Profilbild von Langeweile

Langeweile

Lesejury Star
offline

Langeweile ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Langeweile über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.10.2023

Das Aufbegehren der Frauen

Die Postbotin
0

März 1919:

Im Mittelpunkt der Geschichte stehen Regine und Evi,die schon lange befreundet sind und als sogenannte „Kriegsaushilfen“ Bei der Reichspost arbeiten. Da nun die Männer wieder aus dem Krieg ...

März 1919:

Im Mittelpunkt der Geschichte stehen Regine und Evi,die schon lange befreundet sind und als sogenannte „Kriegsaushilfen“ Bei der Reichspost arbeiten. Da nun die Männer wieder aus dem Krieg zurück sind,sollen sie entlassen werden, um den Arbeitsplatz für die Männer freizumachen.Das wollen sie sich nicht gefallen lassen und mobilisieren ihre Kolleginnen, um zu streiken. Dabei steht Ihnen der Gewerkschafter, Kurt Bödeker unterstützend zur Seite.
In den Familien der beiden Frauen herrscht große Armut und so soll Regine mit einem wesentlich älteren Bäckermeister verheiratet werden,um die Not der Familie zu lindern. Regine wehrt sich aber vehement dagegen, weil sie sich in den attraktiven Kurt verliebt hat. Auch ihre Freundin Evi hat es nicht leicht, sie ist auf der Suche nach ihrem Bruder, der sich nach Kriegsende immer noch nicht bei der Familie gemeldet hat.

Meine Meinung:

Ich lese sehr gerne historische Romane, und weil mich das Thema sehr interessiert hat, wurde ich auf die Geschichte aufmerksam.
aufmerksam.
Leider hat es meine Erwartungen nicht erfüllt. In meinen Augen fehlten dem Buch ein roter Faden, welcher durch die Geschichte trug, und außerdem etwas mehr Leidenschaft im Erzählstil.Neben den Hauptprotagonistinnen sind noch weiter Akteure/ Akteurinnen involviert,die immer wieder in den Vordergrund rückten.Das geschah übergangslos ,was es teilweise sehr unübersichtlich machte.
So plätscherte die Geschichte dahin und hinterließ viel verschenktes Potential.
Leider kann ich aus diesen Gründen nur drei Sterne vergeben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.08.2023

Viele Fragezeichen bleiben zurück

Das Versprechen der Oktoberfrauen
0

Hanna hat eine Lebenskrise,sie fühlt sich unzufrieden ,außerdem macht ihr die Hyperakusis (Überempfindlichkeit gegen Geräusche) zunehmend das Leben schwer.Sie trifft eine schwere Entscheidung.Bei ihrer ...

Hanna hat eine Lebenskrise,sie fühlt sich unzufrieden ,außerdem macht ihr die Hyperakusis (Überempfindlichkeit gegen Geräusche) zunehmend das Leben schwer.Sie trifft eine schwere Entscheidung.Bei ihrer Ankunft in dem kleinen Ort Plessin ,wird das zum Glück verhindert.
Sie lebt sich in der dörflichen Idylle ein ,findet in der Kellnerin Frida eine Freundin und wird auch von den anderen Dorfbewohnern gut aufgenommen.Der schweigsame Fischer Henning weckt eigenartige Gefühle in ihr. Als das ortsansässige Landhotel eine Gärtnerin sucht, greift sie ohne lange Überlegungen zu.

Obwohl mir die Protagonistin nicht wirklich nahe kam, irgendwie konnte ich mit ihrer Art nicht warm werden, gefiel mir die Geschichte zu Anfang recht gut.Der Schreibstil war flüssig und gut lesbar.Dann entwickelte sich das Buch in eine Richtung ,die ich nur noch schwer nachvollziehen konnte und die auf mich sehr konstruiert wirkte.Einige Themen wurden angerissen ,aber nicht weiter verfolgt,dadurch entstanden Lücken.
Das Ende wirkte etwas überhastet und konnte mich nicht überzeugen.
Was mir hingegen sehr gut gefallen hat ,war das farbenfrohe und ansprechende Cover.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 16.08.2023

Verschwundene Leichen

Eric Holler: Leichen im Kanal - Eric Holler ermittelt!
0

Bei dem Privatdetektiv Eric Holler taucht eine Frau namens Silvia Riemer auf ,die ihn um Hilfe bittet. sie hat bei einem Spaziergang am Kanal zwei Leichen im Wasser gesehen und diesen Fund der Polizei ...

Bei dem Privatdetektiv Eric Holler taucht eine Frau namens Silvia Riemer auf ,die ihn um Hilfe bittet. sie hat bei einem Spaziergang am Kanal zwei Leichen im Wasser gesehen und diesen Fund der Polizei gemeldet. Das sofort ausgelöste große Szenario (Feuerwehr, Rettungswagen, Polizei) hatte keinen Erfolg, die Leichen waren plötzlich verschwunden und für Silvia Riemer gab es eine gesalzene Rechnung für diesen Einsatz.Bei Nichtbegleichung selbiger ,droht Haftstrafe.Kann der Privatdetektiv helfen?

Es war für mich der erste Fall aus dieser Reihe, was mir aber keinerlei Probleme bereitete.Wie in einem Regionalkrimi üblich ,hielt sich die Spannung in Grenzen ,was aber durch einen großen Humoranteil und viel Lokalkolorit ausgeglichen wurde.Zum Schluss gab es noch eine überraschende Wendung.

