Teil 1 der Koblenz-Saga
Das RosenpalaisZeiten des Umbruchs verlangen mutige Entscheidungen dieser Satz des Klappentextes beschreibt sehr zutreffend die Situation, in der sich die Protagonisten der Story über die Süßwarenfamilie Dorn in Koblenz ...
Zeiten des Umbruchs verlangen mutige Entscheidungen dieser Satz des Klappentextes beschreibt sehr zutreffend die Situation, in der sich die Protagonisten der Story über die Süßwarenfamilie Dorn in Koblenz befinden. Das Cover ist bunt gehalten. Im Vordergrund sind Rosen zu erkennen. Im Hintergrund ist eine elegant gekleidete Frau in einem türkisfarbenen Kleid, welche eine weiße Treppe hinaufschreitet. Der Klappentext beschreibt kurz und präzise den konkreten Handlungsrahmen, ohne auf entscheidende Details hinzuweisen. In dem Roman geht es um Ella Dorn, welche aufgrund eines bevorstehenden Bankrotts versucht das Unternehmen der Familie zu retten. Durch geschicktes sowie taktisches Verhalten, Durchsetzungsvermögen und einer kleinen Spur Egoismus, schafft sie es das Unternehmen stückweise umzubauen. Die Hauptfigur besticht durch eine starke, differenzierte Persönlichkeit, welche mich durchaus überzeugt hat. Als wesentliche Nebenfiguren treten Ellas Bruder Eric Dorn; Ellas Ehemann Sebastian Lombard; Ihre Freundin Louise Dalberg sowie Ellas Cousine Helene Dorn auf. Sebastian Lombard macht dabei eine charakterliche Wandlung durch. Anfangs durch die „Zweckheirat“ mit Ella sehr kühl und berechnend auftretend, entwickelt er im Laufe der Geschichte immer mehr Gefühle und Familiensinn. Louise Dalberg ist eine sehr sympathische Persönlichkeit. Als gute Freundin von Ella steht sie ihr stets zur Seite und muss gegen Ende des Romans eine schwerwiegende persönliche Entscheidung treffen. Die Spannung der Geschichte lebt von der Entwicklung der „Beziehung“ von Ella und Sebastian, sowie von der Umstrukturierung von der Süßwarenfabrik zu einer Schokoladenmanufaktur. Der Aufbau ist stringent und es sind keine Zeitsprünge erkennbar. Die Geschichte spielt in den zwanziger Jahren und somit ist die zeitliche Einordnung für den Leser gut nachvollziehbar. Der Schreibstil ist locker, leicht und ist sehr gut lesbar. Die Autorin verzichtet dabei auf eine verblümte und verspielte Sprache, was das Leseerlebnis aber in keiner Weise mindert. Als Besonderheiten sind ein Personenverzeichnis, sowie am Anfang und Ende des Buches ein Rezept zum Nachbacken zu erwähnen. Die Zielgruppe der Erzählung kommen Schokoladenfans, Anhänger von Familienromanen, sowie tendenziell Frauen in Betracht. Mir persönlich hat der Roman um die Familie Dorn gut gefallen, da ich viele Jahre in Koblenz gelebt habe, sind mir einige in der Erzählung beschriebene Orte sehr gut im Bilde. Der Autorin ist eine gute, interessante Unternehmens- und Familiengeschichte gelungen und somit bin ich auf die Fortsetzung gespannt.