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Lenna

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.01.2024

Unterhaltsam

Die listenreiche Entführung
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Der historische Roman beginnt fast direkt seine Handlung mit einem herabsausenden Brett, das den Adeligen Oscar ohnmächtig werden lässt. Die anschließende Entführung durch die hübsche Miss Virginia Ridgeway ...

Der historische Roman beginnt fast direkt seine Handlung mit einem herabsausenden Brett, das den Adeligen Oscar ohnmächtig werden lässt. Die anschließende Entführung durch die hübsche Miss Virginia Ridgeway und ihren Bruder sorgt also von Anfang an für Spannung. Diese Spannung wird allein durch diese Ausgangslage aufrechterhalten und wird zusätzlich durch die beginnenden Gefühle der beiden Protagonisten unterhaltsam. Virginia und Oscar sind beide sehr sympathische Figuren, die ich als Leserin direkt in mein Herz geschlossen habe. Ich habe mit ihnen mitgelitten und mitgefiebert.
Was bei mir bei der Lektüre gerade zu Beginn für Schwierigkeiten gesorgt hat, waren die vielen Namen, Titel und Verbindungen der Figuren untereinander. Davon schwirrte mir der Kopf und es hat eine ganze Weile gedauert, bis ich einen halbwegs groben Überblick hatte. Das mag daran liegen, dass ich die vorherigen Bände über die Freunde Oscars nicht gelesen habe. Für erfahrene Leser*innen der Reihe wird dies wahrscheinlich keine Hürde darstellen. Es empfiehlt sich also die Reihe am Anfang zu beginnen.
Auch der Verlauf der Handlung bzw. das Handeln einiger Figuren war mir an der ein oder anderen Stelle etwas langatmig oder nicht nachvollziehbar. Das soll allerdings nicht heißen, dass ich die Geschichte nicht schön und unterhaltsam gefunden habe. Fans von historischen Romanen mit Liebesgeschichte sind hier auf jeden Fall richtig.

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Veröffentlicht am 07.09.2023

Genre?

Hund 51
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Viele Bücher lassen sich meist ganz unproblematisch einem bestimmten Genre zuordnen. Dies kann man von "Hund 51" von Laurent Gaudé defintiv nicht behaupten. Auch nach der Lektüre bin ich mir immer noch ...

Viele Bücher lassen sich meist ganz unproblematisch einem bestimmten Genre zuordnen. Dies kann man von "Hund 51" von Laurent Gaudé defintiv nicht behaupten. Auch nach der Lektüre bin ich mir immer noch nicht sicher, in welche Genreschublade ich es jetzt schlussendlich packen würde: Distopie? Krimi? Roman? - Das bleibt offen und vielleicht ist das auch gut so.
Genauso unentschlossen und unabgeschlossen ist auch meine Einstellung zum Buch und seiner Geschichte. Der Einstieg in die Story ist mir ehrlich gesagt recht schwer gefallen. Man wird als Leser*in in eine Welt geschmissen, die klimatisch schwierig und gesellschaftlich betrachtet noch schwieriger geworden ist. Firmen kaufen plötzlich ganze Länder und entscheiden, wer für die Gesellschaft brauchbar und wer eben nicht brauchbar ist. In dieser Welt lebt Sparak, ein sogenannter 'Hund', der als Ermittler tätig ist. Der Mord, den er aufklären soll, stellt sich im Laufe der Zeit als poltisch sehr verstrickt heraus. Im Ganzen ist alles irgendwie sehr politisch und wirtschaftlich-kapitalistisch durchzogen, sodass ich gar keine Einzelheiten hier schildern kann.
Die Atmophäre ist fast durchweg trist und trostlos und mit dem Ende konnte ich ehrlich gesagt gar nichts anfangen, auch wenn es zur Grundstimmung defintiv passt.
Abschließend kann ich immer noch nicht sagen, was ich von diesem Buch halten soll - vielleicht braucht das einfach noch etwas Zeit und Abstand zur Lektüre.

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Veröffentlicht am 25.07.2023

In Ordung

Eine Nacht mit dir
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Der Anfand von 'Eine Nacht mit dir' hat mir unheimlich gut gefallen. Nic und Ruby treffen ganz zu Anfang aufeinander und verbringen eine magische Nacht miteinander. Es hat sprichwörtlich zwischen ihnen ...

