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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.08.2023

Diese Ergänzung zum Grishaverse lohnt sich!

Demon in the Wood. Schatten der Vergangenheit
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„Ich weiß, ich weiß“ Du klingst wie eine Krähe, die krächzt. (S. 53)

Bei dieser Graphic Novel handelt es sich um die Vorgeschichte des Darkling aus dem Grishaverse. Für mich bis heute einer der spannendsten ...

„Ich weiß, ich weiß“ Du klingst wie eine Krähe, die krächzt. (S. 53)

Bei dieser Graphic Novel handelt es sich um die Vorgeschichte des Darkling aus dem Grishaverse. Für mich bis heute einer der spannendsten Charaktere, die Leigh Bardugo je geschaffen hat. Ebenso gefällt mir, dass diese Ergänzung nicht in Form eines Romans erschienen ist, sondern illustriert. Eine gelungene Abwechslung!

Das Cover: Dani Pendergasts Talent wird bereits auf dem Umschlag deutlich und leitet den wundervollen Illustrationsstil ein. Das Cover ist geheimnisvoll und doch sehr hell für den Darkling. Für mich hätte es ruhig noch ein wenig düsterer sein können.

Meine Meinung: Diese Geschichte beendete ich innerhalb einer Sitzung. Die Graphic Novel kommt mit recht wenig Text aus, dafür sprechen die Bilder eine deutliche Sprache. Zu keiner Zeit kamen Länge auf, sondern man wird förmlich in die Geschichte des Darklings eingezogen und mit Düsternis, ein wenig Trostlosigkeit und einigen Überraschungen konfrontiert. Einige Geschehnisse am Ende haben mich doch sehr überrumpelt, jedoch ergeben sie für die Entwicklung des Darklings sehr viel Sinn. Jedoch war ich emotional nicht zu sehr in die Geschichte involviert.

Die Illustrationen: Sehr dynamisch, voller Bildsprache und einer genialen Ausführung. Dani Pendergast hat die Geschichte gekonnt belebt und überzeugt durch einen düsteren und ausdrucksstarken Zeichenstil, der sein Niveau bis zum Ende aufrechterhält.

Fazit: Eine gelungene Ergänzung, die mich gut unterhalten konnte, bei welcher ich jedoch gern noch mehr mitgefiebert hätte. Von mir gibt es hier 4/5 Sternen und eine Leseempfehlung für alle Fans vom Grishaverse!

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Veröffentlicht am 24.08.2023

Berührende Geschichte, die sehr greifbar ist

Jetzt sind wir eins (Jetzt-Trilogie, Band 2)
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„Wir bauten Fassaden auf, damit sie jemand einriss. Wir wünschten uns, dass jemand zu genau hinsah – und immer noch hinsehen wollten.“ (S. 303)

Von Gabriella Santos de Lima habe ich beinahe alle Geschichten ...

„Wir bauten Fassaden auf, damit sie jemand einriss. Wir wünschten uns, dass jemand zu genau hinsah – und immer noch hinsehen wollten.“ (S. 303)

Von Gabriella Santos de Lima habe ich beinahe alle Geschichten gelesen, doch noch kein Buch von ihr konnte mich so sehr berühren, wie dieses hier. Gabriella wählt ihre Worte so, dass direkt das Gefühl vermittelt wird, man sei vor Ort anwesend. Während des Lesens spürt man förmlich den Wind in Norwegen, den Regen auf der Haut und die rohen Gefühle in der Brust.

Das Cover: Das Cover bricht ein wenig mit der Anordnung der Schrift auf und stellt den Titel sowohl vertikal, sowie horizontal dar. Die floralen Elemente, die Farbkleckse und die angenehme Farbpalette machen es zu einem schlichten Hingucker, der mir direkt zugesagt hat.

Die Handlung: Tillies Stipendium wurde von einem Tag auf den anderen gekündigt. Da dadurch ihr gesamtes Studium auf der Kippe steht und sie dieses unmöglich aufgeben will, sucht sie nach einem Ausweg. Für ein ähnliches Stipendium benötigt sie jedoch professionelle Hilfe. Die Lösung sieht sie beim talentierten Fotogafiestudenten Jonathan. Dieser ist jedoch nicht gut auf sie zusprechen, nachdem sein Bruder von Tillie verletzt wurde. Doch nach einiger Überredung stimmt er doch zu und die beiden finden sich per Interrail in Skandinavien wieder. Dass der Trip jedoch schneller als gedacht aus Akzeptanz und ehrlicher Geständnisse besteht, konnte sich im Vorfeld keiner der beiden vorstellen…

Meine Meinung: Dieses Buch hat mich überrascht. Band 1 hat mir bereits gefallen, aber diese Geschichte hat mich emotional noch mehr erreichen können. Jede noch so kleine Szene wird so nahbar und echt beschrieben, dass man automatisch eine Nähe zur Geschichte aufbaut und die gesamte Gefühlspalette von Tillie und Jonathan miterlebt. Auch die ernsten Themen, die hier angesprochen wurden, überzeugten durch Fingerspitzengefühl. Bereits im ersten Kapitel hatte ich das Gefühl, dass mir diese Geschichte ans Herz wachsen würde – und ich hatte Recht behalten. Einzig gegen Ende verlor mich die Geschichte ein wenig, bei welcher einiges durch Kommunikation eher verhindert werden könnte. Gleichzeitig wird auch im Leben nicht immer direkt kommuniziert und über den Schatten gesprungen. Dennoch fehlten mir dadurch noch mehr Szenen zwischen den beiden.

Die Charaktere: Vielschichtig und durchgehend interessant. Tillie äußerst stets ihre Meinung, steht für sich und ihre Werte ein und fühl dabei jede Emotion. Während der Geschichte bekommt man so viele Seiten von Tillie gezeigt, die sie nur greifbarer machten. Doch auch Jonathan konnte mich sehr von sich überzeugen aufgrund seiner respektvollen und aufmerksamen Art. Die Dynamik der beiden brauchte zwar sehr lang, bis sie sich einspielte, aber danach konnte nur noch mitgefiebert werden. Rückblickend hätte ich mir sogar noch mehr Szenen zwischen den beiden gewünscht, da sich die Geschichte zwischen den beiden etwas länger aufbaute und es gegen Ende schon recht schnell zum Knall kam. Gleichzeitig zeigt mir das auch auf, wie sehr sie mir bereits in kurzer Zeit ans Herz gewachsen sind.

Fazit: Eine berührende und eindrückliche Liebesgeschichte. Ich freue mich schon sehr auf Band 3 und kann hiermit sagen, dass ich ein neues Lieblingsbuch der Autorin habe. Ich vergebe 4/5 Sternen und eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 30.07.2023

Charaktere zum Gernhaben

Let's be bold
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„Dieses Gefühl, wenn man an einen Ort kam, wo Träume verwirklicht wurden. Wo man sein konnte, was man sich draußen nicht traute, wo man losließ, alles von sich gab und immer irgendwer da war, der einen ...

„Dieses Gefühl, wenn man an einen Ort kam, wo Träume verwirklicht wurden. Wo man sein konnte, was man sich draußen nicht traute, wo man losließ, alles von sich gab und immer irgendwer da war, der einen auffing.“ (S. 54)

Ariana, Evie, Shae und Tyler habe ich innerhalb der beiden Bände wirklich sehr liebgewonnen. Auch wenn es sich hierbei offiziell um den letzten Band handelt, so gäbe es noch so viel über die vier zu erzählen, weshalb ich mir sehr stark wünsche, dass es nicht nur bei den beiden Bänden bleibt. Wir brauchen mehr!

Das Cover: Die angenehme Farbpalette springt direkt ins Auge. Auch diese Illustration versprüht wieder dieses Freiheitsgefühl, dass der erste Band auf seinem Cover ebenfalls einfangen konnte. Gefällt mir sogar noch besser als das erste Cover!

Die Handlung: Nachdem Ariana, Evie, Shae und Tyler zueinander gefunden haben, festigt sich das Band der Freundschaft zwischen den vieren nur noch mehr. Zwar klopfen neue Hürden im Alltag der Gruppe an, doch gemeinsam geben sie sich Halt. Doch egal wie hart die Realität auf einen oder eine der Clique niederprasselt, so gibt es immer ein Netz, das sie sofort auffängt.

