27.04.2023

Bleibt an der Oberfläche

7 Minuten Heilsteinpower
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"7 Minuten Heilsteinpower: Atempausen für jeden Tag" von Katharina Bollack ist ein kleiner Ratgeber über die Wirkung und Benutzung einiger ausgewählter Edelsteine.
Aufgebaut ist dieses Buch wie eine Woche ...

"7 Minuten Heilsteinpower: Atempausen für jeden Tag" von Katharina Bollack ist ein kleiner Ratgeber über die Wirkung und Benutzung einiger ausgewählter Edelsteine.
Aufgebaut ist dieses Buch wie eine Woche mit den verschiedenen Wochentagen. Jedem Tag wird hier ein bestimmter Stein zugeordnet und genauer auf seine Wirkungen eingegangen.
Genauer betrachtet werden hier Selenit, Rauchquarz, Amethyst, Rosenquarz, Amazonit, schwarzer Turmalin und Citrin. Zu jedem Tag gibt es dann einige Fotos mit den Steinen, die sind sehr hübsch in Szene gesetzt und in verschiedenen Formen abgebildet. Außerdem werden hier Tipps gegeben, wie man mit den Steinen arbeiten kann, also wie man sie reinigt und wie man sein Trinkwasser damit energetisiert. Ergänzend werden auch Meditationen und Yoga-Übungen vorgestellt.
Gut gefällt mir auch, dass die Nutzung der Steine erklärt wird, beispielsweise als Schmuck am Körper oder in Nähe des Schlafbereiches. Welcher Stein für en und in welcher Lebenslage gut ist, auch darauf wird eingegangen.
Mir gefällt die übersichtliche Form, man wird nicht von der Fülle erschlagen. Auch die Fotos sind reichlich und wirken auflockernd.
Gerne hätte ich mehr zur Gewinnung der einzelnen Steine und dem Erwerb erfahren, um damit auch im Umweltsinne keinen Schaden zu verursachen. Manche Themen hätte ich gerne ausführlicher behandelt, hier muss man wissen, es ist ein erster und grober Überblick.

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Veröffentlicht am 30.03.2023

Ein Journalist auf Abwegen

Tod in Siebenbürgen
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"Tod in Siebenbürgen" von Lioba Werrelmann ist der erste Teil einer Krimi-Reihe, in der Paul Schwartzmüller ermittelt.
Paul erbt in Rumänien von seiner Tante einen Bauernhof. Er war seit Jahrzehnten nicht ...

"Tod in Siebenbürgen" von Lioba Werrelmann ist der erste Teil einer Krimi-Reihe, in der Paul Schwartzmüller ermittelt.
Paul erbt in Rumänien von seiner Tante einen Bauernhof. Er war seit Jahrzehnten nicht mehr in diesem Land, dem Land seiner Kindheit und wieviel es ihm noch bedeutet, was er alles vergessen und verdrängt hat, kommt ihm erst nach und nach zu Bewusstsein.
Sorin, sein Kindheitsfreund, begrüßt ihn herzlich und kurz danach wird schon auf dem Dracula-Schloss Bran ein unbeliebter Dorfbewohner tot aufgefunden. Sorin gilt als Hauptverdächtiger und wird verhaftet.
Paul ist Journalist und gut im ermitteln und will seinem Freund natürlich helfen, schon weil er an seine Unschuld glaubt.
Von Beginn an hat mich die Stimmung im Buch gefesselt. Diese besondere Atmosphäre in Siebenbürgen, die einzigartige Landschaft und auch dieser abgeschiedene Ort. Fast scheint hier die Zeit stillgestanden zu haben.
Dann gibt es immer wieder Erzählstränge aus einem anderen Blickwinkel, die auch ganz besonders und geheimnisvoll sind und man etwas braucht, um sie einzuordnen.
Auch die Vergangenheit, die Paul immer wieder einholt, ist sehr interessant aufgearbeitet und eingebunden. Diese Schilderungen gefallen mir sehr und vieles macht im Nachhinein dann auch Sinn.
Was mir hier nicht gefällt, ist die Figur des Paul. Für einen Journalisten gibt er sich unheimlich naiv und unbedarft, tappt von einer falle in die nächste, kriegt seine Ermittlungen nicht auf die Reihe und sein Privatleben noch weniger. Das ist schon so übertrieben, dass es unglaubhaft wirkt und viel von der schönen Atmosphäre des Buches zerstört.
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Veröffentlicht am 14.03.2023

Schlecht einzuordnen

Die schnelle und die langsame Liebe
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"Die schnelle und die langsame Liebe: Vom Scheitern und Gelingen in Paarbeziehungen" von Wolfgang Schmidbauer ist kein Beziehungsratgeber und auch kein Sachbuch über Psychologie und Kommunikation in Paarbeziehungen, ...

