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Rebecca1120

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Veröffentlicht am 30.03.2023

interessante Sicht, bei der ich aber Spannung vermisst habe

Stigma
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Das Cover hat mir unwahrscheinlich gut gefallen. Da sich auch die Kurzbeschreibung spannend angehörte, habe ich zugegriffen. Doch leider haben sich meine Erwartungen nach spannenden Lesestunden nicht erfüllt. ...

Das Cover hat mir unwahrscheinlich gut gefallen. Da sich auch die Kurzbeschreibung spannend angehörte, habe ich zugegriffen. Doch leider haben sich meine Erwartungen nach spannenden Lesestunden nicht erfüllt. Zu umfassend berichtet die Autorin von Milos privatem Umfeld. Ihre zutiefst mit ihren serbischen Wurzeln verbundene Familie, deren Nähe Milo ausweicht. Denn sie lebt mit einer Frau seit zwei Jahren zusammen, was sie sich ihrer Familie nicht zu sagen traut. Wenn die Heimlichkeiten auch nachvollziehbar sind, so belasten sie auch ihre Beziehung mit Valerie, tragen insgesamt nicht zum Spannungsaufbau bei.
Gefallen haben mir die kursiven Kapitel, in denen die weiblichen Opfer beschreiben, was Männer ihnen angetan haben. Anfangs kennt man die Frauen nicht, aber im Laufe der Geschichte bildet sich ein Gesamtbild. Ein Bild, das vermuten lässt, dass Frauen sich an den Männern nun rächen. Auch Milo und ihr Team ermitteln in diese Richtung. Nur leider kommen Ermittlungserfolge hier nur sehr zögerlich. Wobei ich beim Lesen oft entsetzt war, wie unprofessionell diese Ermittlerin vorgeht. Ich denke da zum Beispiel an das Verschweigen der Drohnachrichten auf ihrem Handy wie auch ihre Alleingänge bei den Ermittlungen. Sehr gut beschrieben und in meinen Augen gelungen sind die Beschreibungen der wechselnden Emotionen der Opfer. Angst, Ohnmacht, Verzweiflung wandeln sich zu Sicherheit, ja Freude über den Tod des Peinigers.
Doch insgesamt betrachtet fehlte es mir einfach an Spannung und so gebe ich auch nur 3 Lese-Sterne.

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Veröffentlicht am 05.03.2023

leider etwas enttäuscht

Am Faden des Spielers
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Ex-Polizist Nik Pohl ist die letzte Hoffnung des Kleinkriminellen Kevin Cuizek, der bei einem versuchten Einbruch in eine Bar auf zwei erschossene Polizisten trifft. Natürlich ist er der Hauptverdächtige. ...

Ex-Polizist Nik Pohl ist die letzte Hoffnung des Kleinkriminellen Kevin Cuizek, der bei einem versuchten Einbruch in eine Bar auf zwei erschossene Polizisten trifft. Natürlich ist er der Hauptverdächtige. Selbst angeschossen flieht er, um Pohl seine Unschuld zu beteuern. Nik glaubt ihm und versucht mit seinem Hackerfreund Jon und dem Pathologen Balthasar den tatsächlichen Ablauf aufzudecken. Und genau da habe ich die Vorstellung dieses Trios vermisst. Neue Leser haben es schwer die Beziehung der drei zu erfassen. Es wird nur die Brillanz von Nik betont und die fast uneingeschränkten Möglichkeiten von Jon sich in fremde Datenbanken einzuhacken.
Wie die drei dann zusammenarbeiten und sich ergänzen ist dann sehr erfolgreich, sie sind eben ein eingespieltes Team. Dieser Fall führt sie allerdings immer wieder in Sackgassen. Ermittlungsansätze gehen ins Leere und darum muss Nik immer wieder bei Null ansetzen, um neue Ungereimtheiten zu finden und dann in eine neue Richtung zu ermitteln. Die ganze Ermittlung der Drei kam mir vor wie ein JoJo – immer wieder haben sie den Faden aufgerollt und neue Ansätze gesucht. So richtig kam da bei mir keine Spannung auf. Schade, da habe ich schon spannendere Krimis vom Autor gelesen. Darum kann ich leider auch nur 3 Lese-Sterne geben.

