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Veröffentlicht am 22.07.2023

Der Kompass im Leben

Der Freiheit entgegen (Die Gutsherrin-Saga 3)
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Was habe ich mich auf den dritten Band gefreut.

Bei diesem Buch handelt es sich um den dritten Teil der Gutsherrin – Saga und dieses mal spielt die Hauptrolle auf Clara, der Tochter der Thoraus. Wer ...

Was habe ich mich auf den dritten Band gefreut.

Bei diesem Buch handelt es sich um den dritten Teil der Gutsherrin – Saga und dieses mal spielt die Hauptrolle auf Clara, der Tochter der Thoraus. Wer auf dieses Buch aufmerksam wird und dieses lesen möchte, dem kann ich nur wärmstens empfehlen, sich vorher Band 1 und Band 2 zu holen. Sicherlich kann man dieses Buch auch ohne die vorigen Bände gelesen zu haben, problemlos lesen. Allerdings entgehen dem Leser dann zusätzliche fantastische Lesestunden, die man mit den ersten beiden Bänden verleben kann.

Normalerweise lese ich vorzugsweise Bücher, die in einer früheren Zeitepoche spielen, aber schon die Leseprobe hatte mich sehr neugierig gemacht und so fand ich mich schon bald in den 60ziger Jahren wieder und habe es nicht bereut.

Dem fantastischen Schreibstil zu verdanken, entstanden sofort sämtliche Charaktere vor Augen und wurden für mich greifbar.
Besonders mit Clara habe ich so manches mal mitgefiebert und mitgebangt. Am Anfang noch reiflich unerfahren und blauäugig muss sie doch so nach und nach erkennen, dass nicht alles Gold ist was glänzt und wächst dann durch ihre Erfahrungen.
Und auch ihre Freundinnen gehen ihren Weg, der jedoch nicht dem gewünschten und versteiften Denkmuster mancher Menschen der damaligen Zeit entsprachen.
Es hat mir eine große Freude bereitet, die drei Freundinnen auf ihren Wege und mitsamt ihrer Entwicklung begleiten zu dürfen.

Was ich allerdings etwas schade fand, ist dass Dora und ihr Mann in diesem Band eine Nebenrolle spielten. Das passte zwar zur Geschichte, aber nachdem mir Dora schon so sehr vertraut war, fiel mir das schon etwas schwer.

Ein deutliches Plus stellte in diesem Band auch wieder die großartige Recherchenarbeit der Autorin dar. Ich konnte dadurch so tief abtauchen mit vielen bunten Bildern, war so tief im Geschehen versunken und konnte dadurch gar noch mein Wissen vertiefen.
Gerade der Prozess (Ausschwitz- Prozess) war für mich persönlich super spannend und realistisch geschildert, das mich das so richtig tief gepackt hatte.
Ich habe neben dem Lesen mich mit Berichten zum Prozess befasst und musste auch hier und da eine Pause einlegen, um das gelesene sacken zu lassen. Diese Zeit des Krieges wurde von unseren Vorfahren verdrängt. Wissen und schreckliche Erlebnisse wurden für die Nachfahren im inneren weggeschlossen. Denn auch die Guten, hatten ihr zum Teil dramatisches Paket zu tragen und wollten nie wieder daran erinnert werden. Wollten gerade die jungen Menschen mit ihrem Schweigen schützen.
In dem Prozess wurde allerdings die nackte Wahrheit ausgesprochen- und die hätte nicht grausamer sein können. All das hat die Autorin hier perfekt zusammengetragen und dargelegt und hat damit ein so schwieriges Thema der deutschen Geschichte angefasst und dem Leser sehr offen überreicht, ohne diesen dabei zu erdrücken.

Aber auch der Rest der Geschichte hatte mich total mitgerissen und die etwas über 600 Seiten waren viel zu schnell durchgelesen gewesen. Ob die Beatles, Mr. Kennedy, die West-Side- Story, alles bekam seinen Raum. Und natürlich bekam auch die Rolle der Frau in der damaligen Zeit ihren großen Auftritt. Das steife Denken der Gesellschaft, das eine Frau heiraten , Kinder bekommen soll und zu Hause hinter dem Herd zu stehen hat ist in den meisten Köpfen verblieben und Clara und ihre Freundinnen müssen, jeder für sich selbst feststellen, wie schwer es ist, seine Träume zu verwirklichen und sich zu emanzipieren.
Dass alles und noch vieles mehr ist der Autorin gekonnt gelungen in eine spannende Geschichte miteinander zusammenfließen zu lassen und dem Leser obendrein dazu eine Zeitreise in die 60 ziger Jahre zu schenken.

