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Veröffentlicht am 17.03.2023

Reality-Show extrem – wenn zwei Killer miteinander spielen

Die Stimme der Lüge
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Mit „Die Stimme der Lüge“ ist der 4. Band der Ackerman-Shirazi-Reihe erschienen. Ungewöhnliche Gegner, brutale Zweikämpfe, Intrigen und ungewöhnliche Schauplätze erwarten den Leser.

** keine Spoiler enthalten ...

Mit „Die Stimme der Lüge“ ist der 4. Band der Ackerman-Shirazi-Reihe erschienen. Ungewöhnliche Gegner, brutale Zweikämpfe, Intrigen und ungewöhnliche Schauplätze erwarten den Leser.

** keine Spoiler enthalten **

Um was geht es?
Francis Ackerman Jr. wurde von seinem großen Gegenspieler Demon gefangen genommen und soll nun an einem Spiel auf Leben und Tod teilnehmen, das live im Darknet übertragen wird. Was die Zuschauer hier zu sehen bekommen, ist nichts für schwache Nerven. Ungewöhnliche Schauplätze, bizarre mit Drogen vollgepumpte Gegner und mittendrin Francis Ackerman Jr., der um sein Leben und das Leben einer Gruppe Zivilisten kämpft. Sein Bruder Marcus und seine Partnerin Nadia Shirazi setzen alles daran, Francis möglichst schnell zu finden. Aber wird es ihnen gelingen? Wird Ackerman und die Gruppe Zivilisten überleben? Pure Spannung.

Francis Ackerman Jr. ist ein ganz ungewöhnlicher Protagonist, der selbst aus ausweglosen Situationen stets eine Lösung findet und teilweise extrem brutal agiert – gefühllos und gewissenlos. Gesundheitlich angeschlagen zeigt er aber auch hier und da eine kleine für ihn ungewöhnliche Schwäche, was die Spannung nur noch mehr erhöht. Die Gruppe Zivilisten ist bunt gemischt. Aber auch sie verbergen das eine oder andere überraschende Geheimnis, dem der Leser nach und nach auf die Schliche kommt. Demon, der große Gegenspieler, scheint nicht nur unbegrenzte Kapazitäten an Material und „Monstern“ zur Verfügung zu haben, er setzt diese auch skrupellos für seine Zwecke ein. Was das für Zwecke sind, sei an dieser Stelle nicht verraten. Aber auch hier hat sich Ethan Cross etwas Besonderes überlegt. Eine Sache hat mich allerdings gewundert: Obwohl es sich um die Ackerman-Shirazi-Reihe handelt, kommt Nadia Shirazi vergleichsweise wenig vor, sodass sie bei mir wenig Eindruck hinterlassen hat.

Die Geschichte ist unglaublich mitreißend geschrieben, aber nichts für schwache Nerven. Kämpfe werden brutal geschildert und auch eine kleine Szene wie aus einem Splattermovie ist enthalten. Ethan Cross schafft es durch seine beschreibende Art, im Kopf des Lesers einen actionreichen, brutalen Film ablaufen zu lassen. Kopfkino at its best.

Ich selbst kannte die drei Vorgängerbände nicht, konnte aber der Handlung trotzdem sehr gut folgen und habe auch schnell begriffen, warum die Personen so agieren, wie sie agieren. Trotz allem würde ich Euch persönlich empfehlen, zuerst die drei Vorgängerbände zu lesen. Ich werde das noch nachholen, aber im Nachgang habe ich mir sicher schon die eine oder andere Spannung genommen.

Fazit:
Wer gerne ein spannungsgeladenes Buch liest, vor psychopathischen Hauptcharakteren nicht zurückschreckt und sich von brutalen Schilderungen nicht abschrecken lässt, wird hier aufregende Lesestunden erleben. Auch wenn „Die Stimme der Lüge“ gut lesbar ist ohne die Vorgängerbände aus der Ackerman-Shirazi-Reihe zu kennen, empfehle ich aus eigener Erfahrung, doch erst Band 1 – 3 zu lesen, bevor man sich in dieses spannende Buch stürzt.

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Veröffentlicht am 15.02.2023

Ein tragischer Thriller, der das Herz berührt

Das makellose Mädchen
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Lisa Unger inszeniert in ihrem Thriller ein tödliches Katz-und-Maus-Spiel bei dem nichts so ist, wie es auf den ersten Blick scheint. Spannung ist garantiert.

Um was geht es?
Die junge Autorin Wren Greenwood ...

