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Veröffentlicht am 02.05.2023

Tischler und das Golfer-Du

Prost, auf die Feinschmecker
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Sechs Gourmets treffen sich regelmäßig in der Kochschule von Sternekoch Willi Winzer, um dort zu kochen. Unter ihnen der pensionierte Lehrer Klaus Busch, Polizeioberrat Schwenk und Bürgermeister Gmeinwieser. ...

Sechs Gourmets treffen sich regelmäßig in der Kochschule von Sternekoch Willi Winzer, um dort zu kochen. Unter ihnen der pensionierte Lehrer Klaus Busch, Polizeioberrat Schwenk und Bürgermeister Gmeinwieser. Für Klaus Busch endet das letzte Event jedoch nicht gut - er bricht tot vor seiner Haustür zusammen. Er wurde vergiftet. Tischler und Fink ermitteln wieder mit ihrer berühmten TuF-Methode. Doch diesmal unter erschwerten Bedingungen - denn gerade Schwenk tut alles, um seine Freunde zu schützen....

"Prost, auf die Feinschmecker" ist wieder allerfeinste Unterhaltung. Friedrich Kalpenstein packt auch hier wieder ganz tief in die Ideenkiste und zieht alle Register seines Könnens. Hier bekommt man wirklich alles! Einen spannenden Kriminalfall voller Verdächtiger und vielen Verwicklungen, gut verpackt in eine gute Prise Humor. Dieser Humor ist absolut stimmig und nicht übertrieben. Er lebt von den zwischenmenschlichen Beziehungen und zeigt, wie gut sich die Charaktere verstehen. So sind die Dialoge zwischen Fink, Tischler und Luise für mich schon Kult. Auch Schwenk mit seiner ihm eigenen Art sorgt für Lachtränen. Und - nicht zu vergessen, da mein absoluter Liebling - Dackeldame Resi, die es einfach versteht, alle um die Pfote zu wickeln. Ohne sie geht ja mal gar nichts! Sie verkörpert eine Dackeldame, so, wie sie wirklich sind. Von sich eingenommen, aber ihren Menschen treu und mit dem Herzen eines Löwen versehen. Ich mag hier einfach jeden dieser sympathischen Charaktere. Brunngries ist durch die wunderbaren Beschreibungen, durch die dieser Ort lebendig wird, für mich schon fast zur Heimat geworden. Hier fühlt man sich wohl, sitzt im "Krause" mit am Stammtisch, geht bei Parker in der Metzgerei einkaufen und fährt mit Tischler im Jaguar durch den Chiemgau.

Ich bin schon jetzt gespannt, was sich Friedrich Kalpenstein für den nächsten Fall ausgedacht hat!

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Veröffentlicht am 29.04.2023

Die Fredenbüller sind wieder in ihrem Element

Schnappt Scholle
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Der im Gefängnis sehr beliebte Ganove Hans-Peter "Scholle" Scholz plant schon bei seiner Entlassung aus dem Gefängnis seine nächste Straftat. Er will die Bank in Schüttorf überfallen. Er will mit seinen ...

Der im Gefängnis sehr beliebte Ganove Hans-Peter "Scholle" Scholz plant schon bei seiner Entlassung aus dem Gefängnis seine nächste Straftat. Er will die Bank in Schüttorf überfallen. Er will mit seinen Helfershelfern von der gegenüberliegenden Bäckerei aus einen Tunnel in den Tresorraum graben. Doch dann liegt der Bäcker tot in der Sperrmüllpresse und nicht nur Scholle hat jetzt ein Problem - denn die Region hat keinen Bäcker mehr! Thies Detlefsen kann endlich wieder in einem Mordfall ermitteln!



Krischan Koch schickt die Fredenbüller nun bereits zum 11. Mal in die Ermittlungen. Und wieder hat er richtig gute Ideen, um die Handlung humorvoll und spannend zu gestalten. Man schlittert hier von einer Situationskomik zur nächsten und kommt aus dem Lachen fast nicht mehr heraus. Dabei kommt aber auch Spannung auf. Denn er gilt einen Mord aufzuklären und irgendwie mag man Scholle und seinen Komplizen Timo ja wirklich gern, so daß man hier fest die Daumen drückt, daß sie heil aus der Sache herauskommen. Überhaupt fühlt man sich hier sofort wieder heimisch in "seinem" Fredenbüll. Es ist wie ein nach Hause kommen und wieder unter Freunden sein. Man sitzt gern mit der ganzen Bande in der Hidden Kist und genießt die Köstlichkeiten. Die Rezepte einiger Backwaren befinden sich übrigens am Ende des Buches - quasi für ein Stück Fredenbüll zu Hause. Der Autor überzeugt auch hier wieder mit seinem typisch lockeren Schreibstil. Hier springt die Fröhlichkeit fast aus dem Buch heraus!

