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Veröffentlicht am 03.12.2023

Spurlos verschwunden – was ist mit Smilla und Malik passiert?

Stille Falle
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„Stille Falle“ von Anders de la Motte ist der Auftakt einer etwas anderen Schwedenkrimi-Reihe rund um die Ermittlerin Leonore Asker und ihre ganz besonderen Fälle.

Um was geht es?
Smilla und ihr Ex-Freund ...

„Stille Falle“ von Anders de la Motte ist der Auftakt einer etwas anderen Schwedenkrimi-Reihe rund um die Ermittlerin Leonore Asker und ihre ganz besonderen Fälle.

Um was geht es?
Smilla und ihr Ex-Freund Malik, beide passionierte Fans von "Urban Exploration", wollen in einem alten Bunker im Wald Höhlenregen fotografieren. Auf diesem Trip verschwinden sie spurlos. Die burschikose Leo Asker, Gruppenchefin im Dezernat für Kapitalverbrechen, soll in diesem spektakulären Fall ermitteln. Smillas Eltern gehen von einer Entführung aus und setzen das Dezernat unter Druck. Plötzlich wird Leo Asker vermeintlich befördert – zur Leiterin der „Abteilung für hoffnungslose Fälle und verlorene Seelen“, wie sie inoffiziell genannt wird. Eine Abteilung, in der unkündbare unliebsame Kollegen ruhiggestellt werden. Leo will das nicht akzeptieren und entdeckt in den Unterlagen ihres Vorgängers auf einmal Hinweise, die zu dem aktuellen Entführungsfall passen. Heimlich ermittelt sie weiter und kommt dabei dem Täter immer näher.

Protagonistin der Reihe ist Leonore Asker, Scheidungskind und bei ihrem Prepper-Vater großgeworden, weiß sie sich gegen alles und jeden durchzusetzen, vertraut niemandem und verfolgt engagiert ihre Ziele, auch über Hindernisse hinweg. Da ist es nicht verwunderlich, dass sie sich von der „Beförderung“ nicht abschrecken lässt und allen Widrigkeiten zum Trotz weiterermittelt. Nach und nach gewöhnt sie sich in ihre neue Abteilung ein und schließt irgendwie die besonderen Kollegen mit ihren Macken ins Herz. Außerdem lernen wir Stück für Stück die Vergangenheit von Leo kennen, was die eine oder andere Reaktion von ihr auf einmal verständlicher macht. Aber auch „Der Troll“, der Drahtzieher des Verbrechens, begleitet uns in kurzen Episoden durch das ganze Buch, sodass wir am Ende verstehen, was er ist und warum er tut, was er tut. Mehr sei an dieser Stelle nicht verraten außer viele tolle Charaktere und jede Menge Beziehungen mit Konfliktpotenzial.

„Stille Falle“ ist ein Schweden-Krimi der besten Sorte. Eine ungewöhnliche Story, interessante Schauplätze, besondere Charaktere und der mitreißende Schreibstil, lassen den Leser das Buch kaum aus der Hand legen. Die kurzen Kapitel, unterteilt in die verschiedenen Charaktere, steigern das Lesetempo noch zusätzlich. Denn man möchte unbedingt wissen, wie es bei welcher Person weitergeht. Eine kurze Verschnaufpause gönnt uns Anders de la Motte in den kurzen Abschnitten, in denen Leos Vergangenheit geschildert wird. Doch auch hier wird in sich eine spannende Geschichte erzählt, die mehr Verständnis für Leo Asker und ihre Reaktionen schafft. Die Story selbst ist zu keinem Zeitpunkt vorhersehbar. Immer wieder gibt es überraschende Wendungen, die aber keinesfalls konstruiert wirken.

