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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.08.2023

Mit dem Auto auf den Weg nach Kos

Zur Liebe geht`s dort entlang
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In diesem Buch begleiten wir Julia, Anfang 30 und Rechtsanwaltsangestellte. Seit Ihre Mutter verstorben ist, besteht ihre Familie nur noch aus ihr und ihrem Vater, mit dem sie ein eher loses Verhältnis ...

In diesem Buch begleiten wir Julia, Anfang 30 und Rechtsanwaltsangestellte. Seit Ihre Mutter verstorben ist, besteht ihre Familie nur noch aus ihr und ihrem Vater, mit dem sie ein eher loses Verhältnis pflegt. Ihr Vater geht jetzt in Rente und ist aktuell in Kos, was Julia durch einen Anruf erfährt, in dem er sie bittet ihr sein Auto ( ein sehr altes Auto ) nach Kos zu bringen.

Als sie ihren Chef um Urlaub dafür bittet, kommt es dazu, dass sie die Reise plötzlich gemeinsam mit Ihrem Chef und dessen Vater antritt.

Der Einstieg in die Geschichte gelingt leicht, auch wenn mir Julia für ihr Alter ein klein wenig verpeilt vorkommt.

Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm zu lesen und die Figuren sind facettenreich ausgearbeitet, sodass ich meine Sympathien und Antipathien wunderbar verteilen konnte.

Die Freundin Berti zu Beispiel konnte ich gar nicht ausstehen und auch Herr Börger senior ist mir am Anfang sehr auf die Nerven gegangen.

Deshalb empfand ich gerade seine Entwicklung im Buch als sehr erfreulich.

Die Beschreibungen des Settings sind sehr detailliert, sodass ich mir vieles sehr gut vorstellen konnte und manches Mal am liebsten mit gefahren wäre.

Es gelingt der Autorin auch ernste Themen, wie zum Beispiel der Verlust eines Elterteiles, oder die Trennung der Eltern und wie diese Ereignisse einen Menschen auch noch im Erwachsenenalter beeinflussen kann, behutsam in diese wohlige Geschichte einzuweben.

Leider werden im letzten Drittel des Buches dann noch Konflikte konstruiert, die in meinen Augen unnötig sind, nicht wirklich zum Rest der Geschichte passen und das Wohlfühlambiente des Buches für mich etwas kaputt gemacht haben. Auch wird der Protagonist Thomas, der bis dahin sehr sympathisch und empathisch geschildert wurde, plötzlich als ziemlich dumm und damit stereotyp für Männer, die sich von Frauen einwickeln lassen, dargestellt.

Das passt nicht zu den vorangegangenen Schilderungen und wirkte auf mich ein wenig so, als sollten einfach noch ein paar Seiten gefüllt werden.

Aus diesem Grund nehme ich einen kleinen Abzug in der Bewertung vor.

Zum Glück fügt sich dann gegen Ende doch alles, sodass ich durch das Ende mit dem Lesen und der Geschichte im Ganzen wieder versöhnt war.

Alles in allem hat mich das Buch gut unterhalten.

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Veröffentlicht am 02.08.2023

Seemann, lass das Träumen

Traummann an Bord
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Bei diesem Buch handelt es sich um einen Roman von einem Autorinnenduo, die gemeinsam schon einige Bücher geschrieben haben.

Für mich war es das erste der beiden, deshalb war ich sehr neugierig darauf, ...

Bei diesem Buch handelt es sich um einen Roman von einem Autorinnenduo, die gemeinsam schon einige Bücher geschrieben haben.

Für mich war es das erste der beiden, deshalb war ich sehr neugierig darauf, was mich erwartet.

Wir begleiten die beiden Freundinnen Tilda und Anneke aus einem kleinen Städtchen im Alten Land bei einer Nordeuropa-Kreuzfahrt.

Diese haben die beiden von ihren Müttern geschenkt bekommen, die die Kreuzfahrt eigentlich für sich gebucht hatten, sie nun aber aus gesundheitlichen Gründen nicht antreten können.

Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen. Die Beschreibungen des Settings sind sehr detailliert und auch gut recherchiert.

Ich habe eine ähnliche Kreuzfahrt bereits selbst gemacht und konnte sehr viel wieder erkennen. So war es, als würde ich die Reise virtuell noch einmal erleben.

Die Figuren sind facettenreich ausgearbeitet, auch wenn gerade die Seeleute doch sehr klischeehaft beschrieben werden.

So ist einiges, was passiert, dann auch etwas vorhersehbar. Die etwas schüchterne Anneke hat mir manches Mal etwas überreagiert, das passte in meinen Augen nicht ganz zu ihr.

Ab der Mitte des Buches schien die Geschichte auserzählt und plätscherte ein wenig vor sich hin, sodass ich mich gefragt habe, welchen Konflikt/ welche Verwicklungen uns die Autorinnen wohl noch präsentieren.

So gab es dann im letzten Drittel, als die beiden Damen schon längst wieder zu Hause im Alten Land waren, noch so manche brenzlige Situation in Liebesdingen.
Da diese vorab schon leicht angedeutet worden waren, kamen sie für mich jedoch nicht wirklich überraschend.
Das Ende war romantisch und auch ein wenig kitschig, was aber im ganzen gut zum Buch gepasst hat.
So hatte ich eine wunderbare Reise mit dem Buch, das mich ein wenig an Geschichten vom Traumschiff erinnert hat, und das mir einen verregneten Nachmittag versüsst hat.

Gerne empfehle ich diesen Wohlfühlroman weiter.

Ich denke ich werde auch mal wieder zu einem Buch der beiden Autorinnen greifen, die mich mit diesem Buch gut unterhalten haben.

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Veröffentlicht am 27.07.2023

Wenn du irgendwo neu anfangen musst

Seaside Hideaway – Unsafe
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Es handelt sich um den ersten Teil einer Dilogie in der wir die Geschwister Nevah und Miller Hewitt bei ihrem Neuanfang in Rockaway Beach -Oregon- begleiten.

Der erste Band erzählt die Geschichte aus ...

Es handelt sich um den ersten Teil einer Dilogie in der wir die Geschwister Nevah und Miller Hewitt bei ihrem Neuanfang in Rockaway Beach -Oregon- begleiten.

Der erste Band erzählt die Geschichte aus der Sicht von Nevah und dem neuen Nachbarn Jackson genannt Jax. Die Sicht von Miller erfahren wir dann später in Band 2, der im Herbst erscheint.

Die Geschichte hat mich von Anfang an in ihren Bann gezogen, der Schreibstil von Leonie Lastella ist flüssig und angenehm zu lesen.

Mit langsamer Erzählweise deckt sie behutsam das Geheimnis, das hinter dem Neuanfang steht, Schicht für Schicht auf und lässt uns tief in die Gefühlswelt von Nevah und Jax eintauchen, denn die Kapitel sind abwechselnd aus deren Sicht geschrieben. Das hat mir sehr gut gefallen.

Auch wenn man manche Wendung erahnen kann, gibt es doch immer wieder Situationen, die mich überraschen konnten.

Sehr schön fand ich auch die Beschreibung des Settings, diese war so bildhaft, dass ich das Gefühl hatte mit auf dem Baum am Strand zu sitzen und gemeinsam mit Nevah auf dem SUP im See herum gepaddelt bin.

Die Ausarbeitung der Figuren empfand ich als sehr authentisch und nachvollziehbar. Auch die Entwicklung der Personen und ihrer Beziehungen zueinander waren für mich greifbar.

Ich hatte hochemotionale Lesestunden mit dem Buch, das mich sehr berührt hat.

Dass es am Schluss einen ziemlich fiesen Cliffhanger gab, der mich aufgewühlt zurückläßt , bringt mich dazu einen kleinen Abzug in der Bewertung vorzunehmen.

Von mir gibt es eine Leseempfehlung, allerdings sollte man vielleicht mit dem Lesen warten bis Band 2 erschienen ist, damit man direkt weiterlesen kann.

