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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.11.2023

Amüsante Geschichte, mit einem durchdachten Fall und dem typischen Kling-Humor

Der Spurenfinder
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„Der Spurenfinder“ ist ein gemeinsames Werk von Marc-Uwe Kling und seinen Töchtern Johanna und Luise Kling. Beworben wird das Buch dabei als Fantasy-Krimi-Komödie, was durchaus zutrifft. In meinen Augen ...

„Der Spurenfinder“ ist ein gemeinsames Werk von Marc-Uwe Kling und seinen Töchtern Johanna und Luise Kling. Beworben wird das Buch dabei als Fantasy-Krimi-Komödie, was durchaus zutrifft. In meinen Augen überwiegen aber die Krimielemente und humorvollen Anteile. Klar spielt die Handlung in einer fantastischen Welt, aber auf nur knapp 300 Seiten, kann nun mal kein umfassendes Worldbuilding stattfinden. Dennoch ist der Fantasy-Rahmen finde ich durchaus gelungen, so gibt es doch einige kreative und originelle Details und Figuren, wobei das allgemeine Setting aber an andere Fantasy-Romane mit einer mittelalterlich angehauchten Welt, erinnert. Voll und ganz überzeugen konnte mich dafür der Kriminalfall, denn letztendlich ist der Spurenfinder ein klasse Ermittler. So hat es mir großen Spaß gemacht ihn und seine Kinder bei ihrer Suche nach der Wahrheit zu begleiten. Am Ende gab es dann eine stimmige Auflösung, welche ich in Teilen schon erahnt habe, die aber auch Überraschung bot. All dies ist eingebettet in einen witzigen Grundton, wobei der Humor des Autors (und seiner Figuren) bekannt schnoddrig, aber dennoch niveauvoll ist. Fans seiner vorherigen Werke, werden hier definitiv gut unterhalten. Durch die spannende Genremischung spricht das Buch aber denke ich eine große Zielgruppe an, denn meiner Meinung nach muss man für die Lektüre nicht unbedingt Fantasy oder Krimis mögen. Ich persönlich habe mich auf jeden Fall richtig wohlgefühlt und würde mich über ein Wiederlesen mit dem Spurenfinder freuen, der nächste Fall deutete sich immerhin schon an! Insgesamt vergebe ich für dieses amüsante Leseerlebnis volle 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 28.09.2023

Echt, berührend, aufrüttelnd – Biografische Einblicke in das Leben von Mädchen und Frauen in Afghanistan

Dich zu verlieren oder mich
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Es fällt mir gar nicht so leicht etwas über „Dich zu verlieren oder mich“ von Homeira Qaderi zu schreiben, da mich das Buch wirklich tief bewegt und auch mitgenommen hat. Es ist ein sehr persönliches Werk ...

Es fällt mir gar nicht so leicht etwas über „Dich zu verlieren oder mich“ von Homeira Qaderi zu schreiben, da mich das Buch wirklich tief bewegt und auch mitgenommen hat. Es ist ein sehr persönliches Werk der Autorin, da sie darin ihre eigene Lebensgeschichte erzählt und ergreifende Worte an ihren Sohn richtet. Jedes Kapitel besteht zunächst aus einem Rückblick in ihre Kindheit, Jugend oder ihr Erwachsenenleben in Afghanistan. Ihre fast schon nüchterne Erzählweise steht hier im krassen Kontrast zu den unfassbar schrecklichen Gegebenheiten. Denn das Mädchen und Frauen in der Kultur in welcher die Autorin aufgewachsen ist nichts Wert sind, wird auf jeder Seite deutlich. Im stilistischen Gegensatz dazu enden die Kapitel dann mit hochemotionalen Briefen an ihren Sohn, welcher ihr weggenommen wurde. Das besondere an diesem Werk ist finde ich, wie lebensnah und absolut glaubhaft Homeira Qaderi anhand von echten Schicksalen Zusammenhänge vermittelt. Eine einfache Lektüre ist das Buch also sicher nicht. Aber der Schreibstil und dessen Eindringlichkeit machten es mir leicht mich voll auf das Buch einzulassen. So schmerzt die Erzählung beim lesen zwar, dennoch kommt auch stellenweise so etwas wie Hoffnung auf. Auf jeden Fall ist die Autorin von frühester Kindheit an eine echte Kämpferin, was in jeder ihrer Zeilen zu spüren ist. Dieses Buch verdient es gelesen zu werden und große Verbreitung zu finden! Für ihr außergewöhnliches und so wichtiges Werk, gebühren der Autorin eigentlich mehr als 5 Sterne und natürlich eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 22.09.2023

Starker Abschluss einer besonderen Dilogie

Immortality
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Nachdem ich bereits von „Anatomy“ absolut begeistert war, konnte ich es natürlich kaum erwarten zu erfahren, wie es für Hazel in „Immortality“ weitergeht. Und auch mit ihrem zweiten Teil konnte mich Autorin ...

