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Veröffentlicht am 06.07.2023

Must-Read für Fans!

Ein mörderisches Paar - Das Versprechen
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Sommerfeldt ist zurück! Nach der Trilogie um Dr. Sommerfeldt kommt die Hauptperson endlich zurück in einem neuen Fall, gemeinsam mit seiner Frauke. Die Geschichte steht den Vorgängerbänden in nichts nach ...

Sommerfeldt ist zurück! Nach der Trilogie um Dr. Sommerfeldt kommt die Hauptperson endlich zurück in einem neuen Fall, gemeinsam mit seiner Frauke. Die Geschichte steht den Vorgängerbänden in nichts nach und alle Fans von Klaus-Peter Wolf kommen hier auf ihre Kosten.

Ein 13jähriger Junge wurde durch eine Überdosis Heroin zu Tode gebracht. Einen Schuldigen gab es, jedoch wurde dieser freigesprochen aufgrund fehlender Beweise. Dr. Bernhard Sommerfeld sieht sich dazu gezwungen, den Jungen zu rächen. Gemeinsam mit Frauke, die wir schon aus anderen Büchern von Klaus-Peter Wolf kennen, macht sich Sommerfeldt auf die Suche.

Im Gegensatz zu der Ostfriesenreihe mit Ann-Kathrin Klaassen steht hier nicht ein Ermitterteam im Vordergrund, sondern der Leser erfährt die Geschichte aus der Sicht der Täter. Wir begleiten Sommerfeldt und seine Frauke dabei, wie sie stets auf der Flucht sind vor der Polizei und wie sich so ein Täterleben gestaltet.

Verschiedene Romane von Klaus-Peter Wolf werden hier ineinander verwoben. So finden sich hier Anspielungen auf Figuren aus der Reihe um Rupert Undercover wieder. Wer die anderen Reihen jedoch nicht kennt, kann hier trotzdem mitlesen.

Das Buch ist nichts für zartbesaitete Menschen, da Sommerfeldt teilweise schon sehr brutal und skrupellos vorgeht. An einigen Stellen sind die Gewaltdarstellungen meiner Meinung nach etwas gewaltverherrlichend. Sommerfeldt ist schon eine ganz spezielle Person. Der leicht schrullig anmutende Charakter von Sommerfeldt sowie die wunderbar bildhafte Erzählweise von Klaus-Peter Wolf lassen das Buch zu einem Sommerhighlight werden.

Für alle Fans von Klaus-Peter Wolf und seinen Büchern ist dieses Exemplar ein absolutes Must-read!

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Veröffentlicht am 05.07.2023

Spannender Folgeband

Akte Nordsee - Der Teufelshof
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Der zweite Band aus der Reihe Akte Nordsee steht dem ersten Band in Sachen Spannung und Lesefreude in nichts nach.
Das Wiedersehen mit der Anwältin Fentje Jacobsen und dem Journalisten Niklas John bereitet ...

Der zweite Band aus der Reihe Akte Nordsee steht dem ersten Band in Sachen Spannung und Lesefreude in nichts nach.
Das Wiedersehen mit der Anwältin Fentje Jacobsen und dem Journalisten Niklas John bereitet viele schöne Lesestunden sowie Rätselspaß für den Leser.

Fentje wird zu einer Hochzeit von einem Jugendfreund eingeladen. Im Anschluss geschieht ein schrecklicher Doppelmord und Fentje sieht sich privat in den Fall involviert. Ihr Jugendfreund steht zunächst unter Mordverdacht und sie übernimmt als Anwältin seine Verteidigung. Im Laufe der Geschichte werden immer mehr menschliche Abgründe sichtbar, die Fentje und ihr Umfeld zunehmend erschüttern. Gemeinsam mit dem Journalisten Niklas John, der ebenfalls privat zu Verdächtigen im Mordfall verstrickt ist, beginnt für Fentje die Ermittlungsarbeit.

Besonders gut gefallen haben mir in diesem Fall erneut die Perspektivwechsel zwischen Fentjes Arbeit als Anwältin und die Schilderungen von ihrem Leben auf dem Hof. Fentje wirkt dadurch bodenständig und lebensnah sowie sehr authentisch. Das glamouröse Leben, wie Niklas es führt, ist ihr fremd. Der Kontrast zwischen diesen beiden Hauptprotagonisten könnte nicht größer sein. Trotzdem oder gerade wegen dieser Gegensätze ist die Spannung zwischen den beiden zu spüren. Hier ist noch Entwicklungspotential für weitere Folgebände! Gerade diese privaten Einstreuungen machen eine Ermittlerreihe am Ende für den Leser aus. Gerne verfolgen wir die Entwicklungen der Ermittler über mehrere Bände hinweg. So wachsen uns Fentje und Niklas mehr und mehr ans Herz.

Die Ermittlungsarbeit hielt einige überraschende Wendungen bereit und bis zuletzt konnte ich nicht sicher sagen, wer nun der Täter war. So soll es in einem gelungenen Kriminalroman sein. Der Schreibstil von Eva Almstädt ist wie in all ihren Büchern fesselnd, mitreißend und spannend. Absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 20.03.2023

Spannung auf Rügen

Inselmord
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Katharina Peters legt mit „Inselmord“ bereits den 12. Band der Romy-Beccare-Reihe vor. Erneut folgen wir Romy und ihrem Team auf der Insel Rügen bei einem spannenden Fall, der tief in die Abgründe der ...

