Der Wechsel zwischen Gefängnis und Vergangenheit, geschah gekonnt, wurde aber für mich schnell sehr langatmig. Es wurde mir relativ schnell klar, was in etwa wirklich passiert ist, und nur um zu schauen, ...
Der Wechsel zwischen Gefängnis und Vergangenheit, geschah gekonnt, wurde aber für mich schnell sehr langatmig. Es wurde mir relativ schnell klar, was in etwa wirklich passiert ist, und nur um zu schauen, ob sich das bewahrheitet, habe ich es zu Ende gelesen. Ab der Hälfte hatte mich das Buch verloren, da ich mich gefühlt hätte, als würde Toni sich sehr oft wiederholen. Immer und immer wieder musste sie sich wie oben bereits geschrieben, rechtfertigen und versuchen ihren Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Leider hat sie, durch die vielen Wechsel von Gefängnis und Schulzeit, auf mich einen sehr trotzigen Eindruck hinterlassen. Was man bei ihrer Lage durchaus auch verstehen kann, aber führt es so unweigerlich zu immer mehr Problemen aus denen sie immer wieder versucht rauszukommen.
Erst ab den letzten 50 Seiten, wurde es gefühlt für mich wieder Spannend, ich fieberte mit. Leider empfand ich das Ende als schwach. Nach den ganzen Kämpfen die Toni getrotzt hatte, gab sie in meinen Augen dann auf, als es darum ging, für sich selbst einzustehen. Die Idee von “That Night – Schuldig für immer” ist super. Die Umsetzung hat mir leider nicht gefallen.
Für eine ausführlichere Rezension, besucht mich gerne auf meinem Blog :)
Clarissa ist eine wohlerzogene, niemals fluchende Frau, die durch ihren Stalker ein Leben zwischen Angst und Sorgen führt. Ich bin mit Clarissas Charakter nicht unbedingt klar gekommen. Fand sie in einigen ...
Clarissa ist eine wohlerzogene, niemals fluchende Frau, die durch ihren Stalker ein Leben zwischen Angst und Sorgen führt. Ich bin mit Clarissas Charakter nicht unbedingt klar gekommen. Fand sie in einigen Situation zu “friedlich” in anderen, widersprach sie ihrer Erziehung wieder komplett. Ich glaube ich mochte ihre “hilflose” Art nicht. Sie hatte sich zwar Pläne gemacht, wirkte auf mich aber immer so, als ob sie auf ihren Prinzen auf dem weißen Pferd wartet. Auch das Ende, wo sie dann ebenfalls eine weitere Charakteränderung durch macht, geschuldet den Umständen, hatte für meine keine Überraschung parat. Im Gegenteil. Dort wo ich dachte, das sie nun “leben” könnte, wurde ich irgendwie mit offenen Fragen zurückgelassen.
Es war spannend und wie bereits geschrieben, lässt auch die Autorin uns hier in eine wirklich bedrohliche Welt eintauchen. Man weiß nicht was einen als nächstes erwartet und wenn ich es gelesen habe, wünschte ich mir meist, es nicht getan zu haben, weil es eben so detailliert und bösartig beschrieben ist und damit sehr authentisch wirkt. Leider ist das Ende gar nichts für mich gewesen und hatte mich enttäuscht.
Die komplette Rezension, könnt ihr gerne auf meinem Blog lesen :)
Eine deutliche Triggerwarnung brachte meine Freundin und Buddy-Read-Partnerin dazu, zu diesem Buch zu greifen. Ob es uns am Ende aber wirklich begeistern konnte oder nicht, erzähle ich ...
Eigene Meinung
Eine deutliche Triggerwarnung brachte meine Freundin und Buddy-Read-Partnerin dazu, zu diesem Buch zu greifen. Ob es uns am Ende aber wirklich begeistern konnte oder nicht, erzähle ich euch hier …
Die erste Seite. Die erste Warnung. Wie genial war das bitte? Wir waren bereit, in die Geschichte von Leyla und dem Schachmeister einzutauchen!
Schnell mussten wir jedoch feststellen, dass nicht immer so heiß gegessen wird, wie gekocht. Abwechselnd lesen wir aus den Perspektiven der Protagonistin Leyla und des ominösen Schachmeisters Kia. Die Kapitel sind sehr kurz – und die Sätze, wenn man sie überhaupt so nennen will, ebenso.
Die Grundstory ist schnell erzählt: Leyla bekommt plötzlich Nachrichten von einem Unbekannten – Kia. Bald wird klar, dass er sie stalkt. Leyla muss sich also früher oder später fragen, wer Freund und wer Feind ist. Während sie versucht herauszufinden, wer hinter „Kia“ steckt, nimmt sie wieder Kontakt zu ihrer alten Freundesgruppe auf und erzählt einer ihrer besten Freundinnen von den Nachrichten. Natürlich werden auch noch kleinere Details eingestreut, die der Geschichte Spannung geben sollen – nur leider kommt davon nichts wirklich an. Um zu erklären, warum, muss ich etwas ausholen:
Leyla ist von Anfang an kaum greifbar als Charakter. Den Großteil der Geschichte verbringen wir damit, ihr dabei zuzusehen, wie sie von A nach B läuft, bei verschiedenen Freunden unterkommt – und dabei schleichen sich immer wieder logische Fehler ein. Zeitsprünge sind an der Tagesordnung, und irgendwann wusste ich gar nicht mehr, wo Leyla sich gerade befindet oder wie viel Zeit vergangen ist. Gefühlt: nie länger als ein Tag oder ein paar Stunden.
