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Veröffentlicht am 08.12.2024

Potenzial wurde nicht ganz genutzt

Klytämnestra
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Costanza Casatis Nacherzählung des Troja-Mythos nimmt eine sehr interessante Perspektive ein. Erzählt wird die Geschichte aus Sicht der titelgebenden Protagonistin Klytemnästra - Schwester der schönen ...

Costanza Casatis Nacherzählung des Troja-Mythos nimmt eine sehr interessante Perspektive ein. Erzählt wird die Geschichte aus Sicht der titelgebenden Protagonistin Klytemnästra - Schwester der schönen Helena - die gegen ihren Willen den grausamen Agamemnon heiratet muss und daraufhin Rache schwört. Klytemnästra ist nicht unbedingt eine sympathische, dafür aber eine starke Protagonistin, die sich in einer männerdominierten Welt nicht unterkriegen lässt.
Die erste Hälfte des Buches hat mir sehr gut gefallen. Ich mochte die Beziehungen der Geschwister zueinander und das Wissen über das alte Griechenland, das nebenbei vermittelt wurde. Leider habe ich jedoch ab der Mitte des Buches etwas das Interesse an der Handlung verloren. Nach Klytemnästras Hochzeit mit Agamemnon gibt es einen Zeitsprung von 15 Jahren, der mich ziemlich aus der Handlung gerissen hat. Viele Ereignisse, die für die Dynamik der Charaktere wichtig gewesen wären, werden entsprechend ausgespart. Gerade diese kritische Phase wäre wichtig gewesen, um Klytämnestra und die Beziehung zu ihren Kindern besser zu verstehen. Auch die Handlungsstränge von Klytemnästras Geschwistern verliefen im zweiten Teil ziemlich ins Nichts. Erst auf den letzten 100 Seiten hat mich die Handlung wieder richtig mitreißen können. Entsprechend gab es für mich im Buch sowohl Höhen als auch Tiefen, wobei ich das Buch insgesamt sehr interessant fand.

Alles in allem eine interessante Idee, deren Potenzial nicht ausgeschöpft wurde.

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Veröffentlicht am 10.09.2023

Ein typisches Buch der Autorin

Just Business
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Wie ich es von der Autorin gewohnt bin, war auch dieses Buch flüssig und angenehm zu lesen. Die Seite sind nur so dahin geflogen und ich habe das Buch an einem Tag beendet. Jedoch war nicht nur der Schreibstil ...

Wie ich es von der Autorin gewohnt bin, war auch dieses Buch flüssig und angenehm zu lesen. Die Seite sind nur so dahin geflogen und ich habe das Buch an einem Tag beendet. Jedoch war nicht nur der Schreibstil wie gewohnt, sondern auch die Handlung. Leider hatte ich das Gefühl, dass ich die Geschichte in etwas abgewandelter Form bereits von der Autorin gelesen hatte. Mit Bennett haben wir den typischen arroganten Player mit dunkler Vergangenheit und mit Annalise die gutgläubige Protagonistin, die sich mit allem zufrieden gibt. Hinzu kommt die Konkurrenz um die gleiche Stelle und das Enemies-to-Lovers-Trope, das für meinen Geschmack etwas zu sehr ausgereizt wurde. So benimmt sich Bennett Annalise gegenüber durchgängig wie ein Arsch, in dem er über ihr Sexleben herzieht und sie als Zeitverschwendung bezeichnet - was sie komischer weise auch noch gut zu finden scheint. Abgesehen davon hatte die Handlung durchaus potenzial, das leider etwas verschenkt wurde. Den Charaktere hätten deutlich mehr Tiefe haben können, wenn z.B. die Beziehung von Bennett zu seinem Patenkind stärker ausgebaut worden wäre. Aber solche Punkte mussten leider öfter Bennetts unangebrachter Eifersucht und dem Wettstreit der beiden weichen.

Insgesamt ein Buch mit einigen Schwächen, das sich jedoch angenehm lesen lässt.

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Veröffentlicht am 08.04.2022

Nicht ganz mein Geschmack

The Reason of Love
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Die hochbegabte Medizinstudentin Haley hat nur einen Wunsch: ihrer Highschool-Zeit hinter sich lassen und am St. Clair College einfach ganz sie selbst sein zu können. Doch auch dort wird sie aus ihrer ...

Die hochbegabte Medizinstudentin Haley hat nur einen Wunsch: ihrer Highschool-Zeit hinter sich lassen und am St. Clair College einfach ganz sie selbst sein zu können. Doch auch dort wird sie aus ihrer Komfortzone herausgelockt, als Mateo, einer der bekanntesten Footballspieler der College-Mannschaft, ihr neuer Nachhilfeschüler wird. Schon bald kann Haley der Anziehungskraft nicht mehr widerstehen, die sie immer wieder in Mateos Arme treibt…

Nachdem mir Band eins der Reihe - mit Ausnahme vom Ende - sehr gut gefallen hat, war ich umso gespannter auf den zweiten Teil. Leider wurden meine Erwartungen jedoch nicht ganz erfüllt.
Wie in Band eins mochte ich den Schreibstil wieder sehr, weil er mich total in seinen Bann gezogen hat, sodass ich das Buch eigentlich nicht aus der Hand legen wollte. Hierbei liegt die Betonung auf eigentlich, denn die Handlung hat mich an einigen Stellen so aufgeregt, dass ich das Buch doch tagelang zur Seite gelegt habe.
Das Trope „Fake Beziehung“ ist sowieso nicht meins - vor allem wenn es so eingesetzt wird, wie in diesem Buch. Dieser Teil der Geschichte hat einfach nichts zur eigentlichen Handlung beigetragen, weswegen das Buch auch gut 100 Seiten kürzer hätte sein können, ohne inhaltlich etwas einzubüßen.
Wegen besagter Fake-Beziehung war mir leider auch die Protagonistin nicht sonderlich sympathisch und auch mit Matheo konnte ich zuerst recht wenig anfangen. Dies hat dann auch dazu geführt, dass ich die Beziehung der beiden leider gar nicht gefühlt habe. Die Entwicklung wirkte auf mich einfach sehr sprunghaft und unglaubwürdig.
Die Thematik, die am Ende des Buches aufgegriffen wurde, hat mir hingegen sehr gut gefallen, wobei ich mir gewünscht hätte, dass sie ein wenig mehr Raum bekommen hätte. So war das Ganze doch eher schnell wieder abgehandelt.
Obwohl mich dieser Band insgesamt eher enttäuscht hat, freue ich mich trotzdem schon auf den abschließenden Band - wobei mir die Protagonistin Penny in den ersten beiden Bänden noch nicht so sympathisch war.

