Spannende Grundidee verschenkt
Zwei FremdeInhalt:
Das einsame Hotel in den schottischen Highlands ist am letzten Tag der Saison fast eingeschneit. Es ist Remies letzter Arbeitstag und sie kann es kaum erwarten, am nächsten Tag in ihren Urlaub ...
Inhalt:
Das einsame Hotel in den schottischen Highlands ist am letzten Tag der Saison fast eingeschneit. Es ist Remies letzter Arbeitstag und sie kann es kaum erwarten, am nächsten Tag in ihren Urlaub zu fliegen. Nur noch zwei Gäste sind im Hotel, als nacheinander zwei Fremde auftauchen. jeder behauptet, Polizist zu sein, der Remie und die Gäste vor einem entflohenen Häftling schützen will. Doch wer von beiden lügt?
Das Buch besticht durch eine spannende Grundidee und eine ein cooles (wenn auch nicht ganz neues) Setting. Leider kommt die Geschichte nur langsam in Fahrt, nimmt dann etwas an Spannung auf, um diese im letzten Viertel leider wieder zu verlieren.
Der Schreibstil ist leicht zu lesen, doch bleiben die Personen insgesamt blass, lediglich Remie sticht etwas hervor. Leider konnte ich ihre Handlungen in dieser extremen Situation nicht nachvollziehen. Wirklich ängstlich oder gar panisch wirkt sie nie. Oft schweifen ihre Gedanken in Erinnerungen an ihren Bruder ab (die mehr wie ein Fremdkörper wirken). Zuweilen verliert sich der Autor auch in seltsamen oder unpassenden Formulierungen („Hinter mir hörte ich das Exoskelett des Wassers plappern“). Die Auflösung der Hauptfrage kommt dann recht plötzlich und auch viel zu früh. Danach tauchen auch leider viele Logiklöcher und unrealistische bzw. für mich nicht nachvollziehbare Handlungen auf.
Insgesamt ein nur mäßig spannender Thriller, der viel von seinem Potenzial verschenkt. Er kann aber durchaus als leichte Unterhaltung dienen (und James Bond-Filme sind ja auch nicht immer logisch und realistisch).