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Veröffentlicht am 27.06.2023

In St. Peter-Ording wird gekegelt

Fiese Brise in St. Peter-(M)Ording (St. Peter-Mording-Reihe 2)
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Ilva Feddersen ist vor einem Jahr in ihre Heimat St. Peter-Ording zurückgekehrt. Bereits im letzten Jahr hat sie tatkräftig bei der Aufklärung einer Mordserie mitgeholfen und auch dieses Jahr kann sie ...

Ilva Feddersen ist vor einem Jahr in ihre Heimat St. Peter-Ording zurückgekehrt. Bereits im letzten Jahr hat sie tatkräftig bei der Aufklärung einer Mordserie mitgeholfen und auch dieses Jahr kann sie es nicht lassen, an der Aufklärung eines Mordfalls mitzuwirken. Wurde doch der, leider eher unbeliebte, Hotte in seinem Wohnmobil tot aufgefunden. Nach und nach werden sämtliche Teilnehmer des Kegelturniers, das von Ilva mitorganisiert wird, verhört, aber eine heiße Spur tut sich nicht auf...

Tanja Janz setzt ihre St. Peter-(M)Ording-Reihe mit einem zeitlichen Abstand von einem Jahr fort, sodass sich bei den Charakteren einiges getan hat und der Leser erfreut die Veränderungen in deren Leben verfolgen kann. Der Mordfall steht aber in diesem Band nicht ganz so sehr im Vordergrund wie im Vorgängerteil, was ein bisschen schade ist. Auch sonst plätschert die Handlung eher dahin und es fehlt ein wenig an Spannung.

Schade, dass der zweite Teil nicht mit dem ersten mithalten kann und ich ein wenig enttäuscht bin. Nichtsdestotrotz habe ich das Buch sehr gerne gelesen und mich gefreut, dass Ilva nun wieder mit Eike zusammen ist und Ilvas Mutter sich so gut von ihrem Oberschenkelhalsbruch erholt hat. Wäre es nach mir gegangen, hätte der Leichenfund schon etwas früher als erst nach dem ersten Drittel des Buches stattfinden können, denn das wäre der Spannung durchaus zuträglich gewesen. Es würde mich aber trotzdem sehr freuen, wenn noch ein dritter Band erscheint und es wieder etwas Cosy Crime aus St. Peter-Ording gäbe.

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Veröffentlicht am 27.06.2023

Spielerisch die wilden Tiere der Stadt entdecken

Wilde Tiere in der Stadt – Das Natur-Mitmachbuch
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Viele Kinder wissen es gar nicht, doch es gibt sie wirklich - wilde Tiere in der Stadt. So leben neben Ratten auch Füchse, Waschbären oder Fledermäuse in den Städten. Manche Tierarten haben die Städte ...

Viele Kinder wissen es gar nicht, doch es gibt sie wirklich - wilde Tiere in der Stadt. So leben neben Ratten auch Füchse, Waschbären oder Fledermäuse in den Städten. Manche Tierarten haben die Städte erst vor Kurzem für sich entdeckt, andere leben schon lange dort. Immerhin gibt es dort immer reichlich Nahrung, die Temperaturen sind teilweise etwas höher als auf dem Land und geeignete Wohnräume gibt es auch.

Sophia Kimmig erklärt in diesem Sachkinderbuch alles über wilde Tiere, die in der Stadt leben. Allerdings will sie mit vielen Aufgaben zum Mitmachen anregen, sodass gerätselt, gebaut und gestickert werden kann, um sich manche Informationen besser merken zu können. Die Sprache der Autorin ist kindgerecht und somit schnell verständlich. Selbst für Erwachsene hält das Buch noch so manche Information bereit, die so noch nicht bekannt war.