Fazit:
Das Buch ist für Fans von Schweden-Krimis ein absolutes Muss. Aber ich empfehle das Buch generell allen Krimi- und Thrillerfans, die atemberaubende Spannung, eine ungewöhnliche Story, eine etwas andere Ermittlerin und akribische Ermittlungsarbeit mögen. Kleine Warnung: Das Buch beinhaltet Suchtpotenzial, man kann es kaum auf die Seite legen 😉

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Veröffentlicht am 18.11.2023

Mörderisch, rätselhaft und einfach lustig – lernen Sie die Cunninghams kennen

Die mörderischen Cunninghams. Irgendwen haben wir doch alle auf dem Gewissen (Die mörderischen Cunninghams 1)
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Ein Familientreffen, ein Mord, jede Menge Geheimnisse und eine große Prise Humor … oder zwei, oder drei. Das ist das Erfolgsrezept von „Die mörderischen Cunninghams“ von Benjamin Stevenson.

Um was geht ...

Ein Familientreffen, ein Mord, jede Menge Geheimnisse und eine große Prise Humor … oder zwei, oder drei. Das ist das Erfolgsrezept von „Die mörderischen Cunninghams“ von Benjamin Stevenson.

Um was geht es?
Ernest Cunningham „darf“ nach Jahren mal wieder an einem der vielgehassten Familientreffen teilnehmen, mitten in den Bergen im malerisch gelegenen Sky Lodge Mountain Retreat. Die erste Überraschung lässt nicht lange auf sich warten. Diese kommt nicht in Form seines Bruders Michael, der frisch aus dem Gefängnis entlassen wurde, sondern in Form eines Toten im Schnee. Eindeutig ermordet. Doch wer ist die Leiche und vor allem wer der Mörder? Jeder der Cunninghams hat jemanden auf dem Gewissen. Also ist es naheliegend, dass auch dieser Tote auf das Familienkonto geht. Ernest, Autor von Ratgebern über das Schreiben von Kriminalromanen, macht sich an die Aufklärung und rüttelt dabei an alten Familiengeheimnissen.

Die Cunninghams sind eine ganz und gar mörderische Familie. Ernie, semi-erfolgreicher Autor und geschieden ist bei seiner Familie in Ungnade gefallen. Denn er hat seinen Bruder Michael bei der Polizei verpetzt und ein Cunningham redet nicht mit der Polizei. Entsprechend „begeistert“ fährt er auf das Familientreffen und entsprechend angespannt ist seine Beziehung zu fast allen Familienmitgliedern. Jeder der Cunninghams ist auf seine Art speziell und hat die eine oder andere Leiche im Keller, die er/sie vor den anderen Familienmitgliedern zu verbergen versucht. Es macht als Leser Spaß, die Spannungen und Spitzen, das Umeinander-Herumschleichen und die Konflikte hautnah zu beobachten und nach und nach das eine oder andere Geheimnis zu lüften.

Wer jetzt aber glaubt, dass es sich bei „Die mörderischen Cunninghams“ um einen normalen Krimi handelt, täuscht sich gewaltig. Das Buch hat zwar Facetten eines klassischen Who-Done-It-Krimis à la Agatha Christie, besticht aber gleichzeitig mit einem unglaublich witzigen Schreibstil, scharfzüngigen Dialogen und jeder Menge spontanem Witz. Es macht unglaublich viel Spaß, Ernie auf seinen Ermittlungswegen zu begleiten und zu sehen, wie er von einer seltsamen Situation in die nächste stolpert. Als Leser fliegt man förmlich durch die Seiten bis schließlich das Ende des Buches erreicht ist und man traurig das Buch zuklappt und auf die Seite legt. Aber eine gute Nachricht an alle: Band 2 ist schon angekündigt. Es darf also bald wieder ermittelt und gelacht werden.

Fazit:
Das Buch ist für Fans von klassischen Krimis oder Who-Done-It Geschichten bestens geeignet. Es sind sehr viele Comedy-Elemente enthalten, die mir persönlich extrem viel Spaß gemacht haben. Wer aber keinen Wortwitz in Krimis mag, sollte lieber die Finger von diesem Buch lassen. Denn Lacher sind garantiert 😊

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Veröffentlicht am 06.11.2023

Zwei Wachsleichen im Wald – treibt ein neuer Serientäter sein Unwesen?

Der Mentor
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Mit dem rasanten Thriller „Der Mentor“ legt Svenja Diel ihren Debüt-Roman vor: brutal, mysteriös und voller atemberaubender Spannung.