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Veröffentlicht am 23.07.2023

Liebe im Anwaltsmilieu

Law of Love - Für immer mit dir
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In dieser Geschichte lernen wir Sarah kennen, eine junge Anwältin für Immobilienrecht, die seit 3 Jahren in einer Kanzlei arbeitet und auf eine Beförderung hofft.
Dieser kommt sie recht nah, als sie mir ...

In dieser Geschichte lernen wir Sarah kennen, eine junge Anwältin für Immobilienrecht, die seit 3 Jahren in einer Kanzlei arbeitet und auf eine Beförderung hofft.
Dieser kommt sie recht nah, als sie mir Rorik Stone einen reichen Amerikaner als Mandanten erhält.
Zwischen den beiden prickelt es recht schnell, was aber konträr zu den Anweisungen der Kanzlei steht, sich nicht mit Mandanten einzulassen.
Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen. Da die Kapitel mal aus der Sicht von Sarah und mal aus der Sicht von Rorik geschrieben sind, erfährt man einiges über die jeweilige Gefühlswelt.
Die Figuren sind teilweise gut ausgearbeitet, teilweise, wie der Chef von Sarah und die Mutter von Rorik eher stereotyp.
Die Geschichte gerät teilweise vorhersehbar, jedoch das Ende überrascht dann doch etwas, da es leider etwas platt daher kommt.
Da die Geschichte alles in allem jedoch recht gut unterhalten konnte, erhält sie von mir dennoch 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 21.07.2023

Jeder trauert unterschiedlich

Frau Bartsch reist sich zusammen
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In diesem Buch läst uns Stephanie Bartsch daran teilhaben, wie sie, nach dem Unfalltod ihres geliebten Mannes, versucht hat wieder zu sich selbst zu finden.

Dabei gewährt uns die Autorin sehr tiefe Einblicke ...

In diesem Buch läst uns Stephanie Bartsch daran teilhaben, wie sie, nach dem Unfalltod ihres geliebten Mannes, versucht hat wieder zu sich selbst zu finden.

Dabei gewährt uns die Autorin sehr tiefe Einblicke in ihre Gefühlswelt und ihr Seelenleben. Was ich daraus mitnehme und auch selber schon erlebt habe, ist, dass jeder Mensch unterschiedlich mit seiner Trauer umgeht und es da auch kein richtig und falsch gibt, aber dies bei allen Beteiligten / Hinterbliebenen unterschiedlich ist. So kommt es anscheinend immer im Rahmen einer Trauerphase zu Zerwürfnissen innerhalb der Trauernden, da jeder an seinen Emotionen haftet.

Frau Bartsch begegnet ihrer Trauer mit reisen und nimmt uns mit in Ihren Camper, die Beschreibungen empfinde ich als sehr authentisch und durch das Lesen ist mir eine Erkenntnis gereift, nämlich, dass ich keine Freund von Campingurlaub bin.

Da das Buch aus einem Blog entstanden ist, musst ich mich anfänglich erst an die Schreibweise gewöhnen, da die Autorin oft von sich in der dritten Person spricht, aber wenn man erstmal im Lesen drin ist, gelingt es leicht.

Sehr gut haben mir die Einschübe gefallen in denen Frau Bartsch im Rückblick die eine oder andere Situation nochmals betrachtet und zu anderen Rückschlüssen als in der urspünglichen Situation kommt, die sie jetzt mit uns teilt.

Alles in allem ist es ein Buch, dass ich als sehr mutmachend, geradezu hoffnungsfroh an manchen Stellen, empfunden habe. Ich habe die offenen Schilderungen der Autorin sehr geschätzt.

Ich denke es ist ein Buch, dass einer trauernden Person durchaus aufzeigen kann, dass sie/er nicht alleine so empfindet und für alle anderen lohnt es sich mal über den Tellerrand hinaus zu blicken und durch das gelesene vielleicht mehr Verständnis für seine Mitmenschen zu entwickeln.

Mich hat das gelesene sehr berührt und ich denke, dass manche Erkenntnis noch lange nachhallen wird.

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