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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.08.2017

Gelungene Fortsetzung

Plötzlich Prinz - Das Schicksal der Feen
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Nachdem mir der erste Band "Das Erbe der Feen" überraschend gut gefallen hat, war ich schon sehr auf den zweiten Band "Das Schicksal der Feen" gespannt und habe mir hier eine gut weitergeführte Geschichte ...

Nachdem mir der erste Band "Das Erbe der Feen" überraschend gut gefallen hat, war ich schon sehr auf den zweiten Band "Das Schicksal der Feen" gespannt und habe mir hier eine gut weitergeführte Geschichte erhofft und diese auch zum Glück erhalten.

Julie Kagawa hat mich - wie auch schon beim ersten Band - überzeugen und überraschen können, denn die Geschichte liest sich nicht nur leicht, sondern auch oftmals sehr flüssig. Die Figuren sind vielseitig und entwickeln sich stets weiter, das Setting bleibt interessant und auch die Umsetzung ist weiterhin gelungen. Einziger Kritikpunkt: Die Geschichte besitzt oftmals unnötige Längen, auf die ich gerne verzichtet hätte, denn an wenigen Stellen ging der Autorin der berühmte rote Faden verloren. Wenn man allerdings einigermaßen darüber hinwegschauen kann, bekommt man hier eine wirklich tolle Geschichte geboten.

Obwohl es sich bei der „Plötzlich Prinz“-Trilogie um ein Spin-Off der „Plötzlich Fee“-Reihe handelt, kann man die Bücher auch gut unabhängig voneinander lesen. Ich habe nicht alle Bücher der „Plötzlich Fee“-Reihe gelesen, was jedoch nicht geschadet hat, da ich von Anfang an in der Geschichte drin war.

Die Geschichte rund um Ethan und Kenzie wird nahezu lückenlos fortgeführt, bleibt weiterhin spannend und endet mal wieder in einem Abenteuer, bei dem es zurück nach Nimmernie geht. Dabei wird auch Ethans Neffe Keirran gut in die Geschichte eingeführt, sodass man hierbei wieder ein interessantes und spannendes Abenteuer in Nimmernie, aber auch in der realen Welt erleben darf.

Dabei haben sich die Figuren stets weiterentwickelt, neue Charaktere werden gut eingeführt und auch sonst macht die Geschichte einen runden Eindruck. Ich muss zwar gestehen, dass Kenzie mich stellenweise dann doch ein wenig genervt hat, allerdings mag ich das Zusammenspiel zwischen ihr und Ethan sehr.

Das Cover ist für mich ein absoluter Eyecatcher, das nicht nur hervorragend zur Geschichte passt, sondern auch mit tollen Details und schön anzusehenden Gelb- und Orangetönen überzeugt. Die Kurzbeschreibung hat mir ebenfalls zugesagt, sodass ich dem Buch gerne eine Chance gegeben habe.

Kurz gesagt: "Das Schicksal der Feen" ist eine gut weitergeführte Geschichte, die sich stets weiterentwickelt und mit einem spannenden Abenteuer überzeugen kann. Somit freue ich mich bereits auf den dritten und finalen Band "Die Rache der Feen".

Veröffentlicht am 18.08.2017

Spanende Geschichte mit blassen Figuren

Aquila
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Da Ursula Poznanski mittlerweile zu meinen liebsten deutschsprachigen Autorinnen gehört, war ich schon sehr auf ihr neuestes Werk "Aquila" gespannt, von dem ich mir sehr viel erhofft habe. An sich wurde ...

Da Ursula Poznanski mittlerweile zu meinen liebsten deutschsprachigen Autorinnen gehört, war ich schon sehr auf ihr neuestes Werk "Aquila" gespannt, von dem ich mir sehr viel erhofft habe. An sich wurde ich dabei nicht enttäuscht, denn die Autorin konnte mich wieder einmal mit vielen spannenden Momenten und überraschenden Wendungen überzeugen, dennoch bin ich am Ende nicht ganz zufrieden gewesen.

Der Schreibstil ist wieder einmal ganz große Klasse. Man ist von Anfang an mittendrin in der Geschichte, man lernt die wunderschöne Stadt Siena ausführlich kennen und kann sich viele Gassen und Häuser bildlich vorstellen und auch an Spannung mangelt es der Geschichte absolut nicht. Mein Problem sind allerdings die Charaktere, mit denen ich leider bis zum Schluss nicht warm wurde.

