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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.10.2023

Niemals verlassen

Das verlassene Haus
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Irgendwie ziehen mich Romane über "Geisterhäuser" magisch an. So auch "Das verlassene Haus" von D.M. Pulley - auf englisch heißt das Buch "No one at home". Beides klingt gut, passt aber irgendwie für mich ...

Irgendwie ziehen mich Romane über "Geisterhäuser" magisch an. So auch "Das verlassene Haus" von D.M. Pulley - auf englisch heißt das Buch "No one at home". Beides klingt gut, passt aber irgendwie für mich nicht ganz - dazu aber später.
Das Buch handelt von der Geschichte des Hauses Rawlingswood in Shaker Heights Cleeveland - genauer die Geschichte der 5 Familien, die das Haus bewohnten bzw derzeit bewohnen. Das ist die Familie Spielmann, die einen Neuanfang wagen möchte. Doch bereits bei den Renovierungen geht einiges schief und ständig brennt auf dem Dachboden das Licht. Immer im Wechsel wird von der Vergangenheit der vorherigen Besitzer und der Gegenwart erzählt. Dabei kommen viele Tragödien ans Tageslicht. Eine der Familien kommt mir ein bisschen zu kurz, aber das ist okay, die anderen haben genug aufzuweisen. Letztendlich lässt sich in diesem Buch aber eine ganz einfacher Lösung für die Vorkommnisse finden. Was mich wieder zum Titel bringt, denn bis auf die aller letzte Szene passt der Titel einfach nicht (sowohl im Deutschen als auch im Englischen) - denn: ACHTUNG SPOILER! es ist immer jemand im Haus. Und verlassen... tja, die Eigentümer verlassen alle das Haus, meist aber nicht aus freien Stücken. Ansonsten war das Buch wirklich gut und durch die Grundrisse wurde es sehr anschaulich. Die Es liest sich zügig und verbindet alle Geschichten logisch miteinander. Nach hinten raus ging dann ein wenig die Luft aus, da man bereits wusste, was für alles verantwortlich ist. Daher gebe ich gerne 4 von 5 ⭐. Die Autorin merke ich mir auf jeden Fall, auch ihre anderen Bücher klingen sehr spannend.

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Veröffentlicht am 26.09.2023

Zeitreise mal anders

Adam und die Jagd nach der zerbrochenen Zeit
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Bücher über Zeitreisen gibt es viele, aber keins ist wie dieses hier. Denn Adam reist mit Hilfe einer Schneekugel - er besucht die Jahre 1922, 1935, 1967 und noch einige mehr. Allerdings immer nur, wenn ...

Bücher über Zeitreisen gibt es viele, aber keins ist wie dieses hier. Denn Adam reist mit Hilfe einer Schneekugel - er besucht die Jahre 1922, 1935, 1967 und noch einige mehr. Allerdings immer nur, wenn die Schneekugel ein Bild zeigt. Die findet er auf dem Dachboden seines Onkels, bei dem er seit dem Unfalltod seiner Eltern lebt. Auf diesen Reisen, die teilweise sehr abrupt enden, lernt er viele neue Menschen kennen - manche trifft er sogar mehrfach. Und mit jeder Reise wächst sein Wunsch, Schicksale zu ändern. Ist das machbar und was können die anderen Dinge, die die Zeit und die Menschen beeinflussen dabei bewirken?

Im Buch stellen sich viele Fragen die in Vergangenheit und Zukunft, wirksam miteinander verflochten, beantwortet werden. Dabei geht es um Freundschaft, Familie und vieles mehr. Das Buch liest sich sehr schön, die Kapitel sind nicht zu lang und der Sprachstil passend. Die Themen für Kinder/Jugendliche angemessen und auch für Erwachsene interessant.

Uns hat die Geschichte gefesselt - wir sind gern mit Adam ins Abenteuer gegangen. Man muss es allerdings wirklich hintereinander weg lesen - wir hatten eine längere Pause und kamen dann erst mal mit den sporadisch auftauchenden Figuren nicht klar - da ist das Buch schon sehr komplex. Aber das ist wirklich nur ein kleines Manko. Ansonsten gibt es von uns 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 18.07.2023

Jeder kann etwas bewirken

Das Glück der Geschichtensammlerin
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Janice ist Putzfrau und sammelt Geschichten - letzteres macht sie glücklich, erstes hilft ihr dabei sie zu sammeln. Dabei behauptete der Klappentext, dass sie selbst keine Geschichte hätte, aber ...

