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Veröffentlicht am 30.04.2023

Überall sind Lichter

Mein leuchtendes Bilderbuch: Der Dachs entdeckt die Lichter der Stadt
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An einem wunderschönen Sommerabend sitzen Fritzi Fuchs und Denny Dachs auf einer Bank und genießen den Sonnenuntergang. Da fragt sich der Dachs, wie es wohl in der Stadt ist. So gehen sie gemeinsam los ...

An einem wunderschönen Sommerabend sitzen Fritzi Fuchs und Denny Dachs auf einer Bank und genießen den Sonnenuntergang. Da fragt sich der Dachs, wie es wohl in der Stadt ist. So gehen sie gemeinsam los und statten der Stadt einen Besuch ab und Denny stellt fest, dass es in der Stadt viel mehr Monde, Sonnen und Sterne gibt als im Wald.

Sam Taplins Geschichte über den Dachs und den Fuchs ist perfekt für Kinder ab zwölf Monaten geeignet. Die Illustrationen von Róisin Hahessy ergänzen die Geschichte perfekt und werden durch die verschiedenen Lichter, die auf den Seiten leuchten, noch interessanter. Die Lichter werden einmal auf der Rückseite des Buches angeschaltet und leuchten dann fünf Minuten, bevor sie wieder erlöschen. Die Verarbeitung des Buches ist sehr hochwertig und stabil.

Uns hat die Geschichte sofort sehr gut gefallen, denn sie ist unterhaltsam, hat aber auch eine Lehre, nämlich dass man niemals jemanden für seine Überraschung über unbekannte Dinge auslachen sollte.

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Veröffentlicht am 29.04.2023

Tiefgründiger und ergreifender als erwartet!

The Man I Never Met – Kann man lieben, ohne sich zu kennen?
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Hannah geht bei unbekannten Nummern eigentlich nie an ihr Handy - nur heute macht sie eine Ausnahme, denn sie ist neugierig. Dass sie mit dem Anrufer aber bald so gut bekannt sein wird, hätte sie nie gedacht, ...

Hannah geht bei unbekannten Nummern eigentlich nie an ihr Handy - nur heute macht sie eine Ausnahme, denn sie ist neugierig. Dass sie mit dem Anrufer aber bald so gut bekannt sein wird, hätte sie nie gedacht, denn zwischen Hannah und Davey ist irgendetwas, das beide spüren aber nicht benennen können. Sie telefonieren beinahe täglich und überwinden so die Distanz zwischen London und Texas. Als aber ein Treffen kurz bevorsteht, kommt Davey nicht mit dem angekündigten Flugzeug an. Hannah ist enttäuscht und fragt sich, was wohl der Grund dafür ist. Als sie aber die Wahrheit erfährt, ist sie schockiert und möchte für Davey da sein, der sie aber von sich stößt....

Elle Cooks Roman verspricht locker und leicht zu sein, denn der Klappentext verrät nichts von Daveys Schicksal. Dennoch gelingt es der Autorin, die perfekte Balance zwischen Lovestory und der knallharten Realität zu erlangen. Die wechselnden Erzählperspektiven zwischen Hannah und Davey tragen zur fesselnden Handlung noch zusätzlich bei, denn da die beiden sich nie begegnen, werden so trotzdem beide Sichtweisen und Emotionen gezeigt.

Dieser Roman ist großartig und ich konnte ihn kaum mehr aus der Hand legen. Das Schicksal Daveys, seine Gefühle und Handlungen sind sehr realistisch und ergreifend, ebenso Hannahs Reaktionen darauf, sodass mit beiden Protagonisten mitgefühlt werden kann. Ein Buchschatz und Jahreshighlight, dem der Klappentext nicht gerecht wird!

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Veröffentlicht am 28.04.2023

Sei einfach glücklich, egal was du machst!

Unsere lustigsten Tiergeschichten
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Der kleine Waschbär ist ein kleiner Waschbär Waschmichnicht, der sich immer wieder erfolgreich davor drückt, zum Fluss am Ende des Waldes mit dem wunderbarsten klarsten Waschwasser der Welt zu gehen und ...

Der kleine Waschbär ist ein kleiner Waschbär Waschmichnicht, der sich immer wieder erfolgreich davor drückt, zum Fluss am Ende des Waldes mit dem wunderbarsten klarsten Waschwasser der Welt zu gehen und sich dort wie alle anderen Waschbären zu waschen. Erst als er so müffelt wie ein Stinktier, geht er sich waschen und findet es gar nicht mal so schlimm.

Das kleine Stinktier Riechtsogut möchte sich am liebsten den ganzen Tag waschen, frisieren und mit Lavendelspray einsprühen. Von den Stinkerunden, die die anderen Stinktiere unternehmen, hält es so gar nichts. Erst als es so duftet, dass es niemand mehr als Stinktier ernstnimmt und es mit einem Waschbären verwechselt wird, geht es wieder in den Wald und macht eine riesige Stinkewolke - und ist glücklich!

Das Wildschwein Willanderssein will heute einfach alles anders machen, deswegen isst es den Nachtisch zum Frühstück, zieht das Balletröckchen seiner Schwester an und isst das Frühstück am Abend. Obwohl es auf die anderen Wildschweine verrückt finden, finden sie das kleine Wildschwein auch toll und machen sogar mit.