Es tauchen außerdem unheimlich viele Namen auf, von denen die meisten nur kurz erwähnt werden und dann wieder verschwinden. Nebencharaktere könnten interessant sein, bleiben hier aber – genau wie die Hauptfiguren – eher gesichtslose Statisten.
Das Tempo, das Autorin Kismet hier anschlägt, ist enorm. Genau dadurch geht aber auch jegliche Sympathie oder Empathie für die Figuren verloren. Die Kapitel aus Kias Sicht sind im Grunde nur Wiederholungen dessen, was Leyla gerade erlebt oder (vermeintlich) fühlt – ergänzt durch seine eigenen Gedanken. Leider bringt uns das kaum neue Erkenntnisse, sondern liest sich oft wie ein Echo der vorherigen Szenen. Auch die angeteaserten Plot Twists, halten sich eher in Grenzen. Ja, auch wir haben einen Augenblick gebraucht, bis doch dann der Fall sehr klar war. Immer wieder haben wir bemerkt wie die Autorin versucht hat, noch etwas Verwirrung zu stiften, aber das empfanden wir eher als müheselig, anstelle von spannend. Hier kam eher das gekünstelte zum Fall, was es nicht gebraucht hätte.
Wir konnten nachvollziehen, was die Autorin uns erzählen wollte, aber die Umsetzung hat einfach nicht funktioniert. Viele Fragen bleiben unbeantwortet – und das Ende fühlt sich eher so an, als würde es noch mehr neue Fragen aufwerfen. Uns ging es jedenfalls so.
Manche Handlungsstränge wurden einfach fallen gelassen. Und so wichtig ich Triggerwarnungen auch finde (das tue ich wirklich!), fand ich sie hier teilweise überzogen. Zugegeben: lieber zu viel als zu wenig. Aber wenn die Triggerwarnung das Spannendste am ganzen Buch ist, läuft etwas schief.
Mein abschließendes Fazit
Leyla – Dein Leben gehört mir lebt meiner Meinung nach hauptsächlich von seiner Triggerwarnung. Leider war das Buch für mich ein kompletter Flop.
Die Charaktere blieben blass, die Geschichte war voller Logiklücken, und der Schreibstil fühlte sich mehr nach Hetzjagd als nach Spannung an. Ich konnte dem Buch leider gar nichts abgewinnen und finde, dass hier viel Potenzial für eine wirklich fesselnde Stalker-Geschichte verschenkt wurde.
Nur mit gegenseitiger Motivation haben meine Buddy-Read-Partnerin und ich uns durchgebissen.
Leider kann ich das Buch gar nicht empfehlen, weder für den Einstieg in das Genre, geschweige denn für schon belesenere Dark Romance Sympathisanten.
Während ich bei dem ersten Teil der Grant County Reihe noch dachte: Ja, ich möchte noch ein weiteres Buch von Karin Slaughter lesen, hat sie das jetzt, nach Vergiss mein Nicht geändert zu: Ich möchte bitte ...
Während ich bei dem ersten Teil der Grant County Reihe noch dachte: Ja, ich möchte noch ein weiteres Buch von Karin Slaughter lesen, hat sie das jetzt, nach Vergiss mein Nicht geändert zu: Ich möchte bitte kein Buch mehr von Karin Slaughter lesen. Der erste Band war schon für mich stellenweise Grenzwertig und das eher aus den veralteten Ansichten heraus, den sehr Oberflächlichen Charakteren, und der für mich recht schnell durchschaubaren Geschichte. Vergiss mein Nicht war allerdings noch schlimmer. Thematiken wie Homophobie, Misshandlungen, Vergewaltigung, Kindermissbrauch, Kinderpornografie, Drogenmissbrauch, Traumatas etc. wurden alle eingeworfen, teils mehr, teils weniger aber für mich leider viel zu oft einfach nur “füllend”. Ich hatte ständig das Gefühl das noch ein Schlag raufkommt, und noch einer, um alles möglichst schlimm und furchtbar dazustellen und über die vielen langsamen, teils sogar etwas langweiligen, Passagen hinweg zu trösten. Zugegeben war die Auflösung vielleicht nicht Klischeehaft, dafür leider vieles andere. Die Charaktere waren für mich leider absolut Oberflächlich, und teils auch etwas naiv. Die Geschichte hatte einen schon sehr starken Anfang, aber verlor mich so dermaßen schnell, weil ich das Gefühl hatte nur auf der Stelle zu treten. Das offene Ende lies mich das Buch dann vollends frustriert zurück. Ich hatte nicht das Gefühl einen Thriller zu lesen, im Gegenteil. Eher einen sehr trocknen und sehr detaillierten Polizeibericht, der mich mit vielen offenen Fragen zurückließ.
Wenn dich meine vollständige Rezension zu "Vergiss mein nicht" interessiert, folge mir gern über den Link auf meinen Blogbeitrag <3