Janice ist Putzfrau und sammelt Geschichten - letzteres macht sie glücklich, erstes hilft ihr dabei sie zu sammeln. Dabei behauptete der Klappentext, dass sie selbst keine Geschichte hätte, aber kann man das glauben?
Das Cover ist ganz unspektakulär und zeigt einen umgefallenen Eimer und einen Terrier, der in der Geschichte auch eine Rolle spielt. Also ganz entspannt, so wie die ganze Geschichte ist, denn das Buch ist durchweg recht ruhig, spannende Momente gibt es kaum, obwohl ich zwei Mal kurz die Luft anhalten musste.
Janice als Mensch ist für mich eine typische Frau, die unter der Fuchtel ihres Mannes steht und sehr auf Harmonie aus ist und sich dabei selbst oft vergisst. Doch dann lernt sie Mrs.B. kennen. Das ändert alles, denn Mrs. B. interessiert sich im Gegensatz zu allen anderen auch für Janice Geschichte und genau das bewegt in Janice etwas, das ihr hilft anderen noch mehr zu helfen, als bisher.
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Die Geschichte plätschert dahin, eine gute seichte Unterhaltung, die doch einige Tiefen birgt und interessant zu lesen ist. Das Prinzip der Geschichten zieht sich durch das Buch, wobei es im späteren Verlauf ein wenig in den Hintergrund rückt - wobei dabei ja doch eine Geschichte erzählt wird. Die Figuren sind interessant, weisen aber bis auf Mrs. B. und Janice wenig Tiefen auf. Was nicht schlimm ist, es funktioniert trotzdem und man lernt verschiedene Charaktere kennen, manche sympathisch, manche nicht, wie das Leben eben so spielt.
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Alles in allem eine ansprechende Geschichte, die einen zwar nicht mitreißt, aber doch zeigt, dass alle Menschen ihre Geschichte haben, egal wie unscheinbar sie sein mögen und das man auch als "Putzfrau" etwas bewirken kann.

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Veröffentlicht am 21.06.2023

Fast wie Indiana Jones

Lenny Hunter – Die magische Sanduhr (Bd.1)
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Kinder erleben gern Abenteuer und so geht es auch der Hauptfigur Lenny Hunter, der uns bereits auf dem Cover mit zu einem roten Flugzeug nimmt.
Zusammen mit seinen Freunden bekommt Lenny einen Auftrag ...

Kinder erleben gern Abenteuer und so geht es auch der Hauptfigur Lenny Hunter, der uns bereits auf dem Cover mit zu einem roten Flugzeug nimmt.
Zusammen mit seinen Freunden bekommt Lenny einen Auftrag von seinem Großvater, der früher einmal in einer Abenteuerbande war - Lenny tritt also in seine Fußstapfen und zusammen mit dem Flugzeug Rosty geht es auf ins Abenteuer in den Dschungel zu den Plapageien.
Die Figuren sind kindgerecht neugierig und haben keine Ecken und Kanten, sondern machen alles um den Auftrag zu erledigen. Die wenigen Steine, die sich ihnen in den Weg stellen, räumen sie zur Seite und sind erfolgreich. Passend also für ein Kinderbuch.
Der Text liest sich leicht, obwohl ich finde, dass das angegebene Alter ab 3 etwas zu niedrig ist (ist aber Kind abhängig) - mein kleiner hätte sich nie so lange konzentrieren können, als er 3 war. Auf jeden Fall ist es kindgerecht geschrieben ohne Fremdworte usw.
Was für die Kids aber noch interessanter ist, sind die großflächigen sehr detaillierten Illustrationen. Hier kann man so viel entdecken, dass der Text fast zweitrangig wirkt. Zusätzlich findet man noch eine Klappe und ein Buch im Buch, was zum Entdecken einlädt und was für mich gern hätte mehr sein können.
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Alles in allem ist es ein wunderbares Buch über Abenteuer und Freundschaft - sehr anschaulich, aber das angegebene Alter ist für mich irgendwie nicht passen (ab 5 wäre besser) und der Text ist schon recht klein geschrieben - im Vergleich zur Buchgröße, die wirklich toll ist.

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Veröffentlicht am 01.06.2023

Spannend bis zum Schluss

Die Verborgenen
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Als Hausbesitzer hat man immer Angst, dass etwas mit dem Haus passiert. Was aber wenn jemand mit im Haus wohnt, von dem man nichts ahnt, der sich durch privaten Sachen kramt und man sich blöd vorkommt, ...

Als Hausbesitzer hat man immer Angst, dass etwas mit dem Haus passiert. Was aber wenn jemand mit im Haus wohnt, von dem man nichts ahnt, der sich durch privaten Sachen kramt und man sich blöd vorkommt, weil plötzlich Kleinigkeiten anders sind, als man sie eigentlich verlassen hatte. Dann hat man vielleicht einen Phrogger im Haus - die leben versteckt mit dir unter einem Dach - meist nur eine kurze Zeit. Sie sind auch nicht gefährlich.
Im Fall von Sven und Franziska Hoffmann kommen durch einen Phrogger aber Geheimnisse ans Licht, die sonst lange geschlummert hätten.
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Mich hat das Cover direkt angesprochen, auch wenn ich mir nicht sicher bin, ob ich als Hausbesitzer so ein Thema lesen möchte - die Vorstellung, dass unter meinem Dach verborgen vor uns noch jemand ohne unser Wissen lebt ist gruselig.
Zum Glück geht es nicht die ganze Zeit um das Thema der Phrogger, sondern eher um Familiengeheimnisse und einen Todesfall, alles miteinander versponnen. Dabei wird es nicht langweilig, vor allem, weil oft falsche Spuren gelegt werden und man am Ende nicht mehr weiß, wem man trauen soll.
Die Hauptfiguren sind alle auf ihre Art okay, von sympathisch möchte ich nicht sprechen, aber das müssen sie ja auch gar nicht sein. Auch das Ende ist plausibel (anders als beim "Loft") und macht das Buch für mich rundum passend.
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Mir hat das Buch sehr gefallen aber irgendwie fehlte mir so das Gewisse Etwas, ich kann aber nicht greifen - was. Das Buch ist wirklich super und es gibt eine klare Leseempfehlung von mir.

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