Meine Kinder finden das Buch sehr interessant, denn sie lieben Tiere und sind immer ganz interessiert an neuem Wissen, das sie dann wie ein Schwamm aufsaugen. Die Mitmach-Aufgaben fanden sie toll und waren immer voller Begeisterung dabei. Mir gefallen die Rätsel besonders gut, denn sie helfen, die gehörten und gelesenen Informationen besser zu verinnerlichen und machen das Buch spannender.

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Veröffentlicht am 23.06.2023

Eine farbenfrohe Liebe

Wenn dein Herz woanders wohnt
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Leonie liebt Farben! Das passt zu ihrem Beruf als Grafikerin, aber auch sonst begleiten Farben sie überall. Denn für sie hat jeder Mensch seine ganz persönliche Seelenfarbe - ihre kennt sie allerdings ...

Leonie liebt Farben! Das passt zu ihrem Beruf als Grafikerin, aber auch sonst begleiten Farben sie überall. Denn für sie hat jeder Mensch seine ganz persönliche Seelenfarbe - ihre kennt sie allerdings noch nicht... Momentan läuft in ihrem Leben aber alles schief, denn nach der Trennung ihres Freundes Raphael, der auch der Vater ihres Sohnes Milan ist, ist es finanziell etwas eng und auch beruflich könnte es besser laufen. Aus diesen Gründen prahlt sie bei einer Besprechung vor ihrer Chefin damit, bald eine neue Firma anzuwerben. So nimmt das Chaos seinen Lauf und Leonie merkt, dass sie nun Gas geben muss und das geht nur ohne Milan. Also verbringt dieser nun die Wochenenden bei seinem Vater und dessen neuer Freundin und Leonie geht zu Untermiete in die Wohnung ihres Vaters, die durch eine spezielle Klausel im Mietvertrag immer mit einem freien Zimmer auf sie oder andere Angehörige wartet. Das ist aber schon etwas seltsam, denn der Rest der Wohnung wird von einem Mann bewohnt, dem Leonie noch nie begegnet ist...

Judith Wilms hat dieser Liebesgeschichte eine ganz besondere Idee zugrunde gelegt - so verlieben sich zwei Menschen ineinander, die sich noch nie getroffen haben und dennoch eine große Sympathie zueiander entwickelt haben. Leonies Liebe zu Farben spiegelt sich in der gesamten Handlung wieder, sogar in den Kapitelüberschriften. Nun frage ich mich doch tatsächlich, was ist eigentlich meine Seelenfarbe...

Der Roman hat sich zwar flüssig gelesen, aber dennoch konnte ich mich nie ganz in der Handlung verlieren und die Zeit vergessen. Die Liebesgeschichte zwischen Leonie und Thies entwickelt sich aber wunderschön langsam und bleibt durchgehend interessant. Insgesamt ein tolles Buch für zwischendurch, das Lust aufs Renovieren der eigenen vier Wände macht!

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Veröffentlicht am 18.06.2023

Die erste Liebe - intensiv und berührend!

First & Forever, Band 1 - Be My First
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Connor lebt erst seit kurzem in der Stadt und kennt bisher einzig seinen Nachbarn Trevor, der ihm am Tag des Einzugs beim Schleppen der Kisten und Möbel geholfen hat. Der Umzug war für ihn und seinen Vater ...

Connor lebt erst seit kurzem in der Stadt und kennt bisher einzig seinen Nachbarn Trevor, der ihm am Tag des Einzugs beim Schleppen der Kisten und Möbel geholfen hat. Der Umzug war für ihn und seinen Vater nötig, dass Connor darauf hofft, von einem Couch entdeckt wird und so ein Sportstipendium für eins der bekannten Colleges erhält und vielleicht sogar eines Tages ein berühmter Basketballspieler wird.

Ava ist Einzelgängerin und schleppt schwer an dem Schicksal ihrer Mutter, die mit schweren Verletzungen und einer posttraumatischen Belastungsstörung zuhause ist und Ava sie nicht allein lassen kann und möchte. Ihr Stiefbruder Trevor dagegen möchte, dass sie gut in der Schule ist, um später einmal auf ein gutes College gehen zu können und nicht ihr Leben komplett auf ihre Mutter ausrichtet und irgendwann ohne Ausbildung und Geld dasteht.

