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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.03.2023

Ein märchenhaft schönes Buch!

Das Mädchen, das mit Bäumen sprach
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Da ich die Bücher von der Natasha Farrant immer sehr gerne lese, war meine Neugierde umgehend geweckt, als ich von ihrem neuen Titel „Das Mädchen, das mit Bäumen sprach“ hörte. Bei einem Blick auf das ...

Da ich die Bücher von der Natasha Farrant immer sehr gerne lese, war meine Neugierde umgehend geweckt, als ich von ihrem neuen Titel „Das Mädchen, das mit Bäumen sprach“ hörte. Bei einem Blick auf das Cover war es sofort um mich geschehen und der Klappentext klang nach einer total schönen Story. Ich ließ das Buch daher nur zu gerne bei mir einziehen.

Die zurückhaltende Olivia lebt gemeinsam mit ihrer Familie auf einem Haus auf dem Land lebt, umgeben von einem großen herrlichen Garten, den das Mädchen über alles liebt. Besonders gerne mag sie die alte Eiche, die ihre beste Freundin ist und der sie all ihre Sorgen und Wünsche anvertrauen kann. Als der Vater ihr eines Tages eröffnet, dass er ihre geliebte Eiche für ein Bauprojekt fällen will, ist Olivia entsetzt. Für sie steht sofort fest, dass sie das Vorhaben ihres Vaters verhindern muss. Nachdem sie ihrer Freundin das Versprechen gegeben hat, sie und die anderen Bäume zu beschützen, passiert etwas Unglaubliches: Sie kann auf einmal mit den Bäumen sprechen. Ihren Rufen folgend begibt sich das Mädchen auf eine magische Reise, voller Wunder und märchenhafter Geschichten. Ob es Olivia wohl rechtzeitig gelingen wird, die Bäume zu retten?

Als mich mein Exemplar erreichte und ich einen Blick in das Innenleben warf, gab es für mich erst einmal eine freudige Überraschung. Keine Ahnung warum, aber irgendwie war mir das gar nicht so klar, dass das Buch so reich und wundervoll illustriert ist.
Sämtliche Kapitel sind mit zahlreichen farbenfrohen, naturverliebten Aquarell-Zeichnungen bestückt, die zum Hineinträumen und langen Verweilen einladen und die den besonderen magischen Zauber des Textes perfekt untermalen. Jede der sieben Erzählungen, in deren Genuss wir hier kommen, wird zudem von einer aufwendig gestalteten Doppelseite eingeleitet, auf der uns mit vielen interessanten Fakten die jeweilige Baumart vorgestellt wird, die uns das darauf folgende Märchen erzählt.
Toll ist auch die Vielfalt, die ganz selbstverständlich abgebildet wird und die mit unserer dunkelhäutigen und Brille tragenden Protagonistin Olivia auch im Cover zu finden ist. Das Buch ist einfach mit so viel Liebe zum Detail aufgemacht und da es auf wirklich jeder Seite etwas zu entdecken gibt, möchte man es am liebsten immer wieder in die Hand nehmen, um darin zu blättern und zu versinken.

Genauso liebevoll und atmosphärisch wie Lydia Corrys Bilder ist auch der Text von Natasha Farrant. Auch ihren Worten gelingt es auf eine wunderbare Art und Weise, dass man sich als Leserin voll und ganz zwischen den Zeilen verlieren kann und sich vom ersten Moment an wohlfühlt. Und da die Story, mit ihrer gelungenen Mischung aus Rahmenhandlung und kleineren Erzählungen, gleichermaßen unterhaltsam, fantasievoll und informativ ist, ist das Leseerlebnis ein überaus abwechslungsreiches und bereicherndes.

In meinen Augen hat es Natasha Farrant gekonnt geschafft, wichtige Botschaften und Themen kindgerecht und spannend zu verpacken. Als Leser
in begleitet man die 11-jährige Olivia auf ihrer Reise durch die wundersame Welt der Bäume und lernt dabei lauter verschiedene Baumarten kennen, die alle ein Märchen zu erzählen haben. Märchen, die in längst vergangenen Zeiten spielen und von Begegnungen zwischen den Menschen und der Natur berichten. Die von Abenteuerlust, Musik, Freiheit, Respekt und Hoffnung handeln und eine Menge über Flora und Fauna lehren. Sie zeigen uns, wie wertvoll Bäume sind und wie sehr wir sie brauchen. Wie wichtig es ist unsere Natur zu achten, sie zu pflegen und zu beschützen.
Also ich bin richtig begeistert davon, wie viel Wissenswertes über Bäume einem hier vermittelt wird und auf was für eine schöne Weise die Geschichte zu einem achtsamen und nachhaltigen Umgang mit der Natur anregt. Auch ich, als Erwachsene, habe eine Menge Neues dazugelernt und viel aus diesem Buch mitnehmen können.

