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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.11.2023

Hat mich enttäuscht

Das Dunkle in dir
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„Das Dunkle in dir“ ist bereits der 5. (oder sogar der 6.) Teil der Lacey Flint Reihe, von der ich aber nur die ersten zwei Teile gelesen habe und das ist auch schon einige Jahre her. (Den ersten Teil ...

„Das Dunkle in dir“ ist bereits der 5. (oder sogar der 6.) Teil der Lacey Flint Reihe, von der ich aber nur die ersten zwei Teile gelesen habe und das ist auch schon einige Jahre her. (Den ersten Teil „Dunkle Gebete“ fand ich sehr spannend“.) Obwohl es viele Hinweise auf vorherige Geschehnisse gibt, hatte ich doch immer das Gefühl, dass mir Vorwissen fehlt und ich die Charaktere nicht gut genug kenne. Die Handlung nimmt schnell Fahrt auf und es gibt schon bald einige spannende Passagen. Trotzdem habe ich während der ersten fast 200 Seiten immer wieder überlegt, das Buch abzubrechen, weil es mich einfach nicht packen konnte. Erst nach über der Hälfte der 524 Seiten nimmt die Spannung so weit zu, dass ich gerne weiterlesen wollte.
Auch mit dem Thema wurde ich nicht so richtig warm. Es geht um vier Männer, die den Grund für ihr Scheitern bei den Frauen nicht bei sich selbst suchen, sondern die Oberflächlichkeit der Gesellschaft, bei der Aussehen und materieller Erfolg an 1. Stelle stehen, dafür verantwortlich machen. Und natürlich die Frauen! Im Darknet finden sich schnell viele Gleichgesinnte, die sich an Frauen rächen wollen und Anschläge planen.
DCI Joesbury und sein Team - in dem auffallend viele Frauen sind - ermitteln und Lacey Flint unterstützt sie dabei. Lacey ist ein äußerst ungewöhnlicher und spannender Charakter, denn sie hat ein streng gehütetes Geheimnis, von dem nur ihre Schwester und jetzt leider auch der Anführer der Gruppe weiß. Dadurch wird der Fall für Lacey besonders brisant. Ich mochte sie sehr gern.

Fazit. Leider konnte mich „Das Dunkle in dir“ nicht so fesseln wie die anderen Thriller der Autorin und hat mich insgesamt enttäuscht.

Veröffentlicht am 28.08.2023

Konnte mich nicht überzeugen

Verlogen
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„Verlogen“ ist bereits der 2. Teil der "Mörderisches-Island" Reihe, aber problemlos ohne Vorwissen zu lesen, da der Fall in sich abgeschlossen ist. (Ich kenne den Vorgänger „Verschwiegen“ auch nicht).
Elma ...

„Verlogen“ ist bereits der 2. Teil der "Mörderisches-Island" Reihe, aber problemlos ohne Vorwissen zu lesen, da der Fall in sich abgeschlossen ist. (Ich kenne den Vorgänger „Verschwiegen“ auch nicht).
Elma und ihren Kollegen Sævar mochte ich von Anfang an sehr gerne. Besonders Elma lernt man im Lauf der Geschichte gut kennen und erfährt zudem einiges aus ihren Privatleben. Auch ihr Vorgesetzter Hördur war mir sehr sympathisch. Dagegen fand ich die weiteren Charaktere, die mit dem Fall zu tun hatten, eigentlich alle eher unsympathisch.
Der Schreibstil von Eva Björg Ægisdottir lässt sich angenehm und flüssig lesen. Doch die polizeilichen Ermittlunge ziehen sich ziemlich in die Länge, ohne das es neue Erkenntnisse gibt. Die Ermittler kommen einfach nicht weiter. In einem weiteren Handlungsstrang wird die Geschichte einer jungen Mutter erzählt, von der Geburt ihrer Tochter bis zur Gegenwart. Leider konnten auch diese Kapitel mich nicht wirklich fesseln. Erst nach etwas über 200 Seiten kommt mehr Tempo und Spannung in die Handlung. Bis kurz vor dem Ende konnte ich die Zusammenhänge nicht erahnen und war schließlich von der Auflösung überrascht.
Der Krimi ist - bis auf den Mord - unblutig und bedient sich eher psychologischer Spannung.

Fazit: Trotz der wirklich sympathischen Ermittler konnte mich „Verlogen“ nicht überzeugen.

Veröffentlicht am 02.02.2023

Hat mich nicht überzeugen können

Frau Holles Labyrinth
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Ich war schon immer ein großer Märchenfan und deshalb sehr gespannt auf diese Märchenadaption. Das Buch ist mit dem farbig illustrierten Buchschnitt wunderschön gestaltet.
Stefanie Lasthaus erzählt diese ...