Ich bin schon jetzt sehr gespannt auf neue Projekte der Autorin


Fazit:

Für mich ein großartiger Abschluss der Reihe, der mich so tief versinken lassen hat in die 60 Jahre, dass ein Auftauchen nur schwer möglich war
5 Sterne


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Veröffentlicht am 14.07.2023

Eine großartige und sehr tiefgründige Geschichte- Einfach nur Wow

Elternhaus
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Endlich gibt es wieder einen neuen Roman aus der Feder von Ute Mank und das ist auch gut so. Wer, wenn nicht sie, kann dem Leser eine so tiefgründige Geschichte auf dem Silbertablett servieren, das man ...

Endlich gibt es wieder einen neuen Roman aus der Feder von Ute Mank und das ist auch gut so. Wer, wenn nicht sie, kann dem Leser eine so tiefgründige Geschichte auf dem Silbertablett servieren, das man tagelang später noch so sehr, über das Buch und seinen Inhalt nachdenken muss.
Genauso erging es mir bei ihrem neuesten Werk mit einer Geschichte, wie sie nicht hätte besser geschrieben und verpackt werden hätte können.
Eine Geschichte, die man nicht nur einfach liest, sondern auch mit jedem Wort fühlt.
Jeder von uns wird älter und das Leben ist geprägt von stetigen Veränderungen.
Und genau davon handelt dieser Roman, vom Älterwerden und den verschiedenen Abschnitten des Lebens, die für den einen oder anderen eine Herausforderung darstellen kann und was das auch aus einem macht. In jeder Veränderung im Leben steckt ganz viel Mut und Hoffnung, aber natürlich auch ganz viele Fragen und Zweifel, ob man die auch die richtige Entscheidung getroffen hat.
Frau Mank hätte diesen Roman nicht besser schreiben können, denn das was sie dem Leser mit ihren Worten präsentiert, ist eine Geschichte aus dem Leben- und für das Leben.

Jeder von uns wird älter und auch unsere Eltern bleiben davon nicht verschont. Was dann mit dem Elternhaus geschehen soll, wenn das alleine wohnen nicht mehr tragbar ist, scheint auf den ersten Blick einfach sein, ist es aber nicht.

Mit großer Empathie zeichnet Frau Mank die Geschwister aus und übergibt sie den Leser. Im Mittelpunkt stehen Sanne und Petra. Die dritte im Bunde Gitti bleibt eher im Hintergrund. Ausgekleidet mit viel Farbe und Emotionen begleitet der Leser die Charaktere dann auf ihren Weg und ich kann eines versichern, das bringt den Leser beim lesen auch zum nachdenken und innehalten. Man dringt so tief in die Schwestern ein und in deren Gedankenwelt ein und erlebt hautnah ein absolutes Gefühlschaos mit. Konflikte sind da vorprogrammiert und wie wichtig das miteinander zu reden doch ist, wird auch hier einmal sehr deutlich.

Das Buch behandelt ein so ernstes Thema so authentisch und bildhaft- mit all seinen verschiedenen Emotionen und das nicht nur von der einen Seite.
Für mich persönlich eine ganz große Kunst, alles so präzise zu verpacken ohne den Leser damit zu erdrücken.
Ich kann nur sagen- Wow.




Fazit:

Wieder einmal hat es Frau Mank gekonnt verstanden, den Leser mit ihre Worten einzufangen und fortzutragen, in diesem Fall mit einem großartigen Roman über as Älterwerden und die mit sich mitbringenden Veränderungen im Leben. Hier bekommt die Magie des Lesens eine ganz große
Bedeutung!
5 Sterne

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.06.2023

Einfach nur normal sein, kann total einfach sein!

Genial normal
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Wer von uns hat sich noch nie minderwertig gefühlt, obwohl wir eigentlich doch fast alle von unseren Eltern einprägt bekommen, das wir einzigartig sind?
Da haben wir es- auch ich verfalle bei manchen Situationen ...

