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Gisel

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.07.2023

Manga um ein chaotisches Alien

Stitch! 1
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Stitch freundet sich auf einer der Inseln von Okinawa mit Yuna an. Sie unternehmen einiges zusammen: Sie gehen auf Schmetterlingsjagd, es wird Kuchen gebacken und noch vieles mehr.

Stitch ist ein Alien, ...

Stitch freundet sich auf einer der Inseln von Okinawa mit Yuna an. Sie unternehmen einiges zusammen: Sie gehen auf Schmetterlingsjagd, es wird Kuchen gebacken und noch vieles mehr.

Stitch ist ein Alien, immer hungrig, zudem kennt er viele Regeln nicht, das ergibt immer mal wieder lustige Szenen, in der es ganz schnell zum Chaos kommt. Meine Tochter liebt die Animes um Stitch und konnte es nicht erwarten, dass das Buch in ihrem Regal landet. Mich hat ihre Begeisterung nicht so mittragen können, es scheint immer wieder dasselbe Problem in verschiedensten Variationen zu geben. Die kleinen Geschichten sind nur lose verbunden, man kann immer wieder die Lektüre abbrechen und zu einem späteren Zeitpunkt wieder einsteigen. Die Figuren sind niedlich gezeichnet, ihre Abenteuer sind lustig zu lesen.

Das Manga scheint den Zeitgeist der jungen Leute zu treffen. Auch wenn ich selbst nicht so viel damit anfangen kann, war es doch interessant zu sehen, was meine Tochter so sehr begeistert. Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 27.07.2023

Aufbruch in einen neuen Lebensabschnitt

Weniger ist Meer
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Christine Neder hat lange Jahre einen Reiseblog geführt, sie war viel und gerne unterwegs. Doch nun verspürt sie den Wunsch, in die wilde Natur Portugals auszuwandern. Ihr Mann und sie entschließen sich, ...

Christine Neder hat lange Jahre einen Reiseblog geführt, sie war viel und gerne unterwegs. Doch nun verspürt sie den Wunsch, in die wilde Natur Portugals auszuwandern. Ihr Mann und sie entschließen sich, dort einen neuen Abschnitt ihres Lebens zu beginnen. Es ist kein einfacher Entschluss, doch er reift immer entschiedener heran.

Christine Neder und ihr Mann wagen einen Neuanfang, eine große Veränderung in ihrem Leben. Und weil sie umziehen, praktiziert die Autorin den Minimalismus, sie hat beschlossen, ihre Habseligkeiten drastisch aufs Nötigste zu reduzieren. Dieser Aufbruch in einen neuen Lebensabschnitt ist interessant zu lesen, vor allem weil die Liebe zu Portugal viel Platz findet. Das Buch wird eine sehr individuelle Reisebeschreibung, denn die Autorin erzählt nicht nur von der Liebe zu diesem Land, sondern auch von persönlichen Rückschlägen und traurigen Ereignissen. Man merkt dem Buch die Erfahrung der Bloggerin an, es ist flüssig geschrieben und liest sich spannend weg. Die Bilder der Autorin ergänzen den Text und lassen ihre Sehnsucht nach Portugal erkennbar werden – und sie wecken die eigene Sehnsucht nach einem Urlaub in den dortigen Gefilden.

Mich hat diese Geschichte gut unterhalten können, so dass ich das Buch sehr gerne weiter empfehle. Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 26.07.2023

Ein Buch wie ein Kaleidoskop

Das Café ohne Namen
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Im Jahr 1966 hängt Robert Simon seinen Job als Gelegenheitsarbeiter auf dem Wieder Karmelitermarkt an den Nagel und eröffnet sein eigenes Café in einer leerstehenden Gastwirtschaft. Der Anfang ist bescheiden, ...

Im Jahr 1966 hängt Robert Simon seinen Job als Gelegenheitsarbeiter auf dem Wieder Karmelitermarkt an den Nagel und eröffnet sein eigenes Café in einer leerstehenden Gastwirtschaft. Der Anfang ist bescheiden, doch die Menschen aus dem Viertel nehmen das Café mit Freuden an. Ihre Lebensgeschichten bereichern das Miteinander im Café.

Robert Seethaler erzählt diese Geschichte in seinem eigenen Schreibstil, an den ich mich erstmal gewöhnen musste. Jede seiner Figuren ist besonders und erhält in liebevoller detaillierter Arbeit ein Eigenleben. Als Leser erlebt man das Geschehen mit etwas Abstand, man bleibt Beobachter in einer Welt, von der man den Eindruck hat, dass sie den Leser nicht unbedingt braucht. Durch die Erzählung entsteht ein Bild der Sechziger Jahre der „kleinen Leute“, die nicht viel Geld zum Leben hatten. Es entsteht immer wieder neu ein Kaleidoskop von Bildern, entsprechend den Lebensgeschichten der jeweiligen Figuren.

