Lucy de Mintrus wächst als Adlige im England des 16./17. Jahrhunderts auf. Prunkvolle Bälle, Schöne Kleider, Suche nach einem Ehemann - das ganz normale Leben einer jungen Adligen... wären da nicht ihre ...
Lucy de Mintrus wächst als Adlige im England des 16./17. Jahrhunderts auf. Prunkvolle Bälle, Schöne Kleider, Suche nach einem Ehemann - das ganz normale Leben einer jungen Adligen... wären da nicht ihre außergewöhnlichen goldenen Augen. Eigentlich mehr sonderbar als schlimm, bis ihre aus ihren Augen Blitze schießen und sie gezwungen ist, ihre Familie zu verlassen. Lucy wird in eine Zeitschleife geworfen und trifft weitere Menschen mit besonders farbigen Augen. Auf einmal steht ihr Leben Kopf, als ihr diese sagen: „Es ist unsere Heimat und nun auch deine, Lucy, denn du bist eine von uns. Du bist eine Augenschöne. Eine junge Göttin.“ (Klappentext)
Lucy muss von nun an lernen in ihrem neuen Zuhause zurechtzukommen, zu kämpfen und ihre Magie zu kontrollieren. Den ohne diese Fähigkeit hat sie keine Chance gegen die nächtlichen Geschöpfe, welche die Augenschönen bedrohen. Und dann wäre da auch noch Atlas, der verwirrende Gefühle bei ihr auslöst...
Judith Kilnar hat mit ihrem Debütroman einen genialen Reihenauftakt dieser Zeitreisetrilogie geschaffen. Es ist nicht schwer sich schnell in der Welt der Augenschönen zurechtzufinden, da sich zwischen den Kapiteln Lexika Einträge befinden, welche uns mit der genau richtigen Menge an Informationen füttern. Somit ist das Buch durchgehend spannend, da sich uns mit jedem Kapitel ein neues Stück Wissen offenbart. Trotz der vielen Charaktere hat es Judith Kilnar geschafft sie alle einzigartig zu erschaffen und alles überschaubar zu halten. Auch der Schreibstil der Autorin wahr sehr angenehm zu lesen.
Ich habe bis jetzt kein Buch wie dieses gelesen und kann dieses nur weiter empfehlen. Das Ende ist ein wahrlicher Cliffhanger und ich kann es kaum erwarten den nächsten Band zu lesen! Davon abgesehen ist das Cover wunderschön und ein wahres Schmuckstück! Von mir bekommt es 5 Sterne.
Ein Wort hat seine Erinnerung und zusammen mit dieser auch seine Bedeutung verloren. Die Suche nach seiner Bedeutung führt es in durch die Welt der Worte und es erlebt diese aufs Neue. Für mich war dieser ...
Ein Wort hat seine Erinnerung und zusammen mit dieser auch seine Bedeutung verloren. Die Suche nach seiner Bedeutung führt es in durch die Welt der Worte und es erlebt diese aufs Neue.
Für mich war dieser Debütroman von Elias Vorpahl etwas einzigartiges und komplett neues - ein wahres Meisterwerk! Der Autor lässt uns jedes Wort noch einmal von neuem kennenlernen und bewusst wahrnehmen. Das Buch steckt voller Wortspiele und Bedeutung, die manchmal erst bei genauerem Lesen klar wird. Begleitet wird die Geschichte des Wortes mit liebevollen Illustrationen von Julia Stolba.
Ich kann dieses Buch nur empfehlen! Denn dieses Buch wird man nicht so schnell vergessen!
Goliath bleiben nur noch wenige Wochen, um das Leben eines anderen Menschen zu retten und damit ein «Tugendhafter» zu werden. Claire steht vor ihrem Abschluss an der Schule der Vertrauten. ...
Inhalt (Klappentext)
Goliath bleiben nur noch wenige Wochen, um das Leben eines anderen Menschen zu retten und damit ein «Tugendhafter» zu werden. Claire steht vor ihrem Abschluss an der Schule der Vertrauten. Claire weiß, was sie riskiert, wenn sie von diesem Weg abkommt. Doch dann verschwindet ein Schüler und niemand außer Claire scheint es zu bemerken. Wie soll man im Schatten bleiben, während man ermittelt?
