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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.05.2018

Ein stimmiger und unaufgeregter Krimi mit viel französischem Flair und Lokalkolorit.

Madame le Commissaire und die tote Nonne
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Unten am Strand liegt eine Frau, unverkennbar in Ordenstracht gewandet.
Schnell bestätigt sich, was zu befürchten war:
Die Nonne lebt nicht mehr.
So jedenfalls die (vorschnelle) Schlussfolgerung der Polizei.
Doch ...

Unten am Strand liegt eine Frau, unverkennbar in Ordenstracht gewandet.
Schnell bestätigt sich, was zu befürchten war:
Die Nonne lebt nicht mehr.
So jedenfalls die (vorschnelle) Schlussfolgerung der Polizei.
Doch Madame le Commissaire hat mal wieder den richtigen
Riecher. Der Tod der Nonne war kein Unfall.
Isabelle Bonnet nimmt ihre Ermittlungen auf, die sie zu einem einsam, aber malerisch gelegenen Kloster im Massif des Maures führen.
Bald hat sie mehr als einen Verdächtigen.
Doch wer würde schon so weit gehen eine Nonne zu ermorden?
Pierre Martin nimmt uns mit in die schöne Provence.
Die Landschaft ist wunderbar beschrieben,
man hat das Gefühl direkt vor Ort zu sein.
Charaktere sind recht originell.
Der Spannungsbogen bleibt bis zum überraschenden Ende erhalten.
Der Schreibstil ist leicht und mitreißend.
Ein stimmiger und unaufgeregter Krimi mit viel französischem Flair und Lokalkolorit.

Veröffentlicht am 11.04.2018

Familienbanden

Hummersommer
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Das Meer, Sonnenaufgänge und der Hummerfang,
Little Harbor ist ein idyllischer Urlaubsort.
Eliza Barnes kehrt an den Ort ihrer Kindheit zurück.
Sie ist in einer einfachen Fischerfamilie
aufgewachsen. Als ...

Das Meer, Sonnenaufgänge und der Hummerfang,
Little Harbor ist ein idyllischer Urlaubsort.
Eliza Barnes kehrt an den Ort ihrer Kindheit zurück.
Sie ist in einer einfachen Fischerfamilie
aufgewachsen. Als ihr Vater schwer erkrankt, ist
sie sofort zur Stelle.
Eine alles verändernde Zeit bricht an.

Eliza muss sich der Vergangenheit stellen und ihre Gegenwart regeln.
Das Cover finde ich wunderschön, schon von der Farbgestaltung her.
Die Figuren sind alle sehr realistisch und man kann sich sehr gut
in sie hineinversetzen.
Sehr präzise fängt die Autorin das Leben ein.
Leider bleibt vieles recht oberflächig, man würde gerne
einiges mehr erfahren, um Elizas Handlungen besser zu verstehen.
Außerdem muss der Roman aufgrund zäher Dialoge
und unnötig in die Länge gezogener Handlung eindeutig Federn lassen.
Dadurch konnte mich das Buch nicht so recht begeistern und hat mich eher etwas enttäuscht zurückgelassen.
Nette Unterhaltung ist aber garantiert.

Veröffentlicht am 19.03.2018

Mit dem Blackhawk nach Graceland

Das Glück kurz hinter Graceland
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Zwei Frauen, ein Weg, eine Antwort.
Cory macht nach dem Tod ihrer Mutter eine
Entdeckung. In einem Schuppen neben der Angelhütte
der Familie steht ein Erinnerungsstück der Rock’n Roll-Geschichte.
Ein 73er ...

Zwei Frauen, ein Weg, eine Antwort.
Cory macht nach dem Tod ihrer Mutter eine
Entdeckung. In einem Schuppen neben der Angelhütte
der Familie steht ein Erinnerungsstück der Rock’n Roll-Geschichte.
Ein 73er Stutz Blackhawk, das legendäre Auto
von Elvis Presley. Was hatte ihre Mutter mit Elvis zu tun?
Der Beginn eines Roadtrips durch die USA.