Ich war schon immer ein großer Märchenfan und deshalb sehr gespannt auf diese Märchenadaption. Das Buch ist mit dem farbig illustrierten Buchschnitt wunderschön gestaltet.
Stefanie Lasthaus erzählt diese Geschichte komplett aus Marys Perspektive, was ich teilweise schade fand, denn ich hätte sehr gerne auch mehr von Moira, der Eminenz und vor allem von Frau Holle - hier nur Holle genannt - erfahren. Meiner Meinung nach ist ausgerechnet der Teil mit Holle - der Titelgeberin - viel zu kurz.
Die Welt, aus der Mary und Moira kommen, ist unserer sehr ähnlich, doch dort besitzt jeder Mensch eine andere magische Fähigkeit. Die Welt von Holle dagegen ist wie aus einer vergangenen Zeit und zudem immer grau, dunkel, gefährlich und bedrückend. Die Geschichte ist düster und blutig und Grundidee hat mir wirklich gut gefallen, genauso wie die gefährlichen zerlumpten Kreaturen (die mich immer an die Zombies von „The Walking Dead“ erinnerten). Allerdings hätte ich mir eine märchenhaftere Atmosphäre gewünscht.
Bis zur Mitte hat mir das Buch ganz gut gefallen, doch dann verlor sich die Spannung und damit auch meine Aufmerksamkeit. Irgendwann habe ich Seiten teilweise nur noch überflogen. Erst im letzten Drittel wird die Handlung wieder dynamischer und spannender und auch das Ende fand ich zufriedenstellend, doch der Epilog hat mir dann überhaupt nicht gefallen.

Veröffentlicht am 30.01.2023

Zieht sich

Verschwunden
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„Verschwunden“ ist bereits der 13. Teil der Toskana-Thriller- Reihe von Sabine Thiesler, aber problemlos ohne Vorwissen zu lesen.
Der Schreibstil lässt sich leicht und flüssig lesen und auch wegen der ...

„Verschwunden“ ist bereits der 13. Teil der Toskana-Thriller- Reihe von Sabine Thiesler, aber problemlos ohne Vorwissen zu lesen.
Der Schreibstil lässt sich leicht und flüssig lesen und auch wegen der kurzen Kapitel kommt man schnell mit dem Lesen voran. Wie immer ermittelt Commissario Neri aus Ambra, der aber für die Aufklärung der Verbrechen eher eine untergeordnete Rolle spielt. Neri und sein Kollege Caesare werden - leider - eher als etwas behäbige und einfältige Provinzpolizisten dargestellt. Neri kommt hauptsächlich durch Zufälle oder die Tipps seiner Frau auf die richtige Spur. Die Autorin erzählt diese Geschichte aus verschiedenen Perspektiven und leider war mir die Protagonistin Elena sehr unsympathisch. Arrogant, eingebildet und ichbezogen. Aber auch die anderen Charaktere mochte ich nicht besonders gern.
Sehr lange plätschert die Handlung - mit wenigen Ausnahmen - vor sich hin und ich habe vergeblich auf Spannung gewartet. Schon relativ früh wird deutlich, wer für das Verschwinden mehrerer Menschen verantwortlich ist und warum. Menschen erleiden schreckliche Dinge und - besonders grausam und detailliert geschildert - auch Tiere. Gegen Ende nimmt die Spannung dann endlich zu, doch die Handlung wird damit auch immer absurder und unrealistischer.
Fazit: Leider konnte mich „Verschwunden“ nicht überzeugen.

Veröffentlicht am 09.09.2022

Konnte mich nicht überzeugen

Acht perfekte Morde
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Inhalt: Malcom Kershaw ist Miteigentümer und Betreiber einer Krimi-Buchhandlung. Vor zehn Jahren veröffentlichte er auf dem Blog der Buchhandlung eine Liste mit acht Büchern, in denen die perfekten Morde ...

Inhalt: Malcom Kershaw ist Miteigentümer und Betreiber einer Krimi-Buchhandlung. Vor zehn Jahren veröffentlichte er auf dem Blog der Buchhandlung eine Liste mit acht Büchern, in denen die perfekten Morde beschrieben werden. Nun nimmt überraschend die FBI Agentin Gwen Mulvey Kontakt zu ihm auf, da es einige Morde gibt, die an Malcoms Liste erinnern. Kann es sein, dass jemand die Morde aus den Büchern nachahmt? Vielleicht sogar Malcom selber?

Meine Meinung: Die Idee der Geschichte - perfekte Morde aus Krimis nachzuahmen - fand ich neu, ungewöhnlich und interessant. Die Bücher, um die es geht, sind in der Innenklappe des Buches aufgelistet. Leider kenne ich von den acht Büchern nur „Zwei Fremde im Zug“.
Die ganze Geschichte wird nur aus Malcoms Sicht in der Ich-Form erzählt. Malcom ist von Anfang an nicht so wirklich durchschaubar und leider auch nicht besonders sympathisch. Zwar lernt man ihn im Lauf der Geschichte besser kennen, erfährt u.a. vom Unfalltod seiner Frau, wie es zum Kauf der Buchhandlung kam, sowie einige seiner Geheimnisse, aber auch dadurch bin ich ihm nicht näher gekommen. Auch die anderen Charaktere sind nicht unbedingt Sympathieträger und bleiben auch relativ blass. Das Handeln der FBI Agentin Gwen fand ich unglaubwürdig, auch noch nach ihrer späteren Erklärung. Warum bezieht sie Malcom in den Fall mit ein, verrät ihm so viel und nimmt ihn sogar mit an einen potentiellen Tatort? Auch hätte ich niemals einen Zusammenhang zwischen den Büchern und den Morden erkannt!
Der Schreibstil lässt sich zwar leicht lesen, aber zu viele Seiten lang dümpelt die Handlung nur sehr zäh vor sich hin und es gibt viele langatmige Wiederholungen, die die Morde in den Büchern betreffen. Durch einige überraschende Wendungen wird die Geschichte dann doch noch irgendwann interessanter, aber sie bleibt insgesamt verworren und auch die Auflösung fand ich unglaubwürdig.

Fazit: Ein vielversprechendes Thema, dessen Umsetzung mich leider nicht überzeugt hat. Für mich bisher das schwächste Buch von Peter Swanson.