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Veröffentlicht am 01.09.2023

Mit Humor und allen Sinnen älter werden

Von einem, der auszog, seine Falten zu lieben
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„Jetzt sind wir zu alt, um jung zu sterben. Jetzt müssen wir es durchziehen“- so beginnt der Klappentext zu Lutz Barth’s Buch über das Älterwerden. Mit dem Älterwerden und seinen Begleiterscheinungen muss ...

„Jetzt sind wir zu alt, um jung zu sterben. Jetzt müssen wir es durchziehen“- so beginnt der Klappentext zu Lutz Barth’s Buch über das Älterwerden. Mit dem Älterwerden und seinen Begleiterscheinungen muss sich jeder irgendwann auseinander setzen. Doch wird alles nur schlechter, die Haare grau, die Schmerzen und Einschränkungen vielfältiger? Oder bietet das Alter auch ganz neue Chancen? Der Autor Lutz Barth zeigt dem Leser einen positiven Blick auf die kommenden Jahre. Bewusst lenkt er sein Augenmerk auf Schönes, auf die Lebenserfahrung, die ein großer Schatz ist, darauf, dass man nun mehr Zeit hat. Er regt an, dass Leben bewusst mit allen Sinnen zu genießen, zu schauen, zu riechen, zu schmecken… Er macht Mut Hobbys neu für sich zu entdecken, sich Aufgaben zu suchen, Freundschaften zu pflegen. Ein Kapitel widmet sich auch dem Glauben und wie man Zeit mit Gott gestalten kann.

„Falten sind für mich Stellvertreter. Sie stehen symbolisch für alle Alterserscheinungen und auch Unannehmlichkeiten, die das Älterwerden mit sich bringt.“ s.S.15

Das Buch von Lutz Barth hat mir gut gefallen. Der Schreibstil ist humorvoll und angenehm zu lesen. Allerdings passen für mich Sprüche in Mundart in einen Vortrag, aber nicht unbedingt in ein Buch. Dagegen mag ich den positiven Blick auf die späteren Lebensjahre sehr. Im Buch findet man eine Fülle an Anregungen, die die Augen öffnen für Schönes und die zumeist leicht umsetzbar sind. Sehr gut gefällt mir auch das Fazit des Autors am Ende des Buches:

„ Wir werden weniger über unsere Falten, Flecken und gesundheitlichen Einschränkungen nachdenken, wenn wir beschäftigt, ausgefüllt und mit anderen und für andere unterwegs sind. Mein Augenmerk setze ich auf das, was gut geht, was mir guttut, was ich an mir mag.“ s.S.167

Ich empfehle das Buch sehr gern weiter.

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Veröffentlicht am 26.08.2023

Miss Serena und Vicomte Henry

Die geheimnisvolle Miss Serena
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London, 1817: die junge Miss Serena Winthrop ist eine begabte Malerin, doch als ihr Kunstlehrer ihr zu nahe tritt und sie belästigt, kann sie sich nicht vorstellen jemals zu Pinsel und Leinwand zu greifen. ...

London, 1817: die junge Miss Serena Winthrop ist eine begabte Malerin, doch als ihr Kunstlehrer ihr zu nahe tritt und sie belästigt, kann sie sich nicht vorstellen jemals zu Pinsel und Leinwand zu greifen. Sie kehrt zurück aufs Land. Allerdings ist das Leben mit ihrer verwitweten Mutter sehr schwierig. So ist sie froh als ihre Schwester Caroline und ihr Schwager Lord Jonathan Winthrop sie zu einer Reise einladen. Gemeinsam besuchen sie Jonathans Freund Henry und dessen Elternauf dem beeindruckenden Landsitz der Familie. Serena kennt Henrys Ruf als Lebemann und verhält sich ihm gegenüber reserviert und erstaunt ihn immer wieder mit großer Schlagfertigkeit und Direktheit. Henry gefällt die junge Dame gut und auch Serena genießt bald die Zusammentreffen. Doch können sie Vergangenes einfach hinter sich lassen und haben eine gemeinsame Zukunft?

