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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.11.2023

Zog sich zu sehr

Starling Nights 1
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Es fällt mir nicht einfach, diese Rezension zu schreiben, denn ich war so gespannt auf dieses Buch und es hörte sich so toll an. Das Setting an der Universität von Cambridge mit den alterwürdigen Gebäuden ...

Es fällt mir nicht einfach, diese Rezension zu schreiben, denn ich war so gespannt auf dieses Buch und es hörte sich so toll an. Das Setting an der Universität von Cambridge mit den alterwürdigen Gebäuden hat ja immer schon etwas Mysteriöses an sich.
Die Protagonistin Mabel hat ein Stipendium und ist sehr ehrgeizig, denn ohne das Stipendium könnte sie sich das Studium nicht leisten. Und da passt es eigentlich ganz gut, dass sie eh nicht so gerne ausgeht. Sie lässt kaum Menschen an sich heran, aber ihre Zimmernachbarin Zoe ist sofort zu ihrer Freundin geworden und Zoe nimmt sie auch zu einer geheimnisvollen Party mit. Zoe gerät immer tiefer in den Dunstkreis dieser Verbindung und es geht ihr immer schlechter. Mabel ist da nicht so naiv und recherchiert gemeinsam mit ihrem Freund. Ich war sehr gespannt, was alles dahinter steckt und meine Neugier war definitiv geweckt, aber dann stagnierte meiner Meinung nach die Handlung und verliert sich zu sehr in Nebensächlichkeiten. Hier wäre eine Straffung sicherlich gut gewesen.
Die Idee an sich ist gut, aber die Enthüllung kommt zu spät und mäandert zu lange vor sich hin.

Veröffentlicht am 13.07.2023

Zu ausschweifend

Tod in La Rochelle
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Clément Chevalier ist gerade mit seiner Frau Sandrine und der vier Wochen alten Tochter Manon von der Großstadt Lyon nach La Rochelle gezogen. Seine Schwiegerelten leben auf der vorgelagerten Insel Île ...

Clément Chevalier ist gerade mit seiner Frau Sandrine und der vier Wochen alten Tochter Manon von der Großstadt Lyon nach La Rochelle gezogen. Seine Schwiegerelten leben auf der vorgelagerten Insel Île de Ré, aber Chevalier benötigt doch ein wenig städtisches Flair.
Noch bevor er seinen ersten Arbeitstag beginnen kann, wird er zum Schauplatz eines Mordes gerufen. Luc Moyon, ein Weinbauer, der seit Kurzem auf seiner Saline auch noch Salz abbaut, wurde ermordet.
Mit den Kollegen kommt Chevalier sofort gut klar; nur Adrien Moreau macht Probleme, da dieser sich den Posten erhofft hatte, den Chevalier als Auswärtiger erhalten hat.
Ein Krimi, der sich meiner Meinung nach zu sehr in Beschreibungen vertieft und dabei die Handlung ein wenig aus dem Auge verliert.
Viel Lokalkolorit, aber etwas weniger ausschweifend wäre besser gewesen. Außerdem war mir recht bald klar, wer dahinter stecken musste.

Veröffentlicht am 04.06.2023

Eine Novizin ermittelt

Hildegard von Bingen und das Siegel des Königs
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Der Krimi spielt in der Mitte des 12. Jahrhunderts. Hildegard von Bingen reist mit der neuen Novizin Elisabeth in das Benediktinerkloster Disidodenberg, wo sie selbst 20 Jahre lang gelebt hat, bis es ein ...

