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Veröffentlicht am 23.01.2024

Kinder sind unsere Zukunft

Papierkinder
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Darum geht es:
Berlin 1874
Zwei kleine Mädchen, Mathilde und Emma retten im Armenhaus von Steglitz vollkommen selbstlos einen vernachlässigten Säugling vor dem Tod. Für Mathilde und Emma ist es eine harte ...

Darum geht es:
Berlin 1874
Zwei kleine Mädchen, Mathilde und Emma retten im Armenhaus von Steglitz vollkommen selbstlos einen vernachlässigten Säugling vor dem Tod. Für Mathilde und Emma ist es eine harte und unerbittliche Zeit im Armenviertel von Berlin.
Trotzdem ist es der Beginn einer tiefen Freundschaft, die ein Leben lang halten wird, auch wenn sich ihr Leben in ganz unterschiedlichen Richtungen entwickeln. Beide Mädchen sind der festen Überzeugung, dass jedes Kind wertvoll ist. Viele Jahre später schließen sich andere, mutige und tatkräftige Frauen an. Als 1924 in der Schweiz die erste Kinderrechtserklärung unterzeichnet wird, sind sie am Ziel.

Mein Leseeindruck:
Der Roman ist in 3 Teile aufgeteilt. Der 1. Teil beginnt in den Jahren 1874 bis 1905, der 2. Teil spielt in den Jahren 1910 bis 1920 und der 3. Teil umfasst die Jahre 1920 bis 1925. Ich durfte Mathilde und Emma bis ins Erwachsenenalter begleiten. Mich hat es sehr berührt, mit welchem Einsatz, mit welcher Liebe, Hingabe und Engagement sie sich auf unterschiedliche Arten für Kinder einsetzen und starkmachen. Diese Geschichte ging sehr zu Herzen. Die Figuren sind sehr überzeugend dargestellt, fesselnd, ehrlich und auch unheimlich berührend. Sie agieren perfekt miteinander.
Der historische Teil wird auf eine hochinteressante Weise beleuchtet. Als Leser konnte ich mir den unersättlichen Kampf um die Rechte der Kinder hervorragend vorstellen.

Fazit:
4/5 ⭐️! Eine berührende und erschütternde Geschichte mit einer wichtigen Botschaft:
Kinder sind die Zukunft jeder Gesellschaft und zugleich ihre verletzlichen Mitglieder.

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Veröffentlicht am 26.11.2023

Kriminalfall mit Nordseefeeling

Nordwestschuld
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Ihr lieben Buchmenschen!
„Nordwestschuld" von Svea Jensen erschienen im @harpercollinsde ist bereits der 4. Band der Reihe: Ein Fall für die Soko St. Peter-Ording. ...

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Ihr lieben Buchmenschen!
„Nordwestschuld" von Svea Jensen erschienen im @harpercollinsde ist bereits der 4. Band der Reihe: Ein Fall für die Soko St. Peter-Ording. Mir ist die Reihe sehr ans Herz gewachsen und ich stehe sehr auf die Mischung zwischen Nordseefeeling mit Kriminalfällen und der Jagd nach den Tätern.

Darum geht es:
Für die Soko St. Peter-Ording gibt es einen neuen Fall. Vermisst wird die 55-jährige Buchhändlerin Karla Hensel. Ziemlich zeitnah tauchen am Ordinger Strand Skelettteile auf. Die menschlichen Knochen können der vor zwei Jahren verschwundenen Elke Färber zugeordnet werden. In beiden Fällen haben die Frauen kurz vor Verschwinden Männerbekanntschaft im Internet gemacht. Die langjährige Mitarbeiterin von Frau Hensel berichtet der Polizei, dass ihre Chefin sogar Geldüberweisungen an diesen Mann getätigt hat. Treiben gefährliche Betrüger mit Mordausgang ihr Unwesen an der Nordsee?

Mein Leseeindruck:
Die Krimireihe ist für mich, als würde ich nach Hause kommen. Man trifft auf das bekannte, vertraute Soko Team, und mit dem Aufschlagen der ersten Seite weht einem die frische Nordseebrise entgegen. Die Autorin Svea Jensen thematisiert und verarbeitet in ihrem Fall ein aktuelles und wichtiges Thema „Love-Scamming“. Dabei schreibt sie sehr lebendig, spannend und eindrücklich. Die einzelnen Handlungen werden schlüssig zusammengeführt. Natürlich entwickelt sich das Privatleben von Anna Wagner und Hendrik Norberg von Band zu Band stetig und vor allem sehr spannend weiter. Ich liebe den Spagat der Autorin zwischen den Ermittlungen und dem Privatleben der Ermittler. Das Ende fand ich sehr genial gewählt.

