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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.07.2023

Leichter Sommerroman

Sommertage im Quartier Latin
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„Sommertage im Quartier Latin“ von Lily Martin ist eine locker leichte, charmante Sommerlektüre. Die Autorin versteht es, den französischen Flair einzufangen und die Leser mit bildhaften Beschreibungen ...

„Sommertage im Quartier Latin“ von Lily Martin ist eine locker leichte, charmante Sommerlektüre. Die Autorin versteht es, den französischen Flair einzufangen und die Leser mit bildhaften Beschreibungen in die Straßen des Quartier Latin zu versetzen. So stelle ich mir Frankreich vor!

Die Geschichte dreht sich um Lola, die in ihre Heimatstadt zurückkehrt, um nach ihrer verschwundenen Großmutter zu suchen. Dabei trifft sie auf viele alte Bekannte und ihre Jugendliebe, Fabien. Die Liebesgeschichte zwischen Lola und Fabien steht im Mittelpunkt der Geschichte, nicht, wie angenommen, das Verschwinden der Großmutter.

Die Geschichte wird abwechselnd aus den Perspektiven von Fabien und Lola erzählt, was einen umfassenden Einblick in ihre Gedankenwelt ermöglicht.

Besonders gut gefällt mir die atmosphärische Beschreibung der Schauplätze. Die Autorin vermittelt das Gefühl, als würde man selbst an einem Tisch im Café sitzen oder durch Straßen der Stadt flanieren.

Was mir allerdings fehlt, ist irgendeine Art von Spannung. Der Roman plätschert so dahin und weckt in mir nicht das Bedürfnis, das Buch um Stück zu verschlingen. Der Schreibstil, insbesondere die liebevoll gestalteten Charaktere und die Atmosphäre, haben mich dennoch zur Vergabe von 4 statt 3 Sternen bewogen.

Für mich ein wenig zu leicht, um spannend zu sein, und zu viel Lovestory statt abenteuerlicher Suche nach der Großmutter.

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Veröffentlicht am 12.06.2023

Traumhafte Sommerlektüre

Wo du mich findest
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In „Wo du mich findest“ begleiten wir Sophie auf ihrem Weg zu einem Neuanfang, zurück zu sich selbst, nach schweren Verlusten in ihrem Leben. Die Geschichte beginnt mit einem kurzen Aufenthalt auf Rügen, ...

In „Wo du mich findest“ begleiten wir Sophie auf ihrem Weg zu einem Neuanfang, zurück zu sich selbst, nach schweren Verlusten in ihrem Leben. Die Geschichte beginnt mit einem kurzen Aufenthalt auf Rügen, wo Sophie eine zufällige Begegnung mit einem Mann hat, der fortan ihre Träume – bei Tag und bei Nacht – beherrscht. Sophie projiziert ihre unerfüllten Sehnsüchte auf diesen Traum-Mann, während in der Realität ihre Ehe zerbricht. Sie beschließt, den Unbekannten auf Rügen zu suchen.

Man taucht mit Anne Barns’ nicht nur in die Ostsee ein, sondern auch in Sophies Gedankenwelt und Träume. Man erlebt mit, wie sie trotz Trauer zurück ins Leben und zu sich selbst findet. Besonders die charmante Vermieterin Marlene und die netten Einwohner der Küste tragen zu einer Wohlfühlatmosphäre beim Lesen bei.

„Wo du mich findest“ ist eine angenehme Lektüre für den Urlaub, die zum Entspannen und Abschalten einlädt. Das Buch habe ich – sehr passend – an der Ostsee gelesen. Die Beschreibungen von Rügen und der Küstenlandschaft sind malerisch und beim Blick aus dem Fenster sehe ich, was Anne schreibt. Wundervoll!

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Veröffentlicht am 09.05.2023

Liebe, Leben, Krieg

Mit dem Mut zur Liebe
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„Mit dem Mut zur Liebe“ von Hera Lind ist eine Geschichte, die auf wahren Begebenheiten beruht. Die Autorin schafft es, mich durch ihre Schilderungen in die Geschichte hineinzuziehen und das historische ...

„Mit dem Mut zur Liebe“ von Hera Lind ist eine Geschichte, die auf wahren Begebenheiten beruht. Die Autorin schafft es, mich durch ihre Schilderungen in die Geschichte hineinzuziehen und das historische Setting sehr authentisch darzustellen.

Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, lebendig und realistisch. Durch die Ich-Perspektive von Dieter, kurz Dieto genannt, habe ich Einblick in seine Gedanken und kann so seine Handlungen gut nachvollziehen.
Die Liebesgeschichte zwischen Dieto und Johanna ist auf jeden Fall Roman-tauglich. Gemeinsam kämpfen sie unermüdlich für ihre gemeinsame Zukunft.

Die Geschichte startet mit einem Bombenangriff. Und auch gut ein Drittel der weiteren Lektüre beschreibt, teils sehr detailliert, Kriegsszenen. Für mich persönlich etwas zu viel.

Das ist aber der einzige „große“ Kritikpunkt. Insgesamt ist das Buch spannend und mit viel Emotion geschrieben. Mir gefällt die Mischung aus Liebes- und Lebensgeschichte mit historischem Setting wirklich gut. Auch das Nachwort von Dieto ist sehr berührend und ein toller Abschluss.

Insgesamt also eine Empfehlung von mir, wenn man ein flüssig geschriebenes Buch über Liebe, Leben und Krieg lesen möchte.

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Veröffentlicht am 20.03.2023

Bewegender Roman

Der Ruf des Eisvogels
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Das Cover ist wunderschön und auch der Titel sehr ansprechend. Das bewog mich dazu, dem Titel eine Chance zu geben :)

Der Ruf des Eisvogels von Anne Prettin handelt von Olga, einer Frauenärztin, die nach ...

Das Cover ist wunderschön und auch der Titel sehr ansprechend. Das bewog mich dazu, dem Titel eine Chance zu geben :)

Der Ruf des Eisvogels von Anne Prettin handelt von Olga, einer Frauenärztin, die nach 50 Jahren mit Tochter und Enkelin unfreiwillig in ihren Heimatort in der Uckermark zurückkehrt. Von dieser ungeplanten Rückkehr ist Olga nämlich gar nicht begeistert.

Die Geschichte erzählt von Olgas Leben, ihren persönlichen Erfahrungen und Geheimnissen, die während ihrer Rückkehr Stück-für-Stück aufgedeckt werden. Es geht um Liebe, Verlust, Krieg, Flucht und Familie.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm, detailreich. Die Zeitsprünge in der Geschichte sind jedoch manchmal etwas verwirrend.

Die Autorin schafft es, Bilder im Kopf zu zeichnen, und Gefühle zu wecken, die auch nach dem Lesen noch nachwirken.

Insgesamt hat mir der Roman sehr gut gefallen und ich gebe dafür eine Leseempfehlung ab.

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Veröffentlicht am 16.03.2023

Tödliche Träume

Die marmornen Träume
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"Die marmornen Träume" von Jean Christoph Grangé ist der erste Thriller, den ich seit Jahren gelesen habe. Mich hat weniger das Cover oder die Story um den Mörder angesprochen, sondern das Thema Traum ...

"Die marmornen Träume" von Jean Christoph Grangé ist der erste Thriller, den ich seit Jahren gelesen habe. Mich hat weniger das Cover oder die Story um den Mörder angesprochen, sondern das Thema Traum und Traumdeuten in diesem Kontext.

Der Thriller spielt zur Nazizeit in Berlin. Das Buch fängt direkt interessant an, in der Praxis von Simon Kraus, dem Psychoanalytiker. Erst im weiteren Verlauf lernt man auch die anderen Haupt-Charaktere, die Psychiaterin Minna von Hassel, und den SS-Offizier Franz Beewen. Die Charaktere haben mir alle sehr gut gefallen. Keiner von ihnen scheint ein klassischer Held, mit offensichtlich dunklen Seiten. Und doch werden sie das im Laufe der Geschichte, auf eine gewisse Art und Weise. Denn die Mordfälle lassen keinen von ihnen los, bis sie die ganze Wahrheit über die Hintergründe der Taten erfahren.

Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen. Ab und an war es für mich zugegebenermaßen nah an „zu viel“. Zu grausam. Nichts für sensible Personen. Abgesehen davon war es für mich zeitweise etwas langatmig.

Würde ich das Buch empfehlen? Ja! Denn im Laufe der Geschichte gibt es viele unerwartete Wendungen und das Ende – da kommt man einfach nicht von selbst drauf! :)

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