Lisa Unger inszeniert in ihrem Thriller ein tödliches Katz-und-Maus-Spiel bei dem nichts so ist, wie es auf den ersten Blick scheint. Spannung ist garantiert.

Um was geht es?
Die junge Autorin Wren Greenwood ist auf der Suche nach der Liebe. Über die Dating-App Torch lernt sie Adam kennen, einen Mann, der mit seiner besonderen und geheimnisvollen Art ihr Herz im Sturm erobert. Doch plötzlich verschwindet er spurlos, seine Onlineprofile sind gelöscht. Was für ein dunkles Geheimnis verbirgt Adam? Plötzlich steht der Privatdetektiv Bailey vor Wrens Tür und eröffnet ihr, dass mehrere junge Frauen nach Dates mit Adam spurlos verschwunden sind. Was hat es damit auf sich? Wren begibt sich ungeachtet der Gefahren auf die Suche nach Adam und muss sich gleichzeitig ihrer eigenen traumatischen Vergangenheit stellen.

Mit „Das makellose Mädchen“ nimmt Lisa Unger den Leser mit auf mehrere Reisen: die Suche nach Adam, das Rätsel um die verschwundenen Frauen, die Reise in Wrens Vergangenheit, die Enthüllung von dunklen Geheimnissen, die besser verborgen geblieben wären. Wren Greenwood, die Protagonistin, ist so liebevoll dargestellt und ihre Gefühlswelt so realistisch und nachvollziehbar gezeichnet, dass man sich mit ihr auf eine emotionale Achterbahnfahrt begibt – mit ihr leidet, lacht, hofft und ihr einfach nur ein happy end wünscht. Aber man möchte sie auch so manches mal schütteln und schreien: Warum machst Du das! Das ist sicher auch der Grund, warum man einfach immer weiterlesen muss und die ganze Geschichte rund um Wren und Adam sowie die verschwundenen Frauen enthüllen möchte.

Der Roman weist einen sehr besonderen Schreibstil auf, an den man sich als Leser zuerst gewöhnen muss. Er ist in Teilen sehr artsy, fast ein wenig langatmig und die Erzählperspektive besonders. Leider ist es mir während des gesamten Buches nicht gelungen, mich mit dem Schreibstil anzufreunden, sodass das Lesen doch sehr anstrengend für mich war. Wer diesen Schreibstil allerdings mag und damit gut zurechtkommt, wird eine ganz besondere Perle unter den vielen Büchern, die veröffentlicht werden, zu lesen bekommen.

Fazit:
Eine atemberaubende Story mit einer tollen Protagonistin, mit der man einfach mitfühlen muss. Einen Stern Abzug für den besonderen Schreibstil, an den ich mich persönlich nicht gewöhnen konnte. Deswegen empfehle ich allen Krimi- und Thrillerfans da draußen, erst eine Leseprobe zu lesen. Falls Ihr mit der „Schreibe“ gut zurechtkommt, erwarten Euch viele Stunden Lesespannung bei der einen oder anderen überraschenden Wendung.

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Veröffentlicht am 16.12.2022

Krimispannung à la Agatha Christie

Die Dreitagemordgesellschaft
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Ein Toter in der Bibliothek! Das ist der fulminante Auftakt zu „Die Dreitagemordgesellschaft“ von Colleen Cambridge, ein klassischer Who-done-it-Krimi im Stil von Agatha Christie 😊

Doch um was geht es ...

Ein Toter in der Bibliothek! Das ist der fulminante Auftakt zu „Die Dreitagemordgesellschaft“ von Colleen Cambridge, ein klassischer Who-done-it-Krimi im Stil von Agatha Christie 😊

Doch um was geht es in diesem Krimi genau?
In Mallowan Hall, dem herrschaftlichen Sitz von Max Mallowan und seiner Frau Agatha Christie Mallowan wird ein Toter in der Bibliothek entdeckt. Erstochen mit einem Füllfederhalter! Phyllida Bright, die Haushälterin der Mallowans, die diese für sie gar nicht so schockierende, Entdeckung der Leiche gemacht hat, stellt schnell fest, dass die Polizei unbedingt ihre Hilfe bei den Ermittlungen benötigt. Denn es gibt jede Menge Verdächtige, beherbergen die Mallowans doch Gäste. Doch wer von ihnen ist der Mörder und vor allem warum? Nach bester Agatha Christie Manier ermittelt ihre Haushälterin Phyllida Bright, verfolgt ihre eigenen Spuren, befragt das Personal und strengt ihre kleinen grauen Zellen an, um den Mörder zu finden.