Ich hoffe sehr, daß Fredenbüll noch lange als Schauplatz erhalten bleibt und Krischan Koch niemals die guten Ideen ausgehen!

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Veröffentlicht am 28.04.2023

Wunderbarer Serienauftakt

Schwarze Tage
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Am Tag, als Commissaria Laura Gabbiano ihren Dienst bei der Kriminalpolizei Florenz antritt, geschieht ein mysteriöser Mord. Sternekoch Stefano Simonetti liegt tot in den Hügeln von San Miniato. Neben ...

Am Tag, als Commissaria Laura Gabbiano ihren Dienst bei der Kriminalpolizei Florenz antritt, geschieht ein mysteriöser Mord. Sternekoch Stefano Simonetti liegt tot in den Hügeln von San Miniato. Neben sich als einziger Zeuge sein Trüffelsuchhund Gonzo, der ihm alles bedeutete. Bei der Mordwaffe handelt es sich um Simonettis eigene Vanghetta. Laura Gabbiano und Commissario Vito Carlucci haben schnell zwei Hauptverdächtige. Hat Simonettis Frau ihn aus Wut über seine zahlreichen Affären umgebracht? Oder etwa sein größter Konkurrent, der Simonetti bezichtigt, mit einem von ihm gestohlenen Rezept einen Stern erkocht zu haben? Oder stecken ganz andere Gründe hinter dem Mord?

"Schwarze Tage" von Andrea Tozzio ist der erste (und hoffentlich nicht letzte) Fall für Laura Gabbiano und Vito Carlucci. Beide, sowie ihr Kollege Fraccinelli, sind mir schon ans Herz gewachsen. Laura und Vito sind von Beginn an sympathisch, während Fraccinelli etwas Zeit benötigt, damit man ihm Sympathie entgegen bringen kann. An ihn und seine Art muß man sich erst gewöhnen. Die Handlung ist wirklich sehr spannend. Zum einen hat man hier das Hauptthema - den Mord an Simonetti. Dieser Mord läßt einen schon extrem miträtseln, denn Verdächtige und Motive gibt es genug. Man kann sich gar nicht entscheiden, wer nun der Mörder sein soll. Der Einzige, der hier wirklich ausscheidet, ist Hund Gonzo. Als Nebenstrang gibt es noch die Entführung von Vitos kleiner Schwester Lucia. Vito war selbst noch ein Kind, als sie entführt wurde und die Lösegeldübergabe mißglückte. Bis heute ist er davon überzeugt, daß sie noch lebt und tut alles, um sie zu finden. Andrea Tozzio schreibt unheimlich leicht und locker. Dieses Buch liest sich schnell, da es einfach Spaß bereitet, der Handlung zu folgen. Nebenbei erfährt man viel über Trüffel, die Gesetze, die Trüffelsucher beachten müssen und natürlich den Kampf in der Sternegastronomie. Hier wird wirklich alles sehr anschaulich beschrieben. Auch die Toskana wird hier vor dem Leserauge lebendig und man spürt das toskanische Flair sehr intensiv.
Mir hat dieser Krimi sehr viel Spaß bereitet und ich hoffe, daß Gabbiano und Carlucci noch viele weitere spannende Fälle lösen dürfen!

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Veröffentlicht am 27.04.2023

Urlaubskrimi

Trugbilder
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Kommissar Angermüller ist zurück aus seinem Sabbatjahr, als ihn die Mutter seiner Nachbarin Tonya besorgt anspricht. Tonya ist Influencerin und nun von einer Reise nicht zurückgekehrt. Kurz darauf wird ...

Kommissar Angermüller ist zurück aus seinem Sabbatjahr, als ihn die Mutter seiner Nachbarin Tonya besorgt anspricht. Tonya ist Influencerin und nun von einer Reise nicht zurückgekehrt. Kurz darauf wird im Strandbad am Pönitzer See eine verbrannte Frauenleiche gefunden. Angermüller ist alarmiert- doch es handelt sich nicht um Tonya, sondern um eine andere Influencerin. Angermüller hat nun einiges zu ermitteln- und auch privat gilt es, einiges zu meistern.