Nachdem ich bereits von „Anatomy“ absolut begeistert war, konnte ich es natürlich kaum erwarten zu erfahren, wie es für Hazel in „Immortality“ weitergeht. Und auch mit ihrem zweiten Teil konnte mich Autorin Dana Schwartz nun voll und ganz überzeugen. Um sich in der Geschichte zurechtzufinden, ist es in diesem Fall unerlässlich die beiden Bände in chronologischer Reihenfolge zu lesen. Mir persönlich waren die Geschehnisse aus dem ersten Buch noch sehr präsent und so fiel es mir nicht schwer ganz in die Welt von „Immortality“ abzutauchen. Hier wurden einige noch offene Fragen geklärt, Dinge weitergedacht und aber auch ein völlig neuer spannender Erzählstrang eingeführt. Alles in allem gab es im Roman dadurch eine gute Abwechslung, von spannenden Szenen, düsteren Geheimnissen und Hazel als engagierte Chirurgin und Ärztin, welche sich auch diesmal in der damaligen Zeit behaupten muss und Einiges einsteckt. Tendenziell ist Hazel medizinisches Wirken im ersten Band zwar etwas ausführlicher dargestellt, dennoch gefällt sie mir als Figur auch in diesem neuen Abenteuer noch unheimlich gut. Der Roman hielt zudem zahlreiche überraschende Wendungen bereit und auch der tolle Schreibstil, sorgte für einen angenehmen Lesefluss. Insgesamt bin ich mit diesem großartigen Abschlussband sehr zufrieden, insbesondere das Ende war für mich stimmig und passte zur restlichen Handlung. Für Fans des ersten Bandes ist „Immortality“ also ein absolutes Must-Read, aber auch Neulingen kann ich dir Dilogie nur empfehlen. Natürlich gibt es von mir dafür volle 5 Sterne!

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Veröffentlicht am 21.09.2023

Berührendes Kinderbuch, mit ernsten Themen und einer zauberhaften Geschichte

Der verschwundene Wal
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„Der verschwundene Wal“ von Hannah Gold war für mich das erste Buch der Autorin und ich muss sagen, ich bin von ihrer wunderbaren Geschichte wirklich begeistert! Es handelt sich dabei um einen Roman, welcher ...

„Der verschwundene Wal“ von Hannah Gold war für mich das erste Buch der Autorin und ich muss sagen, ich bin von ihrer wunderbaren Geschichte wirklich begeistert! Es handelt sich dabei um einen Roman, welcher gut von Kindern, Jugendlichen, aber auch Erwachsenen gelesen werden kann, ohne die jeweilige Altersgruppe zu langweilen. Mit jüngeren Kindern empfiehlt sich allerdings eine gemeinsame Lektüre, da die Handlung thematisch durchaus anspruchsvoll daherkommt und zwar nicht nur aufgrund der erschütternden Umweltproblematik rund um die Wale. Rio ist durchgehend ein sympathischer Protagonist, welcher mir schnell ans Herz wuchs. Obwohl er es durch die Erkrankung seiner Mutter nicht leicht hat, durchläuft er eine tolle Entwicklung und gemeinsam mit ihm lernen wir Leser:innen etwas über Grauwale, aber auch den Klimawandel und die dramatischen Auswirkungen der Meeresverschmutzung. Stellenweise ist die Handlung in meinen Augen zwar nicht immer realistisch, dafür punktet sie mit ganz viel Gefühl! Und auch die eindrucksvollen Illustrationen, welche das Buch schmücken und wirklich perfekt zur Handlung passen, bringen einen großen Mehrwert mit sich. Alles in allem war „Der verschwundene Wal“ eine eindeutiges 5-Sterne-Buch und ein großes Lesevergnügen für mich. Darum empfehle ich diesen eindrücklichen Roman gerne weiter!

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Veröffentlicht am 18.09.2023

Aufrüttelnd, unbequem und doch so unglaublich wichtig

Ich erkenne eure Autorität nicht länger an
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Richtig in ein Genre einordnen lässt sich das Werk „Ich erkenne eure Autorität nicht länger an“ von Glenn Bech finde ich nicht. Der gewählte Begriff Manifest, trifft es aber schon sehr gut. Es ist äußerst ...

Richtig in ein Genre einordnen lässt sich das Werk „Ich erkenne eure Autorität nicht länger an“ von Glenn Bech finde ich nicht. Der gewählte Begriff Manifest, trifft es aber schon sehr gut. Es ist äußerst persönlich, aber auch eine sehr umfassende und allgemeine Gesellschaftskritik, sprachlich genial formuliert, voller Feinheiten und Emotionen. Mich persönlich traf der Text auf jeden Fall mitten ins Herz. Hat man sich erst einmal auf den Schreibstil eingelassen, welcher eindringlich aber auch irgendwie melodisch Glenns Botschaft verkündet, kann man das Buch kaum noch aus der Hand legen. Es ist dabei aber keinesfalls eine leichte, oder gar gefällige Lektüre. Der Autor schont auch seine Leser:innen nicht und hält einem gnadenlos den Spiegel vor. Sein Text ist auch voller Wut, aber eben nicht nur. Letztendlich spiegeln sich darin so viele unterschiedliche Gefühle und so ahnt man nach und nach wie schrecklich es sein muss in der Provinz aufzuwachsen und dort Tag für Tag Homophobie und Ausgrenzung zu erleben. Und auch wenn der Autor von seinem Leben in Dänemark spricht, fiel es mir leider nicht schwer Teile seines Erlebens auch hier in Deutschland wiederzuerkennen. Ich hoffe sehr, dass dieses Buch von möglichst vielen Menschen gelesen wird, da es den eigenen Horizont erweitert, nachdenklich stimmt und auf Probleme aufmerksam macht, welche man selbst vorher gar nicht auf dem Schirm hatte. Gerne vergebe ich voll 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung!

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