Um was geht es?
In einem Wald werden die Wachsleichen zweier junger ...

Mit dem rasanten Thriller „Der Mentor“ legt Svenja Diel ihren Debüt-Roman vor: brutal, mysteriös und voller atemberaubender Spannung.

Um was geht es?
In einem Wald werden die Wachsleichen zweier junger Frauen entdeckt. Beide weisen eine Markierung im Nacken auf: I und III. Doch wo ist die Nummer II? Als die Leiche von „Birdwoman“, der Nummer IV, aufgehängt in Bäumen gefunden wird, ist den Ermittlern Jakob Krohn und Yeliz Demir klar: hier treibt ein Serienmörder sein Unwesen. Zusammen mit den Fallanalytikern Magnus Herzberg und Nova Winter vom LKA München begeben sie sich auf die Jagd. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, denn der Jäger hat Nummer V bereits ins Visier genommen.

Protagonisten des Buches sind das Heidelberger Ermittlerduo Jakob Krohn und Yeliz Demir sowie die Fallanalytikerin Nova Winter vom LKA München. Jakob Krohn, der erst einige Monate vorher seine Ehefrau bei einem tragischen Autounfall verloren hat, stürzt sich voll und ganz in die Arbeit und versucht trotzdem noch, seinem Stiefsohn beizustehen. Mit seiner Kollegin Yeliz Demir, alleinerziehende Mutter, verbindet ihn ein freundschaftliches Verhältnis. Nova Winter ist eine Einzelkämpferin. Tough und zielstrebig eckt sie durch mangelnde Diplomatie erst mal kräftig in Heidelberg an, sodass das Verhältnis zwischen ihr und Krohn zunächst schwierig ist. Zudem ist Yeliz ihre Exfreundin, die sie vor fast 10 Jahren ohne eine Erklärung von heute auf morgen verlassen hat, vielleicht auch aufgrund ihrer Vergangenheit, über die wir im Verlauf des Buches mehr erfahren. Auf jeden Fall bietet das Spannungsverhältnis zwischen den Protagonisten viel Entwicklungspotenzial und die charakterlich bedingten unterschiedlichen Vorgehensweisen bei der Ermittlung viel Spannung.

Svenja Diel macht viele kurze Kapitel, was ich persönlich sehr gerne mag. So habe ich vor dem Einschlafen die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, ob ich nur fünf Minuten oder eine halbe Stunde lesen möchte. Das kurze Lesen zum Einschlafen war allerdings bei diesem Thriller reines Wunschdenken 😉 Er ist so rasant geschrieben, dass ich ihn einfach nicht weglegen konnte und unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht. Ein echter Pageturner, der meinen Kaffeekonsum am Morgen danach enorm gesteigert hat. Die Story ist clever gebaut, der Spannungsbogen flacht nie ab. Durch die Schreibweise kann man sich alles prima vorstellen und sieht innerlich förmlich einen Film ablaufen, bei dem man mitfiebert. Ein wirklich toller Debüt-Thriller. Ich hoffe, dass es zeitnah Nachschub gibt.

Fazit:
Thrillerfans kommen bei „Der Mentor“ voll auf ihre Kosten und halten mit diesem Buch einen echten Pageturner in den Händen. Auch Crime Junkies, die sich für Storys rund um Serienmorde und kultige Anführer interessieren, werden begeistert sein. Das Buch ist in sich abgeschlossen, aber ich hoffe trotzdem auf ein baldiges Wiedersehen mit den Ermittlern.

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Veröffentlicht am 19.10.2023

Jugendliche Schläfer – sie sind mitten unter uns

Deep Sleep, Band 1 - Codename: White Knight
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„Deep Sleep – Codename: White Knight” ist der fulminante Auftakt der Deep-Sleep-Trilogie von Chris Morton. Schockierend, skrupellos und spannungsgeladen.

Um was geht es?
"Deep Sleep" entführt uns in die ...

„Deep Sleep – Codename: White Knight” ist der fulminante Auftakt der Deep-Sleep-Trilogie von Chris Morton. Schockierend, skrupellos und spannungsgeladen.