Wer von uns hat sich noch nie minderwertig gefühlt, obwohl wir eigentlich doch fast alle von unseren Eltern einprägt bekommen, das wir einzigartig sind?
Da haben wir es- auch ich verfalle bei manchen Situationen in dieses Denkmuster hinein.
Aber, ich sage Euch, wenn ihr das Buch gelesen habt, macht ihr das garantiert nicht mehr.

William Sutcliffe hat mit diesen besonderen Jugendroman ein ganz wichtiges Thema perfekt verpackt zu einer lustigen Geschichte, so dass ich das Buch ratzi fatzi durchgelesen hatte.

Das Buch ist perfekt für Kinder ab 11 Jahren geeignet und lässt sich auch dank des lockeren und leichten Schreibstils des Autors gut lesen.

Die Charaktere sind allesamt sehr gut ausgearbeitet und besonders Sam wird bei mir in guter Erinnerung bleiben. Er ist so witzig und so herrlich normal- im Gegensatz zu seiner Familie, die irgendwelche Begabungen haben und dadurch Sam doch sehr unter Druck setzen, wenn auch unbewusst.
Besonders amüsant empfand ich auch die Mutter von Sam- die mit dem Umzug auf die Idee kam einen eigenen Blog zu führen ( da musste ich doch auch gleich mal bei meiner Mama heimlich auf ihr Insta Konto gucken- ob da auch so komische Sachen über mich drinne stehen- aber Schwein gehabt)

Und trotz dass dieses Buch nur so voller Witz strotzt, so behandelt es dennoch sehr ernste Themen- wie Freundschaft, Neuanfang, Ausgrenzung, Mobbing und auch das Verliebtsein. Dem Autor ist es 1 A gelungen, das alles so miteinander zu verbinden und hat daraus eine rasante Geschichte gestrickt, die einen zum lachen bringt, aber auch zum nachdenken und gleichzeitig auch sehr inspirierend ist.


Ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen und freue mich schon auf das nächste Werk des Autors


Fazit:

Total Normal ist einfach ist einfach Genial Normal! Wir müssen uns nicht verstellen oder gar anders sein, als wir eigentlich sind. Denn jeder einzelne von uns ist einfach Genial und ist besonders!
5 Sterne

(Silias- Robert 12 Jahre

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Veröffentlicht am 01.06.2023

Ein gigantischer Auftakt

Die verlorene Tochter
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Was für ein Überraschungsbuch- mit einer Geschichte, die mich vollkommen abholte und für wunderbare Lesestunden sorgte.

Der Schreibstil der Autorin ist absolut einladend. Leicht und wie befügelt wird ...

Was für ein Überraschungsbuch- mit einer Geschichte, die mich vollkommen abholte und für wunderbare Lesestunden sorgte.

Der Schreibstil der Autorin ist absolut einladend. Leicht und wie befügelt wird man von dem leichten und einfühlsamen Stil eingenommen und direkt in die Geschichte entführt. Mit einer Leichtigkeit verwandelten sich die Worte in bunte Bilder und ganz vielen Emotionen.

Die Geschichte handelt abwechselnd von Lily, die im Hier und jetzt lebt und sich auf eine Reise nach Italien begibt um ihre neue Arbeit als Kellermeisterin anzunehmen.
Diese Zeitepoche hat sich sehr gut lesen lassen- die Charaktere sind alle liebevoll gezeichnet worden und so war es für mich leicht, mich auf das Geschehen einzulassen.

Aber die andere Zeitepoche rund um Estèe hat mich noch mehr mit dem ganzen Geschehen eins werden lassen. Ihre Erlebnisse haben mich so in den Bann gezogen und mein Herz berührt, das ich oftmals meine Mühe hatte, mich auf Lilys Geschichte in der Gegenwart wieder einzulassen.
Die Liebe zwischen Estée und Felix war so besonders magisch- das ich oftmals innehalte musste, durch die vielen tiefen Emotionen, die dabei entstanden.

Alle Charaktere wurden hervorragend gezeichnet, das alle für mich greifbar wurden. Aber der Autorin ist es ebenso gut gelungen Italien und die magische Landschaft vor Augen entstehen zu lassen, das es sich gar schon anfühlte, als wenn man tatsächlich sich vor Ort befand.