Meine Meinung: Anabelle und Nicole haben eine Freundesgruppe geschaffen, die so dynamisch aufregend und unterhaltsam ist, dass man eigentlich nur lächeln kann beim Lesen. Diese Leichtigkeit gepaart mit der Gesellschaftskritik und das Aufgreifen wichtiger Themen ergibt eine tolle Mischung, die die Geschichte länger im Kopf herumschwirren lässt. Beide Autorinnen beweisen, dass Unterhaltung auch ernste Seiten haben kann, ohne als Wohlfühlroman einbüßen zu müssen. Die Gespräche, Neckereien und die vollste Unterstützung haben die Geschichte so liebenswert gemacht, dass man von Anfang an mitfiebert. Dennoch hat mir Band 1 etwas besser gefallen, da ich bei diesem noch etwas mehr emotional involviert war. Ebenso hat mir beim Auftakt so gut gefallen, dass der Fokus wirklich auf der Freundschaft lag – in diesem Band wurde doch den romantischen Beziehungen sehr viel Raum geschenkt, wodurch die Freundesgruppe etwas zu kurz kam. Aber das ist nur meine persönliche Präferenz.

Die Charaktere: Vielfältig, erfrischend und mitreißend. Aus allen Perspektiven habe ich gern gelesen, was wirklich für die Charaktere spricht. Jede einzelne Szene zwischen ihnen habe ich mit Freude gelesen, gleichzeitig konnten sie auch fernab der Clique überzeugen. Meine persönliche Favoritin war jedoch Layla, die in diesem Band auch mehr Szenen bekommen hatte – ein toller Nebencharakter!

Fazit: Ein gelungener Abschluss, der für mich jedoch keiner ist. In meinem Kopf gibt es noch viele weitere Abenteuer, die die vier zusammen unternehmen und hoffe daher, dass Anabelle und Nicole noch weitere Bände in dem Universum schreiben dürfen. Für mich gibt es hier 4/5 Sternen und eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 22.06.2023

Bildgewaltiges Inselleben

Zur See
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„Sie ist nicht unfreundlich, sie baut nur keine Brücken. Bleibt, wo sie ist, und sieht dem Gegenüber zu, wenn es ins Leere läuft und strampelnd in der Luft hängt.“ (S. 87)

Dörte Hansen hat mit „Zur See“ ...

„Sie ist nicht unfreundlich, sie baut nur keine Brücken. Bleibt, wo sie ist, und sieht dem Gegenüber zu, wenn es ins Leere läuft und strampelnd in der Luft hängt.“ (S. 87)

Dörte Hansen hat mit „Zur See“ einen eindrucksvollen und bildlichen Roman veröffentlicht, der mich die Inselluft riechen und den Sand zwischen den Zehen spüren ließ.

Das Cover: Farblich sehr angenehm und passend zu den anderen Werken der Autorin. Mir hätte die Walfischflosse allein schon gereicht, jedoch kann ich mir dann vorstellen, dass man es direkt mit Moby Dick assoziiert hätte. Dennoch finde ich das Boot ein wenig zu groß; irgendetwas stört die Komposition.

Die Handlung: Es dreht sich alles rund um die Familie Sander, die in einem Dorf auf der Nordseeinsel lebt. Viele Stürme hat sie bereits erlebt – sowohl in der Natur, wie auch in der Familie selbst. Doch schon bald sehen sie sich großen Veränderungen ausgesetzt, die den größten Sturm erst noch ankündigen könnten.

Meine Meinung: Wenn man Urlaub sucht, aber auch einer sehr nachdenklichen und melancholischen Stimmung nicht abgeneigt ist, dann eignet sich diese Geschichte ausgezeichnet. Das Inselleben wird in all seinen Farben, aber auch Stürmen und Fluten beschrieben und die Bewohner:innen mit all ihren Stärken und Eigenheiten vorgestellt. „Zur See“ ermöglicht ein bildgewaltiges und eindrückliches Leseerlebnis, an welches ich noch gern zurückdenke. Es ist an manchen Stellen doch ein wenig düster – das muss man mögen – ich fand es hingegen sehr passend zu seinen Charakteren. Die Handlung und der gedankenversunkene Schreibstil funktionieren unglaublich gut und dennoch hätte ich mir gewünscht, emotional noch mehr verwickelt zu sein. Es geschehen einige aufwühlende Ereignisse, doch ich hatte das Gefühl, meist aus weiter Ferne diese zu beobachten, anstatt mitten in der Gefühlswelt zu stecken oder vor Ort zu sein. Da hätte ich mir gern noch mehr Nähe zur Geschichte gewünscht.