"Die schnelle und die langsame Liebe: Vom Scheitern und Gelingen in Paarbeziehungen" von Wolfgang Schmidbauer ist kein Beziehungsratgeber und auch kein Sachbuch über Psychologie und Kommunikation in Paarbeziehungen, wie man vielleicht meinen möchte. Es ist aber auch kein Roman, der hier eine Beziehung aufarbeitet und wertet.
Es ist eine Sammlung von Kurzgeschichten, die der Autor zu diesem Zweck ersonnen hat.
Die Problematik finde ich sehr spannend und bin auch sehr interessiert an den psychologischen Hintergründen in so manchen Alltagssituationen, Mich interessieren Hintergründe und auch praktische Beispiele.
Diese Kurzgeschichten bieten Beispiele aus dem Beziehungsleben mit Situationen, die sich auch wiederholen. Manche der Geschichten lesen sich langweilig und zäh, andere waren eine ansprechende Lektüre. Auf jeden Fall sind immer Konflikte gegeben, die es zu lösen gilt, was aber nicht immer gelingt, realistischerweise.
Was mir hier ein wenig fehlt, ist ein roter Faden, eine Hilfestellung für den Leser, etwas dass er für sich mitnehmen kann und dass sein Leben bereichert. Vielleicht habe ich aber nur nicht das nötige Fachwissen, um die eingestreuten Hinweise und Ratschläge zu verstehen.

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Veröffentlicht am 10.03.2023

Zu offenes Ende für mich

Der Strand: Vermisst
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"Der Strand-Vermisst" von Karen Sander ist der erste Teil einer Trilogie im Bereich Thriller.
Lilli Sternberg ist gehörlos und verschwindet vom Ostseestrand, wo sie mit ihrer Freundin verabredet war. Kriminalhauptkommissar ...

"Der Strand-Vermisst" von Karen Sander ist der erste Teil einer Trilogie im Bereich Thriller.
Lilli Sternberg ist gehörlos und verschwindet vom Ostseestrand, wo sie mit ihrer Freundin verabredet war. Kriminalhauptkommissar Tom Engelhardt beginnt mit seinen Leuten ziemlich schnell eine Suche nach der 19jährigen. Dabei führen alle Spuren ins Leere. Rätsel gibt ein, per WhatsApp verschicktes Foto auf, dass eine undeutbare Buchstabenkombination enthält. Helfen soll hier Kryptologin Mascha Krieger vom LKA.
Sehr schnell wird man hier in die Spannung um das Verschwinden von Lilli herein geogen, irgendwie hatte das Mädchen keine Feinde und doch ist hier was ganz verkehrt gelaufen.
Es gibt auch sehr schnell Verdächtige, irgendwie hat hier fast jeder ein Geheimnis, dass er bewahren möchte. Auch die Beziehungen zwischen den Ermittlern selber sind nicht ganz konfliktfrei.
Der Schreibstil weiß zu überzeugen, es kommt sehr schnell Spannung auf und die Geschichte hat mich auch einige Stunden sehr gut unterhalten. Der Punkt, der mich hier ärgert, ist, dass ich am Ende des Buches keinen aufgeklärten Fall vor mir habe, sondern mehr Fragen als zu Beginn.
Es ist ja gut, eine Serie zu schreiben und die Personen gründlich einzuführen, das darf auch gerne ausführlich sein, aber in dem Fall der Vermissten hätte ich jetzt gerne etwas mehr gewußt.

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Veröffentlicht am 22.02.2023

Eiskalte Atmosphäre

Das Sanatorium
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"Das Sanatorium" von Sarah Pearse ist ein Thriller, der uns mitnimmt in eine eiskalte Welt, in mehrerer Hinsicht.
Le Sommet war früher ein Sanatorium für Tuberkulosepatienten, stand jahrelang leer und ...

"Das Sanatorium" von Sarah Pearse ist ein Thriller, der uns mitnimmt in eine eiskalte Welt, in mehrerer Hinsicht.
Le Sommet war früher ein Sanatorium für Tuberkulosepatienten, stand jahrelang leer und wurde dann, unter Protesten der Bevölkerung, in ein Luxushotel verwandelt. Die Geschichte des Sanatoriums ist in vielen Belangen aber noch spürbar.
Elin Warner wird dorthin zur Verlobung ihres Bruders eingeladen und reist mit gemischten Gefühlen zusammen mit ihrem Partner an. Sie ist eigentlich bei der Polizei, aber wegen eines Vorfalls immer noch beurlaubt.
Kurz nach dem Eintreffen gibt es heftigen Schneefall, einen Sturm und durch Lawinen wird das Hotel dann total abgeriegelt und ist nicht mehr zu erreichen. Schon durch diese Vorfälle wird eine spannende und unheimliche Atmosphäre geschaffen, die noch gesteigert wird, als die Verlobte dann auch nicht mehr auffindbar ist.
Ein unheimlicher Mord geschieht, das Opfer wird auf bestimmte Art zur Schau gestellt und man kann niemanden zu Hilfe holen. Da Elin ja Polizistin ist, beginnt sie zu ermitteln, steckt aber irgendwie selber viel zu tief im Geschehen mit drin.
Die Figuren werden nach und nach immer verdächtiger, Elin selber ist sehr sprunghaft in ihren Vermutungen, manch ein Ablauf ist in meinen Augen überhaupt nicht nachvollziehbar.
Was hier richtig gut ist, ist der Ort des Geschehens, sehr atmosphärisch geschildert und die Idee mit dem ehemaligen Sanatorium fand ich auch absolut spannend. Mit der Protagonistin konnte ich allerdings nicht richtig warm werden, ich kann viele ihrer Gedanken und Handlungen nicht nachvollziehen. Die Auflösung der Geschichte ist dann zwar spannend, wirkt für mich aber etwas aufgesetzt.
Ein spannender, nicht perfekter Thriller, der seine Längen hat, aber auch richtig gute Szenen!

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