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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.08.2023

Unterhaltsames Vampir-Fantasy-Spektakel

Die Schwarze Königin I
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Den Vampir-Mythos neu beleuchtet hat Markus Heitz in diesem Dark-Fantasy-Roman „Die schwarze Königin“. Im Mittelpunkt steht Barbara von Cilli, eben jene schwarze Königin. Sie war die zweite Frau des Königs ...

Den Vampir-Mythos neu beleuchtet hat Markus Heitz in diesem Dark-Fantasy-Roman „Die schwarze Königin“. Im Mittelpunkt steht Barbara von Cilli, eben jene schwarze Königin. Sie war die zweite Frau des Königs von Ungarn, Sigismund. Ihr wird nachgesagt eine wissbegierige, intelligente und den alchimistischen Künsten nicht abgeneigte, Herrscherin gewesen zu sein. Diese Fakten dienen dem Autor, seine Vampirgeschichte zum Leben zu erwecken.

Damit es aber keine eindimensionale Geschichte ist kommt Len, ein junger Mann, der ein Abkömmling Vlads II. sein soll, in der Gegenwart ins Spiel. Somit spielt der Roman auf zwei Zeitebenen, zum einen um das Jahr 1400 zu Zeiten der Herrscherin Barbara von Cilli (ca. 1390 – 1451) und eben in der Jetztzeit. Das stete Hin und Her, wobei viele historische Tatsachen Erwähnung finden, die wiederum in die Fantasy-Geschichte geschickt eingebaut sind, geben der Handlung Tempo und Spannung. Die Auswirkungen von Barbaras Handeln für die Geschicke Lens in der Gegenwart werden sehr geschickt verwoben. Es entwickelt sich Stück für Stück eine aufregende Mischung aus Kämpfen, Geheimnissen, Action und okkultem Wissen, wobei es dem Autor gut gelungen ist, die Atmosphäre jener längst vergangenen Epoche mit in die Handlung einzubinden.

Der Roman liest sich flüssig und hat einen guten Plotaufbau. Auch wenn mir der „historische“ Teil einen Tick besser gefallen hat, ist aber „Die schwarze Königin“ als Gesamtpaket ein unterhaltsamer Dark-Fantasy. Das Ende lässt durchaus auf eine Fortsetzung hoffen, was mich sehr freuen würde. Doch bis es soweit ist, gibt es von mir für dieses Buch eine Leseempfehlung und meine Bewertung sind 4 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 30.08.2023

Nichts für schwache Nerven

Der Follower (Tom-Bachmann-Serie 3)
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Auch im dritten Band der Tom-Bachmann-Reihe sollte der Leser gute Nerven haben. Erneut lässt Chris Meyer die Leser in menschliche Abgründe blicken und beschreibt dabei die brutalen Taten sehr detailliert. ...

Auch im dritten Band der Tom-Bachmann-Reihe sollte der Leser gute Nerven haben. Erneut lässt Chris Meyer die Leser in menschliche Abgründe blicken und beschreibt dabei die brutalen Taten sehr detailliert. Da neben den Ermittlungen zu den schrecklichen Morden auch Toms Vergangenheit hier keine unwesentliche Rolle spielt, würde ich empfehlen zum besseren/leichteren Verständnis die Vorgängerbände gelesen zu haben. Ansonsten entspinnt sich, genau wie in den anderen Bänden, ein komplexer und rasanter Plot, der Tom und sein Team bis zum letzten fordern wird. Dank der kurzen Kapitel ist für Tempo und durch die extreme Handlungsweise des Täters für Spannung gesorgt. Langsam aber stetig können Tom und seine Mitstreiter das Motiv und somit den Täter bestimmen und zu Fall bringen.

Alles in allem ist auch dieser dritte Serienteil ein echter Pageturner, der vor allem auch aus den Passagen, in denen der Leser Zugang zu den Gedankengängen des Killers erhält, seine perfide Faszination zieht. Meinen Thriller-Geschmack hat „Der Follower“ getroffen. Wer also Thriller mit Beschreibungen extremer Rohheit und Gewalt mag, ist mit diesem Buch bestens bedient.

Veröffentlicht am 30.08.2023

Fesselnd und mitreißend

Refugium
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In der Mittsommernacht kommt es auf der Insel, auf der Julia ihr Sommerhaus hat, zu einem brutalen Massaker. Eines der Opfer ist ihr Jugendfreund Olof Helander. Julia Malmros, ist eine ehemalige Polizeibeamtin, ...