Mit "Trugbilder" ermittelt Kommissar Angermüller nun schon in seinem 11. Fall. Diesmal schickt Ella Danz ihn in die Welt des Social Media. Hiervon hat er nun so gar keine Ahnung, was für einige humorvolle Szenen sorgt. Ella Danz zeigt hier auf, wie umkämpft die Welt der Influencer ist. All die schönen Bilder zeigen eine Scheinwelt, die von Neid und Intrigen geprägt ist. Die Handlung ist eher dem ruhigeren Krimi zuzuordnen. Es geht gemütlich zu bei Angermüller. Trotzdem ist der Fall spannend. Es gibt sehr viele Verdächtige, die allesamt sehr gute Mordmotive haben. Hier kann man genau wie Angermüller bis zum Schluß ermitteln und rätseln. Ein weiterer großer Bonuspunkt ist der Handlungsort Holsteinische Schweiz. Diese zauberhafte Landschaft wird hier lebendig und bei mir kam richtig Sehnsucht auf, dorthin zu fahren. Auch wenn Angermüllers Privatleben hier natürlich fortgeführt wird, kann man als Neuling der Handlung folgen. Ella Danz schafft es gekonnt keine Fragen offen zu lassen. Und wer, so wie ich, schon seit Band 1 dabei ist, hat richtig Spaß daran, Angermüllers Leben weiter zu verfolgen. Natürlich wird auch hier wieder mit Begeisterung gekocht. Die dazugehörigen Rezepte finden sich am Ende des Buches!

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Veröffentlicht am 25.04.2023

Ein Mord und ganz viel Aberglaube

Tod in Siebenbürgen
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Paul Schwartzmüller kehrt nach Jahrzehnten in seine Heimat Siebenbürgen zurück, um das Erbe seiner Tante anzutreten. Den Hof will er eigentlich schnell verkaufen, doch dann begegnet er Maia, die dort wohnt ...

Paul Schwartzmüller kehrt nach Jahrzehnten in seine Heimat Siebenbürgen zurück, um das Erbe seiner Tante anzutreten. Den Hof will er eigentlich schnell verkaufen, doch dann begegnet er Maia, die dort wohnt und ihm unheimlich ist. Sie und die übrigen Dorfbewohner begegnen ihm mit Ablehnung, einzig sein Jugendfreund Sorin freut sich, Paul wiederzusehen. Sorin führt Touristen durch das Dracula-Schloss Bran und treibt seine Späße mit ihnen in der Folterkammer. Als dort jemand ermordet in einem Foltergerät aufgefunden wird, fällt der Verdacht sofort auf Sorin. Paul setzt seine journalistische Spürnase ein, um seinem Freund zu helfen. Dabei gerät er in einen Strudel voller Geheimnisse und Intrigen...

Mit "Tod in Siebenbürgen" hat Lioba Werrelmann eine Lücke auf der Weltkarte der Mordschauplätze geschlossen. Mit diesem Handlungsort verbindet man ja eher Gruselgeschichten. Die Geschichte hier wird Siebenbürgen und den Erwartungen an die Handlung mehr als gerecht. Man liest sich in eine fremde Welt, in der Korruption, Intrigen und Aberglaube eine wichtige Rolle spielen. Lioba Werrelmann läßt hier sehr viel Aberglaube einfließen, so daß einem beim Lesen oft die Haare zu Berge stehen. Streckenweise wird es schon gruselig! Durch ihren sehr bildhaften Schreibstil schaudert es einen, wenn Paul einsam durch die Gassen läuft, Wölfe heulen oder plötzlich einfach alles verstummt. Oder aber auch Maia, die mit ihrer Art für unheimliche Momente sorgt. Paul war mir von Beginn an sympathisch und je mehr ich über ihn erfuhr, desto besser verstand ich ihn. Der Kriminalfall ist hier durchaus spannend, zwar nicht voller Action, aber man kann miträtseln und fiebert mit Paul mit, ob er es schafft, die Unschuld seines Freundes zu beweisen. Dabei macht er in den Augen der Dorfbewohner einiges falsch und gerät bei ihnen noch mehr in Ungnade. Dieser Krimi besticht durch seinen Lokalkolorit. Der Autorin gelingt es wunderbar, diese Landschaft lebendig werden zu lassen. Man erlebt die Dorfbewohner mit all ihrem Glauben und Aberglauben und kann es fast nicht glauben, daß dies in der Gegenwart geschieht. Die Autorin schreibt so lebendig, daß man selbst zum Teil dieses Buches wird. Ihr Stil ist leicht und locker, so daß man gern liest und es sehr schade findet, wenn die letzte Seite gelesen ist. Ich hoffe jedenfalls sehr, daß es mit Paul Schwartzmüller in Siebenbürgen weitergeht!

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