Solide, aber mit deutlichen Schwächen
Mate – Die unzumutbare Unmöglichkeit von LiebeIch habe das Buch gern begonnen, kam aber schnell an den Punkt, an dem vieles vertraut wirkte. Die Autorin kann Nähe zwischen Figuren gut darstellen. Koen und Serena haben Tempo und Witz, ihre kleinen ...
Ich habe das Buch gern begonnen, kam aber schnell an den Punkt, an dem vieles vertraut wirkte. Die Autorin kann Nähe zwischen Figuren gut darstellen. Koen und Serena haben Tempo und Witz, ihre kleinen Gesten tragen viel. Trotzdem blieb bei mir ein Gefühl der ständigen Wiederholungen. Die Bausteine kennt man aus früheren Werken und das langweilt.
Die Grundidee hat eigentlich Potenzial, doch die Konstruktion der Konflikte wirkt oft dünn und flach. Themen wie Enthaltsamkeit oder der große Altersunterschied fühlten sich massiv aufgesetzt an. Ich musste beim Lesen häufig an frühere Bücher denken, weil sich die Probleme sehr ähneln. Das nimmt Spannung weg. Auch die Handlung rund um Sekte und Waisenvorgeschichte blieb für mich blass.
Der langsame Aufbau der Liebesgeschichte funktioniert, auch wenn der erste Funke sehr schnell springt. Gefühle kommen an. Die Randhandlung hingegen trägt wenig. Actionversuche zünden kaum und laufen oft ins Leere. Der Epilog war für mich der stärkste Teil, da er eine andere Perspektive liefert und das Ende abrundet.
Insgesamt habe ich mich nicht gelangweilt, doch ich habe mich auch nicht gefreut weiterzulesen. Das Buch trifft bekannte Muster und schafft kaum neue Reize. Für zwischendurch ist es in Ordnung, mehr aber nicht.
Für mich persönlich der größte Abturn - die viel zu langen Spice-Abschnitte. Die braucht es für mich absolut nicht.