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Veröffentlicht am 17.10.2023

Nette Grundidee, aber zu viele Baustellen

Wie Melodien im Wind
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Die Leseprobe des Buchs hatte mich ganz schnell gepackt und mir gezeigt dass ich das Buch gerne lesen möchte. Es wirkte sehr vielversprechend und mir gefiel die dargestellte Liebe zur Musik und die tolle ...

Die Leseprobe des Buchs hatte mich ganz schnell gepackt und mir gezeigt dass ich das Buch gerne lesen möchte. Es wirkte sehr vielversprechend und mir gefiel die dargestellte Liebe zur Musik und die tolle geschwisterliche Beziehung zwischen der Protagonistin Toni und ihrem Bruder. Bereits in der Leseprobe wurden mehrere Themen und "Probleme" aufgegriffen, auf deren Lösung ich sehr neugierig war.
Und da beginnt auch eigentlich schon mein "Hauptkritikpunkt". Irgendwie rückten die in der Leseprobe angeteaserten Theme und Probleme zwischenzeitlich derart in den Hintergrund, dass sie am Ende dann nur noch relativ kurz abgefrühstückt werden konnten. Was für mich sehr schade war, denn ich war wirklich neugierig darauf. Stattdessen wurden viele weitere Themen in die Geschichte mit eingebracht. Das ist zwar sehr realistisch, da wir ja alle viele Themen im Kopf haben, aber ich hätte mir gewünscht dass eine intensivere Auseinandersetzung mit den Themen stattfindet.

Ein recht großes Thema in dem Buch war ja auch die Musik - und ich mochte die Musikszenen sehr! Sei es der gemeinsame Besuch im Musikhandel oder das Vorspiel für die Band - ich mochte es. Auch die Szenen die songtextbasiert waren haben mir gut gefallen.

Was die Beziehungen im Buch angeht so war tatsächlich für mich die schönste und überzeugendste Beziehung die der beiden Geschwister. So so schade dass die eher als Rahmenhandlung diente und damit in meinen Augen zu kurz kam. Die Szenen der Geschwister zusammen sind wirklich schön!
Die sich anbahnende Liebesbeziehung zu dem Prinzen Lukas war ja eher klischeegeprägt. Aber dennoch war die Annäherung der beiden spannend mitzuverfolgen.
Eine weitere Person die mir sehr gefallen hat war Yuki - eine richtig gute beste Freundin, so eine wünscht man sich doch!

Außerdem ist es als Leser natürlich toll zu sehen wie Toni sich im Laufe des Buches weiterentwickelt. Ich fand es besonders schön zu sehen dass sie einige ihrer Probleme überwindet und gute Lösungen für diese findet.

Insgesamt fehlt mir insgesamt jedoch der Tiefgang bei den einzelnen Themen und Problemen - es sind einfach zu viele Baustellen, weswegen kein Platz dafür bleibt sich wirklich tiefgreifend mit einer Thematik auseinanderzusetzen.

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Veröffentlicht am 15.09.2023

Da geht noch was!

The Lesson of Curses (Chronica Arcana 1)
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Ich bin bei diesem Buch leider echt zwiegespalten. Es gibt so viele tolle Aspekte, aber dann auch wieder Dinge die mir nicht 100%ig ausgereift erschienen, oder wo etwas Potenzial verschenkt wurde.
Also ...

Ich bin bei diesem Buch leider echt zwiegespalten. Es gibt so viele tolle Aspekte, aber dann auch wieder Dinge die mir nicht 100%ig ausgereift erschienen, oder wo etwas Potenzial verschenkt wurde.
Also zunächst einmal: Die Atmosphäre in Prag gefällt mir unheimlich gut. Wer schon einmal in der Stadt war kann sich anhand der Beschreibungen der Autorin super die jeweiligen Schauplätze vorstellen. Richtig gut gelungen. Sehr gut gefällt mir auch dass häufiger mal tschechische Begriffe genutzt werden, das unterstützt das Ganze sehr gut.
Eine andere Sache die mich begeistert hat war wie die beiden magischen Wege Dextra und Sinistra übereinandergestellt wurden. Dadurch dass man die Späterwachten beider Wege parallel begleitet erfährt man die Unterschiede und kann deren Entwicklungen gut beobachten. Diese Spiegelung ist eine richtig coole Idee!
Leider habe ich die 2 verschiedenen Schulen und ihre vielen Charaktere insbesondere zu Beginn häufiger mal durcheinandergeworfen. Ich denke da hätte ein Charakterverzeichnis ein wenig geholfen. Was mich aber allgemein viel mehr gestört hat war dass das magische System nicht vernünftig erklärt wurde und wir so wenig über den Unterricht und die Fähigkeiten der beiden Protagonistinnen erfahren haben. Dadurch fehlte für mich der Dark Academia Vibe (oder kam zu kurz) und ich war die ganze Zeit auf der Suche nach Antworten die ich nicht bekam.
Es entwickelte sich dennoch eine spannende Storyline, aber auch währenddessen konnte ich nicht wirklich über die fehlenden Antworten hinwegsehen - leider. Ich hoffe nun sehr dass es in der Fortsetzung ein paar mehr Antworten gibt. Denn die Grundidee des Buchs hat unheimlich viel Potenzial und auch die magische Welt die die Autorin hier geschaffen hat wirkt super interessant und faszinierend - also bitte bitte gewähr uns mehr Einblick in das Magiesystem!! Was können welche Wesen? Wie wirken sie ihre Magie? In manchen Szenen wurde dies ja schon umgesetzt wie zum Beispiel in dem "Examen" am Anfang oder der Szene von Atlas und Mathea... bitte mehr davon!
Ich warte nun gespannt auf die Fortsetzung und hoffe dass sie mir einige Fragen beantwortet!