Sehr gut gefallen hat mir auch unsere sympathische Hauptfigur und die Entwicklung, die sie durchmachen wird. Ihr Abenteuer wird die schüchterne Olivia über sich hinauswachsen lassen, sie wird an Mut und Selbstbewusstsein gewinnen und lernen für sich selbst und das, was sie liebt, einzustehen. Olivia ist einfach ein bezauberndes Mädchen, ich habe sie sofort in mein Herz geschlossen.

Zum Vorlesen für Kinder ab 6 Jahren ist das Buch in meinen Augen ideal geeignet. Dank der unterschiedlichen Märchen lässt es sich prima in Abschnitte einteilen und ohne Einstiegsprobleme stückweise lesen. Zum Selberschmökern sollte man schon geübter im Lesen sein, da würde ich persönlich es ab etwa 9 Jahren empfehlen. Für Erwachsene ist die Geschichte aber auch vollkommen lesenswert. „Das Mädchen, das mit Bäumen sprach“ ist definitiv ein Werk für jedermann, ganz egal ob Groß oder Klein.

Fazit: Mit „Das Mädchen, das mit Bäumen sprach“ bescheren uns Natasha Farrant und Lydia Corry ein neues zauberhaftes poetisches Vorlesebuch, voller Magie und Fantasie und mit vielen bunten detailverliebten Illustrationen. Ich kann das Buch jedem nur ans Herz legen. Es erzählt eine märchenhafte, berührende und lehrreiche Geschichte über die Bedeutung und Schönheit der Natur und die Liebe zu Bäumen. Es ist eine Hommage an unsere Baumwelt und verzaubert Jung und Alt von der ersten bis zur letzten Seite. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 23.03.2023

Eine märchenhaft schöne Geschichte voller Fantasie und Abenteuer!

Zara Zylinder - Die sagenhafte Reise durch das Jemandsland
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Was war meine Freude groß als ich hörte, dass es dieses Jahr mit der „Minna Melone“ – Reihe weitergehen wird! Den ersten Band habe ich richtig geliebt. Die Fortsetzung musste ich daher natürlich unbedingt ...

Was war meine Freude groß als ich hörte, dass es dieses Jahr mit der „Minna Melone“ – Reihe weitergehen wird! Den ersten Band habe ich richtig geliebt. Die Fortsetzung musste ich daher natürlich unbedingt bei mir einziehen lassen.

Es ist nun schon einige Zeit her, dass die Wanderratte Minna Melone eine Bühne am Rande des Wahrlichwaldes errichtet hat und unter dem Motto „Jeden Abend Abenteuer“ den Bewohnern der kleinen Siedlung von ihren unglaublichen Erlebnissen berichtet hat. Als es sie schließlich wieder in die Ferne gezogen hat, hat das Eichhörnchen Zara Zylinder ihre Theaterbühne übernommen und jeden Abend spannende Geschichten erzählt. Doch je öfter das kleine Eichhörnchen von dem Leben außerhalb des Wahrlichwaldes sprach, desto größer wurde die Sehnsucht danach, selbst auf Reisen zu gehen und eigene Abenteuer zu erleben. Ständig von der Welt dort draußen zu erzählen, ohne sie selbst jäh erkundet zu haben, machen Zara irgendwie immer unzufriedener. Aber wohin soll sie nur gehen? Als eines Nachts der Mond durch die Wolken bricht, weiß sie sofort, dass er ihr den Weg weist. Seinem hellen Lichtstrahl und ihrem Herzen folgend verlässt sie ihr Zuhause. Ihre Reise wird ihr nicht nur neue Erfahrungen und Freundschaften bescheren – sie wird auch erfahren, dass sie zu etwas Großem berufen ist. Zara muss nun eine Entscheidung treffen, die ihr Leben für immer verändern kann.