Erzählt wird hierbei die Geschichte von Nika, die für ein Auslandssemester in Siena studiert und mit einem Blackout in ihrer Studentenwohnung aufwacht. Dabei entdeckt sie nicht nur mysteriöse Nachrichten in der Wohnung, sondern muss auch feststellen, dass ihre Mitbewohnerin spurlos verschwunden ist. Obwohl sich Nika dabei am Anfang nicht allzu viel dazu denkt, muss sie schnell erkennen, dass sie in Gefahr schwebt, denn in ihrer Wohnung wird nicht nur eingebrochen, sondern sie erfährt auch noch, dass Jenny von der Polizei tot aufgefunden wurde. Gemeinsam mit dem smarten Italiener Stefano versucht Nika ihren Blackout zu überwinden und möchte unbedingt erfahren, was mit ihr und Jenny in der Zeit von Samstag bis Dienstag geschehen ist, doch gleichzeitig muss sie sich auch fragen, wie viel der Wahrheit sie tatsächlich verkraften und wem sie überhaupt trauen kann...

An sich ist Nika ganz sympathisch und konnte mich von allen Figuren wohl auch am meisten ansprechen, dennoch fand ich sie nicht immer authentisch, denn sie handelt oft unklug und naiv, während sie auf der anderen Seite immer wieder über sich hinausgewachsen ist. Für mich ist sie zu tough und ich habe mir ein wenig mehr Emotionen von ihr gewünscht. Auch die anderen Figuren konnten mich nicht immer ansprechen. Dies galt besonders für Nikas verstorbene Mitbewohnerin Jenny, die vollkommen überspitzt dargestellt wird, sodass ich mich zwischendurch immer wieder ertappt habe, wie ich die Augen verdreht habe. Dazu bekommt man mit Stefano noch jemanden vorgesetzt, der leider sehr klischeehaft ist und ich somit ein bisschen enttäuscht von seiner Darstellung war. Hier hätte man so viel mehr aus den Figuren herausholen können, was der Autorin in dem Fall allerdings nicht gelungen ist.

Dennoch hat mir die Geschichte insgesamt ganz gut gefallen, da man hierbei nicht nur eine spannende Suche nach der Wahrheit erlebt, sondern auch immer wieder kleinere Überraschungsmomente, die ich so nicht erwartet habe. Dennoch ist in der Geschichte deutlich mehr drin gewesen. So hätte ich den Figuren nicht nur mehr Tiefe und weniger Klischees gegönnt, sondern am liebsten noch viel mehr über die Polizeiarbeit erfahren, die meiner Meinung nach viel zu kurz kam.

Das Cover ist für mich ein absoluter Hingucker und besticht mit vielen kleineren Details, die für die Geschichte wichtig sind. Auch die Kurzbeschreibung ist gelungen und konnte direkt mein Interesse wecken, sodass ich mich sehr auf die Geschichte gefreut habe.

Kurz gesagt: Obwohl "Aquila" an sich sehr spannend ist und die Autorin mich mit ihren vielen Ideen wieder einmal überzeugen konnte, konnten die meisten Figuren bei mir nicht punkten, sodass ich nicht so mitfiebern konnte, wie ich es mir gewünscht habe. Dennoch ist die Geschichte an sich vollkommen in Ordnung, sodass ich "Aquila" gerne weiterempfehle.

Veröffentlicht am 15.08.2017

Spannende Geschichte mit kleineren Schwächen

The Girl Before - Sie war wie du. Und jetzt ist sie tot.
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Nachdem ich bereits viele positive Bewertungen zu "The Girl Before" gelesen habe, wurde ich schnell neugierig und wollte mir unbedingt selbst ein Bild von der Geschichte machen. Hier habe ich mir eine ...

Nachdem ich bereits viele positive Bewertungen zu "The Girl Before" gelesen habe, wurde ich schnell neugierig und wollte mir unbedingt selbst ein Bild von der Geschichte machen. Hier habe ich mir eine spannende und ereignisreiche Geschichte erhofft und diese auch größtenteils erhalten.

Ich muss gestehen, dass ich anfangs ein paar Probleme mit der Geschichte hatte, denn der Anfang war doch sehr zäh, sodass ich mich auf den ersten 50-75 Seiten ganz schön durchbeißen musste. Danach konnte mich die Geschichte jedoch immer mehr packen, sodass ich letztendlich doch eine spannende Geschichte vorgefunden habe.