Claire und Goliath tun sich zusammen, um den Vermisstenfällen in ihrem Sektor auf den Grund zu gehen. Doch der Fall ist viel größer, als sie sich beide vorstellen können. Und dann beschäftigt Claire noch ein ganz anderes Geheimnis - eines, das sie in Lebensgefahr bringen könnte ...
Meine Meinung
Der Schreibstil der Autorin konnte mich bereits in ihrer "Die Spiegelreisende"-Reihe begeistern. In "Die Spur der Vertrauten" beweist Christelle Dabos, wie wandelbar ihr Schreibstil ist. Es gelingt ihr, den Schreibstil situationsbedingt je nach Charakter zu wandeln und ein einzigartiges Leseerlebnis zu schaffen. Die Geschichte wird aus mehreren wechselnden Perspektiven erzählt, wobei Claire und Goliath die Hauptcharaktere sind und demnach die meiste Erzählzeit einnehmen.
Christelle Dabos ist eine Meisterin darin, originelle und komplexe Welten zu erschaffen. Ich habe zuvor noch nie ein solches Konzept einer Dystopie gelesen: Jeder Mensch hat einen Instinkt, der ihn zwingt, gewisse Handlungen auszuführen, alles im Namen des "Wir". Denn jeder Mensch stellt seit jeher lediglich ein Rädchen im Getriebe der gesamten Menschheit, des alles kontrollierenden "Wir" dar. Alles überwacht von der instinktiven Verwaltung – den Heiligen und Erhabenen. Jeglicher Anflug von Individualität wird geächtet und von der instinktiven Verwaltung verfolgt.
Die Atmosphäre der Welt ist niederdrückend und geradezu farblos. Es scheint als wären die Menschen dennoch glücklich dem "Wir" zu dienen und ihren Instinkt auszuüben, wenn auch es nicht ihrem Willen entspricht. Schließlich dient alles dem Gemeinwohl. Und doch offenbaren sich mit jedem Kapitel neue Schattenseiten und Instinkte, die ein erträgliches Leben nahezu unmöglich machen – und immer lauter werdende Stimmen des Widerstands.
Die Geschichte nahm einen unerwarteten Lauf, der mich positiv überrascht hat. Schon auf den ersten Seiten – wie auch im Klappentext – erfahren wir, dass die Protagonisten Goliath und Claire sich zusammenschließen, um nach vermissten (entführten?) Personen zu suchen. Claire, weil sie die Fälle einfach nicht loslassen. Goliath, weil er nur noch ein gerettetes Leben benötigt, um in den Rang des Heiligen aufzusteigen. Doch gerade als wir uns der Auflösung der Vermisstenfälle nähern, wird deutlich, dass dies erst die Tür zu etwas Größerem darstellt.
Die Protagonisten könnte kaum unterschiedlicher sein. Claire ist eine Vertraute. Der Instinkt zwingt Menschen dazu, so lange zuzuhören bis der Sprechende aufhört. Das Leben der Vertrauten ist einsam, denn jede Konversation birgt das Risiko eines Instinktmissbrauchs. Auf den ersten Blick wirkt sie wie eine Musterschülerin. Sie ist stets darauf bedacht nicht aufzufallen – denn würde jemand genauer hinsehen, könnte er erkennen, dass Claire nie wirklich dazu gehört. Ein Geheimnis, dass sie ihr gesamtes Leben lang begleitet.
Goliath hingegen ist fest entschlossen, sich zu beweisen und zum Heiligen aufzusteigen. Als Schützer befiehlt ihm sein Instinkt, Menschen vor Übel jeglicher Art zu bewahren. Er selbst ist dabei gerne bereit, seinem Instinkt ein wenig nachzuhelfen, indem er sich in jede noch so entfernte Gefahr stürzt, was ihn bereits seine beiden Arme gekostet hat.
Claire und Goliath sind Gegensätze, die sich mit dem Verlauf der Geschichte immer weiter annähern. Goliath glaubt an das "Wir" und die instinktive Verwaltung. Seine Charakterentwicklung ist in meinen Augen essentiell für die Geschichte und die Botschaft, die die Autorin vermitteln möchte. Sein Charakter steht parallel zum bröckelnden System des "Wir".
Es gab einige Elemente und Ereignisse in der Geschichte, die an sich brutal waren, die jedoch teils mit klinischer Distanziertheit erzählt wurden. Die Autorin hat dies bewusst eingesetzt, abhängig von dem jeweiligen Charakter, aus dessen Perspektive erzählt wurde. Je weiter sich die Geschichte entwickelte, desto mehr werden dem Leser die Augen für die Kontrolle des "Wir" geöffnet.