Die Protagonist Phyllida Bright ist ein herrlicher Charakter, unkonventionell, nicht auf den Mund gefallen und selbstbewusst ermittelt sie sich durch den Fall. Da dürfen auch die kleinen, aber feinen Wortgefechte mit dem Butler Mr Dobble und dem neuen Chauffeur Mr Bradford nicht fehlen, die den Leser zum Schmunzeln bringen. Ebenso wie die eine oder andere unangenehme Situation, in die sich Phyllida reinmanövriert, aber die sie auch bravourös und charmant löst. Und dann sind da noch die Gespräche mit ihrer alten Freundin und gefeierten Krimiautorin Agatha Christie, die den Mord in ihrer Bibliothek gleich als Idee für einen neuen Roman notiert.

Das Buch selbst liest sich wie ein klassischer Who-done-it-Krimi à la Agatha Christie. Es werden viele Details geschildert und Befragungen wiedergegeben, sodass der Leser beim Miträtseln voll auf seine Kosten kommt. Zwar hat das Buch an der einen oder anderen Stelle einige Längen, aber meistens ist es sehr spannend und regt zum schnellen Weiterlesen an. Auch das Ende hält noch die eine oder andere Überraschung für den Leser bereit. Genau das, was man sich bei einem Krimi wünscht!

Fazit:
Wer schon immer wissen wollte, woher Agatha Christie ihre Idee zum „Toten in der Bibliothek“ hatte 😉, klassische Who-done-it-Geschichten liebt, nette verschrobene Charaktere schätzt und das gute alte England mag, wird diesen Krimi lieben. Und der Nachfolger ist schon in Planung. Phyllida Bright ermittelt weiter!

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Veröffentlicht am 26.11.2022

Spionage-Krimi der Extraklasse – topaktuell

EAST. Welt ohne Seele
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Grandioser Auftakt der EAST-Trilogie. Jens Henrik Jensen entführt uns in eine Welt voller Spionage, Ost-West-Konflikten und Korruption. Ein Thema, das gerade heutzutage wieder so aktuell wie lange nicht ...

Grandioser Auftakt der EAST-Trilogie. Jens Henrik Jensen entführt uns in eine Welt voller Spionage, Ost-West-Konflikten und Korruption. Ein Thema, das gerade heutzutage wieder so aktuell wie lange nicht mehr ist.

Jan Jordi Kazanski, der einsame Wanderer auf dem Cover, ist kaltgestellter Agent der CIA, depressiv, dem Alkohol sehr zugetan und nicht darum bemüht seinen Kollegen oder Chefs in irgendeiner Form zu gefallen. Doch er ist brillant und erhält deswegen, trotz seiner negativen psychologischen Bewertung, eine letzte Chance – er muss in Krakau „die Witwe“ finden und ihr ein paar Fragen stellen. „Die Witwe“ eine ehemals wichtige Informantin der CIA, hat die Organisation um Hilfe gebeten und ist nun seit einiger Zeit komplett abgetaucht. Was zunächst nach einem einfachen Job klingt, bekommt bald eine bittere Note, denn Kazanski entkommt nur knapp einem Mordanschlag. Und welche Rolle spielt die mysteriöse Xenia Pizlo Larsen, die bei ihm im Hotel wohnt? Kazanski gräbt immer tiefer, um dem Geheimnis um „die Witwe“ auf die Spur zu kommen.

Das Buch rund um Jan Jordi Kazanski und „die Witwe“ hat alles, was ein Leser von Spionage-Krimis sich wünschen kann: Ost-West-Konflikt, mehrere konkurrierende Geheimdienste, Verbrecherorganisationen und eine Welt am Abgrund. Der spannungsgeladene, aber auch witzig-bissige Schreibstil passt zu der actionreichen Geschichte und dem ungewöhnlichen Agenten in der Hauptrolle. Auch wenn das Konzept des depressiven Ermittlers mit Alkoholproblemen nichts Neues ist, so ist einem Jan Kazanski mit seiner bissig-sarkastischen Art gegenüber der Obrigkeit und eigentlich der ganzen Welt sofort sehr sympathisch. Xenia Pizlo Larsen ist die charmante, höfliche Komponente des ungleichen, aus einem Zufall heraus entstandenen Agenten-Duos. Sie verfolgt ihre eigenen Ziele. Und dann ist da noch die Vielzahl an erfolgreichen und weniger erfolgreichen Gegenspieler, insbesondere „die Witwe“ als Kopf einer gigantischen Verbrecherorganisation.