Erzählt wird hierbei die Geschichte von Jane, die es im Leben nicht immer leicht hatte und von daher dringend einen Tapetenwechsel benötigt. Das Glück steht ihr dabei auf der Seite, denn sie darf in ein modernes Haus in einem angesehenen Stadtteil in London ziehen. Als sie dazu noch Edward kennen lernt, dem das Haus gehört, scheint ihr Glück zunächst perfekt zu sein, denn sie beginnt eine Affäre mit ihm und glaubt, dass ihr Leben nun besser wird. Dieses Leben beginnt jedoch immer mehr zu bröckeln, als Jane erfährt, dass es bereits eine andere Frau in diesem Haus gab, die ihr nicht nur sehr ähnlich sah, sondern dazu in dem Haus verstorben ist. Dabei kommt es auch immer zu Erlebnissen aus der Vergangenheit aus der Sicht von Emma, die in dem Haus verstorben ist.

Die Geschichte ist trotz kleinerer Schwächen stets spannend. Zwar gibt es auch hier die ruhigeren Momente, die sich stellenweise ein wenig ziehen, allerdings erlebt man hier insgesamt eine interessante Geschichte mit vielseitigen Figuren, die zwar nicht immer sympathisch sind, in die man sich aber dennoch in gewisser Art und Weise hineinversetzen kann.

Das Cover passt gut zur Geschichte, gleichzeitig erkennt man auch direkt das Genre und eine düstere Stimmung, was ebenfalls gut zur Geschichte passt. Die Kurzbeschreibung liest sich spannend und hat direkt mein Interesse geweckt, sodass ich "The Girl Before" sehr gerne eine Chance gegeben habe.

Kurz gesagt: "The Girl Before" ist ein interessanter und spannender Thriller mit vielseitigen Figuren, der zwar am Anfang seine Zeit braucht und auch um kleinere Längen nicht herumkommt, mich aber letztendlich dennoch überzeugen konnte, sodass ich das Buch gerne gelesen haben. Wer bereits Bücher von Paula Hawkins mochte, sollte auch JP Delaney eine Chance geben!

Veröffentlicht am 11.08.2017

Gelungener Abschluss

Die Diamantkrieger-Saga - Tashiras Bestimmung
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Nachdem mir bereits die ersten beiden Bände der "Diamantkrieger-Saga" gut gefallen haben, wollte ich unbedingt wissen, wie es mit der Geschichte und besonders mit Sara weitergehen geht. Hierbei hatte ich ...

Nachdem mir bereits die ersten beiden Bände der "Diamantkrieger-Saga" gut gefallen haben, wollte ich unbedingt wissen, wie es mit der Geschichte und besonders mit Sara weitergehen geht. Hierbei hatte ich sehr hohe Erwartungen und ich muss sagen, dass ich nicht enttäuscht wurde, denn "Tashiras Bestimmung" kann gegenüber den anderen Bänden locker mithalten.

Hierbei besitzt die Autorin wieder einmal einen sehr angenehmen Schreibstil, der sich locker, leicht und spannend lesen lässt. Das Setting ist weiterhin düster und perfekt ausgewählt, die Dialoge gut durchdacht und auch die Figuren konnten mich auch aufgrund ihrer Weiterentwicklung überzeugen. Ich fand einige zwar auch weiterhin eher unsympathisch, allerdings sind sie allesamt glaubwürdig und auch ihre stete Entwicklung ist mehr als gelungen.

Die Geschichte um Sara, die nun endlich eine Diamantkriegerin ist, wird gut weitergeführt, es gibt viele spannende Momente, gute Kämpfe und Sara selbst muss stellenweise zwar eine Menge einstecken, gleichzeitig wirkt sie allerdings auch deutlich reifer und selbstbewusster, sodass sie mir als Figur gefallen hat.

Man muss zwar sagen, dass auch dieser Band wieder hier und da ein paar kleinere Schwächen und Logikfehler besitzt, allerdings konnte ich bei diesem Band stellenweise besser darüber hinwegsehen, weil ich einfach viel zu neugierig war, wie sich die Geschichte entwickeln und schließlich enden wird. Man bekommt zwar hier keinen Mega-Bestseller, aber dennoch eine gut durchdachte, interessante und teilweise düstere Fantasy-Geschichte.