Das Ende war ganz anders als alles, was ich mir vorgestellt hatte. Chaotisch trifft es recht gut und doch hatte jeder Aspekt eine Bedeutung in der Geschichte.
Fazit
Christelle Dabos konnte mich aufs Neue mit einer ihrer Geschichten begeistern. Das Buch wurde zunehmend spannender bis ich mich irgendwann kaum noch davon losreißen konnte. Dennoch würde ich es nicht als "leichte Kost" bezeichnen. Die Geschichte hatte einen Tiefgang und eine Komplexität, die man nicht häufig in Jugendbüchern findet. Ich kann es sowohl für jüngere Leser (Verlagsempfehlung: ab 14 Jahren) wie auch ältere empfehlen.
Bewertung
4 bis 4, 5 von 5 Sternen
Vielen Dank an den Rotfuchs Verlag und Lovelybooks für das Rezensionsexemplar!
Noemi sitzt in der Falle. Dank ihrer zahlreichen Fehltritte hat die Pianistin weder Geld noch Job und greift in ihrer Not nach dem letzten Rettungsanker: An Bord des Luxusliners Diamond ...
Inhalt (Klappentext)
Noemi sitzt in der Falle. Dank ihrer zahlreichen Fehltritte hat die Pianistin weder Geld noch Job und greift in ihrer Not nach dem letzten Rettungsanker: An Bord des Luxusliners Diamond Empress soll sie während seiner 100-tägigen Jungfernfahrt Klavier für die Reichen und Schönen spielen. Als sie gleich am ersten Tag den attraktiven Akrobaten Viktor kennenlernt, verspricht die Reise prickelnder zu werden als erwartet. Und als sie beide einer mysteriösen Einladung um Mitternacht in die Schiffsbibliothek folgen, eröffnet sich ihnen auf einmal eine Welt voller Verheißung und Nervenkitzel. Denn auf dem Schiff befindet sich eine Diebescrew, die den größten Raub aller Zeiten plant. Doch um sich als Mitglieder zu beweisen, müssen Noemi und Viktor sich bei einer Challenge unerwartet nahe kommen – und plötzlich erkennt Noemi: Auf der Diamond Empress riskiert sie nicht nur ihre Freiheit und ihr Leben. Sondern auch ihr Herz.
Meine Meinung
"Diamond Empress" ist mittlerweile die dritte New Adult Reihe von Nena Tramountani, die ich gelesen bzw. begonnen habe. In ihren vorherigen Büchern glänzt die Autorin mit der perfektischen Mischung aus ernsten Themen, komplexen Charakteren und Romantik. Und auch dieses Mal wurde ich nicht enttäuscht.
Zunächst lernen wir die Protagonistin Noemi kennen. Um ihrer Vergangenheit und dem Namen ihrer Adoptiv-Familie zu entkommen, hat sie sich immer wieder neu erfunden und es nie lange an einem Ort ausgehalten. Und gerade, als sie an einem Punkt angelangt ist, an dem sie einfach nicht mehr weiter weiß, erhält sie völlig unerwartet die Möglichkeit, als Pianistin an Bord des Luxuskreuzfahrtschiffs Diamond Empress zu arbeiten...
Noemi ist jemand, den man wohl als "nicht einfach" bezeichnen würde – aber gerade das mochte ich an ihr. Sie schert sich nicht mehr um die Meinung anderer, denn sie hat mit ihren eigenen Dämonen zu kämpfen. Eine Protagonistin mit Ecken und Kanten, die einfach authentisch ist.
Auch Viktor wird von den Dämonen seiner Vergangenheit verfolgt. Er schlägt sich als Straßenkünstler durch, ohne Familie, ohne Zuhause. Als ihn ein mysteriöser Fremder auf der Straße antrifft und ihm einen Job auf der Diamond Empress anbietet, scheint es zu schön um wahr zu sein.
Viktor mochte ich auf Anhieb sehr gerne. Er hatte es nie leicht im Leben mit einem gewalttätigen Vater und außer seiner Mutter gab es niemanden, auf den er sich verlassen kann. Dennoch lässt er sich nicht unterkriegen und ist ein Kämpfer.