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Veröffentlicht am 01.08.2023

Schön locker und unterhaltsam - aber leider nicht wirklich Fake-Love?

The Perfect Fit
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Kara Atkin konnte mich mit ihrem lockeren und unterhaltsamen Schreibstil sehr schnell catchen. Schon nach wenigen Zeilen war ich in der Story versunken. Und das versprochene Trope Fake-Love war ein weiterer ...

Kara Atkin konnte mich mit ihrem lockeren und unterhaltsamen Schreibstil sehr schnell catchen. Schon nach wenigen Zeilen war ich in der Story versunken. Und das versprochene Trope Fake-Love war ein weiterer Faktor der mich gespannt weiterlesen lies - ich mochte die Grundidee einfach sehr gern!
Leider musste ich dann aber feststellen, dass die Fake Beziehung eigentlich alles andere als Fake war? Hier war ich dann schon etwas enttäuscht, da ich ja doch eigentlich genau wegen dem Trope Lust auf das Buch bekommen hatte. Es gab allerdings eine Szene in der das Trope dennoch ganz gut umgesetzt wurde - und dann auch noch auf eine sehr unterhaltsame Weise. Ich denke rückblickend betrachtet ist das eine meiner Lieblingsszenen :)

Was die Charaktere angeht konnte ich sehr schnell mit Ellie und Caleb mitfiebern. Zwei sehr coole Protagonisten. Aber auch die Nebencharaktere Mia und Roan haben mir gut gefallen, ich freue mich schon auf die Story der zwei im nächsten Band!
Ich fand es ein bisschen schade dass das Team Rund um die Künstler zwischendurch ein bisschen in Vergessenheit geriet, ich hätte mir gewünscht dass sie noch präsenter vorkommen.

Meine absolute Lieblingsszene war gleich zu Beginn des Buches, als Ellie sich an ihren Stylistenjob macht und Roan einkleidet. Die Szene war total gut geschrieben, ich konnte mir die Kleidungsstücke und das Outfit total gut vorstellen. Vor allem aber hat man ihre Begeisterung für Mode spüren können und wie sehr sie dafür brennt. Gerne hätte ich noch mehr solcher Szenen gelesen, denn als Stylistin auf Fashion Week ist das ja eigentlich auch das was man von Ellies Story erwartet.

Ich bin also leider etwas zwiegespalten in meiner Bewertung, weil das Buch total tolle Seiten hatte und so schön locker unterhaltsam war - aber andererseits leider das beworbene Trope so gar nicht erfüllt wurde.

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Veröffentlicht am 17.04.2026

Leider enttäuschend

Ein ganzes halbes Jahr
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Inhalt:
Louisa wird ganz plötzlich gekündigt und sie muss so schnell wie möglich einen neuen Job finden, da ihre Familie zur Zeit finanzielle Probleme hat. So trifft sie dann auf Will, der seit einem Unfall ...

Inhalt:
Louisa wird ganz plötzlich gekündigt und sie muss so schnell wie möglich einen neuen Job finden, da ihre Familie zur Zeit finanzielle Probleme hat. So trifft sie dann auf Will, der seit einem Unfall querschnittsgelähmt an seinen Rollstuhl gebunden ist. Sie soll ihm im Alltag helfen und ihm das Leben so angenehm wie möglich gestalten. Doch das ist nicht sehr einfach, weil Will mit dem Leben eigentlich schon abgeschlossen hat. Kann Louisa seine Lebensfreude wiedererwecken?