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Veröffentlicht am 06.02.2023

Stimmen von Überlebenden des Holocaust

Als wir die Maikäfer waren
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Mich hat der Titel des Buchs dazu gebracht es zu lesen. Grundaussage dieser so unterschiedlichen Überlebenden von Auschwitz ist, ihr seid entkommen, nicht um zu leben, sondern um Zeugnis abzulegen. Ein ...

Mich hat der Titel des Buchs dazu gebracht es zu lesen. Grundaussage dieser so unterschiedlichen Überlebenden von Auschwitz ist, ihr seid entkommen, nicht um zu leben, sondern um Zeugnis abzulegen. Ein Zeugnis über die Gräueltaten in den Konzentrationslagern. Deren Auswirkungen jeder einzelne Überlebende anders versucht zu verarbeiten. Denn vergessen kann das keiner. Einer schweigt Jahrzehntelang über das Erlebte, selbst der Familie gegenüber. Ein anderer hilft beim Aufbau der Mahnstätten. Täglich stellt er sich seinen Erinnerungen und dem alten Grauen. Beobachtet, wie die jungen Menschen heute auf die Dokumentationen reagieren. Tadek bewundere ich für seinen Mut dazu. Wieder ein anderer versucht das Erlebte zu verarbeiten indem er darüber schreibt und hofft dadurch viele Menschen zu erreichen, sie wachzurütteln.
Es werden im Buch recht unterschiedliche Erinnerungen von Überlebenden geschildert, die mich auch unterschiedlich stark berührt haben. Eins möchte ich herausstellen. Da gibt es einen Maler, der nach der Befreiung wieder versucht zu malen. Er kann aber nur noch schwarz-weiße Bilder malen. Erst Jahrzehnte später, kehrt auch die Farbe in seine Bilder zurück.
Der Autor gibt diesen Menschen im Buch eine Stimme und dem Leser einen Eindruck wie so eine Barbarei auch noch nach Jahrzehnten die Betroffenen beschäftigt. Leider habe ich beim Lesen der einzelnen Erinnerungen eine durchgehende Struktur im Buch vermisst. Da gibt es zwar Überschriften, doch nicht nach jeder berichtet ein neuer Überlebender. Da bei den Schilderungen immer im Ich-Erzählstil geschrieben sind, hat mich das beim Lesen gestört. Insgesamt gebe ich 3 Lese-Sterne.

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Veröffentlicht am 01.02.2023

gewöhnungsbedürftiges Ermittlerteam

Die Schuld, die uns verfolgt
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Adam Schmidt und Linh-Thi sind ein sehr unterschiedliches Paar. Beide arbeiten bei der Polizei. Linh ist Leiterin des Polizeireviers in Rheinsberg, während Adam Kriminalhauptkommissar in Berlin ist, der ...