Auch wenn man das Ende schon sehr früh vorausahnen konnte, so hat mich dennoch die Geschichte bis zum Ende in den Bann gezogen und für wunderbare Lesestunden gesorgt.

Ich bin nun sehr gespannt, welche Geschichten den Leser in den folgenden Büchern aus der Reihe erwarten werden, denn ich möchte unbedingt erfahren, was es mit dem Hopes House weiter auf sich hat und hoffe sehr, dass man darüber in den nachfolgenden Bänden einfach mehr erfährt.

Fazit:

Ein gelungener Auftakt der verlorenen Schwester Reihe, der mich tief versinken lassen hat und den ich sehr ans Herz legen kann. Eine Geschichte zum Träumen und tiefen abtauchen.
5 Sterne

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Veröffentlicht am 16.05.2023

Ein glanzvolles Abtauchen, begleitet voller zarten Melodien

Dunkel der Himmel, goldhell die Melodie
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Was für ein Roman- ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen und bin hellauf begeistert!
Jeder, der ein Faible für historische Romane hat, kommt hier garantiert auf seine Kosten.

Der Schreibstil ...

Was für ein Roman- ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen und bin hellauf begeistert!
Jeder, der ein Faible für historische Romane hat, kommt hier garantiert auf seine Kosten.

Der Schreibstil der Autorin ist angenehm zu lesen, denn die Worte fügen sich sofort in bunte Bilder um und die gesamte Handlung, mitsamt seiner verschiedenen Charaktere entsteht vor Augen.
Es ist wie ein Träumen mit offenen Augen und die Melodien aus der vergangenen Zeit, begleitet einen auf dieser Zeitreise.

Der Autorin ist es hervorragend gelungen, die damaligen Lebensgewohnheiten und Traditionen, besonders die der gehobenen Schicht hervorzuheben und mit ihren Worten eine zauberhafte Geschichte der Leserschar zu präsentieren. Man bekommt einen sehr tiefen Einblick in die Welt der Oper und der Musik- und taucht dabei noch ganz tief ab. Auch bekannte Persönlichkeiten, die die Musik geprägt haben, gaben sich die Hand und bekommen galant einen Platz in der Geschichte, welche sie umso lebhafter macht.

Man merkt in jedem Wort die ausgezeichnete Recherchearbeit der Autorin auf allen Ebenen. Sie malt dem Leser das wunderschöne Dresden aus dem Jahre 1841 in seiner vollen Pracht vor Augen mit all seinen Facetten. Sei es die Bevölkerung die einen die zu der gehoben Schicht gehörten und die anderen, die mit der Armut zu kämpfen hatten. Sie zeichnete aber auch das Land Sachsen, welches zu der damaligen Zeit mit politischen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte und welches, die Wut der Bürger zu spüren bekommt. Auf der anderen Seite beschreibt sie den Glanz des Theaters und die Musik, die, die Herzen voller Freude erhellte.




Voller Empathie zeichnete sie dazu die Charaktere, die für mich alle sofort vor Augen entstanden.
Besonders Elise ist mir immer mehr ans Herz gewachsen. Eine starke junge Frau- mit einem unsagbaren Talent und mit einer Klugheit, die ihr später so zu gute kommt.
Hier wird einmal mehr klar, wie frei wir uns doch heute bewegen können. Zur damaligen Zeit waren freie Entscheidungen der Damen aus dem gehobenen Stand absolut undenkbar und ihre Zukunft von klein auf schon fest verplant. Generell hatten die Frauen zu der damaligen Zeit es schwer, egal aus welcher Schicht sie kamen. Das alles hat die Autorin fantastisch gut verpackt und dem Leser sehr authentisch in einer glanzvollen Geschichte serviert.

Viel zu schnell war das tiefe Abtauchen vorbei und am liebsten hätte ich noch weitere 400 Seiten davon gelesen.
Ob es wohl eine Fortsetzung geben wird?




Fazit:

Die Handlung rund um Dresden und um sein königliches Hoftheater (Semper-Oper) , ist der Autorin ausgezeichnet gelungen zu zeichnen und besonders diese einzigartige Stimmung, die von ihren Worten ausging, wird noch lange wie eine Melodie in mir nachhallen.
5 Sterne!

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