Kim Wright hat eine schöne Art zu Schreiben.
Ihre Charaktere sind alle sehr vielschichtig und man kann sich gut mit ihnen identifizieren.
Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen und springt immer wieder in das Jahr 1977 zurück.
Die Mutter-Tochter Problematik wird gut dargestellt.
Die Tochter lernt auf dieser Reise ihre Mutter besser kennen und kann sich mit ihr aussöhnen.
Das eigentliche wirklich interessante an dieser Geschichte aber läuft ins Leere.
Die Vaterschaftsfrage ist sehr schnell absehbar.
Nebenbei erfährt man sehr viel über Elvis Presley und sein Leben.
Ein gut gelungener Mix aus Roman und Wirklichkeit.
Gute Unterhaltung ist garantiert

Veröffentlicht am 23.12.2017

Protektorat Schweden im Jahr 2037

Isoliert
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Isoliert
von Asa Avdic
erschienen am 1.12.2017 im
Harper Collins Verlag

Protektorat Schweden 2037: Der Eiserne Vorhang
wurde nie geöffnet - nur weiter nach Westen gezogen.
Sechs Menschen auf einer unbewohnten ...

Isoliert
von Asa Avdic
erschienen am 1.12.2017 im
Harper Collins Verlag

Protektorat Schweden 2037: Der Eiserne Vorhang
wurde nie geöffnet - nur weiter nach Westen gezogen.
Sechs Menschen auf einer unbewohnten Insel in einem einsamen Haus.
Ein Kampf um einen Platz im inneren Zirkel der Partei.
Anna Francis hat die Aufgabe ihren eigenen Tod zu inszenieren und
danach die Testpersonen aus dem Verborgenen zu beobachten und zu
bewerten. Doch einer von Ihnen ist ein Spion. Als die einzige Eingeweihte
Person stirbt und dann der erste Kandidat steht Anna vor einer einsamen
Entscheidung.

Die Autorin hat einen wunderbaren Schreibstil, der einen von der ersten Seite
an fesselt und mitnimmt in ein düsteres Szenarium.
Ein totalitärer Überwachungsstaat, der die Ausgrenzung bis hin zur Tötung derer,
die sich den totalen Herrschaftsansprüchen tatsächlich oder möglicherweise widersetzen.
Wie sähe die Welt aus, wenn die Mauer nicht gefallen wäre?
Die Charaktere sind alle sehr lebensnah gezeichnet und voller Überraschungen.
Man lebt und leidet mit Ihnen.
Der Spannungsbogen bleibt bis zum überraschenden Ende erhalten.
Gelungen sind die immer wieder wechselnden Perspektiven
und überraschenden Wendungen.
Mit einer unheimlichen Stimmung bis zum Ende.
Ein Thriller, der auch zum Nachdenken anregt.
Düster, mit einem perfekten Spannungsaufbau.

Veröffentlicht am 04.09.2017

Eine sehr schöne Geschichte über das Leben in Südfrankreich

In tiefen Schluchten
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Tori Godon ist frisch verwitwet und lebt in der wilden und schönen Landschaft des Vivarais in Südfrankreich. Als nach und nach zwei Menschen verschwinden wird Tori unruhig. Sie fängt an nachzuforschen ...

Tori Godon ist frisch verwitwet und lebt in der wilden und schönen Landschaft des Vivarais in Südfrankreich. Als nach und nach zwei Menschen verschwinden wird Tori unruhig. Sie fängt an nachzuforschen und gerät dabei selber in große Gefahr.

Anne Chaplet hat eine wunderbare Art zu schreiben. Sie nimmt uns mit in das wunderschöne Südfrankreich. Ihre Beschreibungen sind atmosphärisch dicht. Das französische Lebensgefühl und das Flair wird wunderbar lebendig. Die Landschaft wird wunderschön und sehr ausführlich beschrieben und die südfranzösischen Dorfbevölkerung wird sehr authentisch dargestellt.
Die Handlung ist sehr interessant aber leider nur mäßig spannend.
Eine sehr schöne Geschichte über das Leben in Südfrankreich aber kein wirklich spannender Kriminalroman.