Wie oben bereits erwähnt, handelt es hierbei um den zweiten Teil der „Minna Melone“ – Reihe. In meinen Augen kann man das Buch auch ohne jegliche Vorkenntnisse gut lesen, allerdings würde ich persönlich davon abraten. Die Bücher erzählen zwar recht abgeschlossene Geschichten, aber da öfters mal Bezug auf die vorangegangenen Ereignisse genommen wird, wäre es besser, wenn man die Bände in der korrekten Reihenfolge liest. Die Lesefreude ist dann einfach deutlich höher, denke ich.

Die Fortsetzung setzt kurz nach dem Ende des Vorgängers an. Zusammen mit der Wanderratte Minna Melone, unserer Heldin aus dem ersten Band, kehren wir in die kleine Siedlung im Wahrlichwald zurück und treffen dort auf lauter vertraute Gesichter wie das Wildschwein Borke und Kulle, den Igel. Nur eine Bewohnerin fehlt: Zara Zylinder, die Minnas Nachfolge angetreten hat, hat die Siedlung vor einiger Zeit verlassen. Von ihr, Zara Zylinder, dem Eichhörnchen, und ihren Erlebnissen handelt dieser Band. Im Wahrlichwald halten wir uns dieses Mal nur sehr wenig auf. Nach diesem kurzen Abstecher zu Beginn landen wir bei unserer Protagonistin und begeben uns gemeinsam mit ihr auf eine unvergessliche Reise.

Anders als im vorherigen Band, kommen wir diesmal nicht in den Genuss von verschiedenen kleinen Erzählungen und Theatervorstellungen, sondern erleben mit Zara ein großes fantastisches Abenteuer voller Überraschungen und Magie. Wir werden an viele sagenhafte Orte mitgenommen wie den dunklen Wald und das Scherzgebirge, und dürfen die Bekanntschaft mit lauter außergewöhnlichen Tieren machen. Mit der Eidechse Gilbert zum Beispiel und den Zwillingen Mara und Clara, die genau gleich aussehen, die aber grundverschieden sind. Es macht einfach nur tierisch viel Spaß, diesem liebenswerten und mutigen Eichhörnchen auf seinem Weg zu begleiten und das wundersame Jemandsland zu erkunden. Langeweile kommt dabei an keiner Stelle auf, die Geschichte lädt von den ersten Seiten an zum Mitfiebern, Träumen und Wohlfühlen ein, sodass man am liebsten gar nicht mehr aus ihr auftauchen möchte.
Wie der erste Teil, so ist aber auch der zweite nicht nur aufregend und unterhaltsam – er ist auch pädagogisch wertvoll und inspirierend und regt zum Nachdenken an. Auf eine kindgerechte Art und Weise werden uns viele wichtige Themen und Werte nähergebracht wie Mut, Freundlichkeit, Vertrauen und Hilfsbereitschaft, der Glaube an sich selbst und das Treffen von großen Entscheidungen. Und es geht um Glück und um die Fragen, was es eigentlich bedeutet und wo man es finden kann. Zara wird erkennen, dass das Glück nicht irgendwo dort draußen in der weiten Welt liegt, sondern ganz nah ist: In einem selbst. Also ich bin mal wieder ganz begeistert davon, was für eine fantasievolle und gleichzeitig kluge Geschichte sich der Sven Gerhardt ausgedacht hat und wie charmant und herzerwärmend sie erzählt wird.

Genauso liebevoll und träumerisch wie die Erzählung sind auch die vielen farbenfrohen atmosphärischen Bilder von Mareike Ammersken, mit denen dieses Buch bestückt ist und die teilweise eine ganze Doppelseite einnehmen. Ich habe mich an ihren Illustrationen mal wieder gar nicht sattsehen können. Sie haben etwas Magisches an sich und fangen den besonderen Zauber der Geschichte einfach perfekt ein.

Zum Vorlesen für Kinder ab 6 Jahren und zum Selberschmökern für geübte Leser*innen ab etwa 8 Jahren ist auch dieser Teil meiner Ansicht nach ideal geeignet. Erwachsenen kann ich die Minna-Melone-Bücher aber ebenfalls nur ans Herz legen. Für diese tolle Reihe ist man definitiv nie zu alt.

Fazit: Mit „Zara Zylinder – Die sagenhafte Reise durch das Jemandsland“ bescheren uns Sven Gerhardt und Mareike Ammersken ein weiteres poetisches und stimmungsvolles Vorlesebuch für die ganze Familie, voller Fantasie und Abenteuer und mit vielen traumhaft schönen Illustrationen. Für mich war auch dieser Band ein absolutes Wohlfühlbuch. Er ist irgendwie ganz anders als der Vorgänger, setzt diesen aber würdig fort und ist genauso wundervoll und zauberhaft. Er erzählt eine warmherzige, spannende und lehrreiche Geschichte über eine abenteuerlustige Heldin und ihrer Suche nach dem Glück und verzaubert Jung und Alt von der ersten bis zur letzten Seite. Von mir gibt es sehr gerne 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 19.03.2023

Ein weiterer zauberhafter Folgeband einer wunderschönen Wohlfühlreihe!

