Eine wunderschöne Parabel auf die aktuellen Herausforderungen an uns alle
Der Eisbär und die Hoffnung auf morgenDer britische Autor John Ironmonger konnte mich bereits bei seinem Werk "Der Wal und das Ende der Welt" restlos begeistern.
Jetzt in seinem aktuellen Roman "Der Eisbär und die Hoffnung auf morgen" schickt ...
Der britische Autor John Ironmonger konnte mich bereits bei seinem Werk "Der Wal und das Ende der Welt" restlos begeistern.
Jetzt in seinem aktuellen Roman "Der Eisbär und die Hoffnung auf morgen" schickt er uns zurück in das kleine Fischerdorf St. Piran in Cornwall und erzählt eine weitere grandiose Geschichte, die man nicht mehr so schnell aus dem Kopf bekommen wird.
Auch, wer "Der Wal und das Ende der Welt" nicht gelesen hat, wird gut mit diesem Roman zurecht kommen.
Die Schreibe von Ironmonger ist für mich immer wieder sehr wohltuend. Bei mir entstehen während des Lesens dann sofort die entsprechenden Bilder im Kopf und ich kann mich sehr schnell in die ganzen Szenerien fallen lassen und in die eigentliche Handlung tief eintauchen.
Gegensätzlicher könnte die beiden Hauptprotagonisten in diesem Plot wohl nicht sein.
Ein älterer Politiker, der dem Thema Klimawandel eher kritisch gegenübersteht und ein junger dynamischer Klimaaktivist, der weiß was die Uhr diesbezüglich für alle von uns geschlagen hat. Wäre da bloß nicht die sprichwörtliche Schnapsidee der Wette im Pub gewesen, die beide Schicksale miteinander verbindet.
Mehr möchte ich zum eigentlichen Plot gar nicht verraten.
Die beschriebenen Szenerien wirkten auf mich sehr real und vor allem sehr eindrücklich.
Ironmongers Roman wirkte auf mich persönlich wie eine mahnende Parabel an uns alle.
Wir begleiten dabei die beiden Protagonisten auf einer Zeitreise in die Zukunft, die den Klimawandel und dessen Auswirkungen dann spürbar werden lassen.
Für mich persönlich trifft Ironmonger mit seinem aktuellen Roman den Nagel auf den Kopf und man kann nur hoffen, dass dieser von einem breiten Publikum gelesen wird. Vielleicht bedarf es ja auch solcher fiktiven Geschichten, um dann in der breiten Masse ein engagierteres Umdenken anzustoßen.
Das Buch und das aufgegriffene Thema könnten nach meiner Ansicht wohl aktueller nicht sein, wenn man sich beispielsweise in Erinnerung ruft, wie der aktuelle CDU-Chef Merz zum Thema Klimaschutz steht.
"Es ist gerade nicht so, dass morgen die Welt untergeht. Wenn wir in den nächsten 10 Jahren die Weichen richtig stellen, sind wir auf einem guten Weg."
Auch wenn im Buch ein fiktives Szenario beschrieben wird, ist dieses leider nicht so weit weg von unserer aktuellen Realität oder gar utopisch, wie das vorherige Zitat eines deutschen Spitzenpolitikers zeigt.
Mich hat der Roman sehr schnell gepackt und ich empfand das Thema richtig gut in Szene gesetzt. Die ganze Tonalität, die Ironmonger anschlägt, passen ausgesprochen gut zum gesamten Kontext.
Wenn wir alle an einem Strang ziehen und uns nicht auseinander dividieren lassen schaffen wir hoffentlich noch den erhofften Turnaround für unser aller Überleben.