Die Beziehung der beiden entwickelt sich eher langsam, sodass ich es als slow burn einordnen würde. Ich persönlich mochte das Tempo aber sehr gerne. Die beiden brauchen eine Weile, um miteinander warm zu werden, und doch ist von Anfang an eine Chemie spürbar. Das Vertrauen und auch die Zuneigung der Protagonisten wächst sehr authentisch und ich konnte gar nicht anders als mitzufiebern.
Die Idee mit der Diebescrew in einer New Adult Reihe ist mal etwas Neues, was ich in der Form bisher noch nicht gelesen habe. Dieser Teil der Geschichte entwickelt sich anfangs noch etwas gemäßigt und nimmt zum Ende hin an Fahrt auf, was ich sehr gerne mochte. Teilweise hätte ich mir noch ein wenig mehr Spannung in diesem Teil der Handlung gewünscht, weshalb ich von den 5 Sternen einen halben abziehe, Aber gerade das Ende des ersten Bands lässt darauf schließen, dass es noch spannender wird im nächsten Band.
Was mir besonders gefallen hat, ist, dass die Autorin sich nicht davor gescheut hat, politisch zu werden. Als Setting wurde ein luxuriöses Kreuzfahrtschiff gewählt und nichts daran romantisiert. Die Protagonisten kritisieren immer wieder den verschwenderischen Reichtum der Passagiere und die Auswirkungen auf die Umwelt und den Klimawandel. Diese Gesellschaftskritik war eine wundervolle Abwechslung zu den ganzen CEO- /Millionär-Romance Büchern, die im Trend sind.
Fazit
Nena Tramountani konnte mich mit dem Auftakt zu ihrer neuesten New Adult Trilogie wieder einmal begeistern! Außerdem hat sie mich dazu gebracht, dass ich das erste Mal seit Monaten Lust auf das Genre hatte. "Diamond Empress" ist die perfekte Wahl für alle, die nach einem slow burn New Adult Roman mit vielschichtigen Protagonisten und einem spannenden Plot suchen, der "eat the rich" schreit. Ich freue mich auf die Folgebände – ganz besonders nach diesem gemeinen Cliffhanger ...
4,5 von 5 Sternen
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar an den Penguin Verlag und das Bloggerportal!
Als das Buch als Rezensionsexemplar vor kurzem bei mir ankam, hatte ich es mir schon fest als eines meiner nächsten Fantasybücher vorgenommen, doch da wusste ich noch nicht, dass ich es am selben ...
Rezension
Als das Buch als Rezensionsexemplar vor kurzem bei mir ankam, hatte ich es mir schon fest als eines meiner nächsten Fantasybücher vorgenommen, doch da wusste ich noch nicht, dass ich es am selben Tag beginnen und schon am nächsten beenden würde.
Ich habe länger nicht mehr so viel auf einmal gelesen, aber es war so fesselnd, dass ich geradezu durch die knapp 500 Seiten geflogen bin.
Die Geschichte spielt im Königreich Kandala, welches seit einiges Jahren von einem mysteriösen Fieber heimgesucht wird. Niemand weiß, woher es kommt und wie es sich überträgt.
Tessa Cade ist die Tochter eines Pharmazeuten und führt nach dem Tod ihrer Eltern deren Arbeit weiter: Sie stiehlt den Reichen Blätter der wertvollen Mondflorblüte, die sie im Überschuss besitzen, und gibt sie den Armen, die hilflos dem Fieber zum Opfer fallen, ohne sich ein Heilmittel leisten zu können. Und das obwohl sie weiß, wie gnadenlos der königliche Vollstrecker mit Dieben und Schmugglern umgeht…
Prinz Corrick ist der königliche Vollstrecker von Kandala. Als Bruder des Königs ist er der zweitmächtigste Mann im Königreich und ihm eilt sein Ruf, gnadenlos und grausam zu sein, weit voraus. Kaum einer weiß jedoch, dass er alles nur tut, um seinen Bruder zu schützen. Nachdem das Königspaar, ihre Eltern, vor ihren Augen von einem ihrer Vertrauten ermordet wurden, haben sie nur sich beide und die Krone. Und die gerät in Gefahr als Stimmen der Rebellion im Volk laut werden.
Ich habe beide Charaktere schnell lieb gewonnen. Tessa ist mutig, selbstlos und intelligent. Sie hat viel mehr drauf, als man ihr vielleicht auf den ersten Blick ansehen würde. Und auch wenn sie manchmal unüberlegt handelte, war es für mich sehr nachvollziehbar.