Inna Inseling (Bd. 3)
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Hurra, endlich geht es mit Inna Inseling weiter! Da mir die ersten beiden Bände so gut gefallen haben, musste ich natürlich auch den dritten Teil unbedingt bei mir einziehen lassen. Auf mein Wiedersehen ...

Hurra, endlich geht es mit Inna Inseling weiter! Da mir die ersten beiden Bände so gut gefallen haben, musste ich natürlich auch den dritten Teil unbedingt bei mir einziehen lassen. Auf mein Wiedersehen mit Inna und Co. habe ich mich tierisch gefreut!

Nirgendwo auf der Welt ist es so schön wie auf Muschelsande. Der Meinung ist zumindest Inna Inseling, die zusammen mit ihrer Familie auf dieser kleinen Nordseeinsel lebt und gemeinsam mit den anderen Inselingen für Frieden und Ordnung sorgt, ohne dass die Menschen etwas davon wissen. Vor vielen Jahren lebten auch die Sandtrolle auf Muschelsande, doch dann kam es zum Streit und die Trolle wurden verbannt. Als sich Innas kleiner Bruder Immo plötzlich merkwürdig verhält und Inna schließlich dahinterkommt, was er zu verbergen hat, bekommt sie gewaltigen Schreck: Immo hat sich mit einem Sandtrolljungen angefreundet! Ist das Sandvolk etwa zurückgekehrt? Als das Ostende der Insel auf einmal über und über mit Sand bedeckt ist, ist sicher: Die Sandtrolle sind wieder da. Und offenbar sind nicht alle so nett wie Immos neuer Freund, sondern so gefährlich, wie es in den Erzählungen heißt. Muschelsande droht im sandigen Chaos zu versinken. Ob die Inselinge die Trolle wohl aufhalten können?

Wie oben bereits erwähnt, handelt es sich hierbei um den dritten Band der „Inna Inseling“ – Reihe. Da die Erzählungen größtenteils in sich abgeschlossen sind und alles Wissenswerte kurz erklärt wird, kann man das Buch meinem Empfinden nach auch ohne jegliche Vorkenntnisse gut lesen. Dennoch würde ich persönlich von einem Quereinstieg abraten. Die Lesefreude ist in meinen Augen einfach um einiges höher, wenn man die Bände in ihrer korrekten Reihenfolge liest.

Bei mir trat von Beginn an das ein, was schon bei den beiden Vorgängern der Fall war: Einmal zwischen den Buchdeckeln versunken, wollte ich am liebsten gar nicht mehr aus ihnen auftauchen. Auch dieser Band verströmt von den ersten Seiten an dieses besondere Inselgefühl und versetzt einen direkt nach Muschelsande. Dank der detailverliebten Beschreibungen fühlt es sich erneut so an, als wäre man selbst vor Ort, mit der salzigen Meeresluft in der Nase, dem Rauschen der Wellen im Ohr und dem warmen Sand unter den bloßen Füßen. Man würde am liebsten in das Buch hineinkriechen, weil einfach alles so unheimlich schön beschrieben wird. Es soll allerdings auch diesmal nicht lange dauern, bis sich zu der friedlichen Inselstimmung eine ordentliche Spannung hinzugesellt. Denn wie der Titel und die Inhaltsangabe schon verraten, kehren in diesem Band die Sandtrolle nach Muschelsande zurück und bereiten der Idylle der kleinen Nordseeinsel ein jähes und ziemlich sandiges Ende.

Bereits in den ersten Kapiteln wird deutlich, dass Innas kleiner Bruder Immo etwas zu verheimlichen hat und dass die Welt des Inselingmädchens mal wieder in Gefahr schwebt. Dieses Mal sind es also die Sandtrolle, die für Unruhe und Chaos sorgen. Aber warum sind sie eigentlich wieder da? Und sind sie wirklich so gemein und gefährlich wie sich unter den Inselingen erzählt wird?