Britta Sabbag erzählt hier drei wunderschöne Geschichten über das Anderssein und ermuntert so Kinder, auch mal etwas anders zu machen oder sich nicht zu schämen, wenn man etwas anderes mag als der Rest der Freunde und Familie. Die Illustrationen von Igor Lange begleiten die Geschichte perfekt und strahlen gute Laune aus.

Meine Tochter und ich finden das Bilderbuch wunderschön und ich musste die Geschichten gleich mehrmals nacheinander vorlesen, da sie so begeistert davon war. Vorallem der kleine Waschbär Waschmichnicht hat es ihr angetan. Ein wirklich tolles, zauberhaftes und sehr empfehlenswertes Bilderbuch!

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Veröffentlicht am 26.04.2023

Oh wie schön, dass alle Menschen so verschieden sind!

Der kleine Ritter Kackebart
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Der kleine Ritter Kackebart ist noch gar nicht so lange ein Ritter. Denn als er zu Prinzessin Tortenwerf aufgebochen ist, war er noch ein einfacher Bauernjunge. Allerdings mit einer Besonderheit - einem ...

Der kleine Ritter Kackebart ist noch gar nicht so lange ein Ritter. Denn als er zu Prinzessin Tortenwerf aufgebochen ist, war er noch ein einfacher Bauernjunge. Allerdings mit einer Besonderheit - einem Kackebart, wie ihn jeder in seiner Familie besitzt. Das findet der kleine Junge aber gar nicht toll und wünscht sich sehr, wie alle anderen zu sein, ohne diesen doofen Bart. Als er aber die Prinzessin vor dem bösen Drachen Stinkerülps beschützen kann, bewundert sie ihn sehr für seine Besonderheit und schlägt ihn genau deswegen zum Ritter...

Der Autor David Safier hat gemeinsam mit dem Illustrator Oliver Kurth eine Geschichte über das Anderssein geschaffen, die zeigt, wie wichtig es ist, dass jeder Mensch seine eigenen Stärken und Besonderheiten hat. Sie machen Mut und bestärken Kinder darin, an sich zu glauben und ein gesundes Selbstbewusstsein zu bekommen. Dank der lustigen Namen, der humorvollen Geschichte und der unterhaltsamen Illustrationen ist das Bilderbuch rundum gelungen und sorgt viele Male für schöne Lesestunden.

Meine Tochter und ich finden das Kinderbuch richtig super und mussten bei jedem einzelnen Namen lachen. Auch die Botschaft wird sehr gut vermittelt und von Kindern ab drei Jahren problemlos verstanden - gerade weil der kleine Ritter Kackebart so offensichtlich anders ist, kann das auch auf kleinere Dinge gut übertragen werden.

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Veröffentlicht am 25.04.2023

Sehr einfühlsam und berührend!

Der Ruf des Eisvogels
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Uckermark, 1938: Olga lebt mit ihrem Großvater und ihrem Bruder Karl in dem kleinen Ort Ginsterburg. Sie verbringt viel Zeit bei ihrer besten Freundin Lotte, deren Mutter so etwas wie ihre Ersatzmutter ...

Uckermark, 1938: Olga lebt mit ihrem Großvater und ihrem Bruder Karl in dem kleinen Ort Ginsterburg. Sie verbringt viel Zeit bei ihrer besten Freundin Lotte, deren Mutter so etwas wie ihre Ersatzmutter ist, da Olgas Mama bei ihrer Geburt verstorben ist. Olgas Vater hat sich nach dem Tod seiner geliebten Frau von der Familie distanziert und kann seine Tochter kaum ansehen, so sehr erinnert sie ihn an das, was er verloren hat. So ist Pa Olgas engster Vertrauter, der ihr alles gibt und in ihr die Liebe zur Natur und der Medizin fördert. Als dann der Zweite Weltkrieg kommt, bemerkt man ihn erst gar nicht in Ginsterburg, denn das Dorf ist klein und sehr ländlich gelegen. Erst später werden die Zahl der Gefallenen größer und die Not der Bewohner wächst... Die Freundschaft zwischen Olga und Lotte aber übersteht alles...

Ginsterburg, 1991: Olga ist auch mit ihren über sechzig Jahren noch als Gynäkologin tätig und genießt es, Frauen helfen zu können, selbst wenn die langen Dienste sie anstrengen. Umso mehr freut sie sich auf die Ruhe an ihren freien Tagen. Aus der herbeigesehnten Ruhe wird aber an diesem Geburtstagswochenende nichts, denn ihre Tochter und ihre Enkelin holen sie zu einem Überraschungsausflug ab, der schnell Olgas komplettes Leben durcheinander bringt und ihre Erinnerungen, auch die schlechten, wieder heraufbeschwört.

Anne Prettin hat für diesen fesselnden Roman eine spannende Thematik gewählt, denn alles dreht sich um die Vergangenheit, die Dinge, die man am liebsten für immer vergessen würde und die Reaktionen, die ausgelöst werden, wenn Geheimnisse ans Licht kommen, die Jahrzehnte im Verborgenen lagen.

Der Roman hat mich schnell in seinen Bann gezogen und ich konnte kaum mehr aufhören zu lesen, so war ich im Geschehen gefangen. Ich finde die Art und Weise der Autorin die Vergangenheit zu erzählen sehr gelungen und mochte die wechselnden Zeitebenen sehr. Oftmals war ich sehr ergriffen von den Ereignissen und bin mir sicher, dass das Gelesene noch lange in mir nachwirken wird.

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