Um was geht es?
"Deep Sleep" entführt uns in die Welt geheimer Militärprogramme. Ausgangspunkt der Geschichte ist eine Reihe von Anschlägen, die von unbescholtenen Jugendlichen verübt wurden – ohne Rücksicht auf ihr eigenes Leben. Wie sich schnell herauskristallisiert, sind/waren diese Jugendlichen Teil eines geheimen Black-Ops-Programms namens "Deep Sleep", dessen Akten verschwunden sind. Doch wer hat die Jugendlichen reaktiviert und zu welchem Zweck? Das versuchen der ehemalige CIA-Agent Stuart Wang und seine degradierte Ex-Kollegin Aby Cane herauszufinden. Beide scheinen von der CIA nicht mehr sehr angetan zu sein und ihre eigenen Ziele nach Gerechtigkeit zu verfolgen. Ihre Mission verfolgen sie zielstrebig und mit allen Mitteln. So schrecken sie auch nicht davor zurück, den Schläfer Ian Brown für ihre Zwecke zu reaktivieren. Ein netter High-School-Junge, der als WHITE KNIGHT ein Elite-Kämpfer zu sein scheint und weitere Anschläge verhindern soll.

Protagonist der Reihe ist Ian alias WHITE KNIGHT alias John. Nach seinem Einsatz als reaktivierter Deep Sleeper verliert er sein Gedächtnis und arbeitet als Schausteller auf einem Jahrmarkt. Doch seine Vergangenheit kehrt als Erinnerungsblitze in Fragmenten zurück. Immer wieder erstaunt über seine Fähigkeiten fragt er sich, wer er eigentlich ist und ob er wohl ein guter Mensch war. Aber erst als er von unterschiedlichen Parteien gejagt wird, setzt er mit seinen neuen Freunden und seinem Mentor nach und nach das Puzzle zusammen und versucht herauszufinden, welche Seite in diesem perfiden Spiel in seinen Augen die Gute ist und wer er überhaupt sein möchte. Seine Freunde Alicia und Julian tragen aber selbst jede Menge Ballast aus der Vergangenheit und Gegenwart mit sich herum, der im Rahmen der Handlung noch für einige zusätzliche Verwirrung sorgt. Ebenso sein väterlicher Freund und Mentor Big Fly, der ihn immer bestärkt, an das Gute in sich zu glauben. Und dann sind da noch Wang und Cane. In diesem Buch gibt es also viele spannende Persönlichkeiten und Beziehungsgeflechte, die enormes Entwicklungspotenzial bieten.

Die Story selbst hat mich wirklich sehr überrascht. Es handelt sich dabei nicht um eine platte Geheimagenten-Attentate-verhindern-Story, sondern um einen intelligent konstruierten Thriller, der in sich schlüssig ist und viele überraschende Wendungen aufweist. Die Entwicklung der Handlung ist rasant, ohne zu viel auf einmal zu wollen. Die unterschiedlichen Handlungsstränge werden geschickt miteinander verwoben. Die Figuren und Beziehungen entwickeln sich schlüssig weiter, mit all ihren Stärken und Schwächen. Der Schreibstil ist sehr bildlich, sodass man das Gefühl hat, Beobachter in einem im Inneren ablaufenden Film zu sein. Ein rundum gelungenes Gesamtpaket 😊

Fazit:
Wer gerne Agenten-Thriller oder Geheimdienstthriller liest, ist hier bestens aufgehoben. Aber dieses Buch kann noch mehr. Es ist so intelligent konstruiert, dass meiner Meinung nach jeder Thrillerfan auf seine Kosten kommen wird. Aber Vorsicht: Das Buch hat echtes Suchtpotenzial 😊 Ich kann das Erscheinen von Teil 2 kaum erwarten.

Hinweis: Das Buch sollte wirklich nicht Standalone gelesen werden. Sicher sind die ersten Geheimnisse am Ende gelüftet. Doch gleichzeitig haben sich so viele neue Fragen ergeben, dass das Lesen der kompletten Trilogie ein Muss ist!