Jens Henrik Jensen hat den Auftakt dieser Trilogie bereits 1997 geschrieben als Polit-Thriller und Spionage-Geschichten Trend waren. Endlich – 25 Jahre später – wurde die EAST-Trilogie auch in Deutsch übersetzt. „Welt ohne Seele“ bildet den Auftakt, gefolgt von „Auf tiefem Grund“ (August 2023) und „Jagd im Zwielicht“ (November 2023). Die Geschichte hat nichts von Ihrer Spannung eingebüßt und ist aufgrund der derzeitigen politischen Situation wieder topaktuell.

Fazit:
Das Buch bietet Fans von Polit-Thrillern, Spionage-Geschichten und allen Freunden der Spannungsliteratur, die gerne mal eine Abwechslung zu den üblichen Krimis und Thrillern suchen, viele spannende Lesestunden in einem Umfeld, das wieder zum aktuellen Zeitgeschehen passt. Ein actionreicher Roman, spannungsgeladen und dabei sarkastisch-bissig, der einfach Lust auf mehr EAST macht! Ich freue mich schon sehr auf Band 2 und 3 der Trilogie.

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Veröffentlicht am 22.11.2022

Grandioses Ende der „Unsichtbare Bibliothek“-Reihe

Das verbotene Kapitel
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„Das verbotene Kapitel“ ist das fulminante Finale der Buchreihe von Genevieve Cogman rund um die unsichtbare Bibliothek und ihrer Agentin Irene Winters.

Irene Winters reist als Diplomatin für die Bibliothek ...

„Das verbotene Kapitel“ ist das fulminante Finale der Buchreihe von Genevieve Cogman rund um die unsichtbare Bibliothek und ihrer Agentin Irene Winters.

Irene Winters reist als Diplomatin für die Bibliothek zur Aushandlung eines Friedensvertrages zu den Elfen. Dort erhält sie von einem Boten einen Brief ihres Vaters Alberich, ehemaliger Bibliothekar und in Ungnade gefallener Gegner der Bibliothek. Ganze Welten verschwinden und Irene macht sich gemeinsam mit ihren Freunden Kai, Vale und Catherine daran, das Rätsel um die verlorenen Welten zu lösen, gegen den Widersacher Alberich zu kämpfen und die letzten Geheimnisse der Bibliothek und ihrer Herkunft zu ergründen.

In flottem, leicht lesbaren Schreibstil schafft es Genevieve Cogman den Leser in die Fantasiewelt der unsichtbaren Bibliothek zu entführen und ihn in einer spannenden Story gefangen zu nehmen. Zahlreiche unerwartete Wendungen, atemberaubende Kämpfe und interessante, liebevoll gezeichnete Haupt- und Nebenfiguren machen das Buch zu einem großen Lesevergnügen.

Die Protagonistin Irene Winters schließt man als Leser sofort ins Herz. Immer wieder gerät sie ohne ihr Zutun in scheinbar ausweglose Situationen. Doch immer fällt ihr eine Lösung ein – und wenn diese noch so abwegig ist und dem Leser ein Schmunzeln ins Gesicht zaubert. Und auch ihre Freunde, der Drache Kai, der Detektiv Vale (Sherlock Holmes lässt grüßen) und die Elfe Catherine, sind starke, ungewöhnliche Charaktere mit eigenen Problemen, die immer wieder neue Aspekte und Wendungen in die Geschichte bringen. Es macht Spaß zu sehen, wie die vier Hauptpersonen und ihre Beziehungen untereinander sich entwickeln, trotz all der Probleme, die daraus resultieren, dass sie unterschiedlichen Welten entstammen.

Bei dem Buch „Das verbotene Kapitel“ handelt es sich
um den achten und letzten Band der Reihe. Die Bücher sind unabhängig voneinander lesbar. Ich kannte tatsächlich die ersten sieben Bände nicht, konnte aber aufgrund der kurzen Wiederholungen aus den Vorgängerbänden der Story sehr gut folgen.

Das „Vorfinale“ der Geschichte in Finnland war für mich persönlich spannender als das eigentliche Finale des Buches. An der einen oder anderen Stelle war das abschließende Finale etwas verwirrend für mich, und ich hätte auf die eine oder andere überraschende Wendung verzichten können. Vielleicht ist dies aber auch dem geschuldet, dass ich die Bände 1 – 7 nicht kannte.

Fazit:
Alles in allem habe ich viele schöne Lesestunden mit Irene Winters und der unsichtbaren Bibliothek verbracht. Ich kann dieses Buch jedem Fan von Fantasy-Literatur à la Harry Potter empfehlen sowie Fans von Drachen und Elfen.

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