Fazit:
Ein gelungener Kriminalfall mit einem großartigen Ermittlerteam. Kann ich jedem empfehlen der gerne Krimis liest von mir gibt es 4 von 5⭐️.

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Veröffentlicht am 27.07.2023

Lebensträume

Perlenbach
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Darum geht es:
Für den Bauernsohn Wilhelm aus Wollseifen geht ein Traum in Erfüllung.
Er darf dem kränklichen Tuchfabrikantenerben Jacob in Montjoie, in den Wintermonaten Gesellschaft leisten. Dort lernt ...

Darum geht es:
Für den Bauernsohn Wilhelm aus Wollseifen geht ein Traum in Erfüllung.
Er darf dem kränklichen Tuchfabrikantenerben Jacob in Montjoie, in den Wintermonaten Gesellschaft leisten. Dort lernt er auch die gewitzte und quirlige Arzttochter Luise kennen. Luise, Jacob und Wilhelm schwören sich als Kinder ewige Freundschaft. Es sind drei Freunde, deren Lebenswege nicht unterschiedlicher sein könnten. Sie träumen von Selbstbestimmung und möchten den Zwängen ihrer Zeit entfliehen. Als junge Erwachsene wird ihre Freundschaft auf eine harte Probe gestellt.

Mein Leseeindruck:
Nachdem mir der erste Band „Ginsterhöhe" schon richtig gut gefallen hat, war ich sehr gespannt auf den zweiten Band. Die Autorin Anna-Maria Caspari hat einen lebhaften und flüssigen Schreibstil. Die Geschichte beginnt im ausgehenden 19. Jahrhundert und endet mit Beginn des 1. Weltkrieges. Chronologisch gesehen ist Perlenbach der Vorgängerroman von Ginsterhöhe. Man kann beide Bücher unabhängig voneinander lesen. Sehr gekonnt und auf eine wundervolle anschauliche Art und Weise schildert die Autorin die gesellschaftlichen Gegebenheiten und das Leben in der Eifel um die Jahrhundertwende. Der historische Kontext ist spannend und hervorragend recherchiert. Anna-Maria
Caspari hat die Kindheitsfreunde und dessen aufwachsen großartig, der Zeit entsprechend, skizziert. Ich habe Wilhelm, Jacob und Luise über diesen langen Zeitraum sehr gerne begleitet. Für ihre unterschiedlichen Lebenswege habe ich sie bewundert und mit ihnen mitgefiebert. Beim Lesen spürt man ihre Sorgen, Nöte, Freude, Trauer, Wut, Glück und Verzweiflung.
Fazit:
4/5 ⭐️ Eine gut recherchierter Roman über die Suche nach Glück in einer Welt im Umbruch. Nun bin ich sehr neugierig auf den
Abschlussband.

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Veröffentlicht am 31.01.2023

Historische, emotionale Geschichte

Ginsterhöhe
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Darum geht es:
Der junge Bauer Albert Lintermann kehrt 1919 in sein Heimatdorf Wollseifen in der Eifel zurück. Er hat den Krieg überlebt, obwohl er schwere körperliche und seelische Wunden zu verzeichnen ...

Darum geht es:
Der junge Bauer Albert Lintermann kehrt 1919 in sein Heimatdorf Wollseifen in der Eifel zurück. Er hat den Krieg überlebt, obwohl er schwere körperliche und seelische Wunden zu verzeichnen hat.
Vor dem Gefecht war er ein attraktiver, hübscher Mann. Nun ist sein Gesicht, durch eine Granate, grausam entstellt. Seine Frau Bertha macht ihm seine Rückkehr nicht leicht. Sie begegnet ihm mit Abscheu und Ekel. Doch Albert lässt sich nicht unterkriegen. Langsam findet er seinen Platz, in der Familie und auch in der Dorfgemeinschaft Wollseifen wieder zurück. Die Verlobte Leni, seines im Krieg gefallenen besten Freundes, ist dabei eine große Unterstützung. Dann beginnt die grausame Zeit des NS-Regimes. Mitte der 1930er Jahre errichten die Nationalsozialisten aus der nahegelegenen Burg Vogelsang, eine Schulungsstätte für ihre Führungskader und einen dazugehörigen Flugplatz.
Anfangs bedeutet dies, für das kleine Eifeldorf, einen enormen Aufschwung, der später, aber verharrende Auswirkungen und zum Verhängnis wird.