So stehen Ava und Connor gleichermaßen unter Druck und können sich gegenseitig besser verstehen, als es anfangs den Anschein hat.

Jay McLean gelingt es, das Schicksal der beiden Teenager sehr berührend zu schildern und so ihre Leser zu fesseln. Da beide Protagonisten abwechselnd aus ihrer Sicht und ihrem Leben berichten, bleibt die Handlung interessant und wird so vielschichtiger. Die Sprache der Autorin ist einfach und liest sich schnell und flüssig. Die Charaktere sind allesamt sehr realistisch und sympathisch.

Ich mochte das Buch sehr gerne und finde es gerade etwas blöd, dass ich den zweiten Teil noch nicht hierliegen habe, um sofort weiterzulesen. Insgesamt fand ich die Handlung interessant und spannend, allerdings waren auch Teile dabei, in denen das Geschehen nur so dahinplätscherte, um dann doch relativ dramatisch zu werden.

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Veröffentlicht am 24.05.2023

Die Natur auf dem Teller

Ernte an Wegen, Wiesen und Wäldern
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Die Natur beschenkt uns das ganze Jahr über mit wunderbaren Früchten, Wildkräutern, Pilzen, Nüssen und Blüten, die wir nur zu ernten und verarbeiten brauchen, um das gesamte Jahr davon zu zehren. Sobald ...

Die Natur beschenkt uns das ganze Jahr über mit wunderbaren Früchten, Wildkräutern, Pilzen, Nüssen und Blüten, die wir nur zu ernten und verarbeiten brauchen, um das gesamte Jahr davon zu zehren. Sobald man sich beim Sammeln sicher ist und eine Verwechslungsgefahr mit giftigen oder unverzehrbaren Pflanzen sichergestellt ist, kann man mit diesem Buch ans Werk gehen und die gesammelten Produkte verarbeiten. Geordnet sind die Rezepte nach Jahreszeiten, sodass man mit dem Bärlauch startet und der Pilzsaison endet.

Christiane Leesker greift in diesem Koch- und Backbuch rund um die vegetarische Küche mit Produkten aus der Natur viele bekannte Rezepte auf und verfeinert diese auf ihre Art. Die Zubereitung ist einfach gehalten, sodass sich der Aufwand in Grenzen hält und die Lust am Verarbeiten der gesammelten Produkte nicht durch stundenlanges Werkeln in der Küche schwindet.

Die Fotografien Vanessa Jansens sind natürlich und zeigen die Gerichte, wie sie auch zuhause aussehen. Da sie kein künstliches Licht verwendet, wirkt alles realistisch. Alles wurde von ihr sehr ansprechend angerichtet, sodass die Lust auf ein Nachmachen steigt und man schon beim bloßen Durchblättern sofort anfangen möchte zu sammeln, zuzubereiten und zu genießen.

Schon der erste Eindruck des Buches war durchweg positiv, denn bereits der Einband fasst sich hochwertig an. Aber auch die Seiten selbst sind dick und fest und versprechen eine lange Haltbarkeit. Auch die Texte und Fotografien haben mich angesprochen und mir Lust auf Gerichte mit selbst gesammelten Dingen aus der Natur gemacht. Deshalb habe ich bereits den Löwenzahnhonig ausprobiert und meine Familie liebt ihn, ebenso das Bärlauchpesto und die Pfannkuchen mit Blaubeeren. Alle Rezepte waren herrlich unkompliziert und gingen schnell. Allerdings hätte ich mir ein paar mehr besondere und neue Rezepte gewünscht, denn insgesamt sind die Rezepte doch altbekannt und nur in kleinen Dingen abgewandelt. Trotzdem ein tolles Buch für alle, die gerne Zeit in der Natur verbringen und dann das Gesammelte haltbar machen wollen.

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