Endlich wieder ein Buch von Anne Freytag. Auch in diesem überzeugt sie mit tiefgründigen, authentischen Charakteren und lässt uns an deren Gedanken teilhaben. Hier geht es gleich um eine Familie, Mama ...
Endlich wieder ein Buch von Anne Freytag. Auch in diesem überzeugt sie mit tiefgründigen, authentischen Charakteren und lässt uns an deren Gedanken teilhaben. Hier geht es gleich um eine Familie, Mama mit 4 Kindern. Auch da erfahren wir sehr viel über die Familienmitglieder und deren Umgang mit der Situation rund um Corona. Hauptsächlich geht es aber um Sally, die sich unverstanden und nicht zugehörig fühlt. In diesem Buch wird erzählt von der manchmal schmerzhaften Abnabelung der Kinder, wie Sally versucht zu sich selbst zu finden und darum, dass es immer irgendwie weitergeht. Alles zusammen ergibt einen sehr schönen Jugendroman.
Ich liebe Romane, die in Dörfern oder Kleinstädten spielen und da war das genau das richtige für mich. Selbst hatte ich auch eine Oma Hanne auf dem Dorf und sogar der Bäcker hatte den gleichen Namen. Da ...
Ich liebe Romane, die in Dörfern oder Kleinstädten spielen und da war das genau das richtige für mich. Selbst hatte ich auch eine Oma Hanne auf dem Dorf und sogar der Bäcker hatte den gleichen Namen. Da konnte eigentlich nichts mehr schiefgehen. Die Charaktere werden sehr einfühlsam und das Dorf sehr detailliert beschrieben. Es wird abwechseln von heute und damals erzählt und da kommen so einige Geheimnisse ans Licht.
Ein wirklich toller, emotionaler Roman über ein sehr wichtiges Thema. Eine kleine Kritik hätte ich aber da müsste ich spoilern.
Dieser Roman wird mir noch einige schlaflose Nächte bereiten, da er mich sehr beschäftigt hat. Ich lese viele Bücher über die Zeit im und nach dem 2. Weltkrieg aber von dieser Thematik wusste ich bisher ...
Dieser Roman wird mir noch einige schlaflose Nächte bereiten, da er mich sehr beschäftigt hat. Ich lese viele Bücher über die Zeit im und nach dem 2. Weltkrieg aber von dieser Thematik wusste ich bisher allerdings noch nichts. Der Autor schreibt flüssig, man kommt sehr gut in die Geschichte rein. Nach der Hälfte wurde es auch noch sehr spannend. Man fiebert einfach mit den Kindern mit in dieser gefährlichen Zeit. Den Protagonisten hab ich sofort ins Herz geschlossen, man kann ihn nur mögen. Er und auch seine Familie sind sehr einfühlsam beschrieben und wirken, wie auch alle anderen, sehr authentisch. Ich mochte hier sehr den Zusammenhalt und die Hilfsbereitschaft, die in dem Zusammenhang in dieser Zeit nicht selbstverständlich waren. Alles zusammen ein wirklich toller Roman für alle Leser*innen von historischen Romanen.
Einige Jahre sind vergangen als Sylvia und ihre Freundesgruppe von der Uni zuletzt viel Zeit miteinander verbracht haben. An einem Haus am See, soll das für ein paar Tage nachgeholt werden. Alle leben ...
Einige Jahre sind vergangen als Sylvia und ihre Freundesgruppe von der Uni zuletzt viel Zeit miteinander verbracht haben. An einem Haus am See, soll das für ein paar Tage nachgeholt werden. Alle leben sehr unterschiedlich, haben verschiedene Lebensmodelle. Jetzt treffen sie aufeinander, philosophieren über das Leben, Queerness und ihr eigenes Glück. Spontan verkündet ein Paar, dass es heiraten möchte. Das wirft viele Fragen auf. Alte Gefühle sind wieder da, neue Gefühle kommen auf und alle hinterfragen sich: Lebe ich wirklich so, wie ich es möchte?
Ein atmosphärischer Roman über moderne Beziehungen, Freundschaft und Begehren. Leben die Menschen, die sich den gesellschaftlichen Normen beugen, wirklich besser? Braucht jeder Kinder, Haus und einen festen Partner? Oder sind diejenigen, die alternative Lebensformen gewählt haben, wirklich glücklich damit? Oder wollen sie nur nicht so sein wie alle? Die Stärke des Romans ist eindeutig die Stimmung. Die Gruppe verliert sich in Gesprächen, schwelgt in Erinnerungen und philosophiert. Doch unter der idyllischen Oberfläche brodelt es. Ungelöste Konflikte und Sehnsüchte gibt es genügend. Eine Anspannung schwingt immer mit. Zugang zu den Charakteren konnte ich nur schwer finden. Mehr Schein als Sein, pseudointellekte Menschen, die sich um sich selbst drehen. Das war für mich manchmal schwierig zu lesen. Ich hoffe doch sehr die Menschen in dem Alter sind nicht alle so. Die größte Freiheit ist für mich immer noch, selbstbestimmt zu leben. Ich denke das geht auch, ohne andere Menschen zu belügen oder zu verurteilen.
Ein klug beobachteter Roman über Menschen, die nach dem perfekten Lebensmodell streben aber auch nur unsicher sind, ob das jetzt so richtig ist. Definitiv ein Buch, dass im Kopf bleibt und ich euch gern empfehle.
Die Schafherde kehrt zurück in ihre Heimat. Doch da hat sich einiges geändert. Was sind das für fremde Schafe und wo kommt der Zaun plötzlich her? Als Schäferin Rebecca nicht mehr zu ihrer Schafherde zurückkehrt, ...
Die Schafherde kehrt zurück in ihre Heimat. Doch da hat sich einiges geändert. Was sind das für fremde Schafe und wo kommt der Zaun plötzlich her? Als Schäferin Rebecca nicht mehr zu ihrer Schafherde zurückkehrt, vermuten die Schafe nichts Gutes. Dann finden sie auch noch einen Finger von einem Menschen. Was kann das alles bedeuten? Gemeinsam suchen sie nach Ideen um Rebecca wiederzufinden. Ganz schnell finden sie sich mitten in einem Familiendrama wieder. Doch diese Schafe, mit ihrer eigenen originellen Logik, ermitteln nach ihren eigenen Kriterien und können hier natürlich helfen.
Cozy Crime mit ganz viel Humor bekommt der Leser hier geboten. Die Schafe allein sind schon herrlich. Madouc, (eigentlich Ziege) ist noch Schaf auf Probe; Miss Marple mit ihrem messerscharfen Verstand; das verfressene Schaf Mopple und der ehemalige Leitwidder Ritchfield, der unerwartet seinen verschollenen Zwilling findet; sind mir am meisten ans Herz gewachsen. Eine herrlich verrückte Truppe ist das. Da war der Kriminalfall für mich eher nebensächlich. Mit ganz viel Herz wurden die Charaktere gezeichnet. Etwas skurril aber so liebevoll und warmherzig.
Erzählt wird humorvoll und sehr atmosphärisch. Viele Ereignisse werden aus Sicht der Schafe erzählt. Dadurch gibt es natürlich eine Menge Missverständnisse. Doch auch ernste Töne werden angeschlagen. Hinter vielen humorvollen Szenen stecken doch häufig gesellschaftliche Beobachtungen. Dadurch wirkt der Roman nie oberflächlich.
Insgesamt ein charmanter, eigenwilliger Roman, mit britischem Humor, der schon allein durch seine Charaktere überzeugt.