Alles in allem überzeug die Geschichte mit einem lockere Schreibstil, hinkt in Sachen Charakterentwicklung aber leider etwas hinterher.

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Veröffentlicht am 10.12.2021

Winterglück

Rückkehr nach Virgin River
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Nach dem Tod ihrer Mutter braucht Kaylee Abstand und zieht sich deshalb in das kleine Dorf Virgin River zurück. Aber als sie in Virgin River ankommt, muss sie feststellen, dass ihre Unterbringung abgebrannt ...

Nach dem Tod ihrer Mutter braucht Kaylee Abstand und zieht sich deshalb in das kleine Dorf Virgin River zurück. Aber als sie in Virgin River ankommt, muss sie feststellen, dass ihre Unterbringung abgebrannt ist. Zum Glück kann sie beim Künstler Landry unterkommen, von dem sie sofort fasziniert ist…

Das Buch ist Teil eine großen Reihe, kann aber gut unabhängig gelesen werden.
Wie in den anderen Bänden der Reihe zeichnet sich auch dieser Teil durch den großen Zusammenhalt der Dorfbewohner aus.
Hierdurch ist das Buch für mich dieses Jahr auch das erste, das mich in Weihnachtsstimmung versetzen konnte.
Auch der Schreibstil lies sich wieder flüssig lesen. Jedoch fokussiert sich die Autorin vor allem auf Dialoge, worunter Gedankengänge und Handlungen der Charaktere etwas leiden. Gerne hätte ich mir mehr Beschreibungen gewünscht und auch auf die ständigen Wiederholungen hätte verzichtet werden können.
Ansonsten ist die Liebesgeschichte gewohnt unkompliziert, wobei aber natürlich nicht alles glatt läuft und die Protagonisten noch mit anderen Dingen zu kämpfen haben, denn das Buch beschäftigt sich auch mit einigen sehr ernsten Themen.
Insgesamt würde ich sagen, dass es vor allem eine Geschichte über verpasst und zweite Chancen ist.

Alles in allem ein weihnachtlicher Teil der Virgin-River-Reihe, der mir einige schöne Lesestunden beschert hat.

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Veröffentlicht am 04.11.2021

Kurzweilige Liebesgeschichte

Winterwunderglitzern
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Victoria liebt die gemütliche Straße voller kleiner Geschäfte und Restaurants und wünscht sich nichts mehr, als selbst einen Laden zu führen, in dem sie ihre Kleider verkauft.
Oliver ist Erbe des großen ...

Victoria liebt die gemütliche Straße voller kleiner Geschäfte und Restaurants und wünscht sich nichts mehr, als selbst einen Laden zu führen, in dem sie ihre Kleider verkauft.
Oliver ist Erbe des großen Kaufhaus-Imperiums seines kranken Vaters, das er eigentlich gar nicht übernehmen möchte.
Beide begegnen sich, als Oliver ein Kaufhaus in Victorias Wohngegend eröffnet und sie kurzentschlossen bittet, seine Fake-Freundin zu spielen…

An sich ist die Idee hinter dem Buch nicht wirklich etwas neues, aber es gibt doch immer wieder Aspekte, die die Geschichten unterschieden und es gibt ein paar Dinge, die mir an dieser Umsetzung besonders gefallen haben:
Das ganze Buch über herrscht eine schön familiäre Atmosphäre mit viel Zusammenhalt. Es ist wirklich wunderschön, zu lesen, wie sehr Victoria sich um ihre Mitmenschen - und vor allem um die Jugendlichen, die sie in Modedesign unterrichtet - bemüht.
Außerdem kommt das Buch zum Glück ohne viel Drama aus und ist deswegen perfekt für einen gemütlichen Leseabend geeignet.
Leider gab es aber auch einige Punkte, die mich nicht hundertprozentig überzeugen konnten.
Zum einen wurde ich leider nicht wirklich mit dem Schreibstil der Autorin warm, da es viele Wiederholungen gab und sich zudem einige kleine Logikfehler eingeschlichen haben.
Zum anderen fehlte mir das Knistern zwischen Victoria und Oliver. Die Entwicklung der Beziehung zwischen den beiden läuft sehr sprunghaft ab, weswegen ich als Leser nicht alles nachvollziehen konnte. Auch der Konflikt am Ende des Buches hätte besser ausgearbeitet sein können.
Wirklich enttäuscht war ich aber davon, dass es im Buch so gut wie gar kein „Winterwunderglitzern“ gab und bei mir keine Weihnachtsstimmung aufkam. Das lag wahrscheinlich aber mehr an der deutschen Vermarktung als am Buch selbst. Bei mir wurden durch Cover und Klappentext einfach falsche Erwartungen geweckt.

Alles in allem eine kurzweilige Liebesgeschichte, die mit einer schönen, aber leider nicht weihnachtlichen Atmosphäre überzeugen kann.

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