Der Krimi spielt in der Mitte des 12. Jahrhunderts. Hildegard von Bingen reist mit der neuen Novizin Elisabeth in das Benediktinerkloster Disidodenberg, wo sie selbst 20 Jahre lang gelebt hat, bis es ein reines Männerkloster wurde. Hildegard von Bingen ist ja bis heute für ihr Wirken bekannt, aber hier steht nicht sie, sondern die neue und noch junge Novizin Elisabeth im Mittelpunkt, aus deren Sicht der Roman erzählt wird. Eine junge Adlige, die vor einer Verheiratung durch ihren Bruder ins Kloster geht und dort lernen muss, sich unterzuordnen, was ihr nicht leicht fällt, aber Hildegard hat durchaus Verständnis dafür. Elisabeth ist gewitzt, kann neben Griechisch und Latein auch Französisch; sie ist mit ihren Brüdern unterrichtet worden (erst hat sie nur heimlich gelauscht). Wegen ihrer Kenntnisse nimmt Hildegard Elisabeth auch mit nach Disidodenberg, denn dort soll es Verhandlungen wegen des nächsten Königs gehen. Die Geschichte selbst ist fiktiv, aber in einen größeren historischen Kontext eingebunden.
Es dauert, bis das Kloster erreicht wird und die Kriminalgeschichte ihren Lauf nimmt. Doch dann bleibt es nicht bei einem Toten.
Ein wenig umständlich erzählt und der Spannungsbogen blieb mir ein wenig zu flach. Am Ende überstürzen sich dann noch einmal die Ereignisse und dann ist es vorbei.
Die Vertonung durch die geübte Hörbuchsprecherin Sandra Voss hat mir hingegen durchweg gut gefallen.

Veröffentlicht am 17.05.2023

Abschluss

The Witches of Silent Creek 2: Zweites Herz
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Der erste Band der Dilogie konnte mich nicht vollends überzeugen, dennoch war ich neugierig auf die Fortsetzung und den Abschluss der Reihe.
Auch hier gibt es wieder wechselnde Perspektiven, so dass wir ...

Der erste Band der Dilogie konnte mich nicht vollends überzeugen, dennoch war ich neugierig auf die Fortsetzung und den Abschluss der Reihe.
Auch hier gibt es wieder wechselnde Perspektiven, so dass wir als Leser*innen mehr erfahren. Es ist mir leicht gefallen, wieder in die Geschichte reinzukommen, allerdings fand ich auch diesen Teil zwar recht gut, aber nicht immer so fesselnd. Was nicht daran liegt, dass nicht viel passiert, sondern eher daran, dass man kaum zur Ruhe kommt und die Ereignisse sich überschlagen.
Eine Hexengeschichte, in der mehr Potential hätte stecken können. Vielleicht wäre eine Konzentration auf weniger Personen auch hilfreich gewesen.

Veröffentlicht am 17.04.2023

Mittelmaß

Stigma (Milosevic und Frey ermitteln 1)
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Das düstere und verstörende Cover weist sofort auf das Genre hin und der Klappentext hat mich hier sofort neugierig auf das Buch gemacht. Ich kenne das Autorinnenduo noch nicht und habe auch keines der ...

Das düstere und verstörende Cover weist sofort auf das Genre hin und der Klappentext hat mich hier sofort neugierig auf das Buch gemacht. Ich kenne das Autorinnenduo noch nicht und habe auch keines der Bücher gelesen, die sie alleine verfasst haben.
Ein Mann wird ermordet im Park gefunden, vermutlich war er auf einer Joggingrunde. Neben ihm findet sich seine abgeschnittene Zunge. Aber das ist noch nicht alles, denn der Mann wurde mit einem Kabelbinder erwürgt und ihm wurde zusätzlich noch eine Mülltüte über den Kopf gestülpt. Eine Woche später wird eine weitere Leiche aufgefunden, dieses Mal ist ein anderes Körperteil amputiert worden.
Die Ermittler Milo - Jagoda Milosevic - und ihr Partner Vincent Frey suchen nach den Verbindungen. Gleichzeitig fühlt Milo sich verfolgt und wird auf unterschiedliche Arten "belästigt".
Eine interessante Idee, aber irgendwie wollte bei mir nicht so recht der Funke überspringen, das kann ich noch nicht mal so genau erklären. Vielleicht habe ich auch einfach schon zu viele Thriller gelesen oder es war der falsche Moment. Nicht schlecht, aber auch nicht super spannend.