Da ich auch aus dem Ruhrgebiet stamme,haben mir die Beschreibungen der einzelnen Orte gut gefallen, jedoch wurde mein Lesevergnügen durch den großen Anteil an Fußballgesprächen und den mehr als reichlichen Alkoholgenuss, deutlich getrübt.Ebenso negativ fiel mir der Anteil an Rechtschreibfehlern auf.Deshalb von mir leider nur drei Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.08.2023

Zähflüssig

Wie die Saat, so die Ernte
0

In der Questura herrscht gerade etwas Langeweile, als Brunetti ein Anruf erreicht, der ihn über die Festnahme seines Kollegen Alvise informiert. Zusammen mit seinem Kollegen macht er sich auf den Weg um ...

In der Questura herrscht gerade etwas Langeweile, als Brunetti ein Anruf erreicht, der ihn über die Festnahme seines Kollegen Alvise informiert. Zusammen mit seinem Kollegen macht er sich auf den Weg um die Sache zu klären und erfährt dabei interessante Neuigkeiten aus seinem Privatleben. Dann gibt es eine Leiche im Kanal und ein neuer Fall nimmt seinen Lauf. Es handelt sich um einen Mann aus Sri Lanka, der im Gartenhaus eines ehemaligen Kommilitonen von Commissario Brunetti gelebt hat. Wer wollte diesen unscheinbaren und liebenswürdigen Menschen aus dem Weg räumen?

Ich kenne mehrere Fälle aus der Feder von Donna Leon und weiß, dass es selten vor Spannung knistert.Dennoch habe ich die meisten Bücher sehr gerne gelesen,weil es die vielen zwischenmenschlichen Beziehungen und Ausflüge in die Politik der Lagunenstadt sind,welche dieRomane zu etwas Besonderem machen. In diesem Fall zog sich die Handlung jedoch wie Kaugummi und ich war manchmal versucht, das Buch abzubrechen. Außerdem frage ich mich wann Brunetti mal im digitalen Zeitalter ankommen wird. Hätte er nicht seine unvergleichliche Senorina Elletra ,die nach seinen Anleitungen Recherchearbeit betreibt ,stände er ziemlich auf dem Schlauch. Ein bisschen Schrulligkeit und Realitätsverweigerung mag in Ordnung sein, hier finde ich es mittlerweile etwas übertrieben. deshalb kann ich für dieses Buch leider nur drei Sterne vergeben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.07.2023

Eine Familiengeschichte

An des Haffes anderm Strand
0

Klappentext:

Ostpreußen zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Der junge Arthur träumt davon, Pfarrer zu werden. Oder Kapitän. Seine Schwester Agathe geniest als junge, emanzipierte Lehrerin die Aufbruchstimmung ...

Klappentext:

Ostpreußen zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Der junge Arthur träumt davon, Pfarrer zu werden. Oder Kapitän. Seine Schwester Agathe geniest als junge, emanzipierte Lehrerin die Aufbruchstimmung der Goldenen Zwanziger. Die Geschwister erleben eine Zeit voller historischer Umbrüche, wachsen auf und über sich hinaus. Arthur wird Pfarrer, aber auch Ehemann, Vater, später Soldat, der um das längst verlorene Königsberg kämpfen muss. Agathe lernt in Berlin die Schattenseiten der neugewonnenen Freiheit kennen. Als bester Nebendarsteller der Geschichte bewerben sich jedoch die ostpreußische Landschaft, die legendäre Küche und der unwiderstehliche Humor der ostpreußischen Menschen.

Meine Meinung:

Ich liebe Familien Geschichten, speziell solche, welche sich in dieser Zeit (1907-1945)abspielen und habe auch schon mehrere Bücher in dieser Richtung gelesen. Ostpreußen war in der Hinsicht für mich Neuland und umso gespannter war ich auf dieses Buch.

Leider kam ich von Anfang an mit dem Schreibstil schlecht zurecht, wodurch es mir sehr schwer fiel, einen Zugang zu den einzelnen Personen zu finden.

Der Protagonist Arthur lebte für seinen Glauben und obwohl er seine Familie liebte,erlebte ich ein Verhältnis ,wo es nur sehr wenig Emotionen gab.Seine Frau Käthe war mir sehr sympathisch,eine Frau ,die mit beiden Beinen fest im Leben stand und für die damalige Zeit sehr emanzipiert war.Die Kinder wurden von ihren Eltern geliebt, fanden ansonsten in dem Buch aber recht wenig Raum.

Obwohl es sich um eine Familiensaga handelt,war das Familienleben ( in meinen Augen)ziemlich unterrepräsentiert.

Durch den Beruf des Protagonisten war es vorgegeben, dass der Glaube, eine große Rolle spielt.Das fand ich generell auch in Ordnung ,allerdings war es mir an manchen Stellen zu dominant.

Was das Weltgeschehen betrifft,wurde das Leben der jüdischen Bevölkerung,für meine Begriffe ein bisschen zu kurz abgehandelt.

Gut gefallen haben mir die Schilderungen der ostpreußischen Landschaft und manche Eigenheiten ihrer Bewohner.

Insgesamt gesehen ein Buch,was mich nur mäßig zufriedengestellt hat.Mehr als drei Sterne kann ich leider nicht vergeben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere