Leider überhaupt nicht mein Fall
I Know Where You Buried Your Husband"»So sind Männer eben.«
»Ihr müsst daran arbeiten, um Islas willen.«
»Die Leute werfen heutzutage viel zu schnell hin, wenn es in einer Beziehung mal schwierig wird.«
»So ist das eben in einer Ehe.«
Grausam ...
"»So sind Männer eben.«
»Ihr müsst daran arbeiten, um Islas willen.«
»Die Leute werfen heutzutage viel zu schnell hin, wenn es in einer Beziehung mal schwierig wird.«
»So ist das eben in einer Ehe.«
Grausam zu sein, feindselig zu sein; das war kein ausreichender Grund für eine Trennung. Es wäre so viel besser für sie, hätte Chris sie geprügelt. Damit wäre alles klar gewesen. Niemand würde Fragen stellen. Ende der Geschichte."
Bei diesem Buch (mit einem für mein stark Romance-geprägtes Leser-Herz eher untypischen Inhalt/Genre) waren es insbesondere der verheißungsvolle Klappentext und der catchy Buchtitel, die mich neugierig gemacht hatten. Irgendwie musste ich direkt an den herrlichen Country-Song "If you go down (I’m going down too)" von Kelsea Ballerini denken, in welchem es mitunter heißt: "Hypothetically, if you ever kill your husband | Hand on the Bible, I'd be lyin' through my teeth" … eine innige Frauenfreundschaft, geprägt von Vertrauen, bedingungslosem Zusammenhalt & Loyalität - so was in der Art hatte ich vorab im Sinn, gerne angereichert mit ein wenig Humor oder zumindest hier und da einem Augenzwinkern.
Leider entwickelte sich die Lektüre anders als erhofft und driftete mit Fortschritt der Handlung für mich immer weiter ins Negative ab. Warum?
❏ Der zwar routinierte und flüssige, doch (aufgrund der vielen - von Bitterkeit & Unzufriedenheit der jeweiligen Figur geprägten - Dialoge) oft umgangssprachliche Schreibstil war nicht mein Fall.
❏ Die Story traf insgesamt nicht meinen Geschmack, auch nicht in puncto Spannung (sodass man das Werk vielleicht noch als eine Art sonderbarer Krimi hätte verbuchen können). Der Magie-Aspekt war so gar nicht meins, und während ich den Einstieg noch als interessant einstufen würde - immerhin ist man neugierig, was passiert, wie die Figuren agieren werden und was einen überhaupt erwartet -, war die Auflösung letztlich enttäuschend, unbefriedigend und schlichtweg unrealistisch.
"[…] wer kennt es schon, das wahre Wesen der Frauen."
❏ Die zahlreichen Perspektiven, von denen ich normalerweise manchmal überfordert bin (wenn es z.B. mehr als drei verschiedene sind - wobei es natürlich immer auf die Umsetzung ankommt), empfand ich hier beinahe als angenehme Abwechslung, denn die weiblichen Hauptfiguren waren mir leider dermaßen unsympathisch … wenn ich sie (in Bezug auf jegliche zwischenmenschliche Beziehung) in wenigen Worten beschreiben müsste: toxisch und hochgradig unangenehm. Solche Personen würde ich im realen Leben nicht mal ansatzweise in meiner Nähe haben wollen. Dieser Umstand stellte sich als größte Herausforderung für mich dar, denn somit gestaltete sich das Mitfiebern wirklich schwer.
Off-topic: Keine Kritik, nur ein Hinweis für zukünftige Nachdrucke: Im Buch schreibt sich Sophia mit 'ph' und nicht wie im Klappentext mit 'f' (Sofia).
𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁:
Leider blieb dieses Werk weit hinter meinen Erwartungen zurück. Ich würde so gerne noch etwas Positives zum Abschluss sagen, wirklich, aber die Negativität überwiegt. Es fühlte sich alles an wie eine dunkle Wolke, regelrecht erdrückend. Einzig der witzig klingende Buchtitel fällt mir als Pluspunkt ein, daher kann ich leider keine Empfehlung aussprechen.