Der Anfand von 'Eine Nacht mit dir' hat mir unheimlich gut gefallen. Nic und Ruby treffen ganz zu Anfang aufeinander und verbringen eine magische Nacht miteinander. Es hat sprichwörtlich zwischen ihnen gefunkt und das spürt man als Leserin auch ganz deutlich. Allerdings ist es Rubys letzte Nacht in London und Nics erste. Trotz dieser Hürde bleiben die beiden irgendwie in Kontakt. Als Leserin begleitet man die beiden durch ihren Alltag und erhält sehr ausführliche Einblicke durch die Perspektivwechsel. Bis hierhin fand ich das Buch total lesenswert und ich war richtig begeistert. Es war luftig und leicht zu lesen - einfach eine tolle und spritzige Liebesgeschichte.
Leider geschehen im Laufe der Handlung einige Entwicklungen, die für mich aus der Luft gegriffen wirkten und die für mich absolut nicht nachvollziehbar waren. Ich möchte hier nicht zu viel verraten, aber diese Wendungen waren für mich unnötig dramatisch. Die Geschichte hätte meiner Meinung nach auch sehr gut ohne sie funktioniert. Diese Entwicklungen haben leider für mich das ganze Buch irgendwie vermiest und ich war am Ende leider sehr enttäuscht. Ob dies für jeden der Fall ist, kann ich aber nicht beurteilen. Vielleicht denken sich andere Leser*innen gar nichts bei der Entwicklung der Handlung. Am besten ist es sich selbst ein Bild von diesem Buch zu machen.

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Veröffentlicht am 25.06.2023

Solider Thriller

Refugium
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Das Buchcover ist wie so oft bei Thrillern in schwarz gehalten mit einzelnen farblichen Akzenten. Außerdem ist ein Birkenast abgebildet, den ich bis jetzt noch nicht einordnen kann (Warum ist der überhaupt ...

Das Buchcover ist wie so oft bei Thrillern in schwarz gehalten mit einzelnen farblichen Akzenten. Außerdem ist ein Birkenast abgebildet, den ich bis jetzt noch nicht einordnen kann (Warum ist der überhaupt da?). Bis hierhin gibt es soweit also nichts Außergewöhnliches. Auch die Handlung des Thrillers entspricht dem, was man bei Thrillern gewöhnt ist. Es gibt eine ehemalige Ermittlerin (Julia), die zufällig über einen Mord (oder in diesem Fall mehrere) stolpert und dann nicht die Finger von den Ermittlungen lassen kann. Obwohl sie eigentlich gar nicht so aktiv dabei wird, wie man jetzt vielleicht denken könnte. Julia blieb für mich die ganze Zeit etwas zu passiv. Von ihr hätte ich mir einfach mir Aktion gewünscht. Anders sieht es mit Kim aus, der sie eigentlich nur für ihr neustes Buch beraten sollte. Er wird über alle Maße aktiv, was aufgrund seiner Vergangenheit aber auch verständlich ist.
Seine Rolle und seine Taten, vor allem im Epilog des Buches, waren für mich in vielen Teilen sehr fragwürdig und ich bin sehr gespannt wie es im zweiten Band weitergehen wird und vor allem auch wie weit Kim bereits ist zu gehen.

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Veröffentlicht am 03.06.2023

Queere Fantasy

SOL. Das Spiel der Zehn
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"Sol - das Spiel der Zehn" hat alles, was eine spannende Fantasy-Geschichte ausmacht: starke Hauptfiguren mit göttlichen Fähigkeiten, einen gefährlichen Wettkampf und natürlich Bösewichte, die im Dunkeln ...

"Sol - das Spiel der Zehn" hat alles, was eine spannende Fantasy-Geschichte ausmacht: starke Hauptfiguren mit göttlichen Fähigkeiten, einen gefährlichen Wettkampf und natürlich Bösewichte, die im Dunkeln verborgen warten.
Teo als Hauptfigur hat mir ziemlich gut gefallen. Er besitzt Charakterstärke und ich habe ihn sehr gerne bei seinem Abenteuer begleitet.
Was mir unheimlich gut gefallen hat, war die Einbindung vieler queerer Charaktere in diese Fantasy-Geschichte. Das habe ich bisher noch bei keiner Fantasystory gelesen und ich habe mich sehr darüber gefreut.
Was ich wirklich sehr schade fand, war die zum Teil fehlende Spannung. Für mich plätscherte es immer mal wieder dahin. Gegen Ende der Handlung kam dann das erste Mal richtig Spannung auf, doch da war das Buch auch schon mit einem fetten Cliffhanger zu Ende. Das fand ich sehr enttäuschend. Deswegen bin ich umso gespannter auf den zweiten Band.

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