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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.08.2023

Liebe in den Highlands

Wo die Liebe dich findet
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Tierärztin Holly hat ehrgeizige Ziele - vor allem hat gerade ihrer Karriere Priorität. Allerdings wird sie entgegen ihrer Erwartungen in eine kleine Klinik in den schottischen Highlands versetzt, wo der ...

Tierärztin Holly hat ehrgeizige Ziele - vor allem hat gerade ihrer Karriere Priorität. Allerdings wird sie entgegen ihrer Erwartungen in eine kleine Klinik in den schottischen Highlands versetzt, wo der eigenbrötlerische und jährzornige Hugh ihr den Arbeitsalltag erschwert. Wie gut, dass sie mit Chloe und Paoli im Team emotionale Unterstützung hat und sich außerhalb der Praxis eine Freund*innenschaft entwickelt. Und dann ist da ja noch Greg Dunbar, der plötzlich vor Holly steht und dessen Attraktivität sie nicht gänzlich ignorieren kann. Dabei hat sie sich ja geschworen, dass sie sich auf keinen Mann einlässt, sondern nur ihre Karriere zählt.

Katy Turner beschreibt sowohl die sehr ländiche Umgebung des Ortes als auch die Figuren sehr eindrücklich. So wuchsen mir Holly, Chloe und Paolo sehr schnell ans Herz und ich konnte die gemeinsamen Pub-Abende und die Dorfevents genießen. Humor und ein lockerer Umgangston beherrschen die Kapitel, was mir gut gefällt.

Ich habe "Wo die Liebe dich findet" sehr gern gelesen und die Auszeit, das Hinträumen in die Highlands, genießen.

Veröffentlicht am 06.08.2023

Liebeserklärung an die Großeltern

Sylter Welle
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Seit Max denken kann, verbringt er den Sommer mit seinen Großeltern auf dem Sylter Campingplatz. Oma Lore und Opa Ludwig, ihre Strenge und ihr teilweise eigenartiges Verhalten haben ihn durch die Sommer ...

Seit Max denken kann, verbringt er den Sommer mit seinen Großeltern auf dem Sylter Campingplatz. Oma Lore und Opa Ludwig, ihre Strenge und ihr teilweise eigenartiges Verhalten haben ihn durch die Sommer seiner Kindheit und Jugend hinweg sehr geprägt. Nun fahren die Großeltern noch ein letztes Mal nach Sylt, allerdings nicht auf den Campingplatz, sondern in eine Ferienwohnung. Max ist eingeladen, sie für drei Tage ein letztes Mal auf Sylt zu besuchen, wodurch bei ihm sämtliche Erinnerungen wachgerufen werden.

Max Richard Leßmann erzählt sehr anschaulich von den Szenen auf dem Campingplatz, von dem Verhalten seiner Großeltern miteinander, mit Max* Mutter und den generell schwierigen und durch Streit geprägten Beziehungen und Abläufen. Er zeichnet schöne und emotionale Bilder, die teilweise fröhlich und teilweise sentimental sind. Ich konnte mir alles sehr gut vorstellen, fand die Abbildungen authentisch und mochte den selbstironischen, manchmal gar sarkastischen Schreibstil.
Die Figuren bekommen vor allem durch die vielen Rückblenden eine Tiefe verliehen und haben, auch wenn sie sich nicht immer liebevoll verhalten haben, sehr viel Sympathie von mir bekommen. Es wird deutlich, wie sehr Max seine Großeltern liebt, wie sehr er die Zeit mit ihnen genießt und wie stark sich die Dinge im Laufe des Lebens verändert haben.

Die Großeltern sind erwartungsgemäß schrullig, wirbeln teilweise Staub auf und sind gleichzeitig für Max so liebenswerte Menschen, dass ich "Sylter Welle" auch als Liebeserklärung an Max' Großeltern empfunden habe - stellvertretend vermutlich für ganz viele Großeltern.

Veröffentlicht am 06.08.2023

Spannend und kurzweilig

Nicht ein Wort zu viel
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Faja findet in ihrer Leidenschaft für Bücher Anschluss in ihrer Bücherjunkie-WhatsApp-Gruppe. Als Claas, ein anderes Mitglied der Gruppe, ihr ein grausames Video schickt mit der persönlichen Aufforderung ...

Faja findet in ihrer Leidenschaft für Bücher Anschluss in ihrer Bücherjunkie-WhatsApp-Gruppe. Als Claas, ein anderes Mitglied der Gruppe, ihr ein grausames Video schickt mit der persönlichen Aufforderung an sie, eine spannende Geschichte aus genau fünf Wörtern zu erzählen, tut sie dies als schlechten Scherz ab. Kurz darauf taucht ein zweites Video bei ihr auf - Claas ist tot, geknebelt, gefesselt und erstickt - die Drohung war also absolut kein Scherz.
Es tauchen weitere Videos auf, die die Ermittlerinnen auf den Plan rufen und sie in der Bücherbloggerszene nach Spuren suchen lassen.