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Veröffentlicht am 08.07.2023

Nervenzerreißende Spannung aus Schweden mit internationalen Verflechtungen

Refugium
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Eine grausame Hinrichtung während einer Mittsommerfeier auf einer Schäreninsel, internationale Verflechtungen und ein ganz und gar ungewöhnliches Ermittlerteam bilden die Bausteine von „Refugium“ – dem ...

Eine grausame Hinrichtung während einer Mittsommerfeier auf einer Schäreninsel, internationale Verflechtungen und ein ganz und gar ungewöhnliches Ermittlerteam bilden die Bausteine von „Refugium“ – dem actionreichen Auftakt von Lindqvists „Stormland“-Trilogie.

Um was geht es?
Alles beginnt auf einer malerischen Schäreninsel, während eines Mittsommerfest. Brutal und eiskalt werden die dort geladenen Gäste hingerichtet. Nur Astrid Helander, die Tochter des Gastgebers, überlebt wie durch ein Wunder. Doch was steckt dahinter? Das ganz und gar ungewöhnliche Ermittler-Duo – die Ex-Polizistin Julia Malmros und der viele Jahre jüngere Cracker Kim Ribbing – machen sich auf die Suche nach der Wahrheit. Eine Wahrheit voller dunkler Geheimnisse in der Vergangenheit, internationaler Verflechtungen und viel Geld. Werden sie trotz aller Gefahren und Widrigkeiten die Wahrheit finden?

Hauptpersonen der Geschichte sind die Ex-Polizistin und Bestseller-Autorin Julia Malmros und der junge Privatier und Cracker Kim Ribbing, die sich durch die Arbeit an Julias Buch kennengelernt haben. Ihre Beziehung ist durch allerhand Schwierigkeiten, bedingt durch den großen Altersunterscheid und Kims traumatischer Vergangenheit geprägt. Letztere hilft ihm aber insbesondere in seinem Umgang mit der einzigen Überlebenden, Astrid, die für ihre 14 Jahre viel erwachsener wirkt, als man zunächst denkt. Im Verlauf des Buches lernen wir zahllose weitere Charaktere kennen: schwedische Polizisten, Informanten und Verbrecher. Die Charaktere könnten unterschiedlicher nicht sein, sind teilweise sehr speziell und geben dem Buch die richtige Würze.

Das Buch selbst ist ein echter Pageturner. Es ist in mehrere Abschnitte unterteilt, immer orientiert an den Schauplätzen, auf denen die Handlung vorangetrieben wird. Wir bewegen uns durch sehr unterschiedliche Länder, Schweden, China und Kuba. Trotzdem wirken die Schilderungen von Land und Leute immer sehr authentisch, die Handlungen komplett nachvollziehbar. Ein durch und durch intelligent konstruierter Thriller, der auch in der Umsetzung keine Wünsche offenlässt und mit dem einen oder andere Wortwitz und lustigen und skurrilen Situationen besticht. „Refugium“ ist leicht zu lesen und lässt im Kopf des Lesers einen actionreichen Film ablaufen. Trotz allem hetzt man nicht von Handlung zu Handlung, sondern erlebt während der Ermittlungen auch immer Ruhephasen. Einfach fantastisch gemacht!

Ihr seht schon, mich hat das Buch komplett gefangen genommen und ich freue mich schon sehr auf Band zwei der „Stormland“-Trilogie. Da ich Lindqvist bis jetzt nicht kannte, werde ich wohl, um mir die Wartezeit zu verkürzen, das eine oder andere frühere Werk von ihm lesen.

Fazit:
Wer einen spannungsgeladenen und actionreichen Thriller mit interessanten Charakteren und internationalen Schauplätzen sucht, sollte unbedingt „Refugium“ lesen. Das Buch ist in sich abgeschlossen, kann also auch als Standalone gelesen werden. Trotzdem glaube ich, dass jeder von Euch nach Lesen dieses Buches, schon ungeduldig auf Band 2 von „Stormland“ warten wird. Ein echter Page-Turner für jeden Thrillerfan!

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