Carolin Miller erzählt in ihrem neuen Roman die Geschichte von Serena und Henry. Beides sind vielschichtige Charaktere, die gern anders leben würden als ihnen möglich ist. Serena liebt die Kunst und würde gern nur malen, aber dazu kann sie sich nicht mehr überwinden. An Einkäufen, Bällen und ihrem Debüt hat sie aber keinerlei Interesse. So ist sie dankbar für die Ablenkung durch die Reise und die wundervolle Natur und die Begegnungen mit Henry lernt sie zu genießen. Dabei kennt sie Henrys schlechten Ruf… Henry selbst flüchtet sich in Ablenkung und Glücksspiel, obwohl er lieber in die Zukunft seiner Mine investieren würde. Doch sein Vater hat dafür kein Verständnis, sondern beklagt nur immer Henrys Tun und Lassen. Im Laufe des Romans verändern sich beide Hauptprotagonisten, wobei mir die von Henry besonders gut gefiel.

Zu Beginn des Romans musste ich erst rein finden in die Geschichte und mit den Charakteren warm werden. Danach las sich das Buch recht flüssig. Besonders gut gefielen mir die Beschreibungen von Orten und der Natur und dass der Glaube und Vergebung eine wichtige Rolle spielen. Die Geschichte hat am Ende einige überraschende Wendungen, die zwar für Spannung sorgen, aber auch recht unrealistisch wirken. Insgesamt hat mir der Roman aber gut gefallen und ich vergebe 4 Ste

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Veröffentlicht am 09.08.2023

Vom Berg zurück ins Tal

Sommertagsträume
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Nach einer großen Enttäuschung lebt Elsa in einer Hütte in den Bergen. Im Sommer versorgt sie die Kühe eines Bauern, den Winter übersteht sie mit der Hoffnung auf den nächsten Sommer. Doch in diesem Jahr ...

Nach einer großen Enttäuschung lebt Elsa in einer Hütte in den Bergen. Im Sommer versorgt sie die Kühe eines Bauern, den Winter übersteht sie mit der Hoffnung auf den nächsten Sommer. Doch in diesem Jahr kommt es anders… Zuerst wird sie als Trauzeugin zu Lenis Hochzeit eingeladen und muss dafür ins Tal und dann eröffnet ihr der Bauer, dass die Kühe schwer krank sind und in diesem Jahr nicht auf die Alm können. So hat Elsa keine Wahl, sie muss ins Tal zurück ziehen. Zum Glück findet sie bei Bäcker Martin schnell einen Job. Ihnen ist die Liebe zu selbstgebackenen duftenden Sauerteigbrot gemeinsam und bald fühlen sie sich zueinander hingezogen. Doch welche Rolle spielt Susi in Martins Leben?

„Sommertagsträume“ ist der 3. Teil der „Liebe in den Bergen“-Reihe von Lotte Römer. Es ist ein schöner Sommerroman, der sich sehr gut lesen lässt. Mir gefallen die Beschreibungen der Personen und Orte und das frische Sauerteigbrot von Martin hätte ich sehr gern probiert… Elsa war mir sympathisch, aber oft hatte ich das Gefühl, dass sie sich selbst im Weg steht mit ihrem Festhalten an der Vergangenheit und dem Misstrauen gegenüber neuer Menschen und einer neuen Liebe. Martin mochte ich von Beginn an und es war schön zu erleben wie er seinen Traum von Bäckerei lebt. Der Konflikt zwischen Alt und Jung in seiner Familie ist gut beschrieben und am Ende auch gelöst. Ob es für Elsa ein Happy End gibt, möchte ich nicht verraten. Lest selbst!
Mir hat der Roman entspannte Lesestunden geschenkt und ich empfehle ihn gern weiter.