Andreas Winkelmann schreibt kurzweilig, packend und aus wechselnden Perspektiven. Gerade die Kapitel aus Tätersicht weckten mein Interesse und ließen mich permanent Vermutungen aufstellen, wer es auf die Buchliebhaber
innen abgesehen hat und welches Motiv hinter Claas' Mord steckt.
Jaro, Sebastian und Aylin mochte ich sehr und fand die Ermittlungsschritte und das Tempo der Ermittlungen und des Täterhandelns nachvollziehbar. Andreas Winkelmann überraschte mit Wendungen, hielt die Spannung konstant aufrecht und konnte mich mit der Auflösung überzeugen.

Ein spannender, kurzweiliger Thriller, wie ich es von Andreas Winkelmann gewöhnt bin.

Veröffentlicht am 06.08.2023

Gelungener Trilogieauftakt

Refugium
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Die Schriftstellerin und ehemalige Polizistin Julia Malmros braucht für ihr neues Buch Unterstützung in Form fachlicher Expertise, weshalb sie sich den jungen Hacker Kim Ribbing an ihre Seite holt. Dieser ...

Die Schriftstellerin und ehemalige Polizistin Julia Malmros braucht für ihr neues Buch Unterstützung in Form fachlicher Expertise, weshalb sie sich den jungen Hacker Kim Ribbing an ihre Seite holt. Dieser soll sie bei der Buchrecherche unterstützen. Allerdings werden auf dem Nachbarsgrundstück bei einem Mitsommerfest alle Gäste, bis auf die jugendliche Tochter der Familie, Astrid Helander, brutal ermordet. Astrid ist jedoch verstummt und schweigt über die schrecklichen Ereignisse des Festes. Julia kann es nicht lassen und möchte unbedingt in diesem Fall ermitteln. Während sie ihre Polizeikontakte nutzt, soll Kim dem Täter im Netz folgen.

Bisher habe ich noch kein Buch von John Ajvide Lindqvist gelesen, da er hauptsächlich im Horror-Genre schreibt. "Refugium" ist stark angelehnt an Stig Larssons Millenium-Reihe, die mir sehr gefallen hat und mir noch immer stark in Erinnerung ist. Daher stand es für mich gar nicht zur Debatte, dass ich "Refugium" lesen möchte. Mit Julia, Kim und Johnny hat der Autor sehr unterschiedliche Figuren geschaffen, die gut miteinander funktionieren und Erkenntnisse sammlen können, die zu den verschiedensten Orten weltweit führen.
Der Schreibstil ist recht dicht, packend und konnte mich aufgrund des vielversprechenden Plots bereits von Beginn an fesseln. Gerade Kim finde ich, in Bezug auf seine Vergangenheit, die interessanteste Figur - er erinnert sehr stark an Lisbeth Salander.
Da ich nicht spoilern möchte, verrate ich nicht mehr zum Inhalt. Einige Entwicklungen kamen überraschend, mit anderen habe ich gerechnet, das Ende lässt auf einen schnell erscheinenden zweiten Band hoffen!

Veröffentlicht am 25.07.2023

Perfekte Lektüre für den Sommer

Malibu Rising
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Nina Riva ist ein Surfstar und gefragtes Modell in Malibu. Im Sommer 1983 steht wieder einmal die alljährliche berüchtigte Sommerparty an, die Nina mit und für ihre drei Geschwister ausrichtet und zu der ...

Nina Riva ist ein Surfstar und gefragtes Modell in Malibu. Im Sommer 1983 steht wieder einmal die alljährliche berüchtigte Sommerparty an, die Nina mit und für ihre drei Geschwister ausrichtet und zu der jede*r kommen möchte. Schließlich möchte niemand die Gelegenheit verpassen, mit den Rivas zu feiern. Da Nina gerade erst von ihrem Mann betrogen wurde, möchte Nina die Party am liebsten absagen, doch ihre Geschwister stecken schon mitten in den Vorbereitungen der Party und noch ahnt niemand, welche Geheimnisse der Abend offenbaren wird.

"Malibu Rising" erzählt von den vier Riva Geschwistern - neben Nina sind das der Surfweltmeister Jay, der Starfotograf Hud und die jüngste Schwester Kit, die sich gerade mit ihrer Sexualität auseinandersetzt. Taylor Jenkins Reid erzählt die Riva-Familiengeschichte wechselnd aus der Gegenwart und Rückblenden, die von der Kindheit und Jugend der vier, der Selbstbehauptung und der teilweise schwierigen Familiengeschichte erzählen. Die Riva-Geschwister haben über die Jahre ein enges Gefüge entwickelt und sich selbst gefunden. Dieses Gefüge scheint nun mit einem Mal jedoch bedenklich zu bröckeln.
Durch die Rückblenden und die immer tieferen Einblicke in die Figuren, ihre Geschichten und Verhältnisse zueinander baut sich immer mehr Spannung auf und es brodelt förmlich zwischen den Zeilen. Die Figuren sind sehr anschaulich und lebhaft beschrieben und haben unterschiedliche Facetten, sodass ich zu allen einen Draht finden konnte und fast die Jahre mit ihnen gemeinsam erlebe. Dabei fängt die Autorin die sommerliche Stimmung und das Feeling Malibus spürbar ein, sodass ich selbst fast den Ozean riechen konnte.

Ein packender Roman über die High Society Malibus, der mich begeistert hat und die ideale Sommerlektüre war!