Das Cover ist wunderschön und ein absoluter Hingucker. Hier passt einfach alles: Die wunderschöne Farbgestaltung, die Umgebung und die glänzenden Elemente. Die Kurzbeschreibung ist ebenfalls gelungen und für mich der Grund, weshalb ich auch dem zweiten Band unbedingt eine Chance geben wollte.

Kurz gesagt: "Tashiras Bestimmung" ist trotz kleinerer Schwächen ein spannender, ereignisreicher und würdiger Abschluss der "Diamantkrieger-Saga", die mir insgesamt großen Spaß gemacht hat. Schade, dass es nach drei Bänden schon wieder vorbei ist.

Veröffentlicht am 10.08.2017

Interessante Geschichte mit komplexen Figuren

Fay
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Nachdem ich bereits einige Bewertungen zu "Fay" gelesen und gemerkt habe, dass die Meinungen sehr weit auseinandergehen, wurde ich neugierig und wollte dem Buch unbedingt eine Chance geben. Letztendlich ...

Nachdem ich bereits einige Bewertungen zu "Fay" gelesen und gemerkt habe, dass die Meinungen sehr weit auseinandergehen, wurde ich neugierig und wollte dem Buch unbedingt eine Chance geben. Letztendlich gehöre ich zu den Menschen, die das Buch mochten, denn hier erlebt man komplexe Figuren, die man nicht unbedingt ins Herz schließt, ihren Weg aber dennoch gerne mitverfolgt.

Zuerst einmal muss man sagen, dass das Buch trotz seines Alters recht frisch und modern wirkt, denn "Fay" ist bereits erstmals im Jahr 2000 im Original veröffentlicht worden. Dennoch liest sich die Geschichte zum Großteil sehr spannend und angenehm. Man muss zwar zugeben, dass die Geschichte hier und da nicht ohne Längen auskommt, allerdings fand ich die Geschichte insgesamt einfach gut ausgearbeitet. Die Figuren werden bestens beschrieben, man lernt besonders Fay gut kennen und auch die Dialoge wirken oftmals gut ausgearbeitet und nur selten holprig.

Erzählt wird hier die Geschichte von der 17-jährigen Fay, der es in ihrem Zuhause nur noch schlecht geht und kurzerhand beschließt, ihre Familie, insbesondere ihren gewalttätigen Vater, zu verlassen. Mit gerade einmal zwei Dollar und ein paar Zigaretten in der Tasche zieht sie los und erhofft sich ein besseres Leben, in dem Gewalt und Missachtung keine Rolle mehr spielen. Auf ihrem Weg begegnet sie dabei vielen Menschen. Manche wollen ihr helfen, andere wollen sie ausnutzen, doch auch Fay lässt sich nicht alles gefallen und kann trotz ihres Alters gut für sich einstehen.

Dennoch ist Fay nicht zwingend eine Figur, in die man sich schnell hineinversetzen kann. Ich kann zwar verstehen, wieso sie unbedingt weg wollte, allerdings wirkt sie stellenweise noch so unreif und naiv, dass man nur mit dem Kopf schütteln kann. Andererseits wirkt sie jedoch oftmals sehr abgeklärt und selbstbewusst, sodass man sie als deutlich älter einschätzt. Wenn man sich als Leser jedoch bemüht, mehr über das junge Mädchen zu erfahren und sich in sie hineinzuversetzen, wird hier eine interessante und vielseitige Figur erleben, mit der man es jedoch nicht immer leicht hat.

Das Cover wirkt auf der einen Seite sehr idyllisch, gleichzeitig sieht man aber auch, wie einsam es rund um der Farm ist, sodass das Cover auch gut zur Geschichte passt. Die Kurzbeschreibung ist ebenfalls gelungen und hat direkt mein Interesse geweckt, sodass ich Fays Geschichte unbedingt lesen wollte.

Kurz gesagt: Obwohl "Fay" sicherlich alles andere als leicht im Umgang ist, erlebt man hier eine spannende und interessante Geschichte mit komplexen Figuren, die nicht nur zum Nachdenken anrege, sondern einen auch das ein oder andere Mal mit dem Kopf schütteln lassen. Mir hat es gefallen und somit kann ich das Buch nur empfehlen.