Mit viel Wärme und Fantasie erzählt Kristina Scharmacher-Schreiber auch in diesem Band von den Erlebnissen unserer jungen Heldin. Man fiebert erneut richtig mit Inna und ihren Freunden mit und mag mit dem Lesen gar nicht mehr aufhören, da das Abenteuer so aufregend ist und so viel Spaß macht. Gleichzeitig stimmt die Handlung aber auch nachdenklich und inspiriert und berührt.
Freundschaft, Mut, Zusammenhalt und Hilfsbereitschaft, die Liebe zur Natur und zum Meer – all das wird erneut ganz großgeschrieben und auch die Themen Vorteile und Missverständnisse kommen kindgerecht zur Sprache. Die Erzählung zeigt uns, wie wichtig ein achtsamer Umgang mit der Umwelt ist und was die Klimaveränderungen unter anderem für Auswirkungen auf Flora und Fauna haben. Sie verdeutlicht, dass man sich immer besser selbst ein Bild von Dingen machen und nicht vorschnell über andere oder etwas urteilen sollte. Also ich bin mal wieder ganz angetan davon, was für eine kluge und gleichermaßen spannend-unterhaltsame Geschichte die Kristina Scharmacher-Schreiber aufs Papier gebracht hat und wie charmant und liebevoll der Text geschrieben ist.

Zum Vorlesen für Mädchen und Jungen ab 6 Jahren ist die Erzählung sehr gut geeignet. Die Inna-Inseling-Abenteuer sind einfach die perfekten Vorlesebücher für die ganze Familie – und die ideale Urlaubslektüre. Zum Selberlesen würde ich das Buch ab etwa 9 Jahren empfehlen.

Neben der Geschichte begeistert dieser Band auch mit den vielen verschiedenen sympathischen Charakteren. Da wäre zum einem unsere Hauptprotagonistin Inna Inseling, die stets alles tun würde, um ihre Familie, ihre Freunde und das, was sie liebt, zu beschützen. Mit Inna hat die Autorin eine bezaubernde Heldin erschaffen, man muss dieses junge Inselingmädchen mit seiner freundlichen, entschlossenen und hilfsbereiten Art einfach ins Herz schließen. Aber auch die weiteren alten Bekannten wie der verträumte und etwas schusselige Menschenjunge Mo, Innas herzliche Großeltern und ihre beste aufgeweckte Freundin Gerda sind echte Figuren zum Gernhaben.
Neue Gesichter dürfen wir natürlich ebenfalls kennenlernen wie den Trolljungen Sasi, mit dem sich Innas kleiner Bruder Immo anfreunden wird, und einige weitere Sandtrolle. Was genau es aber mit diesem Inselvolk auf sich hat, werde ich euch hier nicht erzählen, das müsst ihr schon selbst herausfinden.

Untermalt wird das Ganze mit den vielen farbenfrohen, unterschiedlich großen Illustrationen von Malin Hörl. Ihre traumhaften und stimmungsvollen Buntstiftzeichnungen erwecken die Geschichte auf eine wunderbare Weise zum Leben und fangen die Atmosphäre im Text gekonnt ein. Sie strahlen mit ihren warmen Farben etwas herrlich Heimeliges und Gemütliches aus und laden zum Hineinträumen ein. Auf dem Vorsatzpapier gibt es zudem wieder eine doppelseitige Landkarte, die Muschelsande zeigt und mit der man sich alles noch besser vorstellen kann. Das Buch ist einfach mit so viel Liebe aufgemacht – man fühlt sich sofort rundum wohl zwischen den Seiten.

Fazit: Mit „Inna Inseling – Die Rückkehr der Sandtrolle“ bescheren uns Kristina Scharmacher-Schreiber und Malin Hörl ein weiteres zauberhaftes Vorlesebuch ab 6 Jahren, das den beiden Vorgängern in nichts nachsteht. Auch dieser Band der „Inna Inseling“ – Reihe erzählt eine herzerwärmende, fantasievolle und lehrreiche Geschichte mit vielen wichtigen Botschaften und wunderschönen atmosphärischen Illustrationen. Das Buch steckt voller tollem Inselzauber und Abenteuer und lädt von Beginn an zum Eintauchen und Wohlfühlen ein. Ich habe mich erneut nur zu gerne nach Muschelsande mitnehmen lassen und hoffe sehr auf ein baldiges Wiedersehen mit Inna Inseling und den weiteren liebenswerten Charakteren. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 17.03.2023

Berührend, intensiv & emotional, zugleich aber auch leicht und hoffnunsgvoll.