Katharina Peters legt mit „Inselmord“ bereits den 12. Band der Romy-Beccare-Reihe vor. Erneut folgen wir Romy und ihrem Team auf der Insel Rügen bei einem spannenden Fall, der tief in die Abgründe der Menschen schaut.
Eine junge Frau wird erdrosselt im „Nonnenloch“ aufgefunden. Hier sollen der Sage nach vor langer Zeit abtrünnige Nonnen mit dem Tod bestraft worden sein. Im Laufe der spannenden Ermittlungen wird Romy mit immer schlimmeren menschlichen Abgründen konfrontiert. Bis zum Schluss ist nicht ganz klar, wie alles miteinander zusammenhängt und wer die genauen Täter sind. Die Spannung bleibt bis zum Ende der Geschichte erhalten.

Etwas zu kurz kommen mir in diesem Band die Erzählstränge um Romy und ihren Mann Jan. Hier hätte ich mir mehr private Geschichten rund um die sympathische Ermittlerin gewünscht. Wir begleiten Romy schon eine Weile und sie hätte auch auf privater Ebene noch Entwicklungspotential. Der Schreibstil von Katharina Peters ist zu jeder Zeit spannend und mitreißend, sodass es schwerfällt, das Buch aus der Hand zu legen.

Ich empfehle die Krimis von Katharina Peters allen Krimifans, die es nicht allzu brutal mögen, aber trotzdem tief in einen Fall mit einbezogen werden. Von meiner Seite gibt es für „Inselmord“ eine klare Kauf- und Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 06.03.2023

Eine Frau sucht sich selbst

Wovon wir leben
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Birgit Birnbacher erzählt in ihrem Roman „Wovon wir leben“ von Julia, die nach einem schweren Fehler bei ihrer Arbeit als Krankenschwester von jetzt auf gleich keine Arbeit mehr hat. Als Konsequenz zieht ...

Birgit Birnbacher erzählt in ihrem Roman „Wovon wir leben“ von Julia, die nach einem schweren Fehler bei ihrer Arbeit als Krankenschwester von jetzt auf gleich keine Arbeit mehr hat. Als Konsequenz zieht sich aus der Stadt zurück aufs Dorf in ihre alte Heimat zu ihren Eltern. Dort angekommen, trifft sie auf all das, von dem sie glaubte, dass sie es in der Stadt hinter sich gelassen hat: alte Rollenbilder, festgefahrene Strukturen und die Fragestellung, was man selbst wert ist ohne Arbeit. Sie kämpft mit sich selbst um ihren Platz in der neuen Gesellschaft auf dem Dorf und mit den Gegebenheiten vor Ort. Plötzlich wird ihre Mutter für Julia zum Vorbild, die es geschafft hat, sich aus den gesellschaftlichen Erwartungen frei zu machen und losgelöst von allem ein neues Leben angefangen hat.
Als Julia „den Städter“ Oskar kennenlernt, der ein bedingungsloses Grundeinkommen für einen gewissen Zeitraum bekommen hat und sie die Zeit im Dorf vertreibt, beginnt Julia erneut zu grübeln. Dabei ist sie zu jeder Zeit ein starker weiblicher Charakter, bei dem es Spaß macht, die Entwicklung in der Persönlichkeit zu sehen und zu verfolgen. Julia ist auf der Suche nach ihrer eigenen Zukunft und sie kämpft gemeinsam mit Oskar für einen positiven Blick in diese.
Birgit Birnbacher erzählt leise und ohne Schnörkel, aber wortgewaltig von einer starken Frau, die in der Mitte ihres Lebens noch einmal neu anfangen darf und mit der der Leser zu jeder Zeit mitfühlen kann.

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Veröffentlicht am 24.01.2023

Familiengeschichte mit Tiefgang

Saubere Zeiten
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Andreas Wunn erzählt in seinem Buch „Saubere Zeiten“ die Geschichte vom jungen Jakob Auber, der nach dem Tod seines Vaters beginnt, seine eigene Familiengeschichte zu erforschen. Durch verschiedene Zeitdokumente, ...

Andreas Wunn erzählt in seinem Buch „Saubere Zeiten“ die Geschichte vom jungen Jakob Auber, der nach dem Tod seines Vaters beginnt, seine eigene Familiengeschichte zu erforschen. Durch verschiedene Zeitdokumente, unter anderem alte Tonbandaufnahmen, kann Jakob mehr und mehr über sich und seine Vorfahren erfahren. Vor allem Jakobs Großvater war zu Lebzeiten ein erfolgreicher Unternehmer, der ein Waschpulver erfunden hat.
Jakob stellt fest, dass er in seinem Leben ein viel zu distanziertes Verhältnis zu den Generationen vor seiner eigenen hatte und dass er noch viele Dinge gerne gefragt oder erfahren hätte. Erst als er in Brasilien auf Bella trifft, versteht er die Gesamtzusammenhänge. Diese möchte ich hier aber nicht verraten. Besonders gut sind die historischen Einflechtungen in dem Roman, bei denen vor allem die deutsche Geschichte betrachtet wird. Jakobs Großvater lädt für den Rest seines Lebens große Schuld auf sich und dieser Umstand ist letztlich auch Schuld am Schweigen der Generationen untereinander.
Parallel zu den Geschichten aus der Vergangenheit reiht sich zudem ein Handlungsstrang aus Jakobs Gegenwart. Von seiner Frau lebt Jakob getrennt und für den gemeinsamen Sohn Oskar muss Jakob versuchen, die Dinge besser zu machen als sein eigener Vater.
Das Buch kommt sprachlich leise daher und hat auch eine eigene Erzählweise, die für mich jedoch die Charaktere umso authentischer wirken lassen. Andreas Wunn hat eine beeindruckende Familiengeschichte zu Papier gebracht, in der man viele schöne Lesestunden verbringen kann.

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