Mein Leseeindruck:
Die Autorin Anna-Maria Caspari hat eine bewegende Geschichte, basiert auf wahren Begebenheiten, geschrieben. Ich durfte Familie Lintermann und ein kleines Eifeldorf in den Jahren 1919 - 1949 begleiten. Eine Frage, die mich immer wieder beschäftig hat: „Wieviel Schicksal verträgt ein ganzes
Dorf?"
Der Roman ist unheimlich interessant, fesselt und hat mich sehr berührt. Das Geschehen und die Schicksale der Dorfbewohner hätte im realen Leben genauso sein können. Der realistische, atmosphärischer Schreibstil hat mich nicht mehr losgelassen. Die Entwicklung im kleinen Eifeldorf
Wollseifen, dem seine Nähe zur Schulungsstätte Vogelsang zum Verhängnis wurde, wird unbeschönigt erzählt. Sehr vielschichtig erfährt man, von der Dorfgemeinschaft und dessen Miteinander.

Der Nationalsozialismus spaltet, sehr schleichend, die Menschen und dessen miteinander. Es ist ein grauenhaftes Stück Zeitgeschichte, welches mir beim Lesen, oftmals eine Gänsehaut bereit hat. Als
Leser hat man Raum für eigene Emotionen.

Fazit: 4/5 ⭐️ Eine Geschichte mit vielen Höhen und Tiefen, Liebe und Gewalt, Zusammenhalt und Spaltung, über eine Zeit, die lange vorbei ist, aber nie vergessen werden darf. ❤️

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Veröffentlicht am 12.01.2023

Ein perfides, abscheuliches Experiment muss aufgedeckt werden

Der dreizehnte Mann
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Darum geht es:
Timo Krampe und sein Freund Jörg Grünwald gehörten zu den Kindern, die bis 2003 unter dem Namen „Grauther-Experiment", durch Berliner Jugendämter, Pflegekinder in die Obhut von pädophilen ...

Darum geht es:
Timo Krampe und sein Freund Jörg Grünwald gehörten zu den Kindern, die bis 2003 unter dem Namen „Grauther-Experiment", durch Berliner Jugendämter, Pflegekinder in die Obhut von pädophilen Männern vermittelt haben.
Nun waren beide Männer dabei, diesen Riesenskandal von damals aufzudecken. Doch kurz vor der Enthüllung verschwindet Jörg und wird kurze Zeit später tot aufgefunden. Timo bekommt Angst und wendet sich an den Rechtsanwalt Rocco Eberhardt. Wird die Anwaltskanzlei mit Hilfe von Rechtsmediziner Justus Jarmer die Wahrheit aufdecken?

Mein Leseeindruck:
Nachdem ich mit großer Begeisterung den ersten Justiz-Krimi von Schwiecker und Tsokos gelesen habe, war ich sehr gespannt auf den nächsten Fall „Der 13. Mann" für Eberhardt & Jarmer.
Die Geschichte in diesem Justiz-Krimi ist an wahre Begebenheit angelehnt. Dieses perfide, abscheuliche Experiment gab es tatsächlich. Mit diesem Wissen, um den realen Hintergrund, verursacht der Krimi ein beklemmendes Gefühl beim Lesen. Die Thematik ist nichts für seichte Gemüter. Mir gefällt es gut, dass das Besteller-Duo so ein brisantes Thema aufgegriffen hat. In kurzen, knappen Kapiteln, mit wechselnden Schilderungen entfaltet sich die Geschichte. Das Buch startet stark und rasant, plätschert dann etwas vor sich hin und gibt am Ende richtig Vollgas. Die ausgezeichneten Sachkenntnisse der beiden Autoren, sind mir manchmal etwas zu sachlich gewesen. Der Aufbau und die politischen Verstrickungen, die eine große Rolle spielen, fand ich gut skizziert.

Fazit:
4/5 ⭐️ Mir hat der kurzweilige, gut recherchierte Krimi, mit seinem hochaktuellen Thema gut gefallen.

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