Nicht jeder wird den Schreibstil des Autors schätzen, man muss sich darauf einlassen können. Wer das kann, dem empfehle ich das Buch sehr gerne weiter. Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 26.07.2023

Taffe Feriendetektive

Die Hochhaus-Detektive (Die Hochhaus-Detektive Band 1)
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Anton und Mesut wohnen bereits im Hochhaus, als Isha mit ihrer Familie neu dort einzieht. Es ist nicht die beste Adresse am Ort, im Gegenteil, wer dort wohnt, wird schnell abgestempelt und von anderen ...

Anton und Mesut wohnen bereits im Hochhaus, als Isha mit ihrer Familie neu dort einzieht. Es ist nicht die beste Adresse am Ort, im Gegenteil, wer dort wohnt, wird schnell abgestempelt und von anderen gemieden. Anton, Isha und Mesut wissen, dass man hier zusammenhalten muss. Wie gut ist es da, dass sie alle drei gerne Detektivgeschichten lesen und am liebsten selbst knifflige Fälle lösen würden. Sie richten sich ihr Büro auf dem Dach des Hochhauses ein, und dank Mesuts Fernglas entdecken sie den Diebstahl an einer älteren Frau. Die drei sind fest entschlossen, den Täter zu finden.

Die drei Kinder sind recht unterschiedlich, doch sie ergänzen sich sehr gut. Jedes der Kinder bringt seine eigene Geschichte mit, es ist schließlich ein Hochhaus, in dem niemand gerne wohnen würde. Doch die drei Kinder finden ihre eigene Nische in ihrem Hobby, das sie alle drei gerne ausüben. Es sind recht viele Themen, die Eingang in diese Geschichte finden. Mir waren es schon fast zu viele, auch wenn jedes der Themen sehr einfühlsam angegangen wird und zur Hintergrundgeschichte der Kinder gehört. Der Kriminalfall selbst ist sehr spannend dargestellt, sehr gerne habe ich die drei Kinder in ihrem abwechslungsreichen Abenteuer begleitet und mit ihnen gerätselt, wer der wahre Täter ist.

Sehr gerne empfehle ich dieses Detektivgeschichte weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 25.07.2023

Historischer Roman um einen Lebenstraum

Träume aus Eis
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Josef Pankofer hat einen Lebenstraum, er ist Eishersteller mit Leib und Seele. Zusammen mit seiner Frau Erna und den Töchtern Frieda und Lotte eröffnet er eine Eisdiele in der Kaufinger Straße in München. ...

Josef Pankofer hat einen Lebenstraum, er ist Eishersteller mit Leib und Seele. Zusammen mit seiner Frau Erna und den Töchtern Frieda und Lotte eröffnet er eine Eisdiele in der Kaufinger Straße in München. Jeder im Familienunternehmen hilft mit, Josef experimentiert mit immer neuen, auch ausgefallenen Sorten. Recht bald verliebt sich Frieda in den Sohn eines großen Konkurrenten. Das Führen der kleinen Eisdiele bedeutet immer wieder ein Kampf gegen die finanzielle Not, spätestens die Weltwirtschaftskrise bringt das Unternehmen in ernsthafte Schieflage. Ob die neueste Idee Josefs die Familie mit ihrer Eisdiele retten kann?

Die Figur des Josef Pankofer ist historisch belegt, jedoch ist kaum etwas über ihn bekannt. Die Autorin Franziska Winkler erfindet eine Geschichte dazu, wie sie hätte stattfinden können. Anfangs musste ich mich wegen der großen Anzahl der Personen etwas konzentrieren, doch bald gelang es mir sehr gut, hier den Überblick zu wahren. Manche der Schicksalsschläge fand ich etwas zu dick aufgetragen. Das kleine Familienunternehmen hat es nicht leicht zu bestehen, gerade auch in NS-Zeiten wie auch in der Weltwirtschaftskrise. Allerdings fand ich die historischen Bezüge ein bisschen spärlich, hier hätte ich mir mehr gewünscht. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, ich konnte mich gut in sie hineinfühlen.

Die Geschichte ist flüssig geschrieben und zieht den Leser schnell in seinen Bann, so dass ich das Buch trotz einiger kleiner Kritikpunkte gerne weiter empfehle. Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

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