Skaterherz
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Als ich zum ersten Mal von „Skaterherz“ hörte, war ich sofort Feuer und Flamme. Titel, Cover und Klappentext sprachen mich direkt an, vor allem letzteres hat mich extrem neugierig auf das Buch gemacht. ...

Als ich zum ersten Mal von „Skaterherz“ hörte, war ich sofort Feuer und Flamme. Titel, Cover und Klappentext sprachen mich direkt an, vor allem letzteres hat mich extrem neugierig auf das Buch gemacht. Für mich stand daher sehr schnell fest, dass ich es lesen möchte.

Der 13-jährige Elias liegt schon ein halbes Jahr lang im Krankenhaus und wartet sehnsüchtig auf ein Spenderherz. Während er sich ein neues Leben wünscht, verschenkt Boyd seines leichtfertig. Boyd liebte das Skateboardfahren und riskierte stets viel für perfekte Stunts. Dies soll ihm schließlich eines Tages zum Verhängnis werden und nun schlägt sein Herz in der Brust eines anderen Jungen. In Elias’ Brust. Und Boyd ist an ihn gebunden. Er taucht als Geist in Elias Krankenhauszimmer auf und nur dieser kann ihn sehen und mit ihm reden. Obwohl die beiden Jugendlichen grundverschieden sind, freunden sie sich an und beginnen damit, einander bei ihren Problemen zu helfen.

Nur 144 Seiten ist die Geschichte in „Skaterherz“ lang und der Titel wirkt auf den ersten Blick ziemlich harmlos. Ich habe allerdings die Erfahrung gemacht, dass es oft gerade diese dünnen und unscheinbar anmutenden Bücher sind, die es in sich haben. Mir ist dann auch bereits nach den ersten paar Seiten klar geworden, dass „Skaterherz“ genau so ein Buch ist. Die Story mag kurz sein, sie geht aber unter die Haut und direkt ins Herz und klingt noch lange in einem nach.

Geschildert wird die Handlung im Wechsel aus den Perspektiven von zwei Jungen, die unterschiedlicher wohl nicht sein könnten. Während Elias aufgrund seiner Herzerkrankung nur zu gut weiß, wie kostbar ein Menschenleben ist und sehr überängstlich und vorsichtig ist, ist Boyd ein ziemlicher Draufgänger und leichtsinniger Typ und liebt das Abenteuer. Die beiden sind wirklich die reinsten Gegensätze, was durch die abwechselnden kurzen Kapitel auch nur zu deutlich wird. Und obwohl wir sie nur so kurz begleiten, erhalten wir tiefe Einblicke in ihr Inneres und lernen sie und ihre Schicksale sehr genau kennen.
Mir waren unsere beiden Ich-Erzähler auf Anhieb sympathisch. Ich habe die Zwei fest in mein Herz geschlossen und fand es großartig zu sehen, wie sie sich ergänzen und gegenseitig unterstützen, wie sie voneinander lernen und einander brauchen. Boyd wird dafür sorgen, dass Elias mutiger und selbstbewusster wird und endlich damit beginnt, sein neues Leben richtig zu leben. Elias wiederum wird sich um eine Sache kümmern, die Boyd sehr belastet und dem Geist so dazu verhelfen, mit seiner Vergangenheit abzuschließen. Zwischen den beiden Jungen entsteht eine besondere Verbundenheit, sie werden zu Freunden und passen ungeachtet ihrer Unterschiede perfekt zusammen.

Der Fokus der Handlung liegt eindeutig auf unseren Hauptprotagonisten; die Nebencharaktere bleiben recht blass. Dennoch hat für mich hier alles gestimmt, ich hatte nie das Gefühl, dass etwas fehlt. Also ich finde es wirklich bemerkenswert wie es Brenda Heijnis geschafft hat, auf nur so wenigen Seiten eine so herzergreifende und tiefgründige Story zu erzählen, die trotz der schweren und emotionalen Themen Tod und Organspende so schwungvoll, leicht und positiv daherkommt. Und ganz ohne Kitsch. Mal abgesehen von der Tatsache, dass Boyd ein Geist ist, wirkt hier einfach alles wie aus dem Leben gegriffen.
Für den Schulunterricht kann ich mir dieses Buch nur zu gut vorstellen. Es sensibilisiert und liefert wichtige Denkanstöße und ist mit seinen authentischen Figuren, der modernen Sprache und der gekonnt verpackten ernsten Thematik in meinen Augen wirklich ideal als Schullektüre geeignet.

Fazit: „Skaterherz“ ist ein herzbewegendes, intensives und ehrliches und gleichermaßen sehr mut- und hoffnungmachendes Buch über ein gewonnenes und ein verlorenes Leben. Über eine ganz besondere Freundschaft und den Mut, seine Komfortzone zu verlassen. „Skaterherz“ ist eine außergewöhnliche und tolle Geschichte, die einen mitten ins Herz trifft und die nicht nur für Jugendliche ab 12 Jahren lesenswert ist, sondern auch für Erwachsene. Ich kann das Jugendbuchdebüt von der niederländischen Autorin Brenda Heijnis nur empfehlen. Mich hat es tief berührt und von Anfang bis Ende gefesselt und begeistert. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 15.03.2023

Absolut bezaubernd!

Luna und die schauerlich-beste Familie der Welt
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Als ich zum ersten Mal von „Luna und die schauerlich-beste Familie der Welt“ hörte, wusste ich sofort, dass ich das Buch lesen muss. Bei einem Blick auf das Cover war es einfach direkt um mich geschehen ...

Als ich zum ersten Mal von „Luna und die schauerlich-beste Familie der Welt“ hörte, wusste ich sofort, dass ich das Buch lesen muss. Bei einem Blick auf das Cover war es einfach direkt um mich geschehen und der Klappentext klang nach einer supersüßen Geschichte. Ich ließ das Buch also gerne bei mir einziehen.

Luna ist eigentlich ein ganz normales Mädchen, aber ihre Familie, von der sie als Baby adoptiert wurde, die ist, nun ja, etwas ungewöhnlich. Ihre Eltern Lorenz und Dorothea und ihr großer Bruder Ruben sind nämlich echte Vampire. Gemeinsam wohnen sie in einem alten Schloss, das mitten in dem kleinen Städtchen Liebengrün liegt. Luna liebt ihre Familie über alles, allerdings ist das Leben bei ihnen auch eine ziemliche Herausforderung. Bis auf die Haushälterin Edith weiß nämlich niemand, dass es sich bei Lorenz, Dorothea und Ruben um Vampire handelt. Und das soll auch unbedingt so bleiben! Niemand darf von diesem Geheimnis wissen. Luna fühlt sich durch diese ganze Heimlichtuerei richtig einsam und wünscht sich nichts mehr als eine menschliche Freundin. Als eines Tages die gleichaltrige Annemie in ihre Straße einzieht, schließt sie sofort mit ihr Freundschaft. Wie gerne würde Luna ihrer neuen Freundin von ihrer Familie erzählen und zu sich ins Schloss einladen, aber das geht ja leider nicht. Ob sie wohl trotz der vielen Flunkereien mit Annemie weiter befreundet sein kann?

Von Stefanie Dahle war mir bislang noch kein Buch bekannt. Vom Sehen her kenne ich einige ihrer Bilderbücher natürlich, wie beispielsweise ihre beliebte „Erdbeerinchen Erdbeerfee“ – Reihe, aber irgendwie habe ich ihnen nie genauere Beachtung geschenkt. Keine Ahnung warum, schließlich sehen die Cover alle total niedlich aus. „Luna und die schauerlich-beste Familie der Welt“ war also mein erstes Werk aus ihrer Feder – und es wird definitiv nicht mein letztes gewesen sein! Da mich Stefanie Dahle mit ihrem Kinderbuchdebüt vollkommen verzaubert hat, möchte ich ihre anderen Titel nun auch unbedingt noch kennenlernen.

In meinen Augen hat die deutsche Autorin und Illustratorin mit ihrem erstem Kinderroman etwas Außergewöhnliches und absolut Bezauberndes erschaffen. Da wäre zum einen die Innengestaltung, die das Lesen zu einem einzigartigen Erlebnis macht. Die vielen verschieden großen Illustrationen, mit denen das Buch bestückt ist, sind nicht nur in schwarz-weiß gehalten, sondern enthalten auch noch orangene Farbakzente, sodass eine tolle und fast schon magische Atmosphäre geschaffen wird. Und die Bilder sind einfach zum Träumen schön, ich habe mich sofort in Stefanie Dahles herzigen Zeichenstil verliebt. Ganz begeistert bin ich auch von der doppelseitigen Karte auf den Vorsatzpapieren, die den Schauplatz zeigt. Das Buch ist wirklich wundervoll und mit ganz viel Liebe aufgemacht, man fühlt sich einfach sofort rundum wohl zwischen den Seiten und möchte aus ihnen am liebsten gar nicht mehr auftauchen.

Neben der Aufmachung ist aber auch die Geschichte etwas Besonderes. Ein Menschenmädchen, das von einer Vampirfamilie adoptiert wurde, ist mal etwas erfrischend anderes. Ich zumindest kannte eine Story mit einer derartigen Konstellation bisher noch nicht und war dementsprechend sehr gespannt, wie Stefanie Dahle das Ganze wohl umsetzen würde.

Schon im ersten Kapitel erfahren wir, dass unsere junge Hauptprotagonistin Luna nicht so wirklich glücklich mit ihrem Leben ist und sich oft ziemlich einsam fühlt. Sie liebt ihre Vampirfamilie zwar über alles, aber dass sie sie geheim halten muss, nie jemanden zu sich nach Hause einladen darf und tagsüber meist auf sich selbst gestellt ist, bedrückt sie sehr. Lunas Kummer ist von Anfang an spürbar, sodass man als Leserin sofort mit ihr mitfühlt und Mitleid hat.
Als die gleichaltrige Annemie neu in ihre Straße zieht und sich Luna mit ihr anfreundet, ist sie endlich nicht mehr so alleine, allerdings treten mit Annemie auch neue Sorgen und Herausforderungen auf. Sie muss schließlich ihre Familie unter allen Umständen vor ihrer neuen Freundin verheimlichen und das ist alles andere als leicht, denn Annemie ist extrem neugierig und hartnäckig.

Meiner Ansicht nach ist es der Autorin fabelhaft gelungen, die Gefühlswelt von Luna darzustellen. Auf eine authentische und ehrliche und gleichermaßen sehr behutsame und kindgerechte Weise beschreibt Stefanie Dahle die Ängste, Probleme und Wünsche unserer Protagonistin. Für die empfohlene Altersklasse, sprich Kinder ab 8 Jahren, ist das Buch auf jeden Fall geeignet. Junge Leser
innen werden sich garantiert sehr gut mit Luna identifizieren können und da die ernsteren Themen mit viel Leichtigkeit behandelt werden, wird die Stimmung niemals zu traurig.

Ich muss sagen, dass es mich äußerst positiv überrascht hat, was alles in diesem Buch steckt und wie viel man daraus mitnehmen kann. So zeigt es uns unter anderem, was Familie und Freundschaft wirklich ausmacht und wie wichtig es ist, einander die Wahrheit zu sagen und sich gegenseitig zu vertrauen.
Die Geschichte ist aber natürlich nicht nur lehrreich und regt zum Nachdenken an – sie ist auch spannend, lustig und berührend und steckt voller fantasievoller Ideen und Überraschungen. Die Freundschaft zwischen Luna und Annemie erwärmt einem so richtig das Herz, die Suche der Mädchen nach Lunas leiblichen Eltern wiederum lässt einen ordentlich mitfiebern und entwickelt sich etwas anders als zunächst gedacht. Und dann wären da noch die Nebenfiguren, die allesamt so liebenswert und großartig beschrieben werden und die mit ihren unterschiedlichen Eigenschaften für lauter herrliche Lesemomente sorgen wie beispielsweise Lunas großer Vampirbruder Ruben oder Skeletthund Sprotte. Es macht einfach nur unheimlich viel Spaß in dieses Buch einzutauchen und die Welt von Luna kennenzulernen und zu erkunden.

Die Geschichte endet recht abgeschlossen, aber Potenzial für weitere Bände ist durchaus vorhanden. Also ich hoffe sehr, dass es sich hierbei um einen Reihenauftakt handelt und es mindestens noch ein Wiedersehen mit Luna, Annemie und Co. geben wird.

Fazit: Stefanie Dahle hat mit „Luna und die schauerlich-beste Familie der Welt“ ein zauberhaftes Kinderbuchdebüt aufs Papier gebracht, das ich aus vollem Herzen nur empfehlen kann. Es erzählt eine herzerwärmende, schaurig-schöne und ganz besondere Vampir- und Freundschaftsgeschichte, es ist liebevoll geschrieben und gestaltet und lädt von den ersten Seiten an zum Eintauchen und Wohlfühlen ein. Ich habe mich nur zu gerne von Stefanie Dahle nach Liebengrün mitnehmen lassen und eine wunderbare Zeit mit Luna und den weiteren Charakteren verbracht. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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