Sprache:
Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen, was daran liegt, dass er so alltäglich und einfach ist. Dadurch kann man das Buch natürlich richtig schnell lesen, aber nach dem extremen Erfolg des Buches hatte ich gerade vom Stil etwas mehr erwartet. Es gibt keine schönen rhetorischen Mittel oder eine besondere Wortwahl, sondern einfach nur ganz alltägliche Schilderungen, die sich nicht wirklich von der Masse abheben - was an sich ja gar nicht schlimm ist. Aber auch bei den Beschreibungen hätte ich mir durchaus etwas mehr gewünscht.

Charaktere:
Leider haben mir die Charaktere weitesgehend gar nicht gefallen: Die Nebencharaktere bedienen alle nur möglichen Stereotypen, sodass sie nicht wirklich interessant für mich wurden. Zudem waren die meisten von ihnen durch ihre Art und ihre Einstellungen auch sehr abstoßend. Gerade am Anfang des Buches hat es mich immens gestört dass sie so merkwürdig denken. Da waren mir die beiden Protagonisten schon viel lieber, auch wenn ich mich nicht in sie hineinfühlen konnte. Dadurch bin ich immer sehr auf Distanz geblieben. Allerdings ging von Louisa in meinen Augen auch eine gewisse Unnahbarkeit aus, was ich wirklich schade finde. Will war mir sympathisch, weil er mich mit seinen sarkastischen Kommentaren und seiner unglaublichen Schlagfertigkeit zum Lachen bringen konnte. Abgesehen davon hat mich das Buch allerdings nicht berührt, was ich nach all den guten Rezensionen eigentlich erwartet hatte. Gefühle kommen für meinen Geschmack etwas zu kurz bzw. kommen nicht richtig rüber.

Handlung:
An sich finde ich die Thematik des Buches richtig interessant, nur die Umsetzung ist nicht ganz nach meinem Geschmack. Ich finde beispielsweise, dass philosophisch-moralische Themen in dem Buch viel zu kurz und oberflächlich abgehandelt werden. Gerade die Problematik der eigenen Entscheidungen oder auch das heikle Thema der Sterbehilfe hätten wirklich noch ausgearbeitet werden können. Zumindest hätte mir persönlich genau so etwas sehr gut gefallen. Natürlich gibt es auch richtig gut gelungene Szenen und trotz allem ist die Gesamthandlung immer noch interessant! Ich hatte mir nur sehr viel mehr unter dem Buch vorgestellt.

Meine zugegebenermaßen sehr hohen Erwartungen wurden leider enttäuscht. Ich hatte viel mehr Gefühl, aber auch mehr ethische Gedanken erwartet.

Veröffentlicht am 15.11.2025

Guter Start, schwaches Ende

Spookily Yours
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Tja was soll ich sagen. Das Buch hat eigentlich echt gut begonnen, die Story wirkte richtig cozy gespickt mit lauter Herbstvibes, also genau was man bei dem Titel und Cover erwartet. Ich fand die Idee ...

Tja was soll ich sagen. Das Buch hat eigentlich echt gut begonnen, die Story wirkte richtig cozy gespickt mit lauter Herbstvibes, also genau was man bei dem Titel und Cover erwartet. Ich fand die Idee dass der Love interest zunächst im Körper einer Katze gefangen ist und von der Protagonistin (die eine Hexe ist) befreit werden muss richtig gut. Zumal Damien als (Dämonen-)Katze wirklich unterhaltsam war. Entsprechend habe ich mich von der ersten Hälfte des Buchs gut unterhalten gefühlt. Auch die beginnende Anziehung und die sich damit anbahnende Lovestory passte gut zum Bild des Cozy Herbstreads. Klar, die Handlung hatte nicht wer weiß für einen Tiefgang oder einen riesigen Spannungsbogen, aber das erwartet man bei einem 250-Seiten Buch ja auch gar nicht. Eigentlich war ich recht happy mit dieser netten Story für zwischendurch. Ab der Hälfte kippte es dann aber leider völlig, da das Buch plötzlich fast nur noch aus Spice bestand. Die zuvor schon recht knappe Handlung war ab dem Zeitpunkt dann quasi nonexistent. Ganz ehrlich, eine Spice Szene hätte völlig gereicht, danach hätte man gern wieder zu der vorherigen Art der Story zurückkehren können. Ich fand es echt super schade dass das Buch sich auf diese Weise entwickelt hat. Die letzten paar Seiten sind dann auch richtig wild, wenn man bedenkt in welch kurzem Zeitraum das Buch doch eigentlich spielt.
Wer Spice mag und keinen Wert auf Handlung legt ist hier richtig, wer hingegen ein cozy Herbstbuch sucht, sollte lieber zu etwas anderem greifen.