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Veröffentlicht am 02.08.2023

Manchmal kommt es anders als man plant…

Wo die Liebe dich findet
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Die junge Tierärztin Holly freut sich auf einen neuen Job in Ascot, doch dann wird sie plötzlich für ein Jahr in die schottischen Highlands geschickt. Widerwillig stellt sie sich den Herausforderungen: ...

Die junge Tierärztin Holly freut sich auf einen neuen Job in Ascot, doch dann wird sie plötzlich für ein Jahr in die schottischen Highlands geschickt. Widerwillig stellt sie sich den Herausforderungen: einem mürrischen Chef, dem sie nichts recht machen kann, Großtieren, wofür ihr die Erfahrung fehlt und eigenwilligen Dorfbewohnern. Zum Glück hat sie in Chloe und Paolo nette Kollegen, mit denen sie viel unternimmt. Und dann taucht plötzlich ein Mann auf, der ihr Herz in Gefahr bringt…

„Wo die Liebe dich findet“ erzählt eine nette Geschichte mit sympathischen Protagonisten. Neben Holly spielen auch ihre Kollegen Chloe und Paolo eine wichtige Rolle und es wird immer wieder auch aus ihrer Sicht erzählt. Doch während Holly auf ihren Job und Sicherheit fixiert ist, sind die anderen Beiden auf der Suche nach Liebe und einem Partner. Im Laufe des einen Jahres erlebt der Leser den Alltag in der Tierarztpraxis ebenso mit wie Freizeitaktivitäten, Abende im Pub und die Dorfhöhepunkte wie Basar, Ball und Halbmarathon… Und dann taucht immer wieder Greg auf und gegen ihren Willen fühlt Holly sich zu ihm hingezogen. Doch was soll sie tun? Auf die Stimme der Vernunft hören oder auf ihr Herz?
Mir hat der Roman entspannte Lesestunden geschenkt. Der Schreibstil der Autorin lässt sich angenehm lesen, manche Situation brachte mich zum Schmunzeln. Spannung gibt es erst kurz vorm Ende des Buches… Wer eine nette Wohlfühlgeschichte sucht, dem sei der Roman empfohlen.

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Veröffentlicht am 27.06.2023

Lilli und das Haus der Möglichkeiten

Meerseide
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Mitten im April einen Wunschzettel schreiben und ihn persönlich nach Himmelfort bringen… verrückt – oder? Lilli tut es. Sie ist Ende 30, hat sich gerade vom ihrem Partner getrennt und ist auf der Suche ...

Mitten im April einen Wunschzettel schreiben und ihn persönlich nach Himmelfort bringen… verrückt – oder? Lilli tut es. Sie ist Ende 30, hat sich gerade vom ihrem Partner getrennt und ist auf der Suche nach einem Ort, wo sie so sein kann wie sie ist. Dass sich ihr Wunsch schon auf dem Rückweg zu erfüllen beginnt, damit hat Lilli nicht gerechnet. Doch als sie Rike kennenlernt und diese ihr ein verlassenes Haus Irgendwo im Nirgendwo zeigt, fühlt Lilli sich sofort zu Hause. Sie pachtet das Haus und den verwilderten Garten und beginnt es zu neuen Leben zu erwecken. In Rike wird ihr eine gute Freundin und als sie kurz darauf Elias kennen lernt, findet sie ihn ihm einen Seelengefährten….

„Meerseide“ ist ein wundervoller Roman voller Bilder und Beschreibungen, voll sanfter Töne, voll Poesie. Sehr gern habe ich Lilli begleitet auf ihrem Weg in ein neues, selbstbestimmtes Leben. Ich mochte ihre Ruhe, ihre Kreativität, ich Schöpferkraft und wie sie damit nicht nur ihr Leben berührt und verändert. Auch Elias’ Leben berührt Lilli und gemeinsam machen sie sich auf die Such nach dem Geheimnis der Meerseide….

Dieses Buch ist ein ruhiges Buch. Wer Spannung und schnelle Handlungen sucht, ist hier an der falschen Stelle. Allen anderen empfehle ich den Roman gern weiter.

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