In der Mittsommernacht kommt es auf der Insel, auf der Julia ihr Sommerhaus hat, zu einem brutalen Massaker. Eines der Opfer ist ihr Jugendfreund Olof Helander. Julia Malmros, ist eine ehemalige Polizeibeamtin, und jetzt Autorin, die es sich nicht nehmen lässt daraufhin ihre eigenen Untersuchungen anzustellen. Gemeinsam mit dem Hacker Kim Ribbing, der ihre Recherchen unterstützen soll, führen sie ihre Ermittlungen von den Stockholmer Schären über Shanghai und Havanna nach Stavanger.

Der Vergleich zu den Millennium-Büchern ist wohl gewollt, auch wenn hier die Geschlechterrolle der Protagonisten vertauscht ist. Trotzdem, oder gerade deshalb, macht der Roman aber Spaß, ist auch spannend, hat ein guten Tempo und vor allem eine gut durchdachte Handlung, die eine Vielzahl an Themen anspricht. Die kurzgehaltenen Kapitel und der stete Wechsel zwischen den Figuren und deren Handeln hält einen am Buch und das Tempo und die Spannung auf einem guten Level. Allerdings lebt das Buch aus meiner Sicht eher durch die beiden Charaktere Julia und Kim, als durch die eigentliche Thrillerhandlung oder die polizeilichen Ermittlungen.

Wer damit leben kann, dass die Grundidee stark an die Millennium-Trilogie erinnert, ist hier richtig. Fesselnd und mitreißend ist dieser erste Band der Stormland-Trilogie allemal und somit gibt es von mir auch eine Empfehlung und aufgerundete 4 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 30.08.2023

Eindringlicher #MeToo - Thriller

Komplizin
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Diese Geschichte spielt in der Anfangsphase der MeToo - Bewegung in Hollywood. In dieser Geschichte geht es um Sarah, eine ehrgeizige Frau, die früher Teil der Hollywood-Szene war. Jetzt wird sie von einem ...

Diese Geschichte spielt in der Anfangsphase der MeToo - Bewegung in Hollywood. In dieser Geschichte geht es um Sarah, eine ehrgeizige Frau, die früher Teil der Hollywood-Szene war. Jetzt wird sie von einem Enthüllungsjournalisten interviewt, und beginnt endlich das Erlebte und ihre eigene Komplizenschaft zu hinterfragen.

Für mich war dies eine fesselnde Lektüre. Der Schreibstil war mitreißend, und die Handlung war zeitgemäß angesichts der #MeToo - Bewegung, die 2017 an Dynamik gewonnen hat. Und obwohl Sarah nicht perfekt ist, war sie ein Charakter, mit dem sich sicher viele Frauen identifizieren können. Man spürt förmlich ihre Schuldgefühle aber auch ihre Angst, wie andere über sie urteilen werden, wenn sie den Artikel erst einmal gelesen haben. Mir hat aber auch gefallen, wie die Autorin Details über die Filmproduktionen eingeflochten hat.

Meine Empfehlung bekommt der Roman, denn es ist definitiv ein Buch das gelesen werden will und gelesen werden sollte.

Veröffentlicht am 30.08.2023

Bewegende Story, tolle Landschaftsbilder

So weit der Fluss uns trägt
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Dieser Roman lebt vor allem durch die atemberaubende und poetisch beschriebene Natur. Als Leser wird uns das Leben Victoria nähergebracht. Sie lebt und arbeitet auf der familieneigenen Farm. Es ist ein ...

Dieser Roman lebt vor allem durch die atemberaubende und poetisch beschriebene Natur. Als Leser wird uns das Leben Victoria nähergebracht. Sie lebt und arbeitet auf der familieneigenen Farm. Es ist ein anstrengendes und trotz der Familie einsames Leben. Alles ändert sich das erste mal als das Schicksal die Familie zerreißt und ein zweites mal, als Victoria Wilson kennen lernt. Diese Bekanntschaft soll ihr bisheriges Leben endgültig und unumstößlich verändern.
Ein wunderschön geschriebenes Buch, was durch den wortgewandten Schreib- und Erzählstil noch betont wird. Die naturbelassene Landschaft mit seinen Bergen, Wäldern und Flüssen, die schwere Arbeit auf der Farm, bei der man förmlich die Pfirsiche riechen kann, aber auch die Freund- und Feinschaften kann man deutlich spüren.
Mal ergreifend und traurig, dann wieder aufbauend und hoffnungsvoll, verfolgt man den couragierten Lebensweg Victorias im ländlichen Amerika. Es ist kein Buch, das mit großen Knalleffekten daherkommt, aber durch die tollen Landschaftsbilder und dem aufopferungsvollen Leben der Hauptfigur konnte der Roman bei mir punkten. Meine Empfehlung bekommt das Buch und gute 4 von 5 Sterne.