Die Charaktere: Tatsächlich hatte ich das Gefühl, dass man diese nie richtig durchschaut. Es gab meist immer einen großen Zwischenraum zu ihnen. In den meisten Fällen würde mich das stören, hierbei hat es jedoch die Spannung gesteigert. Man hat stets nach Motiven gesucht, die sie antreiben, probiert die Hintergründe zu erraten und sich dabei selten in Sicherheit gewiegt. Wirklich interessante Personen, die Dörte Hansen erschaffen hat.

Fazit: Mein erster Roman der Autorin, der mich überzeugen konnte. Aufgrund der Distanz zum Buch vergebe ich hier 4/5 Sternen und eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 22.06.2023

Ein actiongeladenes Finale

Spring Storm 2: Dornen der Hoffnung
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„Auf uns liegt derselbe Schatten“, murmelte sie. „Wirst du uns befreien, dich und mich?“ (S. 11)

Bisher habe ich fast alle Romane von Marie Graßhoff gelesen und bin mittlerweile mit ihrer Art des Erzählens ...

„Auf uns liegt derselbe Schatten“, murmelte sie. „Wirst du uns befreien, dich und mich?“ (S. 11)

Bisher habe ich fast alle Romane von Marie Graßhoff gelesen und bin mittlerweile mit ihrer Art des Erzählens und den vielschichtigen Charakteren vertraut. Dennoch hatte mich Spring Storm 1 überrascht. Ihr erster Roman im Jugendbereich hat mich dermaßen überzeugen können, dass ich die Monate bis zur Fortsetzung gezählt habe. Nach Beenden von Band 2 kann ich definitiv sagen, dass ich die Gruppe sehr vermissen werde!

Das Cover: Es gefällt mir besser als das erste Cover, dennoch mag ich Portraits und große Gesichter allgemein nicht so gern auf Büchern. Es ist dennoch sehr liebevoll und professionell gestaltet, nur bevorzuge ich in beiden Fällen die Alternativcover von Mona Finden.

Die Handlung: Aus Spoilergründen werde ich den Klappentext nicht noch einmal zusammenfassen. Es schließt jedoch nahtlos an dem Auftakt an und geht direkt rasant weiter. Lange kommt die Geschichte nicht zur Ruhe, man ist weiterhin mit den Auswirkungen von Band 1 konfrontiert und muss sich einem Kampf nach dem nächsten stellen. Es war wirklich spannend an vielen Stellen und dennoch sind auch die ruhigen und zwischenmenschlichen Szenen nicht zu kurz geraten. Besonders die Gespräche der Charaktere untereinander waren sehr herzerwärmend und unterhaltsam. Auch das Verbildlichen von Schauplätzen hat Marie gekonnt umgesetzt. Jedoch ziehe ich den ersten Band vor, da dieser einfach das Privileg hatte in die neue Welt einzuführen, die Akademie entdecken zu lassen und auch den Charakteren mehr Raum zu geben. Hier war das aufgrund der Ereignisse natürlich nicht mehr in der vorherigen Ausführung möglich, doch ich merkte, wie ich die Atmosphäre von vorher vermisste.

Die Charaktere: Schon lange haben mich zwei Protagonistinnen wie King und Cora nicht mehr so von sich überzeugt. Die beiden habe ich wirklich liebgewonnen und denke auch tatsächlich im Alltag noch manchmal an sie zurück. Doch auch Bob und der Rest der Crew ist nicht mehr wegzudenken.

Fazit: Ein insgesamt spannender und guter Abschluss, dennoch hat mich Band 1 auch emotional ein wenig mehr gepackt, daher vergebe ich hier 4/5 Sternen und eine Leseempfehlung!

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