Corrick ist ein sehr vielschichtiger Charakter. Je weiter man liest, desto mehr erfährt man über ihn und auch seine Entscheidungen werden nachvollziehbarer. Sein Amt und die Liebe zu seinem Bruder lassen ihm nur wenig Entscheidungsfreiheit und auch wenn es äußerlich nicht den Anschein hat, sorgt er sich um sein Volk und versucht die Situation in Kandala zu verbessern.
Die Chemie von Tessa und Corrick stimmt von Anfang an - selbst wenn sie sich das erst selbst nicht eingestehen wollen. Obwohl sie doch auf den ersten Blick so unterschiedlich wirken, haben sie mehr Gemeinsamkeiten als man denkt und ergänzen sich perfekt. Die gesamte Geschichte über bewahrt Tessa ihre Empathie und den Glauben an das Gute und sie bringt Corrick schrittweise dazu, sich seinen Gefühlen zu öffnen und anderen Menschen zu vertrauen.
Neben den doch Recht ernsten Themen gibt es aber auch immer wieder lockere Situationen, die einen zum Lächeln bringen und die Schwere der Geschehnisse vergessen lassen. Corricks Sarkasmus und seinen Humor mochte ich ganz besonders. Er war sehr erfrischend in der sonst recht düsteren Geschichte. Und dann gab es noch Nebencharaktere wie König Harriston und Quint, die ich ebenfalls mit der Zeit ins Herz geschlossen habe.
Tatsächlich konnte ich zwar einige der Plot Twists in dem Buch schon erahnen, aber das hat mich nicht allzu sehr gestört. Die Geschichte war durchweg spannend, wenn auch anders, als ich es mir vorgestellt hatte. Sie führt uns an den königlichen Hof, wo es von Intrigen nur so wimmelt - und mittendrin befinden sich Tessa und Corrick, die versuchen mehr über das Fieber herauszufinden. Ich war etwas überrascht, dass manche Szenen doch düsterer waren, als das, was ich nach dem Lesen des Klappentextes erwartet hatte, doch auch das konnte der Story das gewisse Etwas verleihen.
Stellenweise hätte ich mir noch ein wenig mehr Action gewünscht, aber zumindest zu Ende des Buches hin wurde es actionreicher und spannungsgeladener. Doch auch davor schon konnte ich das Buch wie gesagt kaum aus der Hand legen.
Das Worldbuilding ist in diesem Band noch etwas zurückhaltend und man erfährt nur bruchstückhaft etwas über die verschiedenen Sektoren von Kandala und die Nachbarreiche. Vorne im Buch gibt es eine wunderschöne Karte, die mich neugierig auf die anderen Gebiete gemacht hat. Ich könnte mir aber gut vorstellen, dass diese in den weiteren zwei Bänden noch eine größere Rolle spielen.
Was mich ein wenig gewundert hat, ist, dass es keinen wirklichen Cliffhanger gibt und das Ende sogar recht abgerundet wirkt. Nach dem Beenden des Buches hat es sich nicht angefühlt, als hätte ich gerade einen Reihenauftakt beendet. Natürlich gibt es noch einige offene Fragen, aber was für mich wie die Hauptstory wirkte, scheint im Großen und Ganzen fast abgehandelt. Deshalb habe ich keine Ahnung, was mich in den weiteren zwei Bänden erwarten wird … Nichtsdestotrotz möchte ich die Reihe weiterlesen und bin gespannt, was Brigid Kemmerer sich für Tessa und Corrick überlegt hat.
Fazit
Alles in allem mochte ich das Buch trotz kleinerer Mängel sehr gerne und kann es guten Gewissens weiterempfehlen! Die Charaktere sind sehr vielschichtig und ich mochte, dass es anders als so häufig in Fantasybüchern mal eine weibliche Protagonistin gibt, die gutherzig ist, ohne naiv zu sein, und einen männlichen Protagonisten, der zwar als „morally grey“ beschrieben werden kann, aber eigentlich lieber Leben retten als beenden würde. Ich freue mich schon auf Band 2 der Reihe und bin gespannt, in welche Richtung die Geschichte sich entwickelt.
Bewertung
4,5/5☆
Herzlichen Dank an den Heyne Verlag und das Penguin RandomHouse Bloggerportal für das Rezensionsexemplar! ♥