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Veröffentlicht am 27.10.2023

Miss Miffy, Adelina und natürlich Mausmän

Ziemlich beste Mäuse – Es heißt Freundschaft, weil man mit Freunden alles schafft
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Miss Miffy, die wohlgenährte Küchenmaus; die Magernager – die armen Kirchenmäuse, die immer im Chor reden… ; Adelina, die scheue, aber schöne Haselmaus; Spencer Spitzmauserich der scharf auf Adelina ist; ...

Miss Miffy, die wohlgenährte Küchenmaus; die Magernager – die armen Kirchenmäuse, die immer im Chor reden… ; Adelina, die scheue, aber schöne Haselmaus; Spencer Spitzmauserich der scharf auf Adelina ist; Liesel, das Mauswiesel; die alte Leseratte; und Henry gibt sich als Mausmän, die fliegende Superratte, aus...

Schon der Einstieg in die Geschichte ist klasse: Wie Henry supereitel (der seine Frisur mit Marmelade stylt) und so wahnsinnig von sich überzeugt ist und dann - Blitzdonner, das Wetter macht ihm einen Strich durch seine Berechnungen…
Henry ist ein Gleithörnchen (werden auch Flughörnchen genannt, dabei gleiten sie doch nur…). Er will die Meisterdieb Meisterprüfung machen: Denn das machen Gleithörnchen so, seine Brüder scheinen das alle gemacht zu haben. Nur Henry, ach je, er wird total rosa… es blitzt nämlich und bei Blitz ändern die grauen und damit unsichtbaren Hörnchen ihre Farbe. Die Kamera erfasst ihn und seine Meisterdiebprüfung ist geschmissen. Ganz Chicago lacht über ihn. Henry wandert aus. Er haut ab! Blamiert bis auf die Knochen...

Henry, bis auf die Gleitflügel blamiert, schmuggelt sich auf einen Ozeandampfer ein. Er bleibt unversehrt und unverzehrt (herrlich, die Wortspielereien), weil der Schiffskater weiß ja, dass er ein Gleithörnchen ist. Nicht besonders delikat.
Während seiner Überfahrt als blinder Passagier hört er den Schiffratten zu. Es gibt da eine Burg Funkelstein und da existiert ein funkelnder Diamant, den alle suchen. Henry will diesen Diamanten finden, um sein Meisterdieb Missgeschick in Chicago auszulöschen. Doch auf Burg Funkelstein nimmt man ihn als 'Mausmän' (weiß ja keiner, dass er ein Hörnchen ist…) auf und alle tun ihm Gutes, leckeres Frühstück, Sonnenschutz über seinen Kanonenschlafplatz, und dann ist da Adelina… Doch immer wenn er an sie denkt und ihren Namen sagt, werden Henrys Öhrchen wieder rosa… Wieseldame Liesel, die ihn zuerst kritisch beäugt, hilft ihm und dann ist da die Leseratte, die ihm auch hilft… Dabei ist er doch keine Maus… aber er wird aufgenommen, das ist Freundschaft!

Was für eine witzige Idee...Ziemlich beste Mäuse, ein Superspruch, gefällt mir. Genauso auch wie ‚Es heißt Freundschaft, weil man mit Freunden alles schafft‘. Das Titelbild mit den beiden Mäusen (äh, Gleithörnchen Henry) drauf, die es sich gut gehen lassen, ist vortrefflich. Gut gemacht.

Auch die Zeichnungen im Buch sind liebevoll gemacht, aber gleichzeitig inhaltsvoll. Auf Seite 21, z.B., die Zeichnung auf dem Schiff mit den Schiffratten, die aussehen wie kleine Piraten – Ohrringe im Ohr, Mützchen und ein dahinter versteckter Henry, von dem nur der buschige Schwanz hervorlugt…
Das macht alleine schon Spaß die Zeichnungen sich anzuschauen. Und mit Kindern ist das einfach klasse, man kann zusammen so viel sehen, herausfinden, erkennen…

Ein sehr schöne Art Kinder an ‚Freundschaften‘ heranzuführen… es geht nicht immer um die eigenen Ziele, manchmal ist es besser die gemeinschaftlichen Ziele im Kopf zu haben… Freundschaft!

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Veröffentlicht am 25.10.2023

Clover, die Sterbebegleiterin

Dieses schöne Leben
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Berührend, klug, hoffnungsvoll: Ihr Opa, der Professor, stirbt alleine als sie auf Reisen ist. Da entschließt sich Clover Sterbebegleiterin zu werden, niemand sollte alleine sterben… sie ist gut, sie geht ...

Berührend, klug, hoffnungsvoll: Ihr Opa, der Professor, stirbt alleine als sie auf Reisen ist. Da entschließt sich Clover Sterbebegleiterin zu werden, niemand sollte alleine sterben… sie ist gut, sie geht in ihrem Beruf auf, aber hat kein Privatleben. Sie verschließt sich und traut sich nicht ihren Gefühlen zu öffnen.
Bis Silvie und Claudia in ihr Leben treten…Mit Silvie, der neuen Nachbarin, befreundet sie sich, die ihr genaues Gegenteil ist – quirlig, lebenslustig, alles mitnehmend, nichts anbrennen lassen. Und Claudia, die ältere Dame, die sie auf ihrem Gang in die andere Welt begleitet, ist eine wunderbare Frau, die allerdings etwas bereut… Und darum geht es in diesem Roman, leben und lieben, etwas Sinnvolles aus seinem Leben zu machen… Es ist eine wunderschöne und großartige Entwicklung, die in diesem Roman beschrieben wird.

Es treten so viele Menschen in dem Buch auf, bei deren Beschreibungen sich einem das Herz öffnet mit dem Wunsch sie kennenzulernen. Der Großvater, der zwar nie seine Gefühle in Worte fasste, aber seiner Enkelin durch seine Taten zeigte, wie sehr er sie liebte und ein großartiges Vermächtnis ihr hinterließ. Leo, der ebenfalls ältere Nachbar, der ein treuer Freund zu Clovers Großvater war und seinem Wunsch entsprach sich um die Enkelin zu kümmern. Solche Freunde wünscht sich jeder.
Und dann Hugo, der junge Hugo, was für ein wunderbarer und warmherziger Mensch… Und viele andere, die nur Begleiterscheinungen sind… und natürlich die anderen, die noch weiter wachsen sollten und aus ihrem Gefühlsgefängnis sich entlassen…

Ich habe bislang nicht gewusst, was eine Sterbe Doula ist und ich wusste auch nichts von Death Cafes (alles online nachgelesen). Wieder etwas Neues gelernt. Unglaublich intensiv geschrieben, unglaublich schöner Schreibstil… Absolut faszinierend und fesselnd. Das ist wieder so ein Buch, wo das kurze Reinlesen wirklich nicht enttäuschend ist. Es ist ein Debütroman und ich wünsche mir, dass die Autorin weiterhin solche großartigen Bücher schreiben würde. Aber bitte Zeit lassen, denn großartige Bücher entstehen nicht am Fließband!

Ein schönes Titelbild: Auf einer Landkarte (New York?) liegen, auch haptisch greifbar, Blumenornamente. Sehr schön gemacht vom Layout und der Buchgestaltung! Kompliment!

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Veröffentlicht am 25.10.2023

Das Buch!

Das Buch Eva
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‚Ich habe dich für klüger gehalten. Männer sprechen von Geschwätz, um das Wort einer Frau herabzuwürdigen. Männer haben ihre Verbindungen, ich habe meine. Frauen hören Dinge, und wenn sie reden, können ...

‚Ich habe dich für klüger gehalten. Männer sprechen von Geschwätz, um das Wort einer Frau herabzuwürdigen. Männer haben ihre Verbindungen, ich habe meine. Frauen hören Dinge, und wenn sie reden, können sie allenfalls darauf hoffen gehört zu werden.‘

Ein geheimnisvolles Buch und die damit verbundene große Gefahr, weil das Buch als ketzerisch gilt (Du sollst keine anderen Götter neben mir haben).
Der Roman spielt in Italien, zur Zeit der Rennaissance: Beatrice, die in ein Kloster weggeschlossen wurde, eine Seite ihres Gesichtes ist verbrannt (damit gilt sie im Zeitalter der absoluten Schönheit als nicht vermittelbar), außerdem – obwohl Tochter eines reichen und bedeutetenden Mannes – ist sie unehelich. So wurde sie die Bibliothekarin des Klosters und sie liebt ihre Bücher über alles - mehr als die Menschen.

Dieses unbekannte Manuskript hat es in sich. Sehr mysteriös, sehr geheimnisvoll und stammt aus dem Land Albion (der Stadt Northwich). In dem Land herrscht die Königin Ana, die die Macht an sich gerissen hat und die Papisten aus dem Land geworfen.
Beatrice möchte mehr Außenwelt, doch diese wird von skrupellosen Männern beherrscht. Vor den Klostermauern werden zwei Frauen gefunden, schwerverletzt. Marta, eine junge Ziegenhirtin, hat sie hingebracht. Die Jüngere der beiden Schwerverletzten überreicht Beatrice ein Buch. Beatrice muss es verstecken, sie tastet sich mühselig an das Buch, versteht es nicht und ist doch fasziniert.

Und dann auf einmal geschehen grausame Dinge…und es geschehen schöne Dinge. Das Buch führt ein Eigenleben. Mystische Dinge passieren...Doch der Mönch Abramo, ein selbstherrlicher Inquisitor, ist ein unbarmherziger Verfolger aller jener, die Ketzer:innen genannt werden. Er belästigt die Nonnen, und vor allem auch Beatrice. Er macht sich über die Stadt her wie ein schlimmes Erdbeben, er bringt Mauern zu Fall und lässt Menschen verfolgen.

Das unglaublich schöne und romantische Titelbild, gehalten im Stil der Rennaissance, verziert mit Blumen und den geheimnisvollen Buchstaben der Schrift des Voynich Manuskriptes, passt sehr gut zum Buch. Der Schreibstil, ebenfalls im Rennaissance – Stil, liest sich nicht einfach weg. Es erfordert genaues Lesen, genaues Aufpassen und Geduld. Aber in dem Roman steckt die Kraft von Generationen von Frauen und so entfalten die Worte eine Saugwirkung, wenn man endlich versteht...
Es ist ein mittelalterlicher Krimi um Macht und Herrschaft und um das geheime Wissen von Frauen und ihre Bündnisse.

Der Roman basiert auf dem Voynich Manuskript (was in der University of Yale in der Abteilung Seltene Bücher aufbewahrt wird). Dieses Manuskript wird auf das 15. Jahrhundert datiert, doch kein Mensch weiß, was es genau bedeutet. Ob es eine Fälschung ist oder tatsächlich eine wichtige Lehre beinhaltet... Die Pflanze oben rechts auf dem Titelbild stammt aus dem Buch, was Wilfried Michael Voynich 1912 vermutlich aus der Sammlung eines toskanischen Landhauses kaufte. Ebenfalls verzierende unbekannte Schrifttypen entstammen dem Buch.

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Veröffentlicht am 25.10.2023

Witamy!

Nebenan ist doch weit weg
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"Nebenan ist doch weit weg", Antje Bones, Oktober 2023, dtv Verlag, ab 11 Jahren, 304 Seiten, Illustrationen von Michael Szyszka.

Auffälliger grüner Umschlag, auf dem der Weg von Berlin nach Krakow eingezeichnet ...

"Nebenan ist doch weit weg", Antje Bones, Oktober 2023, dtv Verlag, ab 11 Jahren, 304 Seiten, Illustrationen von Michael Szyszka.

Auffälliger grüner Umschlag, auf dem der Weg von Berlin nach Krakow eingezeichnet ist...

Edith, 12, und ihr Bruder, 5, müssen mit ihren Eltern von Berlin nach Krakow umziehen. Keine andere Chance! Die Eltern haben dort ein Haus gekauft. Unglaublich, nach Polen. Keiner in der Schule versteht das. Von Berlin nach Krakau...Und Edith eigentlich auch nicht. Sie verzweifelt fast, denn sie kennt niemanden in Krakow (wie die Stadt auf polnisch heißt; Krakau, in der Nazizeit deutsch besetzt). Auch Polen kennt sie nicht und schon gar nicht die Sprache.

In Berlin spöttelt man deswegen rum. Selbst polnische Freunde in Berlin verstehen nicht, dass sie nach Polen ziehen. Doch am schlimmsten ist natürlich für Edith, dass sie nun weit weg von ihren besten Freundinnen Anne und Jack sein wird. Das Packen wird beschrieben, die Reise nach Krakow, das Ankommen, das Haus, die Schule, das Erkunden des Umfelds (und ja, es gibt auch eine Beschimpfung durch eine ältere Frau). Mit seltsamen Gefühlen im Bauch, aber auch zunehmenden Mut, findet sich Edith langsam in dem neuen Leben zurecht. Sie findet Freundinnen (Milena, vielleicht auch Pola) und Freunde in Krakow und erlebt Abenteuer. Sie beginnt das Essen zu mögen (hach, diese Sesamkringel) und stürzt sich richtig in das Lernen der Sprache. Und dann gibt es noch dieses eine außerordentliche Erlebnis...

Das Buch wurde mit viel Feingefühl geschrieben. Als lesender Mensch kann man sich sehr gut in Ediths Lage hineinversetzen. Aus den Tagebucheinträgen und weil das Buch in der ersten Person Singular (also Edith' Perspektive) geschrieben wurde, erfuhr ich hautnah die Gefühle des Teenagers. Nachvollziehbar wie schwierig es für sie war, allein nur in die Schule zu gehen... wie wird sie da aufgenommen, neben wem wird sie sitzen, kann ich mit denen überhaupt reden... Eigentlich eine Sache für sich der Elten, dass sie diesen Schritt unternahmen. Für die Kinder eine enorme Umstellung. Wäre die Familie keine intakte und kindergerechte, würde das wohl zu massiven Problemen führen. Ich denke, andere Teenager wären ausgeflippt und hätten sonst was angestellt...

Das Buch liest sich angenehm und flüssig. Mit Illustrationen bebildert, die Edith Tagesablauf und Erlebnisse darstellen. Die Illustrationen sind einfach, aber doch treffend - keine Kunstwerke und doch unterhaltsam.

Edith lernt polnisch und somit lernt auch der lesende Mensch die Sprache und Kultur etwas kennen. Immer wieder werden polnische Wörter mit ihrer deutschen Übersetzung in den Text eingebracht. Edith notiert einzelne Wörter in ihren Tagebuch (und siehe da, schon habe ich ein paar polnische Wörter gelernt). Tak!

Ein sehr sachliches, gefühlvolles und, ja, einfühlsames Buch über das Einleben in einem anderen Land. Da dies in Deutschland nun ständig passiert für junge Menschen aus anderen Kulturen sollte dieses Buch Material für die Schulen werden (Grundschulen auf jeden Fall).

Für mich war (ist) das Buch sehr wichtig, weil ich polnische Vorfahren habe und mich erst jetzt - später im Leben -, mit dieser Kultur auseinandersetze...

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Veröffentlicht am 22.09.2023

Die Pflanze ist eine 'Killerin' - Die Intelligenz der Pflanzen

Der Wald
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‘Alles in diesem Buch ist Fiktion, bis auf auf diejenigen Fakten, die schier unglaublich erscheinen, die sind weitest gehend wahr.‘ (Umschlag Rückseite)
‚Käme man als Außerirdischer auf die Erde, würde ...

‘Alles in diesem Buch ist Fiktion, bis auf auf diejenigen Fakten, die schier unglaublich erscheinen, die sind weitest gehend wahr.‘ (Umschlag Rückseite)
‚Käme man als Außerirdischer auf die Erde, würde man sich wundern, dass der Mensch die Bäume in seinem Garten zerstörte, statt von ihren Früchten zu leben‘ (S.402)

In die ganze Welt werden Samenpäckchen verschickt mit einem unbekannten Saatgut. Diese roten Samenkapseln sind invasiv und tötend. In China stellen zwei Postleute fest, dass 1032 Päckchen versandt wurden. In den USA (grain belt), Österreich, in Kenia (Afrika), und weiteren Ländern, überall kommen Menschen und Tiere zu schwerem Schaden. Denn überall kommen Samenpäckchen mit diesen feuerroten riesigen Samen an und verursachen Verheerendes, wenn Pflanzeninteressierte sie einpflanzen. Botaniker und Fachleute in der ganzen Welt beschäftigen sich damit. Taskforce - Höllenpflanze!

Propagandist:innen in dem Roman gibt es einige auf verschiedenen Kontinenten (Europa, Nordamerika , China), die sich schnell auf wenige Hauptpersonen reduzieren lassen: Marcus Holland und Ava, von beiden ist im August 2023 die Rede. Von Waverley Park dagegen in Zeitsprüngen zwischen 2016 und 2023. Weil mir das am Anfang etwas zu durcheinander ging habe ich mich im Laufe der spannende Reise durch den Thriller zuerst an Marcus und Ava gehalten. Beim zweiten Durchlauf (sic!) dann von Seite 1 bis Seite 459 durchgehend gelesen, was aber noch genauso spannend war...
Beim zweiten Durchlauf hat sich mir erst die geniale neue Idee des Romans gezeigt! Doch leider auch ein paar Schwachstellen...

Als Pflanzenkennerin bleibt mir fast die Spuke weg. Tatsächlich gibt es bereits Pflanzen, die sich nicht nett zu Menschen und Tieren verhalten (die im Buch erwähnten Pflanzen Schierling, Bärenklau (Herakuleum), und es gibt in der Tat einige Pflanzen, die Verätzungen verursachen oder die Haut empfindlich für Verbrennungen machen, Johanniskraut z.B.). Wir haben ja schon einige invasive Pflanzen, die töten! Riesen Bärenklau, Jakob-Kreuzkraut.… Für die Pflanze ist es einfach ihre Abwehr gegen Fressfeinde (Toxine, Dornen, Stacheln, ätherische Öle etc.).

Der Autor schreibt spannend, wobei ich manches Mal über seinen Stil stolpere und einen Moment brauche bis mir klar ist, wer mit ‚er‘ gemeint ist, der Bezug fehlt manchmal und könnte klarer definiert sein. Über einige orthorgrafische Fehler schaue ich nun, angesichts des spannenden und tatsächlich auch aktuellen Themas, hinweg. Doch das Lektoritat hätte etwas sorgfältiger arbeiten können. Wiederholungen, etwas schlampig gearbeitetes Lektoriat (letztes ist nicht dem Autor anzulasten).

Danke für die Informationen zu Kanada und dem schrecklichen Vorgehen zum Teersandabbau. Das hat mich nachhaltig geschockt, weil ich in der Tat dies nicht sich von dem so umweltbewussten gebenden Kanada erwartet hätte. Auch die Informationen zu den Pflanzen (Pflanzenneurologie, den Pilzkörpern, etc.) sind sehr willkommen geheißen worden. Die Schwedenkiste und J.W. von Goethe ist wieder ein brillianter Schachzug des Autors, der gerne historische Begebenheiten mit der Modernität verknüpft.

Öko - Thriller "Der Wald", Tibor Rode, September 2023, Droemer-Verlag, Paperback-Ausgabe 459 Seiten
Das Umschlagsbild in grau wird rechtsseitig von einer grünen, rankende Pflanze (haptisch griffig) geziert, während der untere Teil des Umschlagbildes mit dem Romantitel ‚Der Wald‘ auf eine andere Art haptisch greifbar ist, eine raue Version. Passt ebenso, weil 'Der Wald' in der Geschichte eben eine raue Angelegenheit ist!


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