Adam Schmidt und Linh-Thi sind ein sehr unterschiedliches Paar. Beide arbeiten bei der Polizei. Linh ist Leiterin des Polizeireviers in Rheinsberg, während Adam Kriminalhauptkommissar in Berlin ist, der Stadt in der sie auch wohnen. Beiden steht ein ereignisreicher Tag im Dienste der Sicherheit bevor, in der jeder der beiden mitunter recht eigenwillige Entscheidungen trifft…
Am Anfang war ich etwas orientierungslos. Gleich trifft man auf 5 Ermittler, die unterschiedlichen Polizeirevieren angehören und somit auch zu unterschiedlichen Einsätzen gerufen werden. Linh wird zusammen mit ihrem Kollegen zu einem Sparkassenüberfall in der kleinen Filiale in Flecken-Zechlin gerufen, während Adam zu einer Kita gerufen werden, weil ein zweijähriges Mädchen entführt wurde. Ich fand das Team um Adam Schmidt recht seltsam. Eine italienischstämmige Kriminalkommissarin, die Adam anhimmelt und tief traurig ist, da sie unter Heimweh nach Italien leidet. Dann der sportliche Polizeiodermeister, Thilo Kupferschmidt, den man durchaus als Heißsporn bezeichnen kann und der unbedingt in der Karriereleiter aufsteigen will. Adam selbst hat mit alten Dämonen zu kämpfen. Die erfährt der Leser Schritt für Schritt über die Rückblenden, was mir durchaus gefallen hat. So richtig spannend fand ich nur die Stellen im Buch, wenn Adam zum nächsten Einsatz fährt und nicht einzuschätzen ist, wie kontrolliert er dabei vorgehen wird. Eines wird beim Lesen deutlich: der Mann ist eine tickende Zeitbombe. Das Ende des Buchs ist voll unerwarteter Wendungen. Hat man gerade eine verdaut, so legt der Autor noch einmal nach. Sehr gut gemacht. Das konnte aber meinen Gesamteindruck nicht wesentlich verbessern. Insgesamt vergebe ich 3 Lese-Sterne.

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Veröffentlicht am 13.01.2023

Geschichte toll angedacht, aber bei der Umsetzung geschwächelt

Die Magdalenenschwestern. Das gestohlene Leben
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Über zwei Zeitebenen lernt man das Leben der beiden ungleichen Freundinnen Rosie und Cathy kennen. Cathy ist die einzige Tochter eines reichen Unternehmers. Sie ist ein Freigeist, dabei sehr intelligent ...

Über zwei Zeitebenen lernt man das Leben der beiden ungleichen Freundinnen Rosie und Cathy kennen. Cathy ist die einzige Tochter eines reichen Unternehmers. Sie ist ein Freigeist, dabei sehr intelligent und diskussionsfreudig, was bei ihren Mitmenschen nicht immer gut ankommt. Absolut unüblich für eine Frau in Irland der 60er Jahre und so eckt die des Öfteren sowohl in der Schule und auch zu Hause an. Cathy will studieren. Ganz anders dagegen ist Rose, auch Rosie genannt, die in armen Verhältnissen aufwächst. Für sie ist die althergebrachte Rolle der Frau, heiraten, Haushalt führen und Kinder versorgen, ihr Lebensplan. Auch wenn die beiden jungen Frauen so unterschiedlich sind, verbindet sie eine tiefe und ehrliche Freundschaft, die nur dadurch abrupt getrennt wird, weil Rose in ein Magdalenen Kloster gesteckt wird, um dort unter sklavenartigen Bedingungen ohne Entgelt zu arbeiten. Sie geht an Klosteralltag, der von harten Strafen, unzureichendem Essen, ständigem Schweigen und Knochenarbeit in der klostereigenen Wäscherei gekennzeichnet ist, regelrecht vor die Hunde. Wird Cathy sie da rausholen können????
Eines hat die Autorin mit diesem Buch geschafft: mir die Macht der Kirche im damaligen Irland der 60/70er zu verdeutlichen. Das wusste ich bisher nicht und bin ehrlich gesagt entsetzt darüber. Hier im Buch dann zu lesen, wie selbstgerecht und willkürlich die Vertreter Gottes hier mit den jungen Frauen umgegangen sind, da sie angeblich ein sündiges Leben geführt haben, hat mich schon wütend gemacht. Doch nun kommt das ABER. Leider hat die Autorin dies in meinen Augen zu oft herausgestellt. Das hat nicht unbedingt zu Spannung und Lesefreude bei mir beigetragen. Im Gegenteil, irgendwann fand ich es nur noch ermüdend. Darum